Z Nation Staffel 1 Zusammenfassung

Z Nation Staffel 1Überleben in der Zombieapocalypse

Z Nation – Zombies sind seit einigen Jahren wieder angesagt. Nicht zuletzt durch „The Walking Dead“ haben die Untoten auch den Sprung auf die Bildschirme zuhause geschafft. Das berühmt-berüchtigte Produktionsstudio The Asylum schickt seine eigene Zombieserie ins Rennen um die Gunst der TV- und Streaming-Zuschauer. Wer hier allerdings einen billigen Abklatsch des Klassenprimus vermutet, irrt.

Was „Z Nation“ zunächst mit „The Walking Dead“ gemein hat, ist die Ausgangssituation: Ein Zombievirus macht aus Tote Untote und verbreitet sich rasend schnell. Die Handlung der Serie setzt wenige Jahre nach dem Ausbruch ein, als in einem Gefängnis ein experimenteller Impfstoff an Gefangenen getestet wird. Einer dieser Gefangenen ist Murphy, der nach der Verabreichung von eindringenden Zombies angeknabbert wird – und die ganze Sache tatsächlich überlebt. Murphys Überleben wird somit entscheidend für das Überleben der übrigen Menschheit – in seinem Blut ist schließlich der letzte Rest vom Impfstoff.

Einige Zeit später findet sich auch die Gruppe zusammen, dessen Abenteuer die Serie begleitet. Murphy wird mittlerweile von Soldaten, in erster Linie Lt. Hammond, begleitet, die ihn in ein Forschungslabor in Kalifornien verfrachten wollen – sie selbst befinden sich unweit von New York. Sie treffen auf die Gruppe um Charles Garnett, deren Camp kurz darauf von Zombies überrannt wird. Auf einer Zwischenstation stoßen noch 10.000 und Cassandra zur Gruppe. Doch es gibt auch Verluste und Garnett hat nun den unkooperativen Murphy an der Backe. Dennoch beschließen sie, ihn nach Kalifornien zu schaffen. Unerwartete Unterstützung erhalten sie dabei von Citizen Z – ein Soldat, der einsam in einer Überwachungsstation der NSA in Alaska hockt und alles beobachtet.

Z Nation – Zombiespaß statt Zombiedramatik

„Z Nation“ ist keine ernste Serie, der Spaß steht hier eindeutig im Vordergrund (auch wenn es den ein oder anderen ernsthaften Moment gibt, diese sind allerdings in der Minderheit). Da ist dann auch keine Idee zu absurd, um nicht in eine Folge Eingang zu finden. Ein Zombiebaby, ein Zombietornado (Sharknado lässt grüßen), Amish Zombies, radioaktiv verstrahlte Zombies, eine Zombiestampede und Zombies auf Viagra oder Speed. Dazu noch jede Menge Zombiekills, die zum Wegschmeißen komisch sind. Hier fährt die Serie jede Menge Kreativität auf. In den Mix eingeworfen wird dann die unweigerlichen Komponenten, die in diesen Szenarien nicht fehlen dürfen: religiöser Fanatismus, Kannibalismus, Sex, Drugs and Rock’n’Roll.

So schafft es tatsächlich jede der 13 Episoden, mit neuen Absurditäten zu punkten, ohne die Reise der Helden zu vernachlässigen. Dass die Serie sich selbst nicht allzu ernst nimmt, wird sehr schnell deutlich. Auf einige konstruierte Zufälle wird so deutlich hingewiesen, dass man hier nur von Selbstironie sprechen kann. Auch gewisse Running Gags machen das ziemlich deutlich. Dass darüber hinaus so manche Logiklücke aufklafft, liegt zum einen in der Natur des Genres, zum anderen an kleinen Unsauberkeiten der Drehbuchschreiber, die vor allem das Tempo der Serie hochhalten wollen.

Hinzu kommen so viele Anspielungen, die nicht nur das Zombiegenre selbst oder den ernsten, vermeintlich großen Bruder „The Walking Dead“ betreffen, sondern auf eine Vielzahl popkultureller oder historischer und politischer Dinge abzielen, dass „Z Nation“ durchaus als waschechte Satire durchgeht. Gerade hier verliert leider die deutsche Synchronisation etwas und auch Anspielungen auf US-Politik oder US-Wahrzeichen werden für den Standard-Europäer nicht immer deutlich, aber die Abstriche sind vergleichsweise klein.

Unvermeidlich ist sicherlich auch ein gewisser Splatterfaktor. Dabei ist „Z Nation“ aber nicht so übertrieben, wie man vermuten könnte. Ja, es gibt jede Menge Zombies – und hier hat die Make-Up-Abteilung ordentliche Arbeit geleistet – und ja, es gibt jede Menge Tötungen – und auch hier hat die SFX solide Arbeit geleistet, das sieht ordentlich aus -, aber die Serie ist sicherlich sehr weit davon entfernt, Gewaltorgien zu feiern. Die Personen und Sprüche stehen dann doch im Vordergrund.

Eine Heldenreise

Der grundsätzliche Plot ähnelt letztlich dem einer üblichen Heldenreise. Dabei vollzieht Murphy als eigentlicher Hauptcharakter in mehrfacher Hinsicht die deutlichste Entwicklung. Der relativ unbekannte Keith Allan verkörpert dabei den anfangs feigen, arschigen Murphy auf eine überraschend grandiose Weise. Überhaupt nutzen die Serienmacher geschickt die vorhandenen darstellerischen Qualitäten ihres Casts aus, um die Schwachpunkte, die einige Darsteller unweigerlich mitbringen, abzumildern. Allans Leistung ist dabei durchaus hervorzuheben.

Einem breiteren Publikum bekannt sind allenfalls zwei Darsteller. Harold Perrineau („Lost“, „28 Weeks Later„) mimt Lt. Hammond, der seinen großen Auftritt (und Abgang) in der Pilotfolge hat, und der unverkennbare DJ Qualls („The Core“, „Road Trip“) als Citizen Z, der zugleich auch als Erzähler innerhalb der Serie fungiert, und später auch eine Folge ganz für sich spendiert bekommt. Qualls wird zur Begleitstimme auf der Reise und spielt seine One-Man-Show freudig aus.

Z Nation Schauspieler

Die weiteren Darsteller sind hierzulande allenfalls aus kleineren Fernsehproduktionen oder Gastauftritten in diversen Serien bekannt. Garnett wird von Tom Everett Scott („Southland“) gespielt. Er besitzt ausreichend Charisma, um den Anführer der Gruppe glaubhaft zu geben, und genug komödiantisches Talent, um die dümmsten Sprüche mit ernstem Gesicht rauszuhauen. Ganz ähnlich zu Kellita Smith, die Roberta Warren darstellt, die Vize der Gruppe, wenn man so möchte.

Anastasia Baranova hat mal als Model angefangen und greift mit „Z Nation“ nach Schauspielmeriten. Sie verkörpert Addy, Typ toughe Kriegerin mit kleinen seelischen Ungereimtheiten. Und Baranova hat nicht nur das passende Aussehen dafür, sondern offenbar auch genug Talent, um den Charakter rüberzubringen. Sie ordnet sich damit leicht über den übrigen Cast – Michael Welch als Mack, Russel Hodgkinson als Doc, Pisay Pao als Cassandra und Nat Zang als 10.000 – ein. Wobei ganz klar gesagt werden muss, dass jede einzelne Figur mindestens eine eigene Episode oder reichlich Momente über mehrere Episoden spendiert bekommt, damit der Zuschauer sie besser kennen lernt.

„Z Nation“ spielt damit natürlich auch mit einer gewissen Erwartungshaltung bei den Zuschauern. So wie die Gruppe manchmal getrennt wird und dank grandiosem Zufall wieder zusammenfindet, steht auch zu erwarten, dass nicht jeder aus der Gruppe überleben wird. Und das tut auch nicht jeder. Doch wer den Löffel abgibt und wie, kommt dann schon manchmal als Überraschung daher.

Fazit

„Z Nation“ ist mehr eine Spaßserie, der man auch genau das ansieht. Und man sieht ihr auch an, dass alle Mitwirkenden Spaß bei der Entwicklung und Entstehung dieser Serie hatten. Sie strotzt vor absurden Ideen, Anspielungen und One-Linern, aber man kann als Zuschauer jede Menge Spaß mit der Serie haben. Einen richtigen, ernsthaften Vergleich zu „The Walking Dead“ zu ziehen, ist eher unangebracht. „Z Nation“ besitzt seine ganz eigene Daseinsberechtigung, wobei Seitenhiebe auf den Klassenprimus natürlich nicht fehlen. Trotz des ganzen Quatsches, den „Z Nation“ zelebriert, ist die erste Staffel auf ihre Weise kreativer als es seinerzeit die erste Staffel von „The Walking Dead“ war – wenn man an dieser Stelle nun doch einen kleinen sticheligen Vergleich ziehen will. Mit „Z Nation“ ist The Asylum ein interessanter, spaßiger Beitrag zum Zombiegenre gelungen.

Die Serie wird unzweifelhaft nicht jedem gefallen. Ob der eigene Humor getroffen wird, sollte aber auf alle Fälle mal ausprobiert werden.

Z Nation Staffel 1 Episode 13 – Der Doktor des Todes – Doctor of the Dead

Z Nation Staffel 1 Der Doktor des Todes - Doctor of the DeadDie 13. Folge bildet das Finale der ersten Staffel von „Z Nation“. „Doctor of the Dead“ bzw. „Der Doktor des Todes“ lautet der Titel der letzten Folge der ersten Staffel. Mit dieser Episode haben sich die Macher von „Z Nation“ fast schon selbst übertroffen. Vor allem der Cliffhanger macht Lust auf noch mehr „Z Nation“. SyFy hat mit „Z Nation“ eindrucksvoll bewiesen, dass sie weitaus mehr drauf haben, als Haie durch die Gegend fliegen zu lassen. Mit „Z Nation“ ist tatsächlich eine Serie gelungen, die durchaus mit „The Walking Dead“ mithalten kann. Auch – oder gerade deswegen – weil sich beide Serien zwar mit Zombies beschäftigen, jedoch unterschiedliche Vorgehensweisen verfolgen.

„Z Nation“ beantwortet offene Fragen

Zu Beginn ein Rückblick. New York City, vier Jahre vor der Epidemie. Hurrikan Sandy wütet gerade. Ein Arzt beginnt währenddessen Proben von Drogensüchtigen zu sammeln. In weiteren Einstellungen erkennt der Zuseher, dass der Arzt auch Proben aus der kasachischen Chemiewaffenfabrik, im afrikanischen Ebola-Camp sowie in Haiti, nach dem Erdbeben, sammelt. Es handelt sich dabei um Gehirne von kranken Personen. Es steht fest: Dr. Walter Kurian ist der Auslöser der Apokalypse.

„Z Nation“ kehrt wieder in die Gegenwart zurück. Citizen Z erteilt die Order, dass die Gruppe doch nicht nach Kalifornien soll. Murphy und die anderen Überlebenden sollen nach Colorado, besser gesagt in den Fort Collins-Stützpunkt, der 150 Meilen entfernt liegt. Dort wartet Dr. Merch auf Murphy.

Doch niemand weiß, dass sich im Labor niemand mehr befindet. Nur mutierte Untote, die selbst Murphy nicht unter Kontrolle bringen kann. Enge Räume, schnelle Zombies – wer „World War Z“ gesehen hat, wird unweigerlich an das Filmende des Blockbusters denken müssen. Der einzige Unterschied? „Z Nation“ hat nichts für „Happy Ends“ über…
Murphy, 10K, Doc, Roberta und Cassandra finden „Patient Null“.

Doch in der Zwischenzeit steht auch immer wieder Cassandra im Mittelpunkt. Die Beinverletzung sorgt dafür, dass es ihr immer schlechter geht. Auch wenn die Gruppe in der letzten Episode zahlreiche Medikamente aus dem Labor mitnehmen konnte, haben sie kein Antibiotikum, das der verletzten Cassandra helfen könnte.

Ein perfekter Cliffhanger beendet die erste Staffel

„Patient Null“ warnt Murphy vor Dr. Kurian. Die Zuseher und auch die Überlebenden werden Zeuge der Vorgeschichte des „Patienten Null“. Videoaufzeichnungen bringen einen Aufschluss darüber, was in den letzten Wochen und Monaten geschehen ist. Der Arzt will hingegen Murphy mitnehmen. Koste es, was es wolle. Mit zwei bewaffneten Männern möchte er Murphy zwingen; jener weigert sich jedoch. Cassandra attackiert die Assistenten. Der Zuseher muss feststellen, dass die verletzte Cassandra kein Mensch mehr ist – aber auch noch kein Zombie.

Murphy kann fliehen; Dr. Kurian folgt ihm. In weiterer Folge entsteht eine Kettenreaktion. Da die Dekontamination fehlt, wird automatisch der Atomwaffenabschuss auf die Einrichtung ausgelöst. 10K, Roberta und Doc entkommen; Doc ist jedoch schwer verletzt. Doch was die Gruppe noch nicht weiß: Atomraketen, aus aller Welt, wurden gestartet. Sie fliegen unterschiedliche Ziele an. Unter anderem auch den arktischen NSA-Stützpunkt, in dem sich Citizen Z befindet.

Es droht die totale nukleare Zerstörung.

Die erste Staffel endet mit Bildern fliegender Atomraketen.

