Fear the Walking Dead – Staffel 1 – Episode 2 – So nah und doch so fern – So Close, Yet So Far

Fear The walking Dead Staffel 1 So nah und doch so fernSo nah und doch so fern – „Fear the Walking Dead“ knüpft mit der zweiten Episode dort an, wo die erste Episode endete. Die Charaktere begreifen, dass die Lage äußerst dramatisch wird bzw. bereits ist. Doch nicht alle haben erkannt bzw. wurden eingeweiht, dass die Situation immer mehr an Brisanz zunimmt. „So Close, Yet So Far“ lautet der Titel der zweiten Episode, welche – im Gegensatz zur Pilotfolge – eine gewöhnliche Serienlänge von rund 40 Minuten aufweist. Die zweite Episode macht jedenfalls dort weiter, wo die Auftaktepisode geendet hat. Der Zuseher wird jedoch schnell bemerken, dass an der Temposchraube gedreht wurde; die Lage eskaliert immer mehr, die Charaktere bekommen neue Züge und falsche Fährten sorgen für noch mehr spannende und überraschende Momente. Interessant ist vor allem das Verhalten von Travis (Cliff Curtis) und Madison (Kim Dickens)…

Die Apokalypse steht in den Startlöchern

In Episode 1 wurde Alicia (Alycia Debnam-Carey) von Matt (Maestro Harrell) versetzt. Doch Alicia lässt sich das nicht gefallen und besucht Matt daheim. Ihr wird schnell klar, warum sich Matt nicht gemeldet hat. Denn als sie zu ihm kommt ist das Haus bereits verwüstet, Matt kämpft mit seinem Leben. Er hat hohes Fieber, ist gesundheitlich angeschlagen und benötigt dringend Hilfe. Auch in der zweiten Episode sind es die falschen Fährten, die den Zusehern gelegt werden, damit die Spannung nicht nur erhalten bleibt, sondern auch der „Aha“-Effekt immer häufiger eintritt. Es sieht ganz danach aus, als würde „Fear the Walking Dead“ immer mehr auf überraschende Momente setzen.

Madison will hingegen wissen, wie es in der Stadt ist und möchte ihre Tochter kontaktieren. Die Erwachsenen erreichen Matt und Alicia. Nun wird klar, dass sie auch über die Beziehung in Kenntnis sind, welche zwischen den Jugendlichen besteht. Doch Travis stellt schnell fest, dass Matt nicht nur eine „Grippe“ hat. Er wurde gebissen. Jegliche Hoffnung ist bereits verloren. Matt ist so gut wie tot. Oder eben auf dem Weg zum Untoten.

Auch in „Fear the Walking Dead“ beherrscht die Vater-Sohn-Beziehung das Geschehen

Madison zeigt bereits, wie radikal ihre Handlungen sein können, wenn es um das Wohl ihrer Familie geht. Auch wenn dieses Vorgehen nicht immer in der ersten Episode konsequent umgesetzt wurde, erkennt der Zuseher bereits in der zweiten Folge, dass Madison knallhart agiert – und auch weiterhin noch härter agieren wird. Madison will einen Notarzt verständigen; Matt überzeugt seine Freundin Alicia, dass sie ihn verlassen soll.
In der Zwischenzeit ist Travis auf der Suche nach Christopher (Lorenzo James Henrie), seinem leiblichen Sohn. Christopher meidet seinen Vater; er möchte keinen Kontakt. Wohl deshalb, weil ihm die Trennung doch mehr zu schaffen macht, als er schlussendlich zugibt. Christopher ist im Inneren der Rebell; einer derjenigen Personen, die aufzeigen möchten, was tatsächlich schiefläuft. So filmt er etwa Polizisten, die einen wehrlosen Obdachlosen grundlos erschießen. Er protestiert, gestikuliert und will die unrechte Tat auf Band festhalten. Doch auch wenn der Sohn mit dem Vater nichts zu tun haben will, macht sich der jedoch Sorgen um ihn und auch um seine Ex. Auch wenn die Beziehung zwischen Travis und Liza – während der ersten „Fear the Walking Dead“-Episode – harmonisch wirkte, ist in der zweiten Episode klar, dass es sehr wohl Probleme und Ungereimtheiten gibt.

