The Walking Dead Staffel 6 Epidsode 13: Im selben Boot – The Same Boat

The Walking Dead Staffel 6 Im selben Boot„Im selben Boot