Z Nation Staffel 1 Zusammenfassung

Z Nation Staffel 1Überleben in der Zombieapocalypse

Z Nation – Zombies sind seit einigen Jahren wieder angesagt. Nicht zuletzt durch “The Walking Dead” haben die Untoten auch den Sprung auf die Bildschirme zuhause geschafft. Das berühmt-berüchtigte Produktionsstudio The Asylum schickt seine eigene Zombieserie ins Rennen um die Gunst der TV- und Streaming-Zuschauer. Wer hier allerdings einen billigen Abklatsch des Klassenprimus vermutet, irrt.

Was “Z Nation” zunächst mit “The Walking Dead” gemein hat, ist die Ausgangssituation: Ein Zombievirus macht aus Tote Untote und verbreitet sich rasend schnell. Die Handlung der Serie setzt wenige Jahre nach dem Ausbruch ein, als in einem Gefängnis ein experimenteller Impfstoff an Gefangenen getestet wird. Einer dieser Gefangenen ist Murphy, der nach der Verabreichung von eindringenden Zombies angeknabbert wird – und die ganze Sache tatsächlich überlebt. Murphys Überleben wird somit entscheidend für das Überleben der übrigen Menschheit – in seinem Blut ist schließlich der letzte Rest vom Impfstoff.

Einige Zeit später findet sich auch die Gruppe zusammen, dessen Abenteuer die Serie begleitet. Murphy wird mittlerweile von Soldaten, in erster Linie Lt. Hammond, begleitet, die ihn in ein Forschungslabor in Kalifornien verfrachten wollen – sie selbst befinden sich unweit von New York. Sie treffen auf die Gruppe um Charles Garnett, deren Camp kurz darauf von Zombies überrannt wird. Auf einer Zwischenstation stoßen noch 10.000 und Cassandra zur Gruppe. Doch es gibt auch Verluste und Garnett hat nun den unkooperativen Murphy an der Backe. Dennoch beschließen sie, ihn nach Kalifornien zu schaffen. Unerwartete Unterstützung erhalten sie dabei von Citizen Z – ein Soldat, der einsam in einer Überwachungsstation der NSA in Alaska hockt und alles beobachtet.

Z Nation – Zombiespaß statt Zombiedramatik

“Z Nation” ist keine ernste Serie, der Spaß steht hier eindeutig im Vordergrund (auch wenn es den ein oder anderen ernsthaften Moment gibt, diese sind allerdings in der Minderheit). Da ist dann auch keine Idee zu absurd, um nicht in eine Folge Eingang zu finden. Ein Zombiebaby, ein Zombietornado (Sharknado lässt grüßen), Amish Zombies, radioaktiv verstrahlte Zombies, eine Zombiestampede und Zombies auf Viagra oder Speed. Dazu noch jede Menge Zombiekills, die zum Wegschmeißen komisch sind. Hier fährt die Serie jede Menge Kreativität auf. In den Mix eingeworfen wird dann die unweigerlichen Komponenten, die in diesen Szenarien nicht fehlen dürfen: religiöser Fanatismus, Kannibalismus, Sex, Drugs and Rock’n’Roll.

So schafft es tatsächlich jede der 13 Episoden, mit neuen Absurditäten zu punkten, ohne die Reise der Helden zu vernachlässigen. Dass die Serie sich selbst nicht allzu ernst nimmt, wird sehr schnell deutlich. Auf einige konstruierte Zufälle wird so deutlich hingewiesen, dass man hier nur von Selbstironie sprechen kann. Auch gewisse Running Gags machen das ziemlich deutlich. Dass darüber hinaus so manche Logiklücke aufklafft, liegt zum einen in der Natur des Genres, zum anderen an kleinen Unsauberkeiten der Drehbuchschreiber, die vor allem das Tempo der Serie hochhalten wollen.

Hinzu kommen so viele Anspielungen, die nicht nur das Zombiegenre selbst oder den ernsten, vermeintlich großen Bruder “The Walking Dead” betreffen, sondern auf eine Vielzahl popkultureller oder historischer und politischer Dinge abzielen, dass “Z Nation” durchaus als waschechte Satire durchgeht. Gerade hier verliert leider die deutsche Synchronisation etwas und auch Anspielungen auf US-Politik oder US-Wahrzeichen werden für den Standard-Europäer nicht immer deutlich, aber die Abstriche sind vergleichsweise klein.

Unvermeidlich ist sicherlich auch ein gewisser Splatterfaktor. Dabei ist “Z Nation” aber nicht so übertrieben, wie man vermuten könnte. Ja, es gibt jede Menge Zombies – und hier hat die Make-Up-Abteilung ordentliche Arbeit geleistet – und ja, es gibt jede Menge Tötungen – und auch hier hat die SFX solide Arbeit geleistet, das sieht ordentlich aus -, aber die Serie ist sicherlich sehr weit davon entfernt, Gewaltorgien zu feiern. Die Personen und Sprüche stehen dann doch im Vordergrund.

Eine Heldenreise

Der grundsätzliche Plot ähnelt letztlich dem einer üblichen Heldenreise. Dabei vollzieht Murphy als eigentlicher Hauptcharakter in mehrfacher Hinsicht die deutlichste Entwicklung. Der relativ unbekannte Keith Allan verkörpert dabei den anfangs feigen, arschigen Murphy auf eine überraschend grandiose Weise. Überhaupt nutzen die Serienmacher geschickt die vorhandenen darstellerischen Qualitäten ihres Casts aus, um die Schwachpunkte, die einige Darsteller unweigerlich mitbringen, abzumildern. Allans Leistung ist dabei durchaus hervorzuheben.

Einem breiteren Publikum bekannt sind allenfalls zwei Darsteller. Harold Perrineau (“Lost”, “28 Weeks Later“) mimt Lt. Hammond, der seinen großen Auftritt (und Abgang) in der Pilotfolge hat, und der unverkennbare DJ Qualls (“The Core”, “Road Trip”) als Citizen Z, der zugleich auch als Erzähler innerhalb der Serie fungiert, und später auch eine Folge ganz für sich spendiert bekommt. Qualls wird zur Begleitstimme auf der Reise und spielt seine One-Man-Show freudig aus.

Z Nation Schauspieler

Die weiteren Darsteller sind hierzulande allenfalls aus kleineren Fernsehproduktionen oder Gastauftritten in diversen Serien bekannt. Garnett wird von Tom Everett Scott (“Southland”) gespielt. Er besitzt ausreichend Charisma, um den Anführer der Gruppe glaubhaft zu geben, und genug komödiantisches Talent, um die dümmsten Sprüche mit ernstem Gesicht rauszuhauen. Ganz ähnlich zu Kellita Smith, die Roberta Warren darstellt, die Vize der Gruppe, wenn man so möchte.

Anastasia Baranova hat mal als Model angefangen und greift mit “Z Nation” nach Schauspielmeriten. Sie verkörpert Addy, Typ toughe Kriegerin mit kleinen seelischen Ungereimtheiten. Und Baranova hat nicht nur das passende Aussehen dafür, sondern offenbar auch genug Talent, um den Charakter rüberzubringen. Sie ordnet sich damit leicht über den übrigen Cast – Michael Welch als Mack, Russel Hodgkinson als Doc, Pisay Pao als Cassandra und Nat Zang als 10.000 – ein. Wobei ganz klar gesagt werden muss, dass jede einzelne Figur mindestens eine eigene Episode oder reichlich Momente über mehrere Episoden spendiert bekommt, damit der Zuschauer sie besser kennen lernt.

“Z Nation” spielt damit natürlich auch mit einer gewissen Erwartungshaltung bei den Zuschauern. So wie die Gruppe manchmal getrennt wird und dank grandiosem Zufall wieder zusammenfindet, steht auch zu erwarten, dass nicht jeder aus der Gruppe überleben wird. Und das tut auch nicht jeder. Doch wer den Löffel abgibt und wie, kommt dann schon manchmal als Überraschung daher.

Fazit

“Z Nation” ist mehr eine Spaßserie, der man auch genau das ansieht. Und man sieht ihr auch an, dass alle Mitwirkenden Spaß bei der Entwicklung und Entstehung dieser Serie hatten. Sie strotzt vor absurden Ideen, Anspielungen und One-Linern, aber man kann als Zuschauer jede Menge Spaß mit der Serie haben. Einen richtigen, ernsthaften Vergleich zu “The Walking Dead” zu ziehen, ist eher unangebracht. “Z Nation” besitzt seine ganz eigene Daseinsberechtigung, wobei Seitenhiebe auf den Klassenprimus natürlich nicht fehlen. Trotz des ganzen Quatsches, den “Z Nation” zelebriert, ist die erste Staffel auf ihre Weise kreativer als es seinerzeit die erste Staffel von “The Walking Dead” war – wenn man an dieser Stelle nun doch einen kleinen sticheligen Vergleich ziehen will. Mit “Z Nation” ist The Asylum ein interessanter, spaßiger Beitrag zum Zombiegenre gelungen.