Wie geht es weiter?

Die 13. Episode endet nicht nur mit einem wunderbaren Cliffhanger, sondern präsentiert auch einige Antworten auf offene Fragen, die sich in den letzten Folgen gestellt haben. So scheint es, als wäre der Virus tatsächlich durch Menschenhand geschaffen worden. Besser gesagt: Dr. Walter Kurian war es, der mit der Schaffung des Virus die Epidemie auslöste. Dr. Merch, die Folgen zuvor noch verdächtigt wurde, etwas mit der Schaffung des Virus zu tun zu haben, war hingegen auf der Suche nach einem Gegenmittel. Jedoch bleibt die Verbindung zwischen Dr. Merch und Dr. Kurian weiterhin offen. Auch die Frage, wie es in weiterer Folge weitergehen wird, bleibt ungeklärt. Vor allem Citizen Z schwebt in Lebensgefahr. Sollte die Atomrakete den Stützpunkt treffen, wird er diesen Angriff nicht überleben. Fragen, die sich die Zuseher stellen müssen, sind etwa jene, ob Murphy tot ist? Und was passierte mit Cassandra? Und wird Doc überleben?

„Z Nation“ hat mit der 13. Episode ein wahres Feuerwerk geschaffen, das den perfekten Abschluss der ersten Staffel gebildet hat.

Z Nation Staffel 1 Episode 12 – Unter Drogen – Murphy’s Law

Z Nation Staffel 1 Unter Drogen - Murphy's LawDie vorletzte Folge, die zwölfte Episode der ersten „Z Nation“-Staffel“, lautet „Murphy’s Law“. Der englische Titel verrät, dass auch hier wieder Murphy im Mittelpunkt des Geschehens stehen wird. Der deutsche Titel lautet hingegen „Unter Drogen“. Beide Titel verraten – auf ihre Art und Weise – was den Zuseher in der vorletzten Folge erwarten wird.

Zombies auf Drogen? SyFy macht es möglich

Die Gruppe der Überlebenden wurde ein weiteres Mal reduziert. Auch diesmal handelt es sich um Mack und Addy, welche die Gruppe verlassen haben. Während Addy bei den Sisters of Mercy blieb, versucht Meck sie aus den Fängen der Sekte zu befreien. Die Gruppe macht sich jedoch auf den Weg nach Kalifornien, damit Murphy endlich in das medizinische Labor gebracht werden kann. Die Gruppe wird von einer Straßenblockade aufgehalten; doch es kommt noch schlimmer. Denn Roberta, Doc, Cassandra und 10K werden beinahe von den Zombies überrannt, während Murphy seelenruhig am naheliegenden Golfplatz sein Handicap – natürlich im Beisein der Untoten – verbessern möchte. Drei Fremde – Janice, Henry und dessen Bruder Brett Zimmerman – können den Überlebenden jedoch helfen und retten sie vor den Untoten. Doch der Friede hält nicht lange an. Die drei Fremden bemerken, dass Murphy die „Gabe“ besitzt, unter den Toten zu wandeln, da sie ihn nicht angreifen. Sie entführen ihn, damit sie ihn für ihre persönlichen Zwecke missbrauchen können. Mit Murphys erzwungener Hilfe möchten die drei Fremden nämlich das Medizinlager betreten. Das einzige Problem besteht jedoch darin, dass das Lager voll mit Untoten ist – und diese sind, ganz nach „Z Nation“-Manier, auf Drogen. Zombies auf Meth? Bei SyFy ist einfach alles möglich. Vor allem die Statisten haben hier eine großartige Arbeit geleistet. Es ist mit Sicherheit nicht leicht, einen Untoten zu spielen. Ein Zombie, der jedoch auf Meth ist, erschwert die Sache mit Sicherheit ungemein. Der Zuseher wird jedoch begeistert sein; drogenabhängige Zombies sieht man nicht alle Tage auf dem Bildschirm.

„Murphys Gesetz“

Es sind auch Murphys ironische Sprüche, die der Folge abermals viel Humor verleihen. Doch Murphy brilliert nicht nur auf Grund seines Humors, sondern auch deshalb, weil er ein Experiment durchführt, das die Zuseher erahnen lässt, wie es um ihn steht. Er spuckt in Janices Wasserflasche und kann wenig später bereits ihren Verstand steuern. Das passiert am Ende auch mit Brett und Henry Zimmerman. Der Zuseher erfährt auch, dass Murphy zwar die Untoten kontrollieren kann, jedoch die Kontrollfunktion verschlechtert ist, wenn die Zombies auf Drogen sind. Ein recht unterhaltsamer Faktor, der abermals bestätigt, dass „Z Nation“ wirklich kein Thema auslässt.

Eine neue Theorie entsteht

Doch was ist mit dem Rest der Überlebenden? Roberta und die Gruppe der Überlebenden sind natürlich den drei Fremden und Murphy auf der Spur. Unterstützt werden sie von Citizen Z. Vielleicht ist es eine offene Frage, die nicht beantwortet wird, mitunter auch ein „Logikfehler“. Doch die Kameras, die von Citizen Z immer wieder angezapft werden, scheinen von Geisterhand Strom zu erhalten. Gut, darüber kann man hinwegsehen. Citizen Z rückt in der zwölften Episode auch wieder etwas mehr in den Vordergrund. So begibt er sich auf die Suche nach Dr. Merch, einer Ärztin, die Murphy den Impfstoff verabreichte. Ist es gar Dr. Merch, die sogar die Schuld an der Entstehung der Apokalypse trägt? „Z Nation“ begibt sich mit dieser Theorie auf einen neuen Weg. Schlussendlich ist die Frage, warum die Menschen zu Zombies wurden, bislang nicht geklärt worden. Verschiedene Theorien wurden bereits erstellt, doch die Tatsache, dass wohl Dr. Merch die Auslöserin der Apokalypse sei, scheint völlig neu zu sein.

„Z Nation“ präsentiert mit dem Ende der zwölften Folge ein „Happy End“. Die Gruppe kann fliehen und macht sich weiter auf den Weg nach Kalifornien.

„Z Nation“ öffnet mit der zwölften Episode neue Türe und Wege

Die zwölfte Episode zählt mit Sicherheit zu den besseren „Z Nation“-Folgen der ersten Staffel. Zudem nimmt „Z Nation“ auch eine interessante Form an. Vor allem Murphy, der zu Beginn noch als Heilmittel galt und sich der Zuseher lediglich die Frage stellte, wann er zum Zombie mutiert, hat eine enorme Wandlung erlebt. Schlussendlich galt er für mehrere Episoden als Anführer der Toten; in der zwölften Episode beweist er jedoch, dass er auch Menschen mit seinem Verstand steuern kann. Auch die neue Handlung – rund um Dr. Merch – öffnet neue Türe und Wege.

Z Nation Staffel 1 Episode 11 – Die Schwestern der Barmherzigkeit – Sisters of Mercy

Z Nation Staffel 1 Die Schwestern der Barmherzigkeit - Sisters of Mercy„Die Schwestern der Barmherzigkeit“ lautet der deutsche Titel der elften „Z Nation“-Folge. Mit „Sisters of Mercy“ (so im Original) kehren Addy und Mack wieder zu der Gruppe der Überlebenden zurück. Jedoch nur, weil Citizen Z ordentlich mithilft, die Gruppe wieder zusammenzuführen. Die elfte Episode ist jedoch nicht nur von der Gruppenzusammenführung geprägt, sondern von einem Highlight, das „Z Nation“ derart außergewöhnlich macht. Was die Zuseher hier auf dem Bildschirm sehen, werden sie wohl bei „The Walking Dead“ (oder anderen Zombie-Filmen) niemals zu Gesicht bekommen.

Citizen Z führt die Gruppe der Überlebenden zusammen

Citizen Z bekommt für die Gruppe zum ersten Mal ein Gesicht. Durch einen Bildschirm ist es den Überlebenden möglich, dass sie ihre „Durchsage“ auch einmal sehen können. Natürlich freut sich nicht nur die Gruppe der Überlebenden über den Kontakt mit Citizen Z; auch die Zuseher freuen sich, dass Addy und Mack wieder ein Teil der Gruppe sind. Denn das garantiert, dass weitere „Einzelepisoden“, wie etwa die neunte Folge von „Z Nation“, der Vergangenheit angehören. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass einer der beiden – recht schwachen – Charaktere, nicht doch noch in den Episodenmittelpunkt rücken kann. Und so geschieht es auch in der elften Episode. Jene handelt nämlich von Addy. Dabei thematisiert „Die Schwestern der Barmherzigkeit“ vorwiegend das psychische Problem Addys. Wobei ein klarer Vorteil zur neunten Episode besteht – dieses Mal wirkt alles anders, besser organisiert und eindeutig besser gespielt. Wohl auch deshalb, weil – im Gegensatz zur neunten Episode – die elfte Folge eine Handlung aufweist, die sehr wohl überzeugt und auch zum Nachdenken anregt.

Die Geschlechtertrennung findet auch in „Z Nation“ ihren Platz

Die Überlebenden befinden sich in Utah. Dort treffen sie einen Jungen, der am Straßenrand sitzt. Er führt sie zu einem abgelegenen Ort, der die Überlebenden sofort an eine Oase erinnert. Helen ist die Anführerin der Sisters of Mercy. Jene Frauen sind die Bewohner der Oase. Und die Damen haben auch eine Regel, die sie strikt einhalten: Männer sind an diesem Ort nicht erlaubt. So trennt sich die Gruppe ein weiteres Mal. Während die Frauen die Oase betreten, müssen die Männer warten. Soviel zum Thema Gleichberechtigung. Die überlebenden Männer campieren vor dem Tor der Oase, wobei Murphy in der Zwischenzeit einen außerordentlich netten Frauenbesuch empfängt. Doch während vor den Toren der Oase alles friedlich scheint, ist im Inneren des Ortes nichts ruhig. Doc beobachtet, dass die Sisters of Mercy einen Mann gefangen halten. Jener wird, als Strafe dafür, dass er seine Frau verletzte, an einem Zombie-Bär verfüttert. Doch der Zuseher (und auch die vor dem Tor campierenden Männer) wissen, dass der Zombie-Bär nicht tatsächlich das größte Problem darstellt. Vielmehr hat Helen begonnen, Addy zu begeistern. Sie manipuliert die psychisch labile Addy derart, dass sie sogar mit dem Gedanken spielt die Gruppe zu verlassen und sich den Sisters of Mercy anzuschließen.

„Z Nation“ befasst sich wieder mit den Themen Religion und Sekte

Cassandra und Roberta haben die Gefahr jedoch fast zu spät erkannt. So tötet Addy etwa den gefangenen Biker auf Helens Befehl. Tatsächlich ist Addy der Manipulation derart verfallen, dass sie am Ende der Episode bei den Sisters of Mercy bleibt. Selbst Mack, mit dem sie noch ein letztes Gespräch führt, kann sie dahingehend nicht umstimmen. Doch auch wenn Addy bei den Sisters of Mercy bleibt, wird sie wohl nicht aus dem „Z Nation“-Universum ausscheiden. Denn während alle anderen der Überlebenden den Rückzug antreten und sich weiter nach Kalifornien machen, damit Murphy in das medizinische Labor kommt, springt Mack aus dem Wagen. Er hat nur eine Aufgabe vor Augen: Addy das Leben retten. Dass jene Frau, die mit Murphy das Vergnügen hatte, natürlich schwanger ist, ist das sogenannte i-Tüpfelchen. Keine Sorge, „Z Nation“ wird mit Sicherheit wieder an diesen Ort zurückkehren.

Das Staffel-Finale rückt näher …

Die elfte Episode von „Z Nation“ befasst sich abermals mit der Thematik von Religion und Sekten. So sind die Macher von „Z Nation“ sicher, dass in derartigen Zeiten auch Personen wie Helen die Möglichkeit haben, mittels einfacher Logik (die Frau ist gut, der Mann ist böse) derart zu manipulieren, dass man Menschen tief in seinen Bann zieht.

Z Nation Staffel 1 Episode 10 – Atomic Zombie – Going Nuclear

Z Nation Staffel 1 Atomic Zombie - Going NuclearDie zehnte Episode der ersten „Z Nation“-Staffel lautet „“ bzw. wurde der Serientitel in der deutschen Fassung mit „Atomic Zombie“ versehen. Nachdem die Macher von „Z Nation“ mit der neunten Episode bewiesen, nicht fehlerfrei zu sein, kehrte man jedoch bei „Going Nuclear“ zur alten Stärke zurück. „Z Nation“ befasst sich in der zehnten Folge mit Murphy und der Gruppe der Überlebenden. Dabei wird vor allem wieder der Kern der Serie in den Vordergrund gestellt. Denn einmal mehr wird die Reise nach Kalifornien zum Mittelpunkt. Und „Z Nation“ befasst sich auch mit dem Thema, was mit Atomkraftwerken passiert, wenn eine Apokalypse über das Land zieht…

Die drohende Kernschmelze und nuklear verstrahlte Untote

Die Gruppe der Überlebenden ist in South Dakota angekommen. Da der Wagen endgültig seine Dienste versagt hat, sind sie nun zu Fuß unterwegs. Sie schlagen sich durch die dichten Wälder durch, bis sie nach Black Hills, einer Kleinstadt, kommen. Die Bewohner freuen sich über die Ankömmlinge. Liegt wohl auch daran, dass Wilbur Grady und Amelia, seine Tochter, Angst vor der Kernschmelze im örtlich befindlichen Atomkraftwerk haben und Hilfe benötigen, damit jenes Szenario verhindert werden kann. Plötzlich kehrt „Z Nation“ wieder auf alte Pfade zurück und befasst sich abermals mit einer Thematik, die bislang kaum aufgegriffen wurde. Was passiert nämlich mit Atomkraftwerken oder etwaigen Chemiefabriken, wenn eine derartige Katastrophe ausbricht? Endet die Menschheit gar nicht auf Grund der Epidemie durch Zombies, sondern weil die gefährlichen Atomwerke in die Luft gehen?

