Fear the Walking Dead – Episode 5 – Cobalt

Fear The walking Dead Staffel 1 CobaltCobalt – Die fünfte Folge der ersten Fear the Walking Dead Staffel bot manch Spannendes – und auch das ein oder andere ganz neue Element (aber trotz alledem – Hardcore-TWD Fans werden sich bestätigt fühlen – Travis ist nicht Rick bzw. gibt es nur EINEN Rick Grimes! ). Aber zur Sache d.h. zur Handlung:

Neue Konstellationen

Die Folge „Cobalt“ beginnt, wo Folge Vier aufgehört hatte: Doug, der Nachbar von Travis und Madison, hatte sich ja durch seinen Alleingang in die Hände des Militärs gebracht. Dort, in einer der Militärzellen, wird er von der neuen, interessanten Figur Strand (ebenfalls dort inhaftiert) derart manipulativ beredet, dass er, quasi zur Selbstaufgabe bereit, von dort durch das Militär wieder abtransportiert und seinem Schicksal überlassen wird. Denn (so weit denkt das Militär voraus) man will auf jeden Fall Menschen, bei denen nicht klar ist, ob sie sich infiziert haben, vermeiden. Diese Figur Strand verspricht jedenfalls aufgrund ihrer rhetorischen Fähigkeiten noch manchen guten Auftritt (man denke an den Gouverneur in TWD).

Strand wendet sich nach Dougs Abtritt seinem neuen Zellengenossen Nick, dem Junkie, zu. Für seinen Abgang aus den Zellen scheint Strand Unterstützung zu benötigen – der zu allem entschlossene Nick könnte da die richtige Wahl zu sein. Für ihn ist Strand sogar bereit, seine Diamanten einzutauschen, um ihn bei sich zu behalten. Was dieses neue, interessante Paar vorhat, ist noch unklar – aber wir können auf die Fortsetzung gespannt sein. Strand hat sogar schon einen Schlüssel organisiert, der ihm die Zellen öffnen soll, wenn der richtige Moment gekommen ist…..

Ist der Folterer der Gute?

Derweil versucht Ofelia am Wach-Zaun die Soldaten dazu zu bringen, sie mit ihrer Mutter reden zu lassen (der gute alte Flaschenwurf als Zeichen von „Hey – schau mal hier!“). Der Soldat Adams versucht sie, vor seinen Kollegen zu beruhigen – die Lage ist angespannt – viele der Soldaten haben seit langem nicht geschlafen, manche sind seit 50 h wach. Die Führung scheint dies nicht zu kümmern bzw. hat Befehlshaber Moyers keine Scheu, wie sich zeigt, Gewalt gegen die eigenen Leute anzuwenden.

Adams bringt Ofelia schließlich nach Hause, wo er von Daniel gefangen genommen wird, d.h. die für ihn gemachte Falle zuschnappt. Daniel beginnt Adams zu foltern – er behauptet, dies zu tun, um ihn gegen seine Frau austauschen zu können, doch stellt sich bald heraus, dass es ihm um geheime Informationen zum Militär geht. Daniel bittet Madison, Ofelia von den Folterungen fern zu halten, was sich als schwierig erweist.
Da sich Daniel im Verlauf der Folter recht geschickt anstellt, fällt irgendwann die Hülle – er gesteht gegenüber Madison, dass er in seinem Heimatland früher selber als Folterer tätig war. Das stürzt Madison in einen Gewissenskonflikt – wie weit soll sie gehen, um Nick wiederzusehen? Und soll sie die Methoden Daniels billigen? Wozu sie sich letztlich zu entscheiden scheint, womit sie als Figur etwas härter und kompromissloser als bisher wirkt.

Das Codewort zum Verrat

Schließlich aber bekommt Daniel aus dem nur unschuldig wirkenden Adams Dinge heraus, die für Aufsehen sorgen – Adams räumt ein, zu wissen, wohin Griselda gebracht wurde. Und vor allem kommt er schließlich mit der Bedeutung des Wortes „Cobalt“ um die Ecke – dieser sich wiederholende Funkspruch bezeichnet nach ihm ein Codewort.

Ein Codewort, welches nicht nur die Evakuierung der Stadt durch das Militär vorsieht, sondern darüber hinaus die Exekution der meisten Menschen im Gewahrsam des Militärs. Da das Militär die Stadt den Infizierten überlässt, will man verhindern, dass aus den Zurückbleibenden Zombies werden könnten – und sie daher lieber erschießen.

Damit ist die Bombe geplatzt – selbst der dazu gestoßene Travis traut seinen Ohren kaum, als Adams dieses Geständnis ablegt. Travis ist wie gesagt von allen noch derjenige, der am meisten Humanität oder Vertrauen in die anderen Menschen in sich trägt – doch ist er auch derjenige, der einen Infizierten nicht erschießen kann, als es darauf ankommt.

Fazit

Folge Fünf hat manchen unerwarteten Twist zu bieten – Daniel, der sich nicht nur als Paranoiker, sondern als Folterer hervortun durfte; Nick, der in – vorsichtig ausgedrückt –seltsame Gesellschaft geraten ist. Die Pläne des Militärs – und damit die Erwartung für die nächsten Folgen, dass die Überlebenden, wenn sie überleben wollen, sich zwischen Militär und Zombies behaupten müssen – denn beide haben nicht das Wohl der Protagonisten im Sinn.

Kurz: Fear the Walking Dead Folge Fünf lässt Spannendes für die Abschlussfolge erwarten – wie werden sich die Protagonisten entscheiden – und von wem geht die größere Gefahr aus – Militär oder Zombies? Es bleibt spannend.

Prime-Mitglieder können die erste Episode der sechsteiligen Staffel ab dem 24. August, ab 20:00 Uhr, bei Amazon Prime streamen – in englischer Originalfassung und auf Deutsch. Die weiteren Episoden folgen dann immer montags nach der US-Ausstrahlung, je um 20:00 Uhr.

Folge 1: 24. August
Folge 2: 31. August
Folge 3: 14. September
Folge 4: 21. September
Folge 5: 28. September
Folge 6: 05. Oktober

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