Episode 2 dreht an der Temposchraube

Schlussendlich geht es um das Besuchsrecht. Während Travis und Liza sich auf drei Wochenenden im Monat geeinigt hätten, bei denen Christopher zu seinen Vater soll, wobei die Wochenenden im Vorfeld mit Liza besprochen werden müssen, gibt es dennoch immer Reibereien. So einigen sich beide darauf, dass das kommende Wochenende ausfällt; doch Liza beendet das Telefonat, ohne, dass Travis mit seinem Sohn sprechen kann. Wenig später gelingt es ihm doch, dass er den Sohn an den Hörer bekommt. Die wenig freundschaftliche Art von Liza mag den Zuseher verärgern. Doch es wird begründet. Da Liza permanent für ihre Ausbildung zur Krankenschwester lernt, ist sie ständig unter Strom, angespannt und permanent gereizt. Ihre wenige Freizeit und das intensive Lernen gingen sogar so weit, dass sie selbst nicht einmal die jüngsten Zwischenfälle mitbekommen hat.

„Fear the Walking Dead“ macht Lust auf mehr Zombie-Action

Mit der zweiten Episode haben die Macher von „Fear the Walking Dead“ ordentlich das Tempo beschleunigt, mehr Charakterzüge eingebaut und ordentlich daran gearbeitet, dass der Aufbau der Serie nicht zu langatmig wird. Vor allem die falschen Fährten, die ständig gelegt werden, sorgen für überraschende Momente. Folge 2 macht eindeutig Lust auf die dritte Episode von „Fear the Walking Dead“.

Prime-Mitglieder können die erste Episode der sechsteiligen Staffel ab dem 24. August, ab 20:00 Uhr, bei Amazon Prime streamen – in englischer Originalfassung und auf Deutsch. Die weiteren Episoden folgen dann immer montags nach der US-Ausstrahlung, je um 20:00 Uhr.

Folge 1: 24. August
Folge 2: 31. August
Folge 3: 14. September
Folge 4: 21. September
Folge 5: 28. September
Folge 6: 05. Oktober

Fear the Walking Dead – Staffel 1 – Episode 1 – Gute alte Zeit – Pilot

Fear The walking Dead Staffel 1 Gute alte ZeitGute alte Zeit – Die Untoten sind zurück: Mit „Fear the Walking Dead“ startet ein Spin-off der beliebten „The Walking Dead-Serie“, der ab jetzt für Amazon Prime Nutzer auf Deutsch und Englisch zu sehen ist. Stolze 10,1 Millionen Zuschauer verfolgten in den USA den Start der Prequel-Serie auf AMC. Die Serie versetzt den Zuschauer zurück in die Zeit vor der Apokalypse: In die vermeidlich heile Welt von Los Angeles. Hier wimmelt es noch nicht vor Untoten: Es gibt Krankenwagen, Polizisten, Schulunterricht – und die ganz normalen Zukunftspläne eines verliebten Pärchens für die Zeit nach der Schule. Schon als der Freund von seiner Geliebten ein Herz auf den Arm malt, ahnt der „Walking Dead“ geprägte Zuschauer aber, dass dieses Herz wohl länger andauern wird als sein Leben. Warnung: Spoiler ahead.

 

Zombies? Mangelware

„Fear the Walking Dead“ erhält in der ersten Episode seine Spannung weniger durch die kurzen Zombieauftritte sondern mehr daraus, dass der Zuschauer schon weiß, was kommen wird, während die Charaktere in der Folge noch rätseln. Die „Walker“ genannten Zombies sind noch nicht bekannt. Direkt zu Beginn der ersten Folge stößt der junge Drogenabhängige Nick (Frank Dillane), der sich seine Unterkunft in einer verlassenen Kirche im Ghetto LAs eingerichtet hat, zwar auf einen Zombie in Form seiner drogenabhängigen Freundin, flüchtet schließlich aber ungläubig. Zombiealarm? Fehlanzeige. Nick denkt er sei verrückt geworden und halluziniere, bevor er von einem Auto erwischt wird und in Krankenhaus aufwacht.