Die zehnte Episode ist Balsam für die Seele der „Z Nation“-Fans

Es droht eine Explosion, die mit Gewissheit die nächsten 300 Meilen vernichten würde. Es gibt jedoch keine Fahrzeuge, die zur Flucht genützt werden können, sodass ein schnelles „Davonlaufen“ keine Option darstellt. So entscheidet sich die Gruppe den beiden Überlebenden zu helfen und das Atomkraftwerk zu retten. Natürlich spricht sich Murphy gegen dieses Vorhaben aus. Wie auch schon in den letzten Episoden, wird Murphy immer mürrischer. Es ist vor allem sein Sinn für schwarzen Humor, der dafür sorgt, dass „Z Nation“ auch punkto humoristische Einlagen punkten kann. Natürlich kommt es, wie es – was nicht anders bei „Z Nation“ erwartet wird – kommen muss. Beim ersten Rettungsversuch stirbt Wilbur Grady. Doch die Gruppe hat Glück im Unglück. Sie entdecken mit Homer einen weiteren Überlebenden, der sich in den Wäldern versteckt hat. Er soll der Gruppe helfen, das Atomkraftwerk zu retten. Am Ende der Episode gelingt den Überlebenden auch dieses Vorhaben. Vor allem überzeugt „Z Nation“ mit den nuklear strahlenden Untoten und begibt sich auf Pfade, die nur selten zuvor betreten wurden. Auch die Special Effects sind wieder großartig; jene Folge lässt den Lückenfüller (Episode 9) schnell vergessen.

Glück im Unglück

Und abermals bietet „Z Nation“ eine Überraschung. Denn während die Überlebenden ihren letzten Versuch starten, dass das Atomkraftwerk doch noch gerettet werden kann, wird Murphy (gemeinsam mit Amelia) in ein Flugzeug gesetzt. So soll, wenn das Vorhaben scheitert, zumindest Murphy mit Amelia entkommen. Die Angst, dass nun ein dritter Handlungsstrang eingebaut wird, der – neben Mack und Addy – nun Murphy und Amelia in den Vordergrund stellt und immer mehr Parallelen zum Stil von „The Walking Dead“ gezogen werden können, bleibt unbegründet. Das Flugzeug stürzt nämlich ab. Bahnt sich die Katastrophe an, sodass Murphy, die einzige Chance auf ein Gegenmittel, tot ist? Nein. Murphy überlebt beinahe unverletzt; Amelia hat den Absturz jedoch nicht überlebt und verwandelt sich in eine Untote.

Die Reise geht weiter

Murphy kehrt zur Gruppe zurück und kann am Ende sogar verhindern, dass Roberta die mutierte Amelia tötet. Während Citizen Z in den anderen Episoden noch eine tragende Rolle gespielt hat, ist er in der zehnten Episode nur selten zu sehen und trägt auch nichts zur Handlung bei. Es scheint, als würden die Macher von „Z Nation“ den Zusehern eine Citizen Z-Pause verschaffen. Am Ende der zehnten Episode sind wohl die Fans glücklich darüber, dass „Z Nation“ wieder seine alten Wurzeln gefunden hat und die neunte Episode tatsächlich nur ein Ausrutscher war.

Z Nation Staffel 1 Episode 9 – Raetselhafte Albtraeume – Die Zombie Die … Again

Z Nation Staffel 1 Raetselhafte Albtraeume - Die Zombie Die ... AgainRaetselhafte Albtraeume – „Die Zombie Die… Again“ lautet die neunte Folge der ersten „Z Nation“-Staffel. In der deutschen Fassung wurde die neunte Episode „“ genannt. Und abermals haben die Macher ein Tribut an längst vergangene Filme geschaffen. Diesmal ist der Bill Murray-Klassiker „… und täglich grüßt das Murmeltier“ an der Reihe. Wer jedoch auch genauer hinsieht, erkennt auch Parallelen zu „Inception“. Was eigentlich spannend klingt, ist jedoch misslungen. Die neunte Folge der ersten „Z Nation“-Staffel zählt wohl zu den schwächsten Episoden. Doch das ist verschmerzbar. Bislang hat die Zombie-Serie von SyFy auf der ganzen Linie überzeugt. Ein kleiner Ausrutscher kann die Fangemeinde hier nicht erschüttern. Wobei sich natürlich einige Fans am Ende der Folge die Frage gestellt haben, warum sie sich diese Episode überhaupt angesehen haben. Es gibt weder Action, noch Spannung oder einen direkten Handlungsstrang zum weiteren Geschehen oder der Vergangenheit. „Die Zombie Die… Again“ bzw. „Rätselhafte Alpträume“ bleibt tatsächlich eine rätselhafte Episode, die alles andere als gelungen ist.

Mack und Addy im Mittelpunkt des Geschehens

Die neunte Episode befasst sich mit Mack und Addy. Jene wurden von der Gruppe Überlebender getrennt. Dass die Macher von „Z Nation“ hier versuchen, ein ähnliches Stilmittel zu finden, was bei „The Walking Dead“ zum großen Erfolg führte, ging jedoch ordentlich daneben. Bei „The Walking Dead“ ist es bereits zur Normalität geworden, dass jede Folge einen anderen Charakter und dessen Handlung erzählt. Bei „Z Nation“ versucht man jene Art in dieser Folge auch, jedoch scheiterten die Macher an der Umsetzung. Ein Grund, warum die neunte Episode alles andere als ein Aushängeschild der – bis jetzt doch – sehr passablen Zombie-Serie ist.

Auch Bill Murray hätte die neunte Episode nicht retten können

Zu Beginn der Episode sind Addy und Mack mit ihrem Motorrad unterwegs. Sie befinden sich in Utah und begeben sich in Richtung Westen. Schlussendlich möchten sie wieder die Gruppe der Überlebenden finden. Nachdem sie eine Pause an einem Fluss gemacht haben, fahren sie zu einer Fabrik. Dabei versuchen die Macher von „Z Nation“ auf tiefsinnige Gespräche zu setzen. Natürlich gibt es hier wieder die Frage, wie es weitergehen soll. Gespräche, die schon geführt wurden, jedoch frei von Antworten bleiben. Während jene Dialoge zu Beginn von „Z Nation“ noch für Spannung und Tiefgang sorgten, wirken sie zwischen Addy und Mack unangebracht. Noch dazu wird Mack von immer denselben Träumen geplagt. Er verlässt das Fabrikgelände und macht sich auf der Suche nach Addy. Doch jeder Traum endet damit, dass er von einem Zombie getötet wird. Jedoch in unterschiedliche Art und Weise. Das mag den Zuseher zwar zu Beginn erheitern, wird jedoch mit der Zeit langweilig. Mack ist kein Bill Murray und „Z Nation“ kein Remake von „… und täglich grüßt das Murmeltier“.

Ein klassischer Lückenfüller

Doch auch wenn die neunte Episode nicht mit Glanz punktet, präsentiert sie am Ende wieder eine Überraschung für die Zuseher. Denn Addy und Mack haben den Rastplatz am Fluss nie verlassen. Addy hat die gesamte Episode nur geträumt. Der einzige Pluspunkt der Episode ist, dass jene Überraschung einfach nicht vorhergesehen werden konnte. Die Frage, die sich jedoch der Zuseher stellen muss, ist jene, ob die neunte Episode tatsächlich notwendig war. Vielmehr erinnert „Rätselhafte Alpträume“ an einen Lückenfüller. Ganz so, als würde man bereits Probleme mit der Story und dem Fortgang der Staffel haben und versuchen, mit derartigen „Geschichten“ die Staffel künstlich in die Länge zu ziehen.

Neunte Folge abhaken und auf die zehnte Episode hoffen

Addy und Mack stehen im Mittelpunkt der neunten Episode, wobei ehrlich gesagt werden muss, dass die Charaktere eindeutig versagt haben. Neben einer relativ langatmigen Story, hat auch die Überraschung am Ende der Episode dafür gesorgt, dass der Zuseher unsicher ist, wofür er sich die neunte Episode angesehen hat. Man kann für die Zuseher und die Fangemeinde nur hoffen, dass den beiden Protagonisten keine weitere Folge mehr gewidmet wird und die Gruppe bald wieder zusammenfindet. Der Versuch, vielleicht eine Nebenhandlung aufzubauen, die auch interessant ist, scheiterte kläglich.

Z Nation Staffel 1 Episode 8 – Zombiewelle – Zunami

Z Nation Staffel 1 Zombiewelle - Zunami„Zunami“ lautet der Titel der achten Folge von „Z Nation“. Mit „Zombiewelle“ geht die deutsche Übersetzung schon mehr in die Tiefe. Denn in der achten Episode der ersten „Z Nation“-Staffel tritt ein, was bereits eine Folge zuvor erwähnt wurde: Tsunami-Gefahr! Jetzt werden sich die „Z Nation“-Fans geballte Action und Spannung vom Anfang bis zum Schluss erwarten. Jedoch ist die achte Episode alles andere als ein actiongeladenes Highlight. Im Gegenteil. In „Zunami“ bzw. „Zombiewelle“ stehen die psychischen Sichtweisen der Seriendarsteller an erster Stelle. „Z Nation“ taucht in die Tiefe und beginnt die Charaktereigenschaften, die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Ängste und auch Sorgen der Protagonisten an die erste Stelle zu rücken. Eine neue, noch nie bei „Z Nation“ vorgekommene, Entwicklung, die dafür sorgt, dass die Zombie-Serie nicht nur für brachiale Slasher-Elemente gut ist, sondern durchaus auch mit fesselnden Dialogen und beklemmenden wie rührenden Szenen punkten kann.

Wenn russische Kosmonauten neben NSA-Stützpunkten landen…

Die achte Episode weist eine zweigeteilte Handlung auf. Einerseits erzählt die Folge von Citizen Z, der weiterhin in der Arktis sitzt. Andererseits wird auch die Gruppe der Überlebenden begleitet, die inmitten von Nebraska gegen einen „Zombie-Tsunami“ bestehen muss.
Citizen Z‘ einziger Freund ist ein Hund; seine einzige Hoffnung, die Überlebenden sicher nach Kalifornien zu führen, damit Murphy im medizinischen Labor endlich die Antwort auf ein Heilmittel bringt. Zu Beginn der Folge hört er einen Alarm; Augenblicke später sieht er nur noch verschwommen. Neben seiner Arktis-Station stürzt plötzlich eine Raumfahrtkapsel aus dem Himmel. Es handelt sich dabei um ein russisches Schiff der ISS. Ein Kosmonaut steigt aus der Kapsel. Plötzlich genießt Citizen Z wieder die Gesellschaft von einem Menschen. Doch „Z Nation“ wäre nicht „Z Nation“, wenn nicht abermals der Zuseher auf eine falsche Fährte geschickt werden würde. So erfährt das Publikum vor den TV-Geräten erst zu späterer Zeit, dass in der Station eine Sauerstoff-Maschine ausgefallen ist und Citizen Z sich den Absturz der Raumkapsel sowie den Kosmonaut nur einbildet. Doch es ist dieser imaginäre Russe, der Citizen Z das Leben rettet. Genau jene Szene wurde derart stark in den Vordergrund gesetzt, dass sie zu den Highlights der Folge zählt. Vor allem als Citizen Z – gemeinsam mit dem Hund – am Rolltor steht, wird klar, dass er zwar sicher vor den Untoten, jedoch auch einsam und allein ist.

Super-Zombie

Die Überlebenden würden sich hingegen Einsamkeit wünschen. Sie befinden sich in Nebraska; seit drei Tagen gibt es weder Nahrung oder Wasser. Die Gruppe flüchtet in eine Kleinstadt. Dort bricht der Zombie-Tsunami – die riesige Herde Untoter – herein. Während sich die Gruppe in einem Leichenschauhaus versteckt, bleibt Murphy hingegen im Freien. Denn er durchlebt einen weiteren Wandlungsprozess. Dabei spielt der Körper keine Rolle; vielmehr ist es die geistige Wandlung. Inzwischen kann er bereits mit den Untoten kommunizieren. Er tötet sie nicht; sie greifen ihn nicht mehr an. Der Zuseher bekommt den Eindruck, als könne Murphy die Zombies lenken. Im Laufe der Episode wird der Zuseher auch das Gefühl nicht los, als könne Murphy tatsächlich der Anführer der Untoten werden. Doch die Frage bleibt offen, ob sich Murphy tatsächlich in einen Zombie verwandelt. Schlussendlich hat er im Kampf bereits einen Menschen gebissen, der sich jedoch nicht in einen Untoten verwandelt hat. Ist Murphy so etwas wie der Prophet, der die Zombies „führen“ soll oder verwandelt er sich in eine Art „Super-Zombie“?