Die Serie wird unzweifelhaft nicht jedem gefallen. Ob der eigene Humor getroffen wird, sollte aber auf alle Fälle mal ausprobiert werden.

Z Nation Staffel 1 Episode 13 – Der Doktor des Todes – Doctor of the Dead

Z Nation Staffel 1 Der Doktor des Todes - Doctor of the DeadDie 13. Folge bildet das Finale der ersten Staffel von “Z Nation”. “Doctor of the Dead” bzw. “Der Doktor des Todes” lautet der Titel der letzten Folge der ersten Staffel. Mit dieser Episode haben sich die Macher von “Z Nation” fast schon selbst übertroffen. Vor allem der Cliffhanger macht Lust auf noch mehr “Z Nation”. SyFy hat mit “Z Nation” eindrucksvoll bewiesen, dass sie weitaus mehr drauf haben, als Haie durch die Gegend fliegen zu lassen. Mit “Z Nation” ist tatsächlich eine Serie gelungen, die durchaus mit “The Walking Dead” mithalten kann. Auch – oder gerade deswegen – weil sich beide Serien zwar mit Zombies beschäftigen, jedoch unterschiedliche Vorgehensweisen verfolgen.

“Z Nation” beantwortet offene Fragen

Zu Beginn ein Rückblick. New York City, vier Jahre vor der Epidemie. Hurrikan Sandy wütet gerade. Ein Arzt beginnt währenddessen Proben von Drogensüchtigen zu sammeln. In weiteren Einstellungen erkennt der Zuseher, dass der Arzt auch Proben aus der kasachischen Chemiewaffenfabrik, im afrikanischen Ebola-Camp sowie in Haiti, nach dem Erdbeben, sammelt. Es handelt sich dabei um Gehirne von kranken Personen. Es steht fest: Dr. Walter Kurian ist der Auslöser der Apokalypse.

“Z Nation” kehrt wieder in die Gegenwart zurück. Citizen Z erteilt die Order, dass die Gruppe doch nicht nach Kalifornien soll. Murphy und die anderen Überlebenden sollen nach Colorado, besser gesagt in den Fort Collins-Stützpunkt, der 150 Meilen entfernt liegt. Dort wartet Dr. Merch auf Murphy.

Doch niemand weiß, dass sich im Labor niemand mehr befindet. Nur mutierte Untote, die selbst Murphy nicht unter Kontrolle bringen kann. Enge Räume, schnelle Zombies – wer “World War Z” gesehen hat, wird unweigerlich an das Filmende des Blockbusters denken müssen. Der einzige Unterschied? “Z Nation” hat nichts für “Happy Ends” über…
Murphy, 10K, Doc, Roberta und Cassandra finden “Patient Null”.

Doch in der Zwischenzeit steht auch immer wieder Cassandra im Mittelpunkt. Die Beinverletzung sorgt dafür, dass es ihr immer schlechter geht. Auch wenn die Gruppe in der letzten Episode zahlreiche Medikamente aus dem Labor mitnehmen konnte, haben sie kein Antibiotikum, das der verletzten Cassandra helfen könnte.

Ein perfekter Cliffhanger beendet die erste Staffel

“Patient Null” warnt Murphy vor Dr. Kurian. Die Zuseher und auch die Überlebenden werden Zeuge der Vorgeschichte des “Patienten Null”. Videoaufzeichnungen bringen einen Aufschluss darüber, was in den letzten Wochen und Monaten geschehen ist. Der Arzt will hingegen Murphy mitnehmen. Koste es, was es wolle. Mit zwei bewaffneten Männern möchte er Murphy zwingen; jener weigert sich jedoch. Cassandra attackiert die Assistenten. Der Zuseher muss feststellen, dass die verletzte Cassandra kein Mensch mehr ist – aber auch noch kein Zombie.

Murphy kann fliehen; Dr. Kurian folgt ihm. In weiterer Folge entsteht eine Kettenreaktion. Da die Dekontamination fehlt, wird automatisch der Atomwaffenabschuss auf die Einrichtung ausgelöst. 10K, Roberta und Doc entkommen; Doc ist jedoch schwer verletzt. Doch was die Gruppe noch nicht weiß: Atomraketen, aus aller Welt, wurden gestartet. Sie fliegen unterschiedliche Ziele an. Unter anderem auch den arktischen NSA-Stützpunkt, in dem sich Citizen Z befindet.

Es droht die totale nukleare Zerstörung.

Die erste Staffel endet mit Bildern fliegender Atomraketen.

Wie geht es weiter?

Die 13. Episode endet nicht nur mit einem wunderbaren Cliffhanger, sondern präsentiert auch einige Antworten auf offene Fragen, die sich in den letzten Folgen gestellt haben. So scheint es, als wäre der Virus tatsächlich durch Menschenhand geschaffen worden. Besser gesagt: Dr. Walter Kurian war es, der mit der Schaffung des Virus die Epidemie auslöste. Dr. Merch, die Folgen zuvor noch verdächtigt wurde, etwas mit der Schaffung des Virus zu tun zu haben, war hingegen auf der Suche nach einem Gegenmittel. Jedoch bleibt die Verbindung zwischen Dr. Merch und Dr. Kurian weiterhin offen. Auch die Frage, wie es in weiterer Folge weitergehen wird, bleibt ungeklärt. Vor allem Citizen Z schwebt in Lebensgefahr. Sollte die Atomrakete den Stützpunkt treffen, wird er diesen Angriff nicht überleben. Fragen, die sich die Zuseher stellen müssen, sind etwa jene, ob Murphy tot ist? Und was passierte mit Cassandra? Und wird Doc überleben?

“Z Nation” hat mit der 13. Episode ein wahres Feuerwerk geschaffen, das den perfekten Abschluss der ersten Staffel gebildet hat.

Z Nation Staffel 1 Episode 12 – Unter Drogen – Murphy’s Law

Z Nation Staffel 1 Unter Drogen - Murphy's LawDie vorletzte Folge, die zwölfte Episode der ersten “Z Nation”-Staffel”, lautet “Murphy’s Law”. Der englische Titel verrät, dass auch hier wieder Murphy im Mittelpunkt des Geschehens stehen wird. Der deutsche Titel lautet hingegen “Unter Drogen”. Beide Titel verraten – auf ihre Art und Weise – was den Zuseher in der vorletzten Folge erwarten wird.

Zombies auf Drogen? SyFy macht es möglich

Die Gruppe der Überlebenden wurde ein weiteres Mal reduziert. Auch diesmal handelt es sich um Mack und Addy, welche die Gruppe verlassen haben. Während Addy bei den Sisters of Mercy blieb, versucht Meck sie aus den Fängen der Sekte zu befreien. Die Gruppe macht sich jedoch auf den Weg nach Kalifornien, damit Murphy endlich in das medizinische Labor gebracht werden kann. Die Gruppe wird von einer Straßenblockade aufgehalten; doch es kommt noch schlimmer. Denn Roberta, Doc, Cassandra und 10K werden beinahe von den Zombies überrannt, während Murphy seelenruhig am naheliegenden Golfplatz sein Handicap – natürlich im Beisein der Untoten – verbessern möchte. Drei Fremde – Janice, Henry und dessen Bruder Brett Zimmerman – können den Überlebenden jedoch helfen und retten sie vor den Untoten. Doch der Friede hält nicht lange an. Die drei Fremden bemerken, dass Murphy die “Gabe” besitzt, unter den Toten zu wandeln, da sie ihn nicht angreifen. Sie entführen ihn, damit sie ihn für ihre persönlichen Zwecke missbrauchen können. Mit Murphys erzwungener Hilfe möchten die drei Fremden nämlich das Medizinlager betreten. Das einzige Problem besteht jedoch darin, dass das Lager voll mit Untoten ist – und diese sind, ganz nach “Z Nation”-Manier, auf Drogen. Zombies auf Meth? Bei SyFy ist einfach alles möglich. Vor allem die Statisten haben hier eine großartige Arbeit geleistet. Es ist mit Sicherheit nicht leicht, einen Untoten zu spielen. Ein Zombie, der jedoch auf Meth ist, erschwert die Sache mit Sicherheit ungemein. Der Zuseher wird jedoch begeistert sein; drogenabhängige Zombies sieht man nicht alle Tage auf dem Bildschirm.