In der heilen Welt dort lernt der Zuschauer auch den Rest seiner gar nicht so heilen Familie kennen: Der drogensüchtige Nick ragt zwar heraus, aber auch sonst konzentriert sich die erste Folge erstmal darauf, die einzelnen Charaktere einzuführen und vorzustellen: Von der selbstbezogenen Teenager-Tochter (Alycia Debnam-Carey) über die sich sorgenden Eltern Maddy und Travis (Kim Dickens und Cliff Curtis). Zu dem nach anfänglichen Zweifeln über Nicks Geschichte schließlich doch recht investigativ tätigem Lehrerpärchen zählt dann noch die Exfrau von Travis aus seiner ersten Ehe und seine Ex-Frau. Verteilt über Los Angeles hangelt sich die erste Folge vor allem an der Frage entlang, ob die zerrüttete Familie vor dem Ausbruch noch zusammenfinden kann.

Der Ausbruch selbst findet aber nicht statt. In typischer „The Walking Dead“-Manier wird sich für die Entwicklung der Story Zeit genommen. Ereignisse folgen nicht Schlag auf Schlag. Es bleibt Zeit für die Charakterentwicklung und Erkenntnisfindung, die bei Prequel wohl wichtiger sein wird als in der Hauptserie. Wer aber auf bekannte Gesichter gehofft hat, wird enttäuscht: Plot und Darsteller der beiden Serien bleiben getrennt. „The Walking Dead“ nahm seinen Ursprung in Atlanta, wo Sheriff Rick Grimes inmitten der Apokalpyse erwacht.

Die Ruhe vor dem Sturm

Vor dem roten Abendhimmel von Los Angeles schafft es „Fear the Walkign Dead“ eine angespannte Situation zu kreieren ohne zu übertreiben. Es wird klar: Es liegt etwas in der Luft. Im Vorbeifahren stößt man im Hintergrund auf Vermisstenanzeigen, es gibt ein Video von einer Auseinandersetzung zwischen Polizisten und einen Zombie, der erst nach intensiven Schusswechsel durch einen Kopfschuss stirbt. Nachdem das Video zirkuliert, erscheinen Schüler nicht zur Schule – der Schultag wird vorzeitig unterbrochen. Dennoch bleibt für die Schüler unklar: Ist das Video echt oder ein Fake?

Von Regierung oder Polizei ist in der ersten Folge nichts zu vernehmen. Auch bleibt unklar, ob ihnen das Ausmaß der Katastrophe bereits bekannt ist und sie es etwa unter Verschluss halten. In „The Walking Dead“ wird herausgefunden, dass jeder Mensch bereits mit dem Virus infiziert ist. Er wird zum Zombie, vollkommen egal wie er stirbt. Wird man gebissen, kann das Körperteil abgeschnitten werden – und so am Leben geblieben werden.

Im Krankenhaus liegt der junge Nick angekettet an seinem Krankenbett neben einen sterbenden alten Mann. Es wird zwar viel Zeit in die Szene investiert – und als der sterbende Mann zur Rettung in einen anderen Raum verlegt wird, wäre zu erwarten, dass er sich nach seinem Tod in einen Zombie verwandelt. Darüber schweigt sich die Serie jedoch noch aus. Alles was gezeigt wird, ist hektische Angespanntheit im Krankenhaus – und ein großes Desinteresse an dem schließlich in der Gunst der Stunde geflüchteten Nick, der von der Polizei zu seiner vermeidlichen Halluzination in der Kirche befragt wurde.

Ein gelungener Start

Insgesamt legt die erste Folge einen gelungenen Start hin: Sie führt erfolgreich in die Thematik ein und vermittelt glaubwürdig die Zweifel an der Existenz von Zombies. Etwas nervend ist jedoch die Übernahme aus dem Original, dass offensichtlich niemand jemals den Begriff Zombies gehört hat. Während der Zuschauer also damit rechnet, dass Nick beim Herausrennen aus der Kirche oder irgendein Schüler beim Betrachten des Videos zumindest mal „Zombie!“ ausruft, hüllen sich die Charaktere in Schweigen. Auch erscheint fraglich, warum Nicks Eltern beim Rundgang in der Kirche angesichts der herumliegenden Gedärme und Blutlachen nicht einfach doch mal bei der Polizei anrufen.