Eine außergewöhnliche Episode

„Zunami“ bzw. „Zombiewelle“ überzeugt weder mit Action, noch mit purem Horror oder außergewöhnlichen Special Effects. Die achte Episode punktet vielmehr in ihrer Charakterstudie, den zwischenmenschlichen Beziehungen und den Auswirkungen der Apokalypse. Vor allem als Citizen Z mit dem russischen Kosmonaut kommuniziert, bis er feststellt, dass alles nur eine Einbildung ist, zeigt, dass „Z Nation“ auch eine andere Seite hat. Auch die Wandlung Murphys, der nicht nur körperlich, sondern auch psychisch bzw. geistig immer mehr „wie sie wird“, wurde perfekt dargestellt und beweist dem Zuseher, dass die Gruppe der Überleben nicht mehr lange Zeit hat, den ehemaligen Strafgefangenen nach Kalifornien zu bringen.

Z Nation Staffel 1 Episode 7 – Preisschiessen – Welcome to the Fu-Bar

Z Nation Staffel 1 Die Wiederauferstandenen - Resurrection ZPreisschiessen – Tja, wer hätte das gedacht: Charles Garnett (Tom Everett Scott) ist tot. „Z Nation“ verbucht somit den ersten Serientod eines Hauptcharakters. Mit „Welcome to the Fu-Bar“ (in der deutschen Ausstrahlung: „Preisschießen“) erinnert die siebte Episode der ersten Staffel von „Z Nation“ an alte Western. Während man schon teilweise an „Resident Evil“, „The Walking Dead“ oder auch an „Sharknado“ erinnert wurde, kann sich der Zuseher zurücklehnen und ein paar Westernelemente aufnehmen. Und dass es nicht langweilig wird, berichtet Citizen Z (DJ Qualls) auch von einem Tsunami, der auf die Gruppe der Überlebenden zurast. Natürlich kein normaler Tsunami, sondern eine aus Untoten bestehende Herde, die durch Kansas zieht. Genau dort, wo unsere Gruppe der Überlebenden ist.

Mit Charles Garnett ist der erste Hauptcharakter aus „Z Nation“ ausgeschieden

Citizen Z gilt bereits als „das Intro“ von „Z Nation“. In seiner Eröffnungsrede zollt er Charles Garnett ein Tribut. Das Grundgerüst der siebten Episode bildet natürlich der Serientod von Garnett. Natürlich muss die Gruppe der Überlebenden von einer neuen starken Persönlichkeit angeführt werden. Und auch der Zuseher muss diesen Tod erst einmal verarbeiten. Wie würden sich die „The Walking Dead“-Fans fühlen, wenn Rick den Serientod stirbt? Wobei natürlich die Situation nicht 1 zu 1 verglichen werden kann. Garnett war für sechs Episoden der Hauptbestandteil von „Z Nation“; Rick hingegen ist seit sechs Staffeln die Nummer 1 im „The Walking Dead“-Universum. Dennoch – der Schock der „Z Nation“-Gemeinde war enorm. Doch die siebte Episode zeigt auch, dass niemand der Überlebenden in die Fußstapfen des Verstorbenen treten möchte. Vor allem Roberta (Kellita Smith) ist zu Beginn der Episode noch geschockt, kann den Tod kaum verkraften. Erst in einer Bar findet sie ihre alte Stärke wieder und nimmt den Kampf gegen die Untoten auf. Wohl auch, um dem Verstorbenen Tribut zu zollen und nicht kampflos aufzugeben. Schlussendlich wäre das nicht im Sinn von Garnett gewesen.

Ein Hauch von Western legt sich auf „Z Nation“

Die Gruppe befindet sich in Kansas. Es gibt weder Städte, noch Zombies. Es sieht ganz so aus, als würden die Überlebenden im „Nirgendwo“ sein. Auf Grund der Tatsache, dass der Wagen aufgibt, muss sich die Gruppe trennen. Addy (Anastasia Baranova) und Mack (Michael Welch) fahren gemeinsam mit dem Motorrad, damit ein anderes Fahrzeug gefunden und besorgt werden kann. Mack macht hingegen kein Geheimnis daraus, dass er die Überlebenden verlassen möchte, damit er mit Abby ein komplett neues Leben beginnen kann.

Jeder, der schon mehr als drei Horrorfilme gesehen hat, wird wissen, dass eine Trennung nicht mit Erfolg gekrönt ist. Während Addy und Mack mit dem Motorrad nach links fahren, fährt – nachdem die Überlebenden den Wagen tatsächlich wieder zum Leben erweckt haben – die Gruppe nach rechts. Der Weg führt sie in eine „Westernstadt“.
Beinahe jeder ist bis auf die Zähne bewaffnet. Und zur großen Freude von 10K (Nathaniel Zang) findet auch noch ein Schießwettbewerb auf Zombies statt. Dass 10K den Wettbewerb gewinnt, liegt auf der Hand und ist keine große Überraschung für den Zuseher.

Roberta verbringt hingegen den Tag in einer dort aufgebauten Bar. Sie erinnert sich immer an Charles, kann dessen Tod nur schwer verkraften. Der Zuseher wird immer wieder mit Rückblicken konfrontiert, die einen scheinbaren Abschluss bilden und sich die Fangemeinde noch von „ihrem Anführer“ verabschieden kann.

Wird Murphy zum Zombie?

Doch wie geht es Murphy (Keith Allen)? Er hat eingesehen, dass es nicht mehr lange dauert, bis er auch einer von den lebenden Toten wird, kämpft jedoch dagegen an. Dass es schlecht um ihn steht, erfährt der Zuseher auch, als im Kampf (als jemand die Wagenschlüssel stehen will) Murphy den Dieb beißt. Murphy bestreitet jedoch diese Tat gegenüber Doc (Russel Hodginson). Doch die Überraschung kommt erst. Denn als der Dieb im Rahmen eines Zombieangriffs erschossen wird, verwandelt sich jener nicht in einen Untoten. Mutiert Murphy also gar nicht zu einem Zombie?

In der siebten Episode überleben alle. Jedoch ist die Gruppe von Addy und Mack getrennt. Kommen sie wieder zusammen?

„Z Nation“ sorgt für Abwechslung

Die Westernelemente haben eine nette Abwechslung gebracht; scheinbar möchte „Z Nation“ immer wieder überraschen. Dass die Macher auch auf etwas Ironie gesetzt haben, sodass der Zuseher das Gefühl bekommt, dass die Überlebenden die „Westernstadt“ selbst als übertrieben ansehen, erheitert die siebte Episode.

Z Nation Staffel 1 Episode 6 – Die Wiederauferstandenen – Resurrection Z

Z Nation Staffel 1 Die Wiederauferstandenen - Resurrection ZAuch wenn die sechste Episode der ersten „Z Nation“-Staffel recht ruhig beginnt, endet sie mit einem wahren Schock für die Zuseher. Denn zum ersten Mal stirbt einer der Hauptcharaktere den Serientod. Ein Beweis, dass in „Z Nation“ niemand „unsterblich“ ist. „Resurrection Z“ (in der deutschen Version: „Die Wiederauferstandenen“) bildet das Gerüst einer neuen Entwicklung und zeigt, dass den Machern nichts heilig ist. Apropos heilig – die Themen Gott, Religion und Sekte stellen das Gerüst der sechsten Episode dar.

Ist es etwa eine Plage Gottes?

Citizen Z (DJ Qualls) philosophiert noch zu Beginn der sechsten Episode über mögliche Auslöser. Was sind die Gründe der Apokalypse? Kam der Virus aus den tiefen des Urwaldes oder war es das Militär selbst, das einen Virus gezüchtet und die Auswirkungen falsch eingeschätzt hat? Oder war es gar Gott persönlich, der die Erde „erneuern“ wollte bzw. die Menschheit mit dieser Plage bestrafte? Die Grundlagen der sechsten Episode bilden die Fragen nach Gott und dessen Einfluss. Denn zum ersten Mal befasst sich „Z Nation“ mit dem Thema Religion und mögliche Auswirkungen, wenn tatsächlich die Apokalypse eintritt und die Menschheit vor ihrem Ende steht. Natürlich gibt es auch in der sechsten Episode von „Z Nation“ keine Antwort auf die Frage, warum die Menschheit von einer „Zombie-Plage“ heimgesucht wird, jedoch einige Theorien, die der leidenschaftliche Zombie-Fan jedoch mit Sicherheit schon kennen wird.

Wenn Menschen die größere Gefahr als Zombies sind

Die Gruppe der Überlebenden bahnt sich weiter ihren Weg nach Kalifornien. Murphy (Keith Allen) soll so schnell wie möglich in ein medizinisches Labor; er gilt als Hoffnungsträger für ein Gegenmittel. Schlussendlich wurde Murphy von einem Zombie gebissen, hat sich jedoch nicht in einen Untoten verwandelt. Jedoch noch nicht. Die Gruppe bemerkt, dass es Murphy zunehmender schlechter geht. Es sieht so aus, als würde er lebendig verfaulen. Auf dem Weg nach Kalifornien kommt die Gruppe nach Provincetown, einer vom Militär gesicherten Stadt in Missouri. Dabei trifft Charles Garnett (Tom Everett Scott) auf einen alten Bekannten. Denn auf jenem Stützpunkt hat Major Williams die Führerrolle übernommen. Die Anlage wurde durch Zäune gesichert; Waffen sind im Inneren der Festung nicht erlaubt. Und genau diese Regel soll in weiterer Folge der Gruppe zum Verhängnis werden.

Doch die friedliche Atmosphäre wird bald durch Pfarrer Jacob getrübt. Jener befindet sich in der Kirche außerhalb der Festung und versucht, durch die Gründung einer Sekte, Provincetown für sich zu gewinnen. Die Mythologie der Kirche ist simpel: Untoter werden oder der Kirche beitreten.

Wer wird „Z Nation“ verlassen?

Doch bevor die Schlacht beginnt, hat „Z Nation“ auch noch Zeit für Romantik gefunden. Denn Roberta (Kellita Smith) und Charles kommen sich näher. Provincetown wird in weiterer Folge überrannt. Da keine Waffen im Inneren der Festung erlaubt sind, ist eine Gegenwehr nicht möglich. Die ersten Menschen beginnen sich zu verwanden. Ein Kampf, der ohne Waffen geführt wird, kann nur verloren gehen. Vor allem dann, wenn man gegen Horden von Zombies zu tun hat. 10K (Nathaniel Zang) und Mack (Michael Welch) geraten immer wieder in ausnahmslose Situationen, schaffen es jedoch, sich immer wieder zu befreien. Die Spannung steigt. Schlussendlich hat der Trailer zur sechsten Episode bereits angekündigt, dass einer der Hauptcharaktere diesen Angriff nicht überleben wird.

Das Ende …

Im Mittelpunkt der Schlacht steht Murphy. Die Zombies attackieren ihn nicht; es scheint, als hätten sie ihn als einer von ihren aufgenommen. Und genau jenen Zustand nutzt der geschwächte Murphy am Ende der sechsten Episode aus. Denn er befindet sich am Ende in einen Käfig – inmitten von Zombies – und versucht in die Rolle eines Propheten zu schlüpfen. Jacob will dem Gerede ein Ende setzen, schießt auf Murphy, doch Charles wirft sich in die Schussbahn. Die Gruppe entkommt, ist tief geschockt und muss reagieren. Denn Charles stirbt und verwandelt sich in weiterer Folge in einen Untoten…

Eine heile Welt gibt es nicht

Auch wenn die Episode einen relativ ruhigen Beginn aufweist, steigen – beinahe im Minutentakt – die Spannung und Intensität. Die heile Welt, die scheinbar gefunden war, wurde binnen weniger Augenblicke komplett zerstört. Die Tatsache, dass mit Charles der Hauptdarsteller von „Z Nation“ stirbt, zeigt den Zusehern, dass die Macher der Serie kein Problem haben, gegen etwaige „Serienregeln“ zu verstoßen. In „Z Nation“ ist alles möglich – und genau das ist das Erfolgsrezept dieser außergewöhnlichen Zombie-Serie.

Z Nation Staffel 1 Episode 5 – Zombienado – Home Sweet Zombie

Z Nation Staffel 1 Zombienado - Home Sweet ZombieDer deutsche Titel der fünften Episode lässt schon vermuten, was die Zuseher erwartet. Während im Original von „Home Sweet Zombie“ die Rede ist, lautet die deutsche Übersetzung „Zombienado“. Da greift SyFy plötzlich auf alte Geschichten zurück – statt dem „Sharknado“ erwartet die Zuseher also einen „Zombienado“. Das klingt im ersten Moment kurios, doch SyFy hat mit der fünften Episode tatsächlich nicht nur sich selbst aufs Korn genommen, sondern die Folge derart gestaltet und verpackt, dass sie die anderen vier Episoden in den Schatten stellen. Was zu Beginn noch als Kuriosum abgetan werden könnte, entpuppt sich als kleines Highlight der ersten Staffel von „Z Nation“.