“Murphys Gesetz”

Es sind auch Murphys ironische Sprüche, die der Folge abermals viel Humor verleihen. Doch Murphy brilliert nicht nur auf Grund seines Humors, sondern auch deshalb, weil er ein Experiment durchführt, das die Zuseher erahnen lässt, wie es um ihn steht. Er spuckt in Janices Wasserflasche und kann wenig später bereits ihren Verstand steuern. Das passiert am Ende auch mit Brett und Henry Zimmerman. Der Zuseher erfährt auch, dass Murphy zwar die Untoten kontrollieren kann, jedoch die Kontrollfunktion verschlechtert ist, wenn die Zombies auf Drogen sind. Ein recht unterhaltsamer Faktor, der abermals bestätigt, dass “Z Nation” wirklich kein Thema auslässt.

Eine neue Theorie entsteht

Doch was ist mit dem Rest der Überlebenden? Roberta und die Gruppe der Überlebenden sind natürlich den drei Fremden und Murphy auf der Spur. Unterstützt werden sie von Citizen Z. Vielleicht ist es eine offene Frage, die nicht beantwortet wird, mitunter auch ein “Logikfehler”. Doch die Kameras, die von Citizen Z immer wieder angezapft werden, scheinen von Geisterhand Strom zu erhalten. Gut, darüber kann man hinwegsehen. Citizen Z rückt in der zwölften Episode auch wieder etwas mehr in den Vordergrund. So begibt er sich auf die Suche nach Dr. Merch, einer Ärztin, die Murphy den Impfstoff verabreichte. Ist es gar Dr. Merch, die sogar die Schuld an der Entstehung der Apokalypse trägt? “Z Nation” begibt sich mit dieser Theorie auf einen neuen Weg. Schlussendlich ist die Frage, warum die Menschen zu Zombies wurden, bislang nicht geklärt worden. Verschiedene Theorien wurden bereits erstellt, doch die Tatsache, dass wohl Dr. Merch die Auslöserin der Apokalypse sei, scheint völlig neu zu sein.

“Z Nation” präsentiert mit dem Ende der zwölften Folge ein “Happy End”. Die Gruppe kann fliehen und macht sich weiter auf den Weg nach Kalifornien.

“Z Nation” öffnet mit der zwölften Episode neue Türe und Wege

Die zwölfte Episode zählt mit Sicherheit zu den besseren “Z Nation”-Folgen der ersten Staffel. Zudem nimmt “Z Nation” auch eine interessante Form an. Vor allem Murphy, der zu Beginn noch als Heilmittel galt und sich der Zuseher lediglich die Frage stellte, wann er zum Zombie mutiert, hat eine enorme Wandlung erlebt. Schlussendlich galt er für mehrere Episoden als Anführer der Toten; in der zwölften Episode beweist er jedoch, dass er auch Menschen mit seinem Verstand steuern kann. Auch die neue Handlung – rund um Dr. Merch – öffnet neue Türe und Wege.

Z Nation Staffel 1 Episode 11 – Die Schwestern der Barmherzigkeit – Sisters of Mercy

Z Nation Staffel 1 Die Schwestern der Barmherzigkeit - Sisters of Mercy“Die Schwestern der Barmherzigkeit” lautet der deutsche Titel der elften “Z Nation”-Folge. Mit “Sisters of Mercy” (so im Original) kehren Addy und Mack wieder zu der Gruppe der Überlebenden zurück. Jedoch nur, weil Citizen Z ordentlich mithilft, die Gruppe wieder zusammenzuführen. Die elfte Episode ist jedoch nicht nur von der Gruppenzusammenführung geprägt, sondern von einem Highlight, das “Z Nation” derart außergewöhnlich macht. Was die Zuseher hier auf dem Bildschirm sehen, werden sie wohl bei “The Walking Dead” (oder anderen Zombie-Filmen) niemals zu Gesicht bekommen.

Citizen Z führt die Gruppe der Überlebenden zusammen

Citizen Z bekommt für die Gruppe zum ersten Mal ein Gesicht. Durch einen Bildschirm ist es den Überlebenden möglich, dass sie ihre “Durchsage” auch einmal sehen können. Natürlich freut sich nicht nur die Gruppe der Überlebenden über den Kontakt mit Citizen Z; auch die Zuseher freuen sich, dass Addy und Mack wieder ein Teil der Gruppe sind. Denn das garantiert, dass weitere “Einzelepisoden”, wie etwa die neunte Folge von “Z Nation”, der Vergangenheit angehören. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass einer der beiden – recht schwachen – Charaktere, nicht doch noch in den Episodenmittelpunkt rücken kann. Und so geschieht es auch in der elften Episode. Jene handelt nämlich von Addy. Dabei thematisiert “Die Schwestern der Barmherzigkeit” vorwiegend das psychische Problem Addys. Wobei ein klarer Vorteil zur neunten Episode besteht – dieses Mal wirkt alles anders, besser organisiert und eindeutig besser gespielt. Wohl auch deshalb, weil – im Gegensatz zur neunten Episode – die elfte Folge eine Handlung aufweist, die sehr wohl überzeugt und auch zum Nachdenken anregt.

Die Geschlechtertrennung findet auch in “Z Nation” ihren Platz

Die Überlebenden befinden sich in Utah. Dort treffen sie einen Jungen, der am Straßenrand sitzt. Er führt sie zu einem abgelegenen Ort, der die Überlebenden sofort an eine Oase erinnert. Helen ist die Anführerin der Sisters of Mercy. Jene Frauen sind die Bewohner der Oase. Und die Damen haben auch eine Regel, die sie strikt einhalten: Männer sind an diesem Ort nicht erlaubt. So trennt sich die Gruppe ein weiteres Mal. Während die Frauen die Oase betreten, müssen die Männer warten. Soviel zum Thema Gleichberechtigung. Die überlebenden Männer campieren vor dem Tor der Oase, wobei Murphy in der Zwischenzeit einen außerordentlich netten Frauenbesuch empfängt. Doch während vor den Toren der Oase alles friedlich scheint, ist im Inneren des Ortes nichts ruhig. Doc beobachtet, dass die Sisters of Mercy einen Mann gefangen halten. Jener wird, als Strafe dafür, dass er seine Frau verletzte, an einem Zombie-Bär verfüttert. Doch der Zuseher (und auch die vor dem Tor campierenden Männer) wissen, dass der Zombie-Bär nicht tatsächlich das größte Problem darstellt. Vielmehr hat Helen begonnen, Addy zu begeistern. Sie manipuliert die psychisch labile Addy derart, dass sie sogar mit dem Gedanken spielt die Gruppe zu verlassen und sich den Sisters of Mercy anzuschließen.

“Z Nation” befasst sich wieder mit den Themen Religion und Sekte

Cassandra und Roberta haben die Gefahr jedoch fast zu spät erkannt. So tötet Addy etwa den gefangenen Biker auf Helens Befehl. Tatsächlich ist Addy der Manipulation derart verfallen, dass sie am Ende der Episode bei den Sisters of Mercy bleibt. Selbst Mack, mit dem sie noch ein letztes Gespräch führt, kann sie dahingehend nicht umstimmen. Doch auch wenn Addy bei den Sisters of Mercy bleibt, wird sie wohl nicht aus dem “Z Nation”-Universum ausscheiden. Denn während alle anderen der Überlebenden den Rückzug antreten und sich weiter nach Kalifornien machen, damit Murphy in das medizinische Labor kommt, springt Mack aus dem Wagen. Er hat nur eine Aufgabe vor Augen: Addy das Leben retten. Dass jene Frau, die mit Murphy das Vergnügen hatte, natürlich schwanger ist, ist das sogenannte i-Tüpfelchen. Keine Sorge, “Z Nation” wird mit Sicherheit wieder an diesen Ort zurückkehren.

Das Staffel-Finale rückt näher …

Die elfte Episode von “Z Nation” befasst sich abermals mit der Thematik von Religion und Sekten. So sind die Macher von “Z Nation” sicher, dass in derartigen Zeiten auch Personen wie Helen die Möglichkeit haben, mittels einfacher Logik (die Frau ist gut, der Mann ist böse) derart zu manipulieren, dass man Menschen tief in seinen Bann zieht.