Letztlich stoßen Nick und seine Eltern schließlich in den letzten Minuten doch noch gemeinsam auf einen sie attackierenden Zombie, der auch nachdem sie ihn mehrmals mit dem Auto überfahren, einfach nicht sterben will. Der Grundstein ist also gelegt.

Prime-Mitglieder können die erste Episode der sechsteiligen Staffel ab dem 24. August, ab 20:00 Uhr, bei Amazon Prime streamen – in englischer Originalfassung und auf Deutsch. Die weiteren Episoden folgen dann immer montags nach der US-Ausstrahlung, je um 20:00 Uhr.

Folge 1: 24. August
Folge 2: 31. August
Folge 3: 14. September
Folge 4: 21. September
Folge 5: 28. September
Folge 6: 05. Oktober

Fear the Walking Dead – Episode 6 – Der gute Mensch – The good man

Fear The walking Dead Staffel 1 Der gute MenschDer gute Mensch – Die Meinungen zu Fear The Walking Dead gehen erwartungsgemäß weit auseinander. Kaum ein Spin-off hat es zuvor geschafft, dem Original das Wasser zu reichen und so sind die Fans in der Regel enttäuscht. In Kommentaren und Foren lassen sich Schlagwörter wie „langweilig“, „dahinplätschernd“ oder „in die Länge gezogen“ lesen. Mit Folge 6 wurde am 05.10.2015 das Staffel-Finale von Fear The Walking Dead gezeigt. Ob die letzte Folge das Ruder noch herumreißen konnte oder die Staffel eintönig zu Ende ging, wird nach der Zusammenfassung diskutiert.

Was in Folge 6 geschah

Der Beginn des Finales knüpft unmittelbar an das Ende von Folge 5 an: Aus der Vogelperspektive über die Stadt schwenkt die Kamera langsam zu der Turnhalle hinüber, in der die Zombie-Horde auszubrechen versucht. Das Donnern der verschlossenen Tore und die üblichen Zombie-Laute lassen hoffen, dass sich die Untoten befreien können und damit für Action sorgen.

Nachdem sie die Pläne des Militärs in Erfahrung gebracht haben, packen die Protagonisten ihre Sachen und wollen die Stadt verlassen. Im Keller befindet sich der Soldat Andrew nach wie vor an einen Stuhl gefesselt. Während Daniel Salazar ihn umbringen möchte, damit er sich nicht befreien und eine Gefahr werden kann, setzt sich Travis mit seiner Ansicht durch, den Soldaten mitzunehmen. Er soll der Gruppe den genauen Ort zeigen, an dem sich die übrigen Familienmitglieder befinden. Während der Abfahrt entscheidet sich Travis jedoch ohne das Wissen der anderen, Andrew freizulassen, weil Daniel ihn ohne Zweifel früher oder später ausschalten wird.

Die Gruppe erreicht den improvisierten Militär-Stützpunkt und gelangt durch das Ablenkungsmanöver der freigelassenen Zombies unbemerkt in das Gebäude. Alicia und Christopher sollen am Wagen auf die Rückkehr der anderen warten, werden jedoch von drei Soldaten überwältigt, die den Wagen stehlen. Währenddessen entleeren die Soldaten ihre Magazine auf die Zombies und mehrere Soldaten werden hierbei gebissen.