Wenn statt „Sharks“ die Zombies fliegen

Zu Beginn der fünften Folge ist noch nichts von einem „Zombienado“ zu sehen. Dafür hat der schwarze Humor „Z Nation“ erreicht. Die Gruppe der Überlebenden ist bereits nach Illinois gekommen, übernachtet in einem der typischen Vorstadthäuser und erledigt ganz gewöhnliche Dinge, die für uns alltäglich sind. So hat Garnett (Tom Everett Scott) etwa Ideen, wie er den Garten des Hauses gestalten könnte. Roberta (Kellita Smith) kämpft in der Zwischenzeit gegen Zombies und benutzt dabei einen Besen, der gleichzeitig die Mordwaffe wird und die Untoten endgültig in die ewigen Jagdgründe schickt. Doch am Horizont kann man bereits das Unheil erkennen. Es bildet sich eine Gewitterfront. Citizen Z (DJ Qualls) warnt die Gruppe via Radiodurchsage vor einem möglichen Tornado. Bei der Durchsage bemerkt der Zuseher auch, dass Citizen Z ganz klar Sympathien für Abby (Anastasia Baranova) hegt. Doch Abby ist mit Mack (Michael Welch) liiert. Dass Abby in der fünften Episode immer wieder Aussetzer hat, kann Citizen Z ebenfalls nicht wissen. Doch der Zuseher erfährt nicht, ob jene Aussetzer nur Erinnerungen an den Überfall der Zombies sind oder ob sie tatsächlich Visionen hat.

Auch in der fünften Episode von „Z Nation“ rückt ein Charakter der Überlebenden in den Mittelpunkt. Diesmal ist es Roberta. Bislang weiß der Zuseher wenig über ihre Vergangenheit.

Roberta schließt mit ihrer Vergangenheit ab

Die Gruppe der Überlebenden kann sich jedoch nicht intensiv um Robertas Geschichte kümmern; schlussendlich müssen sie Schutz vor dem Tornado suchen. Sie fahren in die Heimatstadt von Roberta. Dort möchte man Unterschlupf in ihrem Haus suchen. Auch wenn Roberta niemals zurück wollte, so wird im Laufe der Episode klar, dass eine Rückkehr helfen kann, die bereits erlebten Dinge in der Vergangenheit zu bearbeiten. Bisher war Roberta im Unklaren, was mit ihrem Ehemann passierte. Nur wenn sie die Wahrheit erfahren würde, kann sie auch mit der Vergangenheit abschließen.
Murphy (Keith Allen) steht ebenfalls im Mittelpunkt der fünften Episode. Doch sein Werdegang lässt die Zuseher eher erschaudern. Murphy stellt immer mehr Veränderungen am eigenen Körper fest. Seine Zähne sowie seine Haut verändern sich, seine Zähne beginnen auszufallen. Er rasiert sich seinen Kopf, wohl auch deswegen, damit die Überlebenden nicht mitbekommen, dass er sich immer mehr verändert. Anscheinend hat das Gegenmittel, das an ihm getestet wurde, doch mehr Nebenwirkungen, als im Vorfeld befürchtet wurde. Murphy kämpft auch immer mit seiner inneren Unsicherheit und Zerrissenheit. Vor allem wird dieser Zustand damit bekräftigt, als ein Zombie – durch den Tornado – in das Haus fliegt und Murphy diesem direkt in seine Augen sieht. Beide sehen sich an, greifen sich jedoch nicht an. Ein Zeichen für den Zuseher, dass Murphy ebenfalls zum Untoten mutieren wird.

Die Gruppe überlebt den Tornado bzw. Zombienado und kann sich weiter auf die Reise machen.

Das Highlight der ersten Staffel

„Z Nation“ hat mit der fünften Episode nicht nur auf alte Geschichten von SyFy angespielt und den „Kult-Trash-Kracher“ Sharknado aufs Korn genommen, sondern ein wahres Highlight der Staffel gezaubert. Noch nie war „Z Nation“ derart beklemmend, berührend und ehrlicher. Noch nie hat „Z Nation“ mit derartigen Special Effects gepunktet und noch nie konnte der Zuseher „Z Nation“ derart intensiv spüren, wie in jener Episode. Auch wenn der deutsche Titel mit „Zombienado“ Unsicherheit hervorrufen kann und die Fans wohl Angst haben müssen, einen „Sharknado“ Abklatsch zu erleben, konnte die Folge zu 100 Prozent überzeugen.

Z Nation Staffel 1 Episode 4 – Der General – Full Metal Zombie

Z Nation Staffel 1 Der General - Full Metal Zombie„Full Metal Zombie“ lautet die vierte Episode von „Z Nation“- angelehnt auf den erfolgreichen Kubrick-Kriegsstreifen „Full Metal Jacket“. In der deutschen Version lautet der Episodentitel schlicht und einfach „Der General“. Was die Zuseher in der vierten Episode der ersten „Z Nation“-Staffel erwartet, ist bereits im Titel zu erahnen. Doch nicht nur ein „verrückter General“ steht im Mittelpunkt der vierten Episode; die Gruppe beginnt sich auch erstmals die Frage zu stellen, was vorgefallen ist, damit eine Zombie-Apokalypse ausgelöst wurde und ob jene nicht verhindert hätte werden können.

Hätte die Epidemie verhindert werden können?

Schon zu Beginn der vierten Folge wird der Zuseher Zeuge eines Dialogs zwischen Murphy (Keith Allen) und Garnett (Tom Everett Scott). Während Garnett überzeugt ist, dass die Vögel den Virus übertragen hätten, der die Apokalypse ausgelöst hat, soll Murphy hingegen wissen, dass niemand eine Ahnung davon hätte. Sogar die Ärzte seien überfordert. Niemand wisse genau, warum die Welt in Schutt und Asche liegt und Zombies die Herrschaft übernommen haben. Die Frage, ob eine Epidemie verhindert werden hätte können, bleibt unbeantwortet. Auch die Frage, wer oder was die Menschen zu Zombies verwandelt, wird in der vierten Episode von „Z Nation“ nicht geklärt.

Die Gruppe befindet sich noch immer in Pennsylvania. Doch die Truppe ist nicht vom Glück verfolgt; gleich zwei Mal wird ihnen ihr Wagen gestohlen. Einmal sogar von mordenden Kleinkindern. In der vierten Episode sind sie daher teilweise mit einem VW Käfer unterwegs, der sie an das Ziel bringen soll. Am Ende der Folge erhält die Gruppe zwar ihren alten Wagen zurück, damit sie ihren Weg nach Kalifornien fortsetzen können. Doch Citizen Z gibt Anweisungen, dass es wohl besser wäre, direkt in das sogenannte Emergency Headquarters for Infection Control zu fahren. Jene Station wurde vom Militär eingenommen und soll einen Helikopter zur Verfügung haben, sodass der Weg nach Kalifornien „bequemer“ fortgesetzt werden könnte. Klingt in erster Linie vernünftig und hoffnungsvoll, wer jedoch die ersten drei Episoden der ersten Staffel von „Z Nation“ gesehen hat, wird relativ schnell den Gedanken haben, dass mit Sicherheit nicht alles reibungslos über die Bühne gehen wird.

Das Emergency Headquarters for Infection Control entpuppt sich als einsame Station

In der vierten Episode rückt 10K (Nathaniel Zang) in den Mittelpunkt des Geschehens. Jener kommt mit Doc (Russel Hodginson) ins Gespräch. Dem Zuseher wird – mittels Rückblende – eindrucksvoll gezeigt, dass 10K, nach dem Ausbruch der Epidemie, seinen Vater umbringen musste, damit er sein eigenes Überleben sicher kann.

Die Gruppe erreicht das Emergency Headquarters for Infection Control. Doch von militärischer Kontrolle ist nur wenig zu sehen. Denn in dem Stützpunkt befinden sich lediglich ein Soldat und ein General. Ein General, der die Nerven verliert…

„Z Nation“ versucht in der vierten Episode abermals den Zuseher auf eine falsche Spur zu führen. So ist den „Z Nation“-Fans bis zum Ende der Episode nicht bewusst, ob Doc bei der Explosion überlebt hat oder nicht. Doch manchmal gibt es auch bei „Z Nation“ Wunder und „Happy Ends“. Doc überlebt und bleibt den Fans erhalten.

Die vierte Episode nimmt den Fuß vom Gaspedal

Auch die vierte Episode hat wieder einmal für pure Unterhaltung und Spaß gesorgt. Nicht zu vergessen der „Riesenzombie“, der doch ein wenig an Nemesis aus „Resident Evil“ erinnert und als Tribut gesehen werden kann. Es sieht ganz danach aus, als würde man mit „Z Nation“ keine Kopie von anderen Zombie-Serien schaffen wollen, sondern vielmehr – hin und wieder – alten Generationen, die schon zu Romeros Zeiten Zombies begeistert gesehen haben, mit diversen „Anspielungen“ Freude bereiten. Und das gelingt auch zunehmend. „Z Nation“ hat zwar in der vierten Episode nicht ständig das Gaspedal durchgetreten, aber mitunter die Charaktere weiter ausgebaut und sich tiefer in die Geschichte gedrungen. Ein Vorstoß, der nur als positiv gewertet werden kann. Denn so haben die Macher von „Z Nation“ auch bewiesen, nur mit brachialer Gewalt zu punkten, sondern auch vorwiegend auf die Handlung zu setzen. Ein Aspekt, der überraschend kommt, wenn man an die ersten Episoden der Serie denkt.

Z Nation Staffel 1 Episode 3 – Philly Feast

Z Nation Staffel 1 Philly FeastIn der dritten Folge der ersten „Z Nation“-Staffel handelt sich alles um Edward Snowden, die Liberty Bell und Kannibalen. Was diese drei Faktoren mit einer Zombie-Serie zu tun haben, mag vielleicht im ersten Moment etwas verwirren, doch die Macher von „Z Nation“ haben es geschafft, diese Komponente – auch mit etwas Humor – unterzubringen. Ein weiterer Beweis, dass „Z Nation“ anders als alle anderen Zombie-Serien ist. Vor allem der Aspekt mit den Kannibalen – wie weit würden Menschen gehen, um ihr eigenes Überleben zu sichern – ist gelungen. Und auch wenn immer wieder Vergleiche mit „The Walking Dead“ angestellt werden, da es auch hier das Thema Kannibalismus gibt, darf nicht vergessen werden, dass die Macher von „The Walking Dead“ erst in der fünften Staffel dieses äußerst heikle Thema angegriffen haben. „Z Nation“ konfrontiert seine Zuseher bereits in der dritten Episode damit; es scheint, als würden die Macher dieser außergewöhnlichen Serie alles richtig machen und dafür sorgen, dass die Zuseher gespannt vor den Bildschirmen sitzenbleiben.

Wenn nicht nur Zombies das Problem sind …

In der dritten Episode – die den Titel „Philly Feast“ trägt – stehen die geheimnisvolle Cassandra (gespielt von Pisay Pao) und Addy (verkörpert von Anastasia Baranova) im Mittelpunkt des Geschehens. Schon zu Beginn der dritten Episode arbeitet man mit einem Flashback. Der Zuseher erfährt etwas von Cassandras Vergangenheit. Denn nach dem Ausbruch der Epidemie war Cassandra Teil einer anderen Gruppe von Menschen, die sich in Philadelphia zusammenfanden. Jedoch scheiterte die Gruppe an ihrem Anführer, der mit der Situation nicht mehr klar kam, als seine Frau am tödlichen Virus erkrankte. Damit die Gruppe nicht verhungerte, wurde sie zu Kannibalen. Cassandra konnte fliehen, verließ die Gruppe und war auf sich alleine gestellt, bis sie die andere Gruppe von Überlebenden fand bzw. gefunden wurde.

Nun hat sie sich der anderen Gruppe von Überlebenden angeschlossen. Auch wenn das Misstrauen groß ist, geht sie mit den Überlebenden mit. Sie kehren auf ihrer Reise nach Kalifornien nach Philadelphia – Cassandra befindet sich wieder am Anfang ihrer Reise. Im Vordergrund steht die Liberty Bell, die ultimative Waffe gegen die Zombies, die dafür sorgt, dass man nicht schon zu Beginn in Philadelphia den Untoten hilflos ausgeliefert ist. Man versucht weiterhin Kontakt mit dem mysteriösen Citizen Z (DJ Qualls) herzustellen. Das gelingt auch, wobei natürlich – was schon die ersten zwei Episoden zeigten – nicht immer nur die Sonne scheint. Im Gefecht wird Addy von den Mitgliedern der „Kannibalen-Gruppe“ entführt. Die Forderung ist klar; nur wenn Cassandra wieder zu den Kannibalen kommt, wird Addy freigelassen. Die Gruppe der „Menschenfresser“ ist also immer noch aktiv und sinnt nach Rache. Sie fühlen sich von Cassandra verraten.

Es beginnt ein Duell. Am Ende wird Cassandra tatsächlich gegen Addy getauscht. Doch das ist nur ein Teil des Plans; dank der Hilfe von Citizen Z ist es möglich, dass die Zombies in den Unterschlupf der Kannibalen gelockt werden. Jener Plan ermöglicht es, dass Cassandra doch noch gerettet werden kann. Und genau hier kommt auch Edward Snowden ins Spiel. Citizen Z ist nämlich großer Fan des amerikanischen Whistleblowers und lässt keine Gelegenheit aus, dies auch dem Zuseher mitzuteilen.