Z Nation Staffel 1 Episode 10 – Atomic Zombie – Going Nuclear

Z Nation Staffel 1 Atomic Zombie - Going NuclearDie zehnte Episode der ersten “Z Nation”-Staffel lautet “” bzw. wurde der Serientitel in der deutschen Fassung mit “Atomic Zombie” versehen. Nachdem die Macher von “Z Nation” mit der neunten Episode bewiesen, nicht fehlerfrei zu sein, kehrte man jedoch bei “Going Nuclear” zur alten Stärke zurück. “Z Nation” befasst sich in der zehnten Folge mit Murphy und der Gruppe der Überlebenden. Dabei wird vor allem wieder der Kern der Serie in den Vordergrund gestellt. Denn einmal mehr wird die Reise nach Kalifornien zum Mittelpunkt. Und “Z Nation” befasst sich auch mit dem Thema, was mit Atomkraftwerken passiert, wenn eine Apokalypse über das Land zieht…

Die drohende Kernschmelze und nuklear verstrahlte Untote

Die Gruppe der Überlebenden ist in South Dakota angekommen. Da der Wagen endgültig seine Dienste versagt hat, sind sie nun zu Fuß unterwegs. Sie schlagen sich durch die dichten Wälder durch, bis sie nach Black Hills, einer Kleinstadt, kommen. Die Bewohner freuen sich über die Ankömmlinge. Liegt wohl auch daran, dass Wilbur Grady und Amelia, seine Tochter, Angst vor der Kernschmelze im örtlich befindlichen Atomkraftwerk haben und Hilfe benötigen, damit jenes Szenario verhindert werden kann. Plötzlich kehrt “Z Nation” wieder auf alte Pfade zurück und befasst sich abermals mit einer Thematik, die bislang kaum aufgegriffen wurde. Was passiert nämlich mit Atomkraftwerken oder etwaigen Chemiefabriken, wenn eine derartige Katastrophe ausbricht? Endet die Menschheit gar nicht auf Grund der Epidemie durch Zombies, sondern weil die gefährlichen Atomwerke in die Luft gehen?

Die zehnte Episode ist Balsam für die Seele der “Z Nation”-Fans

Es droht eine Explosion, die mit Gewissheit die nächsten 300 Meilen vernichten würde. Es gibt jedoch keine Fahrzeuge, die zur Flucht genützt werden können, sodass ein schnelles “Davonlaufen” keine Option darstellt. So entscheidet sich die Gruppe den beiden Überlebenden zu helfen und das Atomkraftwerk zu retten. Natürlich spricht sich Murphy gegen dieses Vorhaben aus. Wie auch schon in den letzten Episoden, wird Murphy immer mürrischer. Es ist vor allem sein Sinn für schwarzen Humor, der dafür sorgt, dass “Z Nation” auch punkto humoristische Einlagen punkten kann. Natürlich kommt es, wie es – was nicht anders bei “Z Nation” erwartet wird – kommen muss. Beim ersten Rettungsversuch stirbt Wilbur Grady. Doch die Gruppe hat Glück im Unglück. Sie entdecken mit Homer einen weiteren Überlebenden, der sich in den Wäldern versteckt hat. Er soll der Gruppe helfen, das Atomkraftwerk zu retten. Am Ende der Episode gelingt den Überlebenden auch dieses Vorhaben. Vor allem überzeugt “Z Nation” mit den nuklear strahlenden Untoten und begibt sich auf Pfade, die nur selten zuvor betreten wurden. Auch die Special Effects sind wieder großartig; jene Folge lässt den Lückenfüller (Episode 9) schnell vergessen.

Glück im Unglück

Und abermals bietet “Z Nation” eine Überraschung. Denn während die Überlebenden ihren letzten Versuch starten, dass das Atomkraftwerk doch noch gerettet werden kann, wird Murphy (gemeinsam mit Amelia) in ein Flugzeug gesetzt. So soll, wenn das Vorhaben scheitert, zumindest Murphy mit Amelia entkommen. Die Angst, dass nun ein dritter Handlungsstrang eingebaut wird, der – neben Mack und Addy – nun Murphy und Amelia in den Vordergrund stellt und immer mehr Parallelen zum Stil von “The Walking Dead” gezogen werden können, bleibt unbegründet. Das Flugzeug stürzt nämlich ab. Bahnt sich die Katastrophe an, sodass Murphy, die einzige Chance auf ein Gegenmittel, tot ist? Nein. Murphy überlebt beinahe unverletzt; Amelia hat den Absturz jedoch nicht überlebt und verwandelt sich in eine Untote.

Die Reise geht weiter

Murphy kehrt zur Gruppe zurück und kann am Ende sogar verhindern, dass Roberta die mutierte Amelia tötet. Während Citizen Z in den anderen Episoden noch eine tragende Rolle gespielt hat, ist er in der zehnten Episode nur selten zu sehen und trägt auch nichts zur Handlung bei. Es scheint, als würden die Macher von “Z Nation” den Zusehern eine Citizen Z-Pause verschaffen. Am Ende der zehnten Episode sind wohl die Fans glücklich darüber, dass “Z Nation” wieder seine alten Wurzeln gefunden hat und die neunte Episode tatsächlich nur ein Ausrutscher war.

Z Nation Staffel 1 Episode 9 – Raetselhafte Albtraeume – Die Zombie Die … Again

Z Nation Staffel 1 Raetselhafte Albtraeume - Die Zombie Die ... AgainRaetselhafte Albtraeume – “Die Zombie Die… Again” lautet die neunte Folge der ersten “Z Nation”-Staffel. In der deutschen Fassung wurde die neunte Episode “” genannt. Und abermals haben die Macher ein Tribut an längst vergangene Filme geschaffen. Diesmal ist der Bill Murray-Klassiker “… und täglich grüßt das Murmeltier” an der Reihe. Wer jedoch auch genauer hinsieht, erkennt auch Parallelen zu “Inception”. Was eigentlich spannend klingt, ist jedoch misslungen. Die neunte Folge der ersten “Z Nation”-Staffel zählt wohl zu den schwächsten Episoden. Doch das ist verschmerzbar. Bislang hat die Zombie-Serie von SyFy auf der ganzen Linie überzeugt. Ein kleiner Ausrutscher kann die Fangemeinde hier nicht erschüttern. Wobei sich natürlich einige Fans am Ende der Folge die Frage gestellt haben, warum sie sich diese Episode überhaupt angesehen haben. Es gibt weder Action, noch Spannung oder einen direkten Handlungsstrang zum weiteren Geschehen oder der Vergangenheit. “Die Zombie Die… Again” bzw. “Rätselhafte Alpträume” bleibt tatsächlich eine rätselhafte Episode, die alles andere als gelungen ist.

Mack und Addy im Mittelpunkt des Geschehens

Die neunte Episode befasst sich mit Mack und Addy. Jene wurden von der Gruppe Überlebender getrennt. Dass die Macher von “Z Nation” hier versuchen, ein ähnliches Stilmittel zu finden, was bei “The Walking Dead” zum großen Erfolg führte, ging jedoch ordentlich daneben. Bei “The Walking Dead” ist es bereits zur Normalität geworden, dass jede Folge einen anderen Charakter und dessen Handlung erzählt. Bei “Z Nation” versucht man jene Art in dieser Folge auch, jedoch scheiterten die Macher an der Umsetzung. Ein Grund, warum die neunte Episode alles andere als ein Aushängeschild der – bis jetzt doch – sehr passablen Zombie-Serie ist.

Auch Bill Murray hätte die neunte Episode nicht retten können

Zu Beginn der Episode sind Addy und Mack mit ihrem Motorrad unterwegs. Sie befinden sich in Utah und begeben sich in Richtung Westen. Schlussendlich möchten sie wieder die Gruppe der Überlebenden finden. Nachdem sie eine Pause an einem Fluss gemacht haben, fahren sie zu einer Fabrik. Dabei versuchen die Macher von “Z Nation” auf tiefsinnige Gespräche zu setzen. Natürlich gibt es hier wieder die Frage, wie es weitergehen soll. Gespräche, die schon geführt wurden, jedoch frei von Antworten bleiben. Während jene Dialoge zu Beginn von “Z Nation” noch für Spannung und Tiefgang sorgten, wirken sie zwischen Addy und Mack unangebracht. Noch dazu wird Mack von immer denselben Träumen geplagt. Er verlässt das Fabrikgelände und macht sich auf der Suche nach Addy. Doch jeder Traum endet damit, dass er von einem Zombie getötet wird. Jedoch in unterschiedliche Art und Weise. Das mag den Zuseher zwar zu Beginn erheitern, wird jedoch mit der Zeit langweilig. Mack ist kein Bill Murray und “Z Nation” kein Remake von “… und täglich grüßt das Murmeltier”.