Szenenwechsel: Innerhalb des Gebäudes wird Dr. Exner klar, dass sie und die Patienten nicht abgeholt werden. Sie weist ihre Mitarbeiter an, sich zu retten, und bleibt zurück. Nick und sein neugewonnener Freund Victor nutzen in der Zeit die Aufregung und entkommen aus ihrer Zelle. Allerdings werden sie schnell mit einigen Zombies konfrontiert und bei ihrer Flucht in die Enge getrieben. Letztendlich stehen sie an einer verschlossenen Tür und werden von ausreichend Zombies attackiert, so dass die Lage aussichtslos erscheint. Auch das Hinzustoßen der Anderen ändert nichts an dem Problem, dass die Tür verschlossen ist. Nachdem sich die Tür auch nicht mit Gewalt öffnen lässt, eilt im letzten Moment Lisa herbei und rettet die Situation mit einer Chip-Karte. Nach weiteren Flucht-Szenen, in denen einige Zombies beseitigt werden, gelingt der Gruppe die Flucht aus dem Gebäude. In der Zwischenzeit trafen sie auf Dr. Exner, die die verwundeten Patienten allesamt durch einen Bolzenschuss durch den Kopf vor der Wiederkehr als Zombie bewahrt hat.

Beim Zusammentreffen mit Alicia und Christopher taucht plötzlich der Soldat Andrew auf, der Daniel Salazar aus Rache mit einer Pistole bedroht. Er feuert einen Schuss auf Ofelia ab und wird dann von Travis nahezu zu Tode geprügelt. Die Gruppe fährt mit der nicht lebensgefährlich verletzten Ofelia zum Haus von Victor. Dieser offenbart Nick, dass er sich zu seinem Schiff „Abigail“ retten möchte, dass in der Nähe vor Anker liegt. Als die Lage friedlich erscheint, läuft Lisa zum Strand. Sie zeigt der ihr gefolgten Madison eine Bisswunde und erklärt, dass es keine Heilung gibt. Jeder Mensch steht nach dem Tod wieder als Zombie auf, weshalb sie von Madison erschossen werden möchte. Nachdem auch Travis hinzustößt, übernimmt er die schwere Aufgabe. Die Staffel endet mit emotionalen Bildern.

Kritik

Das größte Problem von Fear The Walking Dead ist, dass nahezu alle Zuschauer bereits The Walking Dead kennen. Das Original hat schlicht und ergreifend zu gut vorgelegt. Ohne The Walking Dead wäre der Spin-off sicherlich besser.
Beschränkt man sich allerdings nur auf Fear The Walking Dead, ist das Staffel-Finale sicherlich die beste Folge. Die Charakter-Entwicklung ist schön mitzuverfolgen und gipfelt in Travis Gewaltausbruch. Auch die Bilder der zerstörten Stadt können überzeugen. In emotionaler Hinsicht wurde das Potential vielleicht nicht komplett ausgeschöpft, was jedoch auch an der geringen Anzahl von Folgen liegt.

Negativ zu bewerten sind nach wie vor einige ungeklärte Fragen oder Unklarheiten, die wahrscheinlich auch in der nächsten Staffel nicht beantwortet werden – oder nicht beantwortet werden wollen. So ist die Trefferquote des Militärs tendenziell enttäuschend und auch der Aspekt, dass Los Angeles in derart kurzer Zeit menschenleer sein soll, überzeugt nicht.

Deutlich wird abschließend auch, dass bewusst alle Optionen für die zweite Staffel offen gelassen wurden. Der Handlungsstrang ist in sich abgeschlossen und kann sich in diverse Richtungen weiterentwickeln. Flieht die Gruppe mit dem Boot? Kommt es zum Streit um das Boot? Erreichen die Zombies das Haus? Erfolgt ein Angriff durch das Militär? Die Antworten folgen in Staffel 2 von Fear The Walking Dead!

Prime-Mitglieder können die erste Episode der sechsteiligen Staffel ab dem 24. August, ab 20:00 Uhr, bei Amazon Prime streamen – in englischer Originalfassung und auf Deutsch. Die weiteren Episoden folgen dann immer montags nach der US-Ausstrahlung, je um 20:00 Uhr.