„Z Nation“ steigert sich von Episode zu Episode

„Z Nation“ hat mit dem Kannibalismus-Thema ein Szenario aufgegriffen, das mitunter noch nie in dieser Art und Weise in Zombie-Filmen oder Zombie-Serien gezeigt wurde. Sind Menschen tatsächlich in der Lage, wenn es hart auf hart geht, sich gegenseitig aufzufressen? „Z Nation“ hat die Antwort und präsentiert diese auf brutale Art und Weise. Des Weiteren bleibt die Frage offen, ob die Gruppe tatsächlich den Weg nach Kalifornien fortschreiten kann. Denn auch wenn man Philadelphia mit etwas Glück überstanden hat, werden die nächsten Aufgaben nicht leichter. „Z Nation“ ist keine Serie, die permanent auf ein „Happy End“ abzielt oder primär den Zuseher das Gefühl vermittelt, dass am Ende alles gut geht. „Z Nation“ zeigt in düsterer Atmosphäre, dass jeder Überlebende, der in der postapokalyptischen Zeit beheimatet ist, sterblich ist. Ob durch Zombies oder auch durch Kannibalen – „Z Nation“ gefährdet seine Protagonisten auf jede nur denkbare Art und Weise.

Z Nation Staffel 1 Episode 2 Fracking Zombies

Z Nation Staffel 1 Zombies„Fracking Zombies“ lautet der Titel der zweiten „Z Nation“-Episode. Und schon nach wenigen Minuten wird klar, dass die zweite Episode sehr wohl an Geschwindigkeit zulegt und die durchwegs hohen Erwartungen – ausgelöst durch die erste Folge der neuen Serie – toppen kann.

Zwischen Benzin und Zombiefabriken

Citizen Z (DJ Qualls) nimmt Kontakt mit dem medizinischen Labor in Kalifornien auf. Doch er muss feststellen, dass das Labor in Mount Wilson bereits von Zombies überrannt wurde. Die Ärztin flieht; alle Daten, die zur Heilung und dem Ende der postapokalyptischen Welt sorgen sollten, wurden vernichtet. Es sieht ausweglos aus. Die zweite Episode beginnt somit den Traum der Überlebenden zu zerstören. Doch welchen Weg gibt es nun zu gehen? Gibt es andere Möglichkeiten, sodass Murphy noch tatsächlich eine Aufgabe hat – und zwar jene, die Welt und seine Bevölkerung zu retten?

Citizen Z erhält auch in der zweiten Folge von „Z Nation“ deutlich mehr Sendezeit. „Z Nation“ versucht den scheinbar nicht zu durchschauenden Charakter in ein besseres Licht zu stellen. So wird nicht nur sein Charakter besser ins Licht gesetzt, sondern erhält Citizen Z auch Gesellschaft durch einen Schlittenhundfahrer. Besser geht durch einen Hund. Denn der Fahrer ist, als er bei Citizen Z ankommt, bereits erfroren. Der zweite Hund des Fahrers zählt bereits zu der Kategorie „Zombiehund“. So wird in „Z Nation“ schnell klar, dass der todbringende Virus auch Tiere befallen kann. Ein Aspekt, der bislang nur selten in diversen Zombie-Filmen oder Serien aufgegriffen wurde. Doch „Z Nation“ überzeugt nicht nur mit dieser Wandlung, sondern auch mit der Tatsache, den scheinbar leicht tollpatschigen Citizen Z dem Zuseher „sympathisch“ werden zu lassen. Vor allem der Abbruch mit der Gruppe Überlebender, die aufkommende Verzweiflung und seine Reaktionen – allesamt verständliche und nachvollziehbare Handlungsstränge und Entscheidungen, die den Zuseher daheim überzeugen. „Z Nation“ kann auch mit seiner zweiten Episode sehr wohl sein Publikum an das Sofa fesseln und die Atmosphäre dieser postapokalyptischen Welt näher bringen.

„Z Nation“ befasst sich in der zweiten Episode auch mit Cassandra (Pisay Pao). Cassandra erzählt der Gruppe ihre Geschichte; „Z Nation“ integriert somit einen Charakter, der in der ersten Episode noch als unscheinbar galt. Am Ende der zweiten Folge wird zudem auch deutlich, dass auch einige Männer, die bis auf den Zähnen bewaffnet sind, auf der Suche nach der mysteriösen Frau sind. Warum sich diese Truppe jedoch auf die Suche begab und welche Geheimnisse von Cassandra noch zu lüften sind, erfährt der Zuseher (noch) nicht.

In der Zwischenzeit wird der Zuseher Zeuge eines Zwischenfalls in der „Zombiefabrik“. Während die Gruppe der Überlebenden eine Raffinerie aufsucht, damit genügend Benzin für die Fahrt nach New Jersey gesammelt werden kann, treffen sie auf zahlreiche Untote, die ihnen das Leben schwer machen.

Einerseits überzeugt „Z Nation“ hier mit der Kulisse und dem Schauplatz. Vor allem die Sequenzen, die innerhalb der Fabrik gezeigt werden, sind schon ganz großes Kino. Und des Weiteren gelingt es „Z Nation“, dass auch die Handlung interessant bleibt. Der Zuseher fiebert mit Murphy mit, der scheinbar unter einem Trauma leidet. Denn langsam wird klar, dass er von Zombies im Gefängnis gebissen wurde. Ein Trauma, das eine Gefahr für die gesamten Überlebenden darstellt. Doch die Frage, weshalb Murphy überhaupt im Gefängnis war, wird noch immer nicht beantwortet. Die Macher von „Z Nation“ halten hier den Zuseher weiterhin an der kurzen Leine und versuchen die Story spannend zu gestalten. Und das gelingt auf der ganzen Linie.

Eine deutliche Steigerung gegenüber der Pilotfolge

Die zweite Episode von „Z Nation“ überzeugt zu 100 Prozent. Auch die Dialoge, die noch in der ersten Folge wohl nicht auf ganzer Ebene überzeugten, wurden deutlich besser. Stellt sich nur die Frage, ob es an der deutschen Synchronisation gelegen ist oder tatsächlich die Macher von „Z Nation“ mehr Wert auf die Gespräche und deren Inhalte gelegt haben. Die einzige Frage, die sich wohl die Zuseher stellen werden und keine Antwort bekommen haben, ist wohl jene, warum die Zombies in der zweiten Episode wieder deutlich langsamer als im Pilot unterwegs waren. „Z Nation“ hat sich mit der zweiten Episode jedenfalls gesteigert und macht Lust auf noch mehr „Zombie-Action“ im SyFy-Modus.

Z Nation Staffel 1 Episode 1 Pilot

Z Nation Staffel 1 Pilot„Z Nation“ erzählt die Geschichte einer Gruppe von Überlebenden, die in einer postapokalyptischen Welt, voll mit Zombies, ihre Chance auf Heilung wahren möchte. Dabei überrascht „Z Nation“ nicht nur mit interessanten Thesen und Visionen dieser einzigartigen Zombiewelt, sondern präsentiert auch passable Schauspieler und – wie für SyFy typisch – puren Trash. SyFy hat – gemeinsam mit The Asylum – schon mit „Sharknado“ gezeigt, dass Trash nicht automatisch schlecht sein muss, sondern durchaus zum Kult erwachsen kann. Doch „Z Nation“ ist kein Abklatsch von „Sharknado“ und schon gar nicht lustig. Denn auch wenn SyFy für seinen oftmals sehr speziellen Humor bekannt ist, hat „Z Nation“ einen anderen Zugang. In einer Welt, in der die Überlebenden gegen Zombies kämpfen, gibt es selbst für die Produzenten keine großen humorvollen Momente.

Was passiert in der Pilotfolge?

In der ersten Folge von „Z Nation“ lernt das Publikum Mark Hammond (verkörpert durch Harold Perrineau, bekannt aus „Sons of Anarchy“ und „Lost“) kennen. Er bekommt – als Anführer einer Militärtruppe – den Auftrag, dass er Murphy (Keith Allen), einen Gefangenen, quer durch die verseuchte USA führen muss. Denn Murphy scheint der Schlüssel zur Heilung zu sein. Ihm wurde ein spezielles Gegenmittel injiziert; Murphy soll also den Erfolg der Heilung garantieren. Doch weshalb Murphy überhaupt im Gefängnis ist, bleibt in der ersten Episode von „Z Nation“ noch unbeantwortet.

Beide treffen auf Charles Garnett (verkörpert durch Tom Everett Scott, der schon in „Southland“ und „Beauty and the Beast“ zu sehen war), einen charmanten Anführer und Roberta Warren (Kellita Smith, die bereits in „The First Family“ auf den Fernsehbildschirmen bewundert werden konnte), die seine rechte Hand verkörpert. Beide sind ehemalige National Guards. Das ungleiche Duo bringt Murphy und Mark in ein Camp, in dem Überlebende untergebracht sind. Sie beschließen die Gruppe mit dem Truck zu begleiten. Doch eine Rückkehr wird ausgeschlossen. In der Zwischenzeit wurde nämlich das Camp von den Zombies zerstört.

Mack Thompson (Michael Welch, „Twilight“) und Addy Carver (Anastasia Baranova) sind ebenfalls zwei Überlebende, die durch die postapokalyptischen Staaten ziehen und mit neuartigen Waffen gegen die Zombies vorgehen. Sie treffen auf ihrer Reise auf Doc (Russell Hodgkinson, bekannt aus „Big Fish“), einem Dealer und ehemaliges Mitglied aus dem zerstörten Camp. Inmitten eines Zombieangriffs treffen die Gruppen aufeinander.

Mark erreicht den vorgegebenen Treffpunkt, an welchem er den Gefangenen Murphy übergeben soll. Doch sie finden keine Überlebenden, sondern Zombies. Nach der Durchsuchung des Treffpunkts finden sie in einem Auto einen Säugling. Neben dem Säugling entdecken sie auch Cassandra (verkörpert von Pisay Pao). Jene hat sich – zum Schutz gegen die Zombies – in einem Käfig eingeschlossen, der ihren Körper umgibt.

Mark will die Situation unter Kontrolle bringen, die Überlebenden beruhigen und beginnt das Kommando zu übernehmen. Während eines Zombieangriffs wird der geheimnisvolle Doc von einem unbekannten Sniper gerettet. Jener wird von der Gruppe aufgenommen. Gemeinsam wollen sie sich auf den Weg nach Kalifornien machen. Denn Murphy ist die einzige Chance auf Heilung und soll so schnell wie möglich in das Labor kommen.

Während der ersten Episode taucht auch ein weiterer Charakter auf, der zeigt, wie abwechslungsreich und untypisch „Z Nation“ an die Sache rangeht. Mit Citizen Z (DJ Qualls, bekannt aus „Legit“) hat „Z Nation“ eine Persönlichkeit geschaffen, die in einer arktischen Basis beheimatet ist und nur mittels Funk versuchen kann, mit den Überlebenden Kontakt aufzunehmen. Doch die Kontaktaufnahme soll auch dazu dienen, dass er ihnen einen sicheren Weg nach Kalifornien bahnen kann.

Warum „Z Nation“ kein billiger Abklatsch von „The Walking Dead“ ist

„Z Nation“ ist mit Sicherheit keine Charakterstudie über Personen, die sich in einem Ausnahmezustand befinden und überleben möchten. Die Darsteller haben jedoch die Gabe, dass sie sehr wohl ein beklemmendes Gefühl beim Zuseher auslösen können; „Z Nation“ hat mit seiner ersten Episode sehr wohl überzeugt. Mit „Puppies and Kittens“, so dem Titel der Pilotfolge, werden viele Fragen nicht beantwortet. Ein Grund, „Z Nation“ weiter zu verfolgen. Denn SyFy ist bekannt für Überraschungen und Wendungen, die man im Vorfeld nicht erwartet hätte.

Auch wenn „Z Nation“ „trashige Momente“ aufweist, so sind es doch die klaren Visionen und Vorstellungen der Produzenten, die diese postapokalyptische Welt real werden lassen. „Z Nation“ ist keine billige Kopie von „The Walking Dead“ oder anderen Zombie-Filmen, sondern ein neues Produkt, das sehr wohl überrascht hat.

Fear The Walking Dead Staffel 1 (SPOILER!)

fear the walking deadDave Erickson und Robert Kirkman entwickelten mit „Fear the Walking Dead“ das Spin-Off der erfolgreichen TV-Serie „The Walking Dead“. Das Spin-Off orientiert sich jedoch nicht an der Comicvorlage, sondern erzählt eine komplett neue Geschichte, welche an die „Mutterserie“ angelehnt wurde. Die Geschichte von „Fear the Walking Dead“ startet wenige Wochen vor der eigentlichen Pilot-Handlung von „The Walking Dead“. Die erste Staffel umfasst 6 Episoden und wurde am 23. August 2015 auf AMC ausgestrahlt. Eine zweite Staffel – mit 15 Episoden – ist in Planung und soll 2016 gesendet werden.

Die erste Staffel besteht aus folgenden Episoden:

  • Folge 1: „Gute alte Zeit“ (Pilot)
  • Folge 2: „So nah und doch so fern“
  • Folge 3: „Der Hund“
  • Folge 4: „Nicht vergehen“
  • Folge 5: „Kobalt“
  • Folge 6: „Der gute Mensch“ (Staffel-Finale)

Fear The Walking Dead – Das Chaos nimmt seinen Lauf …

In „Gute alte Zeit“, der Pilotepisode von „Fear the Walking Dead“, erwacht Nick Clark, nach einem heftigen Drogenrausch, in einer Kirche. Doch Nick muss feststellen, dass Gloria, seine Freundin, an einem Leichnam knabbert. Nick kann aus der Kirche flüchten, wird jedoch auf der Straße von einem Auto angefahren und in ein Spital gebracht. Aufgebracht erklärt er seiner Mutter Madison, ihrem Freund Travis Manawara – beide Lehrer an der High-School – und dem behandelnden Arzt, was er in der Kirche gesehen hat. Jedoch gehen die Beteiligten davon aus, dass sich Nick in einem „Drogenrausch“ befand, der Halluzinationen verursachte.