Ein klassischer Lückenfüller

Doch auch wenn die neunte Episode nicht mit Glanz punktet, präsentiert sie am Ende wieder eine Überraschung für die Zuseher. Denn Addy und Mack haben den Rastplatz am Fluss nie verlassen. Addy hat die gesamte Episode nur geträumt. Der einzige Pluspunkt der Episode ist, dass jene Überraschung einfach nicht vorhergesehen werden konnte. Die Frage, die sich jedoch der Zuseher stellen muss, ist jene, ob die neunte Episode tatsächlich notwendig war. Vielmehr erinnert “Rätselhafte Alpträume” an einen Lückenfüller. Ganz so, als würde man bereits Probleme mit der Story und dem Fortgang der Staffel haben und versuchen, mit derartigen “Geschichten” die Staffel künstlich in die Länge zu ziehen.

Neunte Folge abhaken und auf die zehnte Episode hoffen

Addy und Mack stehen im Mittelpunkt der neunten Episode, wobei ehrlich gesagt werden muss, dass die Charaktere eindeutig versagt haben. Neben einer relativ langatmigen Story, hat auch die Überraschung am Ende der Episode dafür gesorgt, dass der Zuseher unsicher ist, wofür er sich die neunte Episode angesehen hat. Man kann für die Zuseher und die Fangemeinde nur hoffen, dass den beiden Protagonisten keine weitere Folge mehr gewidmet wird und die Gruppe bald wieder zusammenfindet. Der Versuch, vielleicht eine Nebenhandlung aufzubauen, die auch interessant ist, scheiterte kläglich.

Z Nation Staffel 1 Episode 8 – Zombiewelle – Zunami

Z Nation Staffel 1 Zombiewelle - Zunami“Zunami” lautet der Titel der achten Folge von “Z Nation”. Mit “Zombiewelle” geht die deutsche Übersetzung schon mehr in die Tiefe. Denn in der achten Episode der ersten “Z Nation”-Staffel tritt ein, was bereits eine Folge zuvor erwähnt wurde: Tsunami-Gefahr! Jetzt werden sich die “Z Nation”-Fans geballte Action und Spannung vom Anfang bis zum Schluss erwarten. Jedoch ist die achte Episode alles andere als ein actiongeladenes Highlight. Im Gegenteil. In “Zunami” bzw. “Zombiewelle” stehen die psychischen Sichtweisen der Seriendarsteller an erster Stelle. “Z Nation” taucht in die Tiefe und beginnt die Charaktereigenschaften, die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Ängste und auch Sorgen der Protagonisten an die erste Stelle zu rücken. Eine neue, noch nie bei “Z Nation” vorgekommene, Entwicklung, die dafür sorgt, dass die Zombie-Serie nicht nur für brachiale Slasher-Elemente gut ist, sondern durchaus auch mit fesselnden Dialogen und beklemmenden wie rührenden Szenen punkten kann.

Wenn russische Kosmonauten neben NSA-Stützpunkten landen…

Die achte Episode weist eine zweigeteilte Handlung auf. Einerseits erzählt die Folge von Citizen Z, der weiterhin in der Arktis sitzt. Andererseits wird auch die Gruppe der Überlebenden begleitet, die inmitten von Nebraska gegen einen “Zombie-Tsunami” bestehen muss.
Citizen Z’ einziger Freund ist ein Hund; seine einzige Hoffnung, die Überlebenden sicher nach Kalifornien zu führen, damit Murphy im medizinischen Labor endlich die Antwort auf ein Heilmittel bringt. Zu Beginn der Folge hört er einen Alarm; Augenblicke später sieht er nur noch verschwommen. Neben seiner Arktis-Station stürzt plötzlich eine Raumfahrtkapsel aus dem Himmel. Es handelt sich dabei um ein russisches Schiff der ISS. Ein Kosmonaut steigt aus der Kapsel. Plötzlich genießt Citizen Z wieder die Gesellschaft von einem Menschen. Doch “Z Nation” wäre nicht “Z Nation”, wenn nicht abermals der Zuseher auf eine falsche Fährte geschickt werden würde. So erfährt das Publikum vor den TV-Geräten erst zu späterer Zeit, dass in der Station eine Sauerstoff-Maschine ausgefallen ist und Citizen Z sich den Absturz der Raumkapsel sowie den Kosmonaut nur einbildet. Doch es ist dieser imaginäre Russe, der Citizen Z das Leben rettet. Genau jene Szene wurde derart stark in den Vordergrund gesetzt, dass sie zu den Highlights der Folge zählt. Vor allem als Citizen Z – gemeinsam mit dem Hund – am Rolltor steht, wird klar, dass er zwar sicher vor den Untoten, jedoch auch einsam und allein ist.

Super-Zombie

Die Überlebenden würden sich hingegen Einsamkeit wünschen. Sie befinden sich in Nebraska; seit drei Tagen gibt es weder Nahrung oder Wasser. Die Gruppe flüchtet in eine Kleinstadt. Dort bricht der Zombie-Tsunami – die riesige Herde Untoter – herein. Während sich die Gruppe in einem Leichenschauhaus versteckt, bleibt Murphy hingegen im Freien. Denn er durchlebt einen weiteren Wandlungsprozess. Dabei spielt der Körper keine Rolle; vielmehr ist es die geistige Wandlung. Inzwischen kann er bereits mit den Untoten kommunizieren. Er tötet sie nicht; sie greifen ihn nicht mehr an. Der Zuseher bekommt den Eindruck, als könne Murphy die Zombies lenken. Im Laufe der Episode wird der Zuseher auch das Gefühl nicht los, als könne Murphy tatsächlich der Anführer der Untoten werden. Doch die Frage bleibt offen, ob sich Murphy tatsächlich in einen Zombie verwandelt. Schlussendlich hat er im Kampf bereits einen Menschen gebissen, der sich jedoch nicht in einen Untoten verwandelt hat. Ist Murphy so etwas wie der Prophet, der die Zombies “führen” soll oder verwandelt er sich in eine Art “Super-Zombie”?

Eine außergewöhnliche Episode

“Zunami” bzw. “Zombiewelle” überzeugt weder mit Action, noch mit purem Horror oder außergewöhnlichen Special Effects. Die achte Episode punktet vielmehr in ihrer Charakterstudie, den zwischenmenschlichen Beziehungen und den Auswirkungen der Apokalypse. Vor allem als Citizen Z mit dem russischen Kosmonaut kommuniziert, bis er feststellt, dass alles nur eine Einbildung ist, zeigt, dass “Z Nation” auch eine andere Seite hat. Auch die Wandlung Murphys, der nicht nur körperlich, sondern auch psychisch bzw. geistig immer mehr “wie sie wird”, wurde perfekt dargestellt und beweist dem Zuseher, dass die Gruppe der Überleben nicht mehr lange Zeit hat, den ehemaligen Strafgefangenen nach Kalifornien zu bringen.

Z Nation Staffel 1 Episode 7 – Preisschiessen – Welcome to the Fu-Bar

Z Nation Staffel 1 Die Wiederauferstandenen - Resurrection ZPreisschiessen – Tja, wer hätte das gedacht: Charles Garnett (Tom Everett Scott) ist tot. “Z Nation” verbucht somit den ersten Serientod eines Hauptcharakters. Mit “Welcome to the Fu-Bar” (in der deutschen Ausstrahlung: “Preisschießen”) erinnert die siebte Episode der ersten Staffel von “Z Nation” an alte Western. Während man schon teilweise an “Resident Evil”, “The Walking Dead” oder auch an “Sharknado” erinnert wurde, kann sich der Zuseher zurücklehnen und ein paar Westernelemente aufnehmen. Und dass es nicht langweilig wird, berichtet Citizen Z (DJ Qualls) auch von einem Tsunami, der auf die Gruppe der Überlebenden zurast. Natürlich kein normaler Tsunami, sondern eine aus Untoten bestehende Herde, die durch Kansas zieht. Genau dort, wo unsere Gruppe der Überlebenden ist.

