The Walking Dead Staffel 6 Episode 7 – Heads up – Die Wand

The Walking Dead Staffel 6 Heads up - Die WandDie Wand – The Walking Dead widmet sich wieder den Geschehnissen in Alexandria zu – aber nicht ohne bereits in der Einleitungen einen umfassenden Plot-Twist zu platzieren. Glenn (Steven Yeun) ist am Leben! Sein eigentlich offensichtlicher Tot wurde im Vorfeld intensiv diskutiert – Fans legten sich selbst unter Müllcontainer, um auszuprobieren, ob er so theoretisch überleben könnte. (Link -> https://www.instagram.com/p/9XHaMdL8W-/) Die vorläufige Ruhe nach dem Sturm in Alexandria wird von mehreren Auseinandersetzungen überschattet. Die Zombie-Herde hat die Stadt umzingelt und letztlich bricht die Mauer…

Entgegen der vorherigen Perspektive, in der es so aussah, als würden die Zombies Glenns Gedärme fressen, klärt die siebte Episode auf: Bei den Gedärmen handelte es sich um die von Nicholas, der Schuld daran trug, dass er und Glenn gemeinsam von Container mitten in die Zombiehorde fielen. Glenn selbst gelingt es, sich unter den Müllcontainer zu retten und so lange zu verteidigen, bis die Zombiehorde weiterzieht.

Gleichzeitig taucht auch Enid wieder auf, die Glenn eine Wasserflasche zuwirft, ihn ansonsten aber erst nach langer Verfolgungsjagd beginnt, freiwillig zurück nach Alexandria zu folgen. Enid, die bereits im Vorfeld mehrmals heimlich aus Alexandria floh, scheint von Ereignissen aus ihrer Vergangenheit und massiver Verlustangst geplagt. Sie berichtet Glenn von Angriff auf Alexandria und fürchtet offenbar herauszufinden, wer den Angriff überlebte – und wer nicht.

In Alexandria grübelt Rick (Andrew Lincoln) unterdessen, wie er die Zombie-Herde von der Mauer weglocken könnte. Erstmal scheint Alexandria jedoch sicher. Unter Leitung von Rick bessern die Bewohner Schwachstellen im Zaun aus. Rosita trainiert die übrigen Einwohner unterdessen im Umgang mit der Machete. Besonders der zunehmend chronisch depressive Eugene verweigert sich aber – und verschwindet letztlich. Eugene, der bereits für mehrere tragische Plot-Twists verantwortlich war, erweist sich zunehmend als schwächstes Glied der Kette.

Zunehmend labil und psychotisch wirkt aber auch Ron, der über die offensichtliche Zuneigung Enids zu Carl nicht hinwegkommt. Unter Anleitung von Rick und Carl, lässt er sich im Gebrauch von Schusswaffen ausbilden – vornehmlich um zum Schutz Alexandrias beizutragen. Nicht erst in dieser Episode begann er jedoch, Carl zu stalken. Seine Aggressivität gegenüber Carl hat er vermeintlich eingestellt und gibt sich gelassen – allerdings wird zunehmend offensichtlicher, dass er wohlmöglich plant, Carl zu erschießen. In dieser Episode lenkt er Olivia ab und klaut so Munition für eine Pistole, für die er von Rick auf Nachfrage keine Munition erhielt. Die Waffe überlies Rick ihm nur, damit er sich damit vertraut machen könne. Die etwas oberklugen und sicherlich gut gemeinten, aber abschätzig wirkenden, Kommentare Carls beim Schusswaffentraining, dürften die Motivation von Ron wohl kaum gelindert haben. Allerdings ist wohl kaum damit zu rechnen, dass er Carl tatsächlich töten wird. In Anbetracht der immer weiter schrumpfenden Gruppe und ohnehin genug offener Wunden, wäre aber ein weiterer Verlust – auch wenn es sich um den jungen Ron handeln sollte – sicherlich extrem schmerzhaft. Warum nimmt niemand Rosita den Job weg? Unter ihrer Aufsicht über das Waffenlager wurde bereits zahllose Munition entwendet.

Rick sucht unterdessen das Gespräch mit Morgan, der sich weigerte die Angreifer zu töten. Einen Überlebenden, den er wieder zur Vernunft zurückzuführen versucht, und für dessen Heilung er die Hilfe der Aushilfsärztin Denise er benötigt, wird gegen Ende der Folge gerade von Carol entdeckt. Zumindest steht sie im Hauseingang. Morgan wird sich entweder an die Dynamik der Gruppe anpassen müssen – oder die Gruppe einen erneuten menschlicheren Umgang mit Gefangen erlernen. Letzteres erscheint momentan eher unwahrscheinlich.

Am Ende der Folge reihen sich positive und schlechte Nachrichten im Sekundentakt aneinander. Glenn lässt außerhalb der Stadt Luftballons aufsteigen und der schwangeren Maggie wird klar: Glenn hat überlebt. Während die Euphorie der Charaktere nahezu auf den Zuschauer überspringt, bricht jedoch ein Turm außerhalb des Zaunes zusammen. Er begräbt große Teile des Zaunes unter sich. Der Zombiehorde ist damit der Weg ins Innere von Alexandria eröffnet.

Es ist wohl kaum zu erwarten, dass die Bewohner sich effektiv verteidigen können. Als in der letzten Folge Daryl (Norman Reedus), Abraham (Michael Cudlitz) und Sasha (Sonequa Martin) nach ihrer Zombie-Ablenkungstour Kontakt zu Alexandria über ihr Walkie-Talkie aufnehmen konnten, war nur ein Ruf nach Hilfe zu verstehen. Es ist wohl zu erwarten, dass die Zombies die Stadt überrannt haben werden, bevor Hilfe eintrifft. Doch auch dann ist fraglich, wie sie sich gegen eine solche Masse wohl durchsetzen können. Immerhin: Abraham konnte in der sechsten Folge einen Raketenwerfer, Munition und einen Tanklaster erbeuten. Das wird sicherlich gelegen kommen.

Wer das überlebt, ist offen. Möglicherweise erledigen sich manche Spannungen innerhalb der Gruppe nun von selbst. Vielleicht brechen sie aber auch gerade im Zuge des Chaos der Zombie-Invasion aber auch erst Recht aus. Rick legte sich mit mehreren etablierten Bewohnern Alexandrias an, auch erneut in der sechsten Staffel. Initiativen der Bewohner steht er zunehmend mit Argwohn und Skepsis gegenüber. Er betrachtet sie als notfalls zu opfernde Nebenstatisten, für die es sich nicht lohne, das eigene Leben – oder das Leben der Mitglieder seiner engeren Gruppe – zu riskieren. Deren Meinung weicht von seiner ungeachtet dessen erheblich ab.

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