Folge 1: 24. August
Folge 2: 31. August
Folge 3: 14. September
Folge 4: 21. September
Folge 5: 28. September
Folge 6: 05. Oktober

Death Valley – Staffel 1 Zusammenfassung

Death ValleyDeath Valley – Nach 12 Episoden war Schluss

„Death Valley“ ist eine bitterböse, schwarze Mockumentary. Im Mittelpunkt stehen übernatürliche Wesen und Gestalten sowie die LAPD-Elite-Einheit „Undead Task Force“ – kurz: UTF. Die UTF ist tagtäglich mit dem Kampf gegen Vampire, Zombies und Werwölfe beschäftigt. Ihr Einsatzgebiet ist das San Fernando Valley. „Death Valley“ wurde bereits nach der ersten Staffel – welche insgesamt 12 Folgen (je 22 Minuten) lang ist – abgesetzt. Kent Zbornak produzierte, nach den Ideen von Curtis Gwinn, Eric Weinberg und Spider One, „Death Valley“. Bryan Callen, Texas Battle („Final Destination 3“, „Wrong Turn 2″, The Task“), Bryce Johnson („Pretty Little Liars, „Harry and Max“, „Eine Affäre zu viert“), Tania Raymonde („Texas Chainsaw Massacre 3D“, „Crazy Eyes“, „Chasing 3000“), Caity Lotz („The Machine“, „Arrow“, „The Pact 2“) und Charlie Sanders waren in den Hauptrollen zu sehen.

Die Serie wurde am 29. August 2011 auf MTV gesendet; der deutsche MTV Ableger strahlte „Death Valley“ am 29. Januar 2012 aus. Dabei verzichtete man jedoch auf eine komplett deutsche Synchronisation, sondern sendete „Death Valley“ in Originalsprache, jedoch mit deutschen Untertiteln aus. VIVA begann mit der Ausstrahlung am 15. März 2012.

Die erste Staffel setzt sich aus folgenden Episoden zusammen:

  • Folge 1: „Die Death Valley Cops“ – 29. August 2011
  • Folge 2: „Ohne Ausweg“ – 5. September 2011
  • Folge 3: „Die Blutmobile“ – 12. September 2011
  • Folge 4: „Vollmond“ – 19. September 2011
  • Folge 5: „Zombiekämpfe“ – 26. September 2011
  • Folge 6: „Neue Vorschriften“ – 3. Oktober 2011
  • Folge 7: „Carlas Geburtstag“ – 17. Oktober 2011
  • Folge 8: „Untote Nutten“ – 24. Oktober 2011
  • Folge 9: „Tick Tack Bumm“ – 31. Oktober 2011
  • Folge 10: „Angriff auf die Wache“ – 7. November 2011
  • Folge 11: „Der Verräter“ – 14. November 2011
  • Folge 12: „Waffenstillstand“ – 21. November 2011

Wenn Werwölfe, Zombies und Vampire eintreffen

Vor genau einem Jahr fielen Werwölfe, Vampire und Zombies in das San Fernando Valley ein. Der Regierung, klassisch amerikanisch, war die Ursache der Kreaturen jedoch unwichtig; sie gründete lieber die „Undead Task Force“ – UTF – welche die Bestien besiegen soll. Die UTF erinnert zwar an die gewöhnliche Polizei, hat aber ihren Mittelpunkt vorwiegend in der Bekämpfung übernatürlicher Wesen. Dabei werden etwa Ausgangssperren für Werwölfe verhängt oder auch Entführungen von Blutspende-Bussen geklärt. Dass natürlich auch Vampir-Nutten, die illegal ihre Dienste anbieten, zum alltäglichen Geschäft gehören, ist keine Überraschung. Doch ganz egal, was passiert – UTF ist an Ort und Stelle und bereit, die Sache zu beruhigen.

… das klingt nach keiner normalen Serie

Klar, schon nach den ersten Worten der Beschreibung über „Death Valley“ wird klar, dass es sich dabei um keine „gewöhnliche TV-Serie“ handelt, die im Abendprogramm ausgestrahlt werden kann. „Death Valley“ ist eine bitterböse, abartige, mit Splatter-Effekten bestückte Mockumentary, die wohl – mit etwas mehr Glück – tatsächlich zum Riesenerfolg hätte werden können.