Mit Charles Garnett ist der erste Hauptcharakter aus “Z Nation” ausgeschieden

Citizen Z gilt bereits als “das Intro” von “Z Nation”. In seiner Eröffnungsrede zollt er Charles Garnett ein Tribut. Das Grundgerüst der siebten Episode bildet natürlich der Serientod von Garnett. Natürlich muss die Gruppe der Überlebenden von einer neuen starken Persönlichkeit angeführt werden. Und auch der Zuseher muss diesen Tod erst einmal verarbeiten. Wie würden sich die “The Walking Dead”-Fans fühlen, wenn Rick den Serientod stirbt? Wobei natürlich die Situation nicht 1 zu 1 verglichen werden kann. Garnett war für sechs Episoden der Hauptbestandteil von “Z Nation”; Rick hingegen ist seit sechs Staffeln die Nummer 1 im “The Walking Dead”-Universum. Dennoch – der Schock der “Z Nation”-Gemeinde war enorm. Doch die siebte Episode zeigt auch, dass niemand der Überlebenden in die Fußstapfen des Verstorbenen treten möchte. Vor allem Roberta (Kellita Smith) ist zu Beginn der Episode noch geschockt, kann den Tod kaum verkraften. Erst in einer Bar findet sie ihre alte Stärke wieder und nimmt den Kampf gegen die Untoten auf. Wohl auch, um dem Verstorbenen Tribut zu zollen und nicht kampflos aufzugeben. Schlussendlich wäre das nicht im Sinn von Garnett gewesen.

Ein Hauch von Western legt sich auf “Z Nation”

Die Gruppe befindet sich in Kansas. Es gibt weder Städte, noch Zombies. Es sieht ganz so aus, als würden die Überlebenden im “Nirgendwo” sein. Auf Grund der Tatsache, dass der Wagen aufgibt, muss sich die Gruppe trennen. Addy (Anastasia Baranova) und Mack (Michael Welch) fahren gemeinsam mit dem Motorrad, damit ein anderes Fahrzeug gefunden und besorgt werden kann. Mack macht hingegen kein Geheimnis daraus, dass er die Überlebenden verlassen möchte, damit er mit Abby ein komplett neues Leben beginnen kann.

Jeder, der schon mehr als drei Horrorfilme gesehen hat, wird wissen, dass eine Trennung nicht mit Erfolg gekrönt ist. Während Addy und Mack mit dem Motorrad nach links fahren, fährt – nachdem die Überlebenden den Wagen tatsächlich wieder zum Leben erweckt haben – die Gruppe nach rechts. Der Weg führt sie in eine “Westernstadt”.
Beinahe jeder ist bis auf die Zähne bewaffnet. Und zur großen Freude von 10K (Nathaniel Zang) findet auch noch ein Schießwettbewerb auf Zombies statt. Dass 10K den Wettbewerb gewinnt, liegt auf der Hand und ist keine große Überraschung für den Zuseher.

Roberta verbringt hingegen den Tag in einer dort aufgebauten Bar. Sie erinnert sich immer an Charles, kann dessen Tod nur schwer verkraften. Der Zuseher wird immer wieder mit Rückblicken konfrontiert, die einen scheinbaren Abschluss bilden und sich die Fangemeinde noch von “ihrem Anführer” verabschieden kann.

Wird Murphy zum Zombie?

Doch wie geht es Murphy (Keith Allen)? Er hat eingesehen, dass es nicht mehr lange dauert, bis er auch einer von den lebenden Toten wird, kämpft jedoch dagegen an. Dass es schlecht um ihn steht, erfährt der Zuseher auch, als im Kampf (als jemand die Wagenschlüssel stehen will) Murphy den Dieb beißt. Murphy bestreitet jedoch diese Tat gegenüber Doc (Russel Hodginson). Doch die Überraschung kommt erst. Denn als der Dieb im Rahmen eines Zombieangriffs erschossen wird, verwandelt sich jener nicht in einen Untoten. Mutiert Murphy also gar nicht zu einem Zombie?

In der siebten Episode überleben alle. Jedoch ist die Gruppe von Addy und Mack getrennt. Kommen sie wieder zusammen?

“Z Nation” sorgt für Abwechslung

Die Westernelemente haben eine nette Abwechslung gebracht; scheinbar möchte “Z Nation” immer wieder überraschen. Dass die Macher auch auf etwas Ironie gesetzt haben, sodass der Zuseher das Gefühl bekommt, dass die Überlebenden die “Westernstadt” selbst als übertrieben ansehen, erheitert die siebte Episode.

Z Nation Staffel 1 Episode 6 – Die Wiederauferstandenen – Resurrection Z

Z Nation Staffel 1 Die Wiederauferstandenen - Resurrection ZAuch wenn die sechste Episode der ersten “Z Nation”-Staffel recht ruhig beginnt, endet sie mit einem wahren Schock für die Zuseher. Denn zum ersten Mal stirbt einer der Hauptcharaktere den Serientod. Ein Beweis, dass in “Z Nation” niemand “unsterblich” ist. “Resurrection Z” (in der deutschen Version: “Die Wiederauferstandenen”) bildet das Gerüst einer neuen Entwicklung und zeigt, dass den Machern nichts heilig ist. Apropos heilig – die Themen Gott, Religion und Sekte stellen das Gerüst der sechsten Episode dar.

Ist es etwa eine Plage Gottes?

Citizen Z (DJ Qualls) philosophiert noch zu Beginn der sechsten Episode über mögliche Auslöser. Was sind die Gründe der Apokalypse? Kam der Virus aus den tiefen des Urwaldes oder war es das Militär selbst, das einen Virus gezüchtet und die Auswirkungen falsch eingeschätzt hat? Oder war es gar Gott persönlich, der die Erde “erneuern” wollte bzw. die Menschheit mit dieser Plage bestrafte? Die Grundlagen der sechsten Episode bilden die Fragen nach Gott und dessen Einfluss. Denn zum ersten Mal befasst sich “Z Nation” mit dem Thema Religion und mögliche Auswirkungen, wenn tatsächlich die Apokalypse eintritt und die Menschheit vor ihrem Ende steht. Natürlich gibt es auch in der sechsten Episode von “Z Nation” keine Antwort auf die Frage, warum die Menschheit von einer “Zombie-Plage” heimgesucht wird, jedoch einige Theorien, die der leidenschaftliche Zombie-Fan jedoch mit Sicherheit schon kennen wird.

Wenn Menschen die größere Gefahr als Zombies sind

Die Gruppe der Überlebenden bahnt sich weiter ihren Weg nach Kalifornien. Murphy (Keith Allen) soll so schnell wie möglich in ein medizinisches Labor; er gilt als Hoffnungsträger für ein Gegenmittel. Schlussendlich wurde Murphy von einem Zombie gebissen, hat sich jedoch nicht in einen Untoten verwandelt. Jedoch noch nicht. Die Gruppe bemerkt, dass es Murphy zunehmender schlechter geht. Es sieht so aus, als würde er lebendig verfaulen. Auf dem Weg nach Kalifornien kommt die Gruppe nach Provincetown, einer vom Militär gesicherten Stadt in Missouri. Dabei trifft Charles Garnett (Tom Everett Scott) auf einen alten Bekannten. Denn auf jenem Stützpunkt hat Major Williams die Führerrolle übernommen. Die Anlage wurde durch Zäune gesichert; Waffen sind im Inneren der Festung nicht erlaubt. Und genau diese Regel soll in weiterer Folge der Gruppe zum Verhängnis werden.

Doch die friedliche Atmosphäre wird bald durch Pfarrer Jacob getrübt. Jener befindet sich in der Kirche außerhalb der Festung und versucht, durch die Gründung einer Sekte, Provincetown für sich zu gewinnen. Die Mythologie der Kirche ist simpel: Untoter werden oder der Kirche beitreten.

Wer wird „Z Nation“ verlassen?

Doch bevor die Schlacht beginnt, hat “Z Nation” auch noch Zeit für Romantik gefunden. Denn Roberta (Kellita Smith) und Charles kommen sich näher. Provincetown wird in weiterer Folge überrannt. Da keine Waffen im Inneren der Festung erlaubt sind, ist eine Gegenwehr nicht möglich. Die ersten Menschen beginnen sich zu verwanden. Ein Kampf, der ohne Waffen geführt wird, kann nur verloren gehen. Vor allem dann, wenn man gegen Horden von Zombies zu tun hat. 10K (Nathaniel Zang) und Mack (Michael Welch) geraten immer wieder in ausnahmslose Situationen, schaffen es jedoch, sich immer wieder zu befreien. Die Spannung steigt. Schlussendlich hat der Trailer zur sechsten Episode bereits angekündigt, dass einer der Hauptcharaktere diesen Angriff nicht überleben wird.