Doch die merkwürdigen Dinge nehmen ihren Lauf. Die High-School wird für einen Tag geschlossen, als ein Video veröffentlicht wird, in dem die Polizisten auf einen scheinbar aggressiven Mann schießen, welcher jedoch – auch nach mehreren todbringenden Kugeln – nicht sterben will.

Nick bricht hingegen aus dem Krankenhaus aus. Er trifft sich mit Calvin, seinem Drogendealer, und möchte wissen, ob der Stoff, den er von ihm gekauft hat, gestreckt oder manipuliert wurde. An einem ausgetrockneten und betonierten Flussbett kommt es zum Tumult; während Calvin Nick mit der Waffe bedroht, kann sich jener wehren und erschießt seinen Drogendealer aus Versehen.

Nick flüchtet zu Travis und seiner Mutter; sie fahren zum Flussbett um sich zu vergewissern, dass Calvin tot ist. Doch vor Ort werden sie von einem scheinbar infizierten Calvin angegriffen. Nick überfährt seinen ehemaligen Dealer mit dem Wagen von Travis.

Die Demonstration gerät außer Kontrolle

Madison, Travis und Calvin planen ihre Flucht; sie wollen in die Wüste („So nah und doch so fern“). Madison macht sich mit ihren Kindern Alicia und Nick abfahrbereit, während Travis Liza, seine Ex-Frau, sowie seinen Sohn Christopher, sucht, welche mit ihnen mitfahren sollen. Madison fährt in der Zwischenzeit zur Schule. Sie will Oxycodon für ihren Sohn holen, der unter schweren Entzugserscheinungen leidet. Im Schulgebäude trifft sie auf Tobias, einen Schüler, welcher sich mit Nahrungsmitteln aus der Schul-Cafeteria versorgt. Doch plötzlich werden sie von Costa, dem Schulrektor, angegriffen, der ebenfalls zum Infizierten wurde und nur mit Mühe von Madison getötet werden kann.

Travis fährt zu Liza. Doch sie stellen fest, dass ihr Sohn Christopher nicht daheim ist, sondern an der Demo gegen Polizeigewalt mitwirkt. Beide fahren in die Innenstadt um ihren Sohn zu holen. Die Polizisten erschießen während der Demo eine infizierte Frau, sodass es wenig später zu Tumulten und Ausschreitungen kommt. Liza und Travis finden ihren Sohn und können sich – bei der Familie Salazar – in Sicherheit bringen.

Das Militär errichtet Sicherheitszonen

Doch im Friseursalon der Salazar-Familie ist es nicht lange sicher, denn die Ausschreitungen spitzen sich immer weiter zu („Der Hund“). Die Gruppe will fliehen und den Truck von Travis verwenden, als Griselda, am Weg zum Auto, von einer Reklametafel verletzt wird, welche ihr auf das Bein fällt. Die Gruppe macht sich auf den Weg in das Krankenhaus, welches aber bereits von den Polizisten umstellt wurde; aus dem Krankenhaus stürmen Infizierte, welche allesamt von den Cops erschossen werden. Auch hier gibt es scheinbar keine Hilfe mehr.

Madison, Nick und Alicia warten in der Zwischenzeit auf Travis. Sie bekommen jedoch Gesellschaft von einem Hund, der an der Balkontür kratzt und in das Haus gelassen wird. Der Hund beginnt zu bellen – jedoch als Warnung, da sich Peter, der Nachbar, nähert und die Familie feststellen muss, dass jener ebenfalls infiziert ist. Sie beschließen in das Nachbarhaus zu steigen und ein Gewehr zu holen. Doch Peter kann in das Haus eindringen und frisst den Hund.

Als sie von der Mission zurück sind, treffen Nick, Christopher, Liza und die Familie Salazar ein. Sie beschließen eine Nacht in dem Haus zu bleiben. Am nächsten Tag wollen sie fliehen, werden aber, als sie losfahren wollen, von den Soldaten gehindert, die bereits den gesamten Block gesichert und unter Quarantäne gestellt haben.

Auch die Überlebenden werden hingerichtet

Die Soldaten haben eine Sicherheitszone errichtet („Nicht vergehen“). Christopher beginnt die Situation zu filmen, merkt jedoch in den verlassenen Häusern außerhalb der Quarantäne Lichtzeichen. Madison will der Sache nachgehen, verlässt die Sicherheitszone und stellt fest, dass die Soldaten außerhalb des Gebiets nicht nur Infizierte, sondern auch alle Überlebenden töten.

In der Zwischenzeit überprüfen die Soldaten das Haus der Clarks und finden die verletzte Griselda. Sie soll in ein Militärkrankenhaus gebracht werden. Auch Nick wird von den Soldaten mitgenommen, da jener noch immer unter seiner Drogensucht leidet. Liza kommt als Helferin mit.

Am Abend beobachtet Christopher abermals das Haus mit den Lichtzeichen. Doch plötzlich sind die Lichtzeichen weg und ein Maschinengewehrfeuer durchbricht die Stille.

2.000 Infizierte warten auf Frischfleisch

Doug, Nick und ein dritter Mann sitzen in einer Zelle des Militärkrankenhauses („Kobalt“). Die Soldaten möchten Nick und Doug, der einen Nervenzusammenbruch erlitt, mitnehmen. Doch Nick besticht die Soldaten mit Manschettenknöpfen, sodass er in seiner Zelle bleiben darf. Der fremde Mann in der Zelle erklärt Nick seinen Fluchtplan; er benötigt aber Nicks Hilfe. Griselda stirbt hingegen, auf Grund eines septischen Schocks, im Krankenhaus. Liza weiß, dass sie die Mutation nur verhindern kann, wenn sie Griselda in den Kopf schießt. Mit einem Bolzenschussgerät kann sie Griselda „endgültig“ töten.

Ofelia und Daniel kidnappen in der Sicherheitszone Korporal Adams, welcher gefoltert wird um den beiden zu gestehen, welche Bedeutung das Codewort „Kobalt“ hat. Adams erzählt ihnen von der Operation, alle Soldaten aus Los Angeles abzuziehen und die Überlebenden zu töten. Die Operation soll bereits am nächsten Tag durchgeführt werden. Adams erzählt ihnen auch, dass die Soldaten auch 2.000 Menschen ihrem Schicksal überließen, als sie jene in eine Sportanlage sperrten. Daniel marschiert zur besagten Anlage, bemerkt aber, dass hinter den Türen unzählige Infizierte waren.

„Operation Kobalt“ scheitert

Das Militär zieht ab – die Operation „Kobalt“ scheint doch nicht durchgeführt zu werden („Der gute Mensch“). Madison und Travis wollen Nick und Griselda aus dem Krankenhaus befreien und fliehen. Damit der Plan aufgeht, befreien sie die Untoten aus der Sportanlage und locken diese in Richtung des Spitals. Sie nutzen das entstandene Chaos, damit sie unproblematisch in das Gebäude kommen können.

Nick und Victor, der unbekannte Mann aus seiner Zelle, sind jedoch bereits geflohen. Sie laufen durch die unterirdischen Gänge des Krankenhauses.

Die Gruppe kann hingegen – dank Lizas Hilfe – das Spital wieder verlassen. Doch in der Tiefgarage treffen sie auf Adams, der sich – aus Rache an der Folter – an Ofelia rächt und sie erschießt. Danach stürmt Travis auf Adams, der ihn brutal zusammenschlägt.

Das Finale

Victor und die wiedervereinte Gruppe kann zu dessen Anwesend an der Küste von Los Angeles fahren. Liza beichtet hingegen Madison, dass sie gebissen wurde und bittet sie, mit ihrer Waffe erschossen zu werden. Doch es ist Travis, der die Situation beobachtet und Lizas Wunsch erfüllt.

In der Zwischenzeit präsentiert Victor Nick das Boot, welches an der Küste ankert. Das Boot soll der Ausweg aus der Apokalypse sein.

Das Fazit

Mit „Fear the Walking Dead“ ist den Verantwortlichen ein mächtiges Spin-Off zur Erfolgsserie „The Walking Dead“ geglückt. Vor allem gibt die erste Staffel einen Einblick, wie es überhaupt zu dem Chaos kam. Während in „The Walking Dead“ bereits alles in Schutt und Asche liegt, wird in „Fear the Walking Dead“ eindrucksvoll gezeigt, welche Fehler gemacht wurden, damit die „Beißer“ die Oberhand erlangen konnten. „Fear the Walking Dead“ ist ein eindrucksvolles Spin-Off, das eindeutig Lust macht und beweist, kein „billiger Abklatsch“ von „The Walking Dead“ zu sein.

Fear the Walking Dead – Folge 3 – Der Hund – The Dog

Fear The walking Dead Staffel 1 Der HundDer Hund – „Fear of the Walking Dead“ überrascht mit seiner dritten Episode abermals. Denn wer die ersten beiden Folgen gesehen und geglaubt hat, dass er schon weiß, wie so manche Handlungsstränge fortgesetzt werden, wird erstaunt sein, wie sich die dritte Episode der Serie entwickelt. Und genau das macht auch den Reiz der Serie aus. Alle Spuren, die der Zuseher in den ersten zwei Folgen entdeckt hat, beginnen sich in der dritten Episode zu vermischen.

Zwischen Hoffen und Bangen

„The Dog“ heißt die dritte Episode von „Fear the Walking Dead“ und setzt gnadenlos am Ende der zweiten Episode fort. Zu Beginn ist die Familie von Madison (Kim Dickens) im Haus zu sehen. Travis (Cliff Curtis) hat hingegen seinen Sohn (Lorenzo James Henrie) sowie seine Ex-Frau Liza (Elizabeth Rodriguez) in Sicherheit gebracht. Die Familie wartet im Friseurladen der Familie Salazar und hofft, dass man dem ausufernden Krawall auf der Straße entkommen kann.

Bislang haben Liza und Travis noch keine Anstalten gemacht, dass sie Chris, dem gemeinsamen Sohn, über den Ernst der Dinge aufklären. Doch Chris weckt die Neugier – und auch das Verlangen, dass er eines der interessanten Barbiemesser mitnimmt. Jedoch dauert es nicht lange, bis die Familie gezwungen wird den Friseurladen aufzugeben. Denn nebenan wird eingebrochen, Feuer bricht aus und die sichere Unterkunft wurde zur tödlichen Falle. Sie müssen ihr Versteck aufgeben und sich inmitten von Krawall und Chaos stürzen.

Daniel Salazar (Rubén Blades) will sich hingegen von der Gruppe trennen. Er möchte alleine seine Schuld begleichen und alleine seinen Weg begehen. Das Chaos und die Krawalle nehmen jedoch ihren Lauf. Während der Flucht verletzt sich Griselda Salazar (Patricia Reyes Spindola). Sie wird unter einem Gerüst begraben und erleidet eine schwere Beinverletzung. Travis findet Griselda, kann sie befreien und flieht mit der gesamten Salazar-Familie im Pick-Up-Truck.

Das Krankenhaus als tödliche Falle

Da die Beinverletzung schwerer als gedacht ist, möchte man ein Krankenhaus aufsuchen. Ohne medizinische Hilfe wird Griselda nicht lange durchstehen. Doch vor Ort erkennt man abermals den Ernst der Lage. Die Polizei hat bereits das Krankenhaus umstellt, feuert auf die scheinbar Kranken bzw. auf jene Personen, die auf Grund ihrer Verletzungen verstorben und nun wieder am Leben sind. Auch alle anderen Krankenhäuser scheinen keine Option mehr zu sein; sie haben sich zu wahren Todesfallen verwandelt. Griselda kann nicht verarztet werden. Daniel möchte zu Travis nach Hause, damit er seinen Cousin verständigen kann.

In der Zwischenzeit versucht Madison Nick (Frank Dillane) von den Drogen fernzuhalten. Sie besorgt ihm Oxycodon, welches Nick jedoch nicht oral, sondern über die Nase einführt. Alicia (Alycia Debnam Carey) hat sich in der Zwischenzeit um die Nachbarn gesorgt, da sie immer wieder unheimliche Geräusche aus dem Haus wahrnimmt. Damit sie sich nicht permanent Gedanken macht, möchte Madison sie ablenken und holt ein altes Monopoly-Spiel aus dem Schrank. Doch das Monopoly-Spiel stellt für die 16 Jahre alte Alicia keine adäquate Alternative dar; Monopoly dient nicht zur perfekten Ablenkung von merkwürdigen Geräuschen.

Der Schäferhund

Nick, genervt von der gesamten Situation, fragt ständig nach Travis. Schlussendlich sind schon rund sechs Stunden vergangen. Er vermutet, dass Travis und Liza abgehauen sind; es wird schnell klar, dass Nick dem Spiel nicht traut.

Es dauert nicht lange, bis bald die nächsten unheimlichen Geräusche auftauchen. Und leider ist die Neugier dieses Mal stärker als die Vernunft. Doch man findet „nur“ einen Schäferhund, der jedoch Blutspuren aufweist. Nick möchte den Hund reinlassen. In der Zwischenzeit bemerkt er, dass ein Untoter in der Nähe unterwegs ist. Die erste Idee? Shotgun holen. Natürlich weiß der Zuseher bereits, dass Lärm die Untoten anlockt; die Charaktere sind sich aber dessen Situation noch nicht bewusst.