Eine Mockumentary der besonderen Art

Gut, doch wie soll man eine derartige absurde Handlung in einer TV-Serie unterbringen? Natürlich mit ein paar außergewöhnlichen Ideen und so kommt es, dass – aus einer „scheinbar normalen Handlung“ eine Dokumentation gedreht wird, die im heutigen Jargon Mockumentary genannt wird. Denn natürlich ist auch die Bevölkerung an dem Treiben der UFT interessiert. Ein Kamerateam entscheidet sich die Mitarbeiter der Truppe zu begleiten. Dabei wird das heldenhafte (oder eher tollpatschige) Verhalten der Truppe auf Zelluloid gebannt.

Der Überblick – die Handlung der ersten und einzigen „Death Valley“-Staffel

Die Leitung der UFT hat Captain Dashell (verkörpert von Bryan Callen). Dashell ist ein fahriger Typ, der mitunter an einen jüngeren Frank Drebin (Leslie Nielsen in „Die nackte Kanone“) erinnert. Dass brachiale Sätze wie „Ist das hier etwa ein Klärwerk? Ich kann nämlich gequirlte Scheiße riechen“ keine Seltenheit sind, überrascht niemanden. Dass der Captain kein Problem hat, diese und ähnliche Wortbomben auch im Fernsehen zu sagen, ist ebenfalls kein Geheimnis. Genau das ist auch die Stärke von „Death Valley“. Die Dokumentation, welche im Stil von „Modern Family“ gedreht wurde, zeigt alles, was das Fernsehteam auch sieht. Da gibt es wilde Jagden auf diverse Monster, Polizisten, die Jagd auf Werwölfe machen oder auch blutige Auseinandersetzungen mit anderen Monstern.

Natürlich versorgen die Macher ihre Fans auch mit klassischen „Gore-Effekten“. So wird man schon einmal abgetrennte Körperteile sehen – und das nicht nur selten. Denn „Death Valley“ setzt alles auf eine Karte und präsentiert tatsächlich enorme „Splatter-Effekte der besonderen Art“. Die Kombination – übertriebene Splatter-Szenen und markante Sprüche – sind der Grund, warum „Death Valley“ tatsächlich Spaß macht.

Nicht für alle TV-Serien-Fans, aber für viele Trash-Freunde geeignet

„Death Valley“ ist klassischer Trash. Es gibt im Endeffekt keine Handlung, keine vernünftigen Aufbau von Charakteren und keinen tatsächlichen roten Faden – außer die Sache mit der Spezialeinheit, welche Monster jagt. Natürlich sind die krassen Sprüche, die üblen Effekte und auch hin und wieder nett anzusehende Damen (oder Vampir-Nutten) allesamt Faktoren, die Spaß machen. Jedoch nur den Personen, die auf Trash der besonderen Art stehen. Doch genau das, was einer kleinen Gruppe Spaß macht, sorgt für Verwirrung und Ekel beim Großteil. Wohl einer der Gründe, warum „Death Valley“ nicht verlängert wurde. Schade – „Death Valley“ mag zwar keine tatsächliche Charakterstudie sein, verpackte aber bitterbösen Humor und Splatter in einer – tatsächlich gekonnt umgesetzten Mockumentary, die mitunter auch an „Modern Family“ erinnert. Dabei sind sich die Produzenten auch nicht zu schade, sich selbst ein wenig auf die Schaufel zu nehmen und ein paar Dinge – ironisch – zu hinterfragen.

Das Fazit

Death Valley ist tatsächlich ein absolut witziges, nicht ernst zu nehmendes Horror-Vergnügen, das leider nur nach 12 Episoden abgesetzt wurde. Wohl auch, weil die Produzenten zwar ein komplett neues TV-Serien-Format (Mockumentary in Verbindung mit Splatter – und das alles als TV-Serie) entdeckt haben, welches zwar die Fans anspricht, jedoch die Mehrzahl der TV-Serien-Fans nicht interessieren oder gar abschrecken wird. „Death Valley“ ist eine bunte Mischung aus „Modern Family“, „Evil Dead“ und „Shaun of the Dead“ und präsentiert sich im bitterbösen Gewand. Jeder, der nur annähernd Gore-Effekte mit schwarzem Humor liebt, wird von den 12 Episoden begeistert sein.