Das Ende …

Im Mittelpunkt der Schlacht steht Murphy. Die Zombies attackieren ihn nicht; es scheint, als hätten sie ihn als einer von ihren aufgenommen. Und genau jenen Zustand nutzt der geschwächte Murphy am Ende der sechsten Episode aus. Denn er befindet sich am Ende in einen Käfig – inmitten von Zombies – und versucht in die Rolle eines Propheten zu schlüpfen. Jacob will dem Gerede ein Ende setzen, schießt auf Murphy, doch Charles wirft sich in die Schussbahn. Die Gruppe entkommt, ist tief geschockt und muss reagieren. Denn Charles stirbt und verwandelt sich in weiterer Folge in einen Untoten…

Eine heile Welt gibt es nicht

Auch wenn die Episode einen relativ ruhigen Beginn aufweist, steigen – beinahe im Minutentakt – die Spannung und Intensität. Die heile Welt, die scheinbar gefunden war, wurde binnen weniger Augenblicke komplett zerstört. Die Tatsache, dass mit Charles der Hauptdarsteller von “Z Nation” stirbt, zeigt den Zusehern, dass die Macher der Serie kein Problem haben, gegen etwaige “Serienregeln” zu verstoßen. In “Z Nation” ist alles möglich – und genau das ist das Erfolgsrezept dieser außergewöhnlichen Zombie-Serie.

Z Nation Staffel 1 Episode 5 – Zombienado – Home Sweet Zombie

Z Nation Staffel 1 Zombienado - Home Sweet ZombieDer deutsche Titel der fünften Episode lässt schon vermuten, was die Zuseher erwartet. Während im Original von “Home Sweet Zombie” die Rede ist, lautet die deutsche Übersetzung “Zombienado”. Da greift SyFy plötzlich auf alte Geschichten zurück – statt dem “Sharknado” erwartet die Zuseher also einen “Zombienado”. Das klingt im ersten Moment kurios, doch SyFy hat mit der fünften Episode tatsächlich nicht nur sich selbst aufs Korn genommen, sondern die Folge derart gestaltet und verpackt, dass sie die anderen vier Episoden in den Schatten stellen. Was zu Beginn noch als Kuriosum abgetan werden könnte, entpuppt sich als kleines Highlight der ersten Staffel von “Z Nation”.

Wenn statt “Sharks” die Zombies fliegen

Zu Beginn der fünften Folge ist noch nichts von einem “Zombienado” zu sehen. Dafür hat der schwarze Humor “Z Nation” erreicht. Die Gruppe der Überlebenden ist bereits nach Illinois gekommen, übernachtet in einem der typischen Vorstadthäuser und erledigt ganz gewöhnliche Dinge, die für uns alltäglich sind. So hat Garnett (Tom Everett Scott) etwa Ideen, wie er den Garten des Hauses gestalten könnte. Roberta (Kellita Smith) kämpft in der Zwischenzeit gegen Zombies und benutzt dabei einen Besen, der gleichzeitig die Mordwaffe wird und die Untoten endgültig in die ewigen Jagdgründe schickt. Doch am Horizont kann man bereits das Unheil erkennen. Es bildet sich eine Gewitterfront. Citizen Z (DJ Qualls) warnt die Gruppe via Radiodurchsage vor einem möglichen Tornado. Bei der Durchsage bemerkt der Zuseher auch, dass Citizen Z ganz klar Sympathien für Abby (Anastasia Baranova) hegt. Doch Abby ist mit Mack (Michael Welch) liiert. Dass Abby in der fünften Episode immer wieder Aussetzer hat, kann Citizen Z ebenfalls nicht wissen. Doch der Zuseher erfährt nicht, ob jene Aussetzer nur Erinnerungen an den Überfall der Zombies sind oder ob sie tatsächlich Visionen hat.

Auch in der fünften Episode von “Z Nation” rückt ein Charakter der Überlebenden in den Mittelpunkt. Diesmal ist es Roberta. Bislang weiß der Zuseher wenig über ihre Vergangenheit.

Roberta schließt mit ihrer Vergangenheit ab

Die Gruppe der Überlebenden kann sich jedoch nicht intensiv um Robertas Geschichte kümmern; schlussendlich müssen sie Schutz vor dem Tornado suchen. Sie fahren in die Heimatstadt von Roberta. Dort möchte man Unterschlupf in ihrem Haus suchen. Auch wenn Roberta niemals zurück wollte, so wird im Laufe der Episode klar, dass eine Rückkehr helfen kann, die bereits erlebten Dinge in der Vergangenheit zu bearbeiten. Bisher war Roberta im Unklaren, was mit ihrem Ehemann passierte. Nur wenn sie die Wahrheit erfahren würde, kann sie auch mit der Vergangenheit abschließen.
Murphy (Keith Allen) steht ebenfalls im Mittelpunkt der fünften Episode. Doch sein Werdegang lässt die Zuseher eher erschaudern. Murphy stellt immer mehr Veränderungen am eigenen Körper fest. Seine Zähne sowie seine Haut verändern sich, seine Zähne beginnen auszufallen. Er rasiert sich seinen Kopf, wohl auch deswegen, damit die Überlebenden nicht mitbekommen, dass er sich immer mehr verändert. Anscheinend hat das Gegenmittel, das an ihm getestet wurde, doch mehr Nebenwirkungen, als im Vorfeld befürchtet wurde. Murphy kämpft auch immer mit seiner inneren Unsicherheit und Zerrissenheit. Vor allem wird dieser Zustand damit bekräftigt, als ein Zombie – durch den Tornado – in das Haus fliegt und Murphy diesem direkt in seine Augen sieht. Beide sehen sich an, greifen sich jedoch nicht an. Ein Zeichen für den Zuseher, dass Murphy ebenfalls zum Untoten mutieren wird.

Die Gruppe überlebt den Tornado bzw. Zombienado und kann sich weiter auf die Reise machen.

Das Highlight der ersten Staffel

“Z Nation” hat mit der fünften Episode nicht nur auf alte Geschichten von SyFy angespielt und den “Kult-Trash-Kracher” Sharknado aufs Korn genommen, sondern ein wahres Highlight der Staffel gezaubert. Noch nie war “Z Nation” derart beklemmend, berührend und ehrlicher. Noch nie hat “Z Nation” mit derartigen Special Effects gepunktet und noch nie konnte der Zuseher “Z Nation” derart intensiv spüren, wie in jener Episode. Auch wenn der deutsche Titel mit “Zombienado” Unsicherheit hervorrufen kann und die Fans wohl Angst haben müssen, einen “Sharknado” Abklatsch zu erleben, konnte die Folge zu 100 Prozent überzeugen.

Z Nation Staffel 1 Episode 4 – Der General – Full Metal Zombie

Z Nation Staffel 1 Der General - Full Metal Zombie“Full Metal Zombie” lautet die vierte Episode von “Z Nation”- angelehnt auf den erfolgreichen Kubrick-Kriegsstreifen “Full Metal Jacket”. In der deutschen Version lautet der Episodentitel schlicht und einfach “Der General”. Was die Zuseher in der vierten Episode der ersten “Z Nation”-Staffel erwartet, ist bereits im Titel zu erahnen. Doch nicht nur ein “verrückter General” steht im Mittelpunkt der vierten Episode; die Gruppe beginnt sich auch erstmals die Frage zu stellen, was vorgefallen ist, damit eine Zombie-Apokalypse ausgelöst wurde und ob jene nicht verhindert hätte werden können.

Hätte die Epidemie verhindert werden können?

Schon zu Beginn der vierten Folge wird der Zuseher Zeuge eines Dialogs zwischen Murphy (Keith Allen) und Garnett (Tom Everett Scott). Während Garnett überzeugt ist, dass die Vögel den Virus übertragen hätten, der die Apokalypse ausgelöst hat, soll Murphy hingegen wissen, dass niemand eine Ahnung davon hätte. Sogar die Ärzte seien überfordert. Niemand wisse genau, warum die Welt in Schutt und Asche liegt und Zombies die Herrschaft übernommen haben. Die Frage, ob eine Epidemie verhindert werden hätte können, bleibt unbeantwortet. Auch die Frage, wer oder was die Menschen zu Zombies verwandelt, wird in der vierten Episode von “Z Nation” nicht geklärt.