Die Shotgun ist jedoch nicht im eigenen Haus, sondern beim Nachbarn. Kurzerhand entscheidet man sich über die Hintertür das Haus zu verlassen, wobei die Tür nicht mehr verschlossen wird. Das bedeutet auch gleichzeitig das Ende des Schäferhundes. Als der Untote in das Haus eindringt und den Hund fressen will, kommen auch Travis und die Salazars an.

„Fear the Walking Dead“ begibt sich auf neue Pfade

Mit der dritten Episode des „The Walking Dead“-Spin-offs haben die Macher bewusst auf weitere Täuschungen gesetzt. „Fear the Walking Dead“ ist bestückt mit Überraschungen und nicht vorhersehbaren Wendungen. Wohl das Erfolgsgeheimnis der Serie, das mitunter auch in den nächsten Episoden verfolgt werden wird.

Prime-Mitglieder können die erste Episode der sechsteiligen Staffel ab dem 24. August, ab 20:00 Uhr, bei Amazon Prime streamen – in englischer Originalfassung und auf Deutsch. Die weiteren Episoden folgen dann immer montags nach der US-Ausstrahlung, je um 20:00 Uhr.

Folge 1: 24. August
Folge 2: 31. August
Folge 3: 14. September
Folge 4: 21. September
Folge 5: 28. September
Folge 6: 05. Oktober

Fear the Walking Dead – Episode 4 – Nicht vergehen – Not Fade Away

Fear The walking Dead Staffel 1 Nicht vergehenNicht vergehen – Die ersten drei Folgen von „Fear the Walking Dead“ haben gezeigt, dass es sich um ein vielversprechendes Spin-Off der Serie „The Walking Dead“ handelt, welche sich bereits in der fünften Staffel befindet. Ob in der vierten Folge von „Fear the Walking Dead“ das hohe Niveau gehalten werden konnte? Fakt ist, dass die Macher der Serie sehr wohl damit spielen, dass der Zuseher immer wieder auf neue Pfade gelockt wird, sodass der Überraschungs-Effekt nach oben geschraubt werden kann.

Das sichere Gebiet – doch wie sicher ist die Sperrzone?

Auch wenn die Armee die Nachbarschaft als „sicheres Gebiet“ erklärt hat und der Zaun die Zombies abhalten soll, bedeutet das noch lange nicht, dass sich die Lage auch verbessert. Denn die Bewohner wissen, dass der Druck nicht lange ausgehalten werden kann; vor allem dann nicht, wenn klar wird, dass auch innerhalb der „Sperrzone“ die ersten Fälle des Virus auftreten können. Man wird das Gefühl nicht los, dass es sich vielmehr um die Ruhe vor dem Sturm handelt.

Es ist also kein Wunder, dass die Nerven der Bewohner blank liegen. Vor allem Madison leidet unter dem eingeschränkten Leben. Permanent streitet sie mit Travis über Liza, dessen Ex-Frau, hilft weder im Haus und ist ständig unterwegs. Madison beschäftigt sich mehr mit den Verletzten; schlussendlich ist sie Krankenschwester. Besser gesagt, behauptet sie das. Aus diesem Grund ist es – jedenfalls für Madison klar – dass sie nicht direkt im Haus mithelfen kann. Doch auch wenn sich Madison am Rande des Wahnsinns befindet, gibt es auch positive Aspekte an der Situation. Es sieht ganz so aus, als würde Nick seine Drogenproblematik in den Griff bekommen. Doch der Zuseher hat bereits nach den ersten drei Folgen von „Fear the Walking Dead“ gelernt, dass das Spin-Off immer wieder falsche Spuren legt, damit am Ende die große Überraschung eintritt. Wird das auch im Fall von Nick so sein? Wenig später wird klar – ja! Nick durchwühlt das Nachbarhaus. Er weiß, dass sein Nachbar – auf Grund seiner Krankheit – immer Morphium daheim gelagert hat. Ist das Drogenproblem doch noch gegenwärtig? Madison erwischt Nick bei seiner Suche, macht ihm Vorwürfe und zeigt Nick ganz klar, dass sie enttäuscht von ihm ist.

Chris macht eine mysteriöse Entdeckung

In der Zwischenzeit hat sich Chris auf einem Dach positioniert und beginnt die Umgebung zu filmen. Er kommentiert die Situation und bemerkt, dass die Situation – innerhalb der abgesperrten Zone – weitaus friedlich und besser ist als außerhalb des Sperrgebiets. Jedoch hat Chris – im Rahmen seiner „Berichterstattung“ – eine unangenehme Entdeckung gemacht. Denn er sieht das Licht einer Taschenlampe und ist der Meinung, dass jemand – außerhalb der Sperrzone – Hilfe benötigt. Doch wer ist tatsächlich außerhalb der Sperrzone? Handelt es sich um Freund oder Feind? Er setzt Travis in Kenntnis, der ihm jedoch nicht die notwendige Aufmerksamkeit schenkt. In weiterer Folge kontaktiert er Madison; sie hilft ihm dabei und versucht der Person – außerhalb des Zauns – zu helfen.

In weiterer Folge tritt ein neuer Charakter auf den Bildschirm. Es handelt sich dabei um eine Ärztin. Liza verbündet sich mit dem neuen Charakter und macht schnell klar, wer aller Hilfe benötigt und wer welche Verletzung hat. Die Ärztin möchte in weiterer Folge Liza mit in das Krankhaus nehmen, denn dort sucht man bereits nach Krankenschwestern. Doch damit Liza mitgehen kann, soll sie ihren Sohn, Chris, zurücklassen. Natürlich soll aber Chris – zu einem späteren Zeitpunkt – nachgeholt werden. Ein merkwürdiger Handel…

Welche Überraschungen folgen noch?

„Fear the Walking Dead“ versucht mit der vierten Episode neue Wege zu gehen. In erster Linie werden die Charaktere abermals näher beschrieben, andererseits versuchen die Macher der Serie sehr wohl neue Charaktere einzubauen. Vor allem die Tatsache, dass nun eine „mysteriöse Ärztin“ in der Sperrzone ist, die mit merkwürdigen Angeboten punkten möchte, verspricht Hochspannung in der fünften Episode von „Fear the Walking Dead“. Denn warum soll Madison ihren Sohn zurücklassen? Ist die Situation außerhalb des Zauns tatsächlich dermaßen gefährlich oder verfolgt die Ärztin andere Wege und Ziele? Vor allem wird sich auch die Frage demnächst klären müssen, ob es tatsächlich hinter der Absperrung besser und friedlicher ist bzw. ob der Virus bzw. die Infizierten auch tatsächlich ferngehalten werden können. Fragen über Fragen, die in den nächsten Episoden mit Sicherheit für pure Spannung sorgen werden.

Prime-Mitglieder können die erste Episode der sechsteiligen Staffel ab dem 24. August, ab 20:00 Uhr, bei Amazon Prime streamen – in englischer Originalfassung und auf Deutsch. Die weiteren Episoden folgen dann immer montags nach der US-Ausstrahlung, je um 20:00 Uhr.

Folge 1: 24. August
Folge 2: 31. August
Folge 3: 14. September
Folge 4: 21. September
Folge 5: 28. September
Folge 6: 05. Oktober

Fear the Walking Dead – Episode 5 – Cobalt

Fear The walking Dead Staffel 1 CobaltCobalt – Die fünfte Folge der ersten Fear the Walking Dead Staffel bot manch Spannendes – und auch das ein oder andere ganz neue Element (aber trotz alledem – Hardcore-TWD Fans werden sich bestätigt fühlen – Travis ist nicht Rick bzw. gibt es nur EINEN Rick Grimes! ). Aber zur Sache d.h. zur Handlung:

Neue Konstellationen

Die Folge „Cobalt“ beginnt, wo Folge Vier aufgehört hatte: Doug, der Nachbar von Travis und Madison, hatte sich ja durch seinen Alleingang in die Hände des Militärs gebracht. Dort, in einer der Militärzellen, wird er von der neuen, interessanten Figur Strand (ebenfalls dort inhaftiert) derart manipulativ beredet, dass er, quasi zur Selbstaufgabe bereit, von dort durch das Militär wieder abtransportiert und seinem Schicksal überlassen wird. Denn (so weit denkt das Militär voraus) man will auf jeden Fall Menschen, bei denen nicht klar ist, ob sie sich infiziert haben, vermeiden. Diese Figur Strand verspricht jedenfalls aufgrund ihrer rhetorischen Fähigkeiten noch manchen guten Auftritt (man denke an den Gouverneur in TWD).

Strand wendet sich nach Dougs Abtritt seinem neuen Zellengenossen Nick, dem Junkie, zu. Für seinen Abgang aus den Zellen scheint Strand Unterstützung zu benötigen – der zu allem entschlossene Nick könnte da die richtige Wahl zu sein. Für ihn ist Strand sogar bereit, seine Diamanten einzutauschen, um ihn bei sich zu behalten. Was dieses neue, interessante Paar vorhat, ist noch unklar – aber wir können auf die Fortsetzung gespannt sein. Strand hat sogar schon einen Schlüssel organisiert, der ihm die Zellen öffnen soll, wenn der richtige Moment gekommen ist…..

Ist der Folterer der Gute?

Derweil versucht Ofelia am Wach-Zaun die Soldaten dazu zu bringen, sie mit ihrer Mutter reden zu lassen (der gute alte Flaschenwurf als Zeichen von „Hey – schau mal hier!“). Der Soldat Adams versucht sie, vor seinen Kollegen zu beruhigen – die Lage ist angespannt – viele der Soldaten haben seit langem nicht geschlafen, manche sind seit 50 h wach. Die Führung scheint dies nicht zu kümmern bzw. hat Befehlshaber Moyers keine Scheu, wie sich zeigt, Gewalt gegen die eigenen Leute anzuwenden.

Adams bringt Ofelia schließlich nach Hause, wo er von Daniel gefangen genommen wird, d.h. die für ihn gemachte Falle zuschnappt. Daniel beginnt Adams zu foltern – er behauptet, dies zu tun, um ihn gegen seine Frau austauschen zu können, doch stellt sich bald heraus, dass es ihm um geheime Informationen zum Militär geht. Daniel bittet Madison, Ofelia von den Folterungen fern zu halten, was sich als schwierig erweist.
Da sich Daniel im Verlauf der Folter recht geschickt anstellt, fällt irgendwann die Hülle – er gesteht gegenüber Madison, dass er in seinem Heimatland früher selber als Folterer tätig war. Das stürzt Madison in einen Gewissenskonflikt – wie weit soll sie gehen, um Nick wiederzusehen? Und soll sie die Methoden Daniels billigen? Wozu sie sich letztlich zu entscheiden scheint, womit sie als Figur etwas härter und kompromissloser als bisher wirkt.

Das Codewort zum Verrat

Schließlich aber bekommt Daniel aus dem nur unschuldig wirkenden Adams Dinge heraus, die für Aufsehen sorgen – Adams räumt ein, zu wissen, wohin Griselda gebracht wurde. Und vor allem kommt er schließlich mit der Bedeutung des Wortes „Cobalt“ um die Ecke – dieser sich wiederholende Funkspruch bezeichnet nach ihm ein Codewort.

Ein Codewort, welches nicht nur die Evakuierung der Stadt durch das Militär vorsieht, sondern darüber hinaus die Exekution der meisten Menschen im Gewahrsam des Militärs. Da das Militär die Stadt den Infizierten überlässt, will man verhindern, dass aus den Zurückbleibenden Zombies werden könnten – und sie daher lieber erschießen.

Damit ist die Bombe geplatzt – selbst der dazu gestoßene Travis traut seinen Ohren kaum, als Adams dieses Geständnis ablegt. Travis ist wie gesagt von allen noch derjenige, der am meisten Humanität oder Vertrauen in die anderen Menschen in sich trägt – doch ist er auch derjenige, der einen Infizierten nicht erschießen kann, als es darauf ankommt.

Fazit

Folge Fünf hat manchen unerwarteten Twist zu bieten – Daniel, der sich nicht nur als Paranoiker, sondern als Folterer hervortun durfte; Nick, der in – vorsichtig ausgedrückt –seltsame Gesellschaft geraten ist. Die Pläne des Militärs – und damit die Erwartung für die nächsten Folgen, dass die Überlebenden, wenn sie überleben wollen, sich zwischen Militär und Zombies behaupten müssen – denn beide haben nicht das Wohl der Protagonisten im Sinn.

Kurz: Fear the Walking Dead Folge Fünf lässt Spannendes für die Abschlussfolge erwarten – wie werden sich die Protagonisten entscheiden – und von wem geht die größere Gefahr aus – Militär oder Zombies? Es bleibt spannend.

Prime-Mitglieder können die erste Episode der sechsteiligen Staffel ab dem 24. August, ab 20:00 Uhr, bei Amazon Prime streamen – in englischer Originalfassung und auf Deutsch. Die weiteren Episoden folgen dann immer montags nach der US-Ausstrahlung, je um 20:00 Uhr.

Folge 1: 24. August
Folge 2: 31. August
Folge 3: 14. September
Folge 4: 21. September
Folge 5: 28. September
Folge 6: 05. Oktober