Die Gruppe befindet sich noch immer in Pennsylvania. Doch die Truppe ist nicht vom Glück verfolgt; gleich zwei Mal wird ihnen ihr Wagen gestohlen. Einmal sogar von mordenden Kleinkindern. In der vierten Episode sind sie daher teilweise mit einem VW Käfer unterwegs, der sie an das Ziel bringen soll. Am Ende der Folge erhält die Gruppe zwar ihren alten Wagen zurück, damit sie ihren Weg nach Kalifornien fortsetzen können. Doch Citizen Z gibt Anweisungen, dass es wohl besser wäre, direkt in das sogenannte Emergency Headquarters for Infection Control zu fahren. Jene Station wurde vom Militär eingenommen und soll einen Helikopter zur Verfügung haben, sodass der Weg nach Kalifornien “bequemer” fortgesetzt werden könnte. Klingt in erster Linie vernünftig und hoffnungsvoll, wer jedoch die ersten drei Episoden der ersten Staffel von “Z Nation” gesehen hat, wird relativ schnell den Gedanken haben, dass mit Sicherheit nicht alles reibungslos über die Bühne gehen wird.

Das Emergency Headquarters for Infection Control entpuppt sich als einsame Station

In der vierten Episode rückt 10K (Nathaniel Zang) in den Mittelpunkt des Geschehens. Jener kommt mit Doc (Russel Hodginson) ins Gespräch. Dem Zuseher wird – mittels Rückblende – eindrucksvoll gezeigt, dass 10K, nach dem Ausbruch der Epidemie, seinen Vater umbringen musste, damit er sein eigenes Überleben sicher kann.

Die Gruppe erreicht das Emergency Headquarters for Infection Control. Doch von militärischer Kontrolle ist nur wenig zu sehen. Denn in dem Stützpunkt befinden sich lediglich ein Soldat und ein General. Ein General, der die Nerven verliert…

“Z Nation” versucht in der vierten Episode abermals den Zuseher auf eine falsche Spur zu führen. So ist den “Z Nation”-Fans bis zum Ende der Episode nicht bewusst, ob Doc bei der Explosion überlebt hat oder nicht. Doch manchmal gibt es auch bei “Z Nation” Wunder und “Happy Ends”. Doc überlebt und bleibt den Fans erhalten.

Die vierte Episode nimmt den Fuß vom Gaspedal

Auch die vierte Episode hat wieder einmal für pure Unterhaltung und Spaß gesorgt. Nicht zu vergessen der “Riesenzombie”, der doch ein wenig an Nemesis aus “Resident Evil” erinnert und als Tribut gesehen werden kann. Es sieht ganz danach aus, als würde man mit “Z Nation” keine Kopie von anderen Zombie-Serien schaffen wollen, sondern vielmehr – hin und wieder – alten Generationen, die schon zu Romeros Zeiten Zombies begeistert gesehen haben, mit diversen “Anspielungen” Freude bereiten. Und das gelingt auch zunehmend. “Z Nation” hat zwar in der vierten Episode nicht ständig das Gaspedal durchgetreten, aber mitunter die Charaktere weiter ausgebaut und sich tiefer in die Geschichte gedrungen. Ein Vorstoß, der nur als positiv gewertet werden kann. Denn so haben die Macher von “Z Nation” auch bewiesen, nur mit brachialer Gewalt zu punkten, sondern auch vorwiegend auf die Handlung zu setzen. Ein Aspekt, der überraschend kommt, wenn man an die ersten Episoden der Serie denkt.

Z Nation Staffel 1 Episode 3 – Philly Feast

Z Nation Staffel 1 Philly FeastIn der dritten Folge der ersten “Z Nation”-Staffel handelt sich alles um Edward Snowden, die Liberty Bell und Kannibalen. Was diese drei Faktoren mit einer Zombie-Serie zu tun haben, mag vielleicht im ersten Moment etwas verwirren, doch die Macher von “Z Nation” haben es geschafft, diese Komponente – auch mit etwas Humor – unterzubringen. Ein weiterer Beweis, dass “Z Nation” anders als alle anderen Zombie-Serien ist. Vor allem der Aspekt mit den Kannibalen – wie weit würden Menschen gehen, um ihr eigenes Überleben zu sichern – ist gelungen. Und auch wenn immer wieder Vergleiche mit “The Walking Dead” angestellt werden, da es auch hier das Thema Kannibalismus gibt, darf nicht vergessen werden, dass die Macher von “The Walking Dead” erst in der fünften Staffel dieses äußerst heikle Thema angegriffen haben. “Z Nation” konfrontiert seine Zuseher bereits in der dritten Episode damit; es scheint, als würden die Macher dieser außergewöhnlichen Serie alles richtig machen und dafür sorgen, dass die Zuseher gespannt vor den Bildschirmen sitzenbleiben.

Wenn nicht nur Zombies das Problem sind …

In der dritten Episode – die den Titel “Philly Feast” trägt – stehen die geheimnisvolle Cassandra (gespielt von Pisay Pao) und Addy (verkörpert von Anastasia Baranova) im Mittelpunkt des Geschehens. Schon zu Beginn der dritten Episode arbeitet man mit einem Flashback. Der Zuseher erfährt etwas von Cassandras Vergangenheit. Denn nach dem Ausbruch der Epidemie war Cassandra Teil einer anderen Gruppe von Menschen, die sich in Philadelphia zusammenfanden. Jedoch scheiterte die Gruppe an ihrem Anführer, der mit der Situation nicht mehr klar kam, als seine Frau am tödlichen Virus erkrankte. Damit die Gruppe nicht verhungerte, wurde sie zu Kannibalen. Cassandra konnte fliehen, verließ die Gruppe und war auf sich alleine gestellt, bis sie die andere Gruppe von Überlebenden fand bzw. gefunden wurde.

Nun hat sie sich der anderen Gruppe von Überlebenden angeschlossen. Auch wenn das Misstrauen groß ist, geht sie mit den Überlebenden mit. Sie kehren auf ihrer Reise nach Kalifornien nach Philadelphia – Cassandra befindet sich wieder am Anfang ihrer Reise. Im Vordergrund steht die Liberty Bell, die ultimative Waffe gegen die Zombies, die dafür sorgt, dass man nicht schon zu Beginn in Philadelphia den Untoten hilflos ausgeliefert ist. Man versucht weiterhin Kontakt mit dem mysteriösen Citizen Z (DJ Qualls) herzustellen. Das gelingt auch, wobei natürlich – was schon die ersten zwei Episoden zeigten – nicht immer nur die Sonne scheint. Im Gefecht wird Addy von den Mitgliedern der “Kannibalen-Gruppe” entführt. Die Forderung ist klar; nur wenn Cassandra wieder zu den Kannibalen kommt, wird Addy freigelassen. Die Gruppe der “Menschenfresser” ist also immer noch aktiv und sinnt nach Rache. Sie fühlen sich von Cassandra verraten.

Es beginnt ein Duell. Am Ende wird Cassandra tatsächlich gegen Addy getauscht. Doch das ist nur ein Teil des Plans; dank der Hilfe von Citizen Z ist es möglich, dass die Zombies in den Unterschlupf der Kannibalen gelockt werden. Jener Plan ermöglicht es, dass Cassandra doch noch gerettet werden kann. Und genau hier kommt auch Edward Snowden ins Spiel. Citizen Z ist nämlich großer Fan des amerikanischen Whistleblowers und lässt keine Gelegenheit aus, dies auch dem Zuseher mitzuteilen.

“Z Nation” steigert sich von Episode zu Episode

“Z Nation” hat mit dem Kannibalismus-Thema ein Szenario aufgegriffen, das mitunter noch nie in dieser Art und Weise in Zombie-Filmen oder Zombie-Serien gezeigt wurde. Sind Menschen tatsächlich in der Lage, wenn es hart auf hart geht, sich gegenseitig aufzufressen? “Z Nation” hat die Antwort und präsentiert diese auf brutale Art und Weise. Des Weiteren bleibt die Frage offen, ob die Gruppe tatsächlich den Weg nach Kalifornien fortschreiten kann. Denn auch wenn man Philadelphia mit etwas Glück überstanden hat, werden die nächsten Aufgaben nicht leichter. “Z Nation” ist keine Serie, die permanent auf ein “Happy End” abzielt oder primär den Zuseher das Gefühl vermittelt, dass am Ende alles gut geht. “Z Nation” zeigt in düsterer Atmosphäre, dass jeder Überlebende, der in der postapokalyptischen Zeit beheimatet ist, sterblich ist. Ob durch Zombies oder auch durch Kannibalen – “Z Nation” gefährdet seine Protagonisten auf jede nur denkbare Art und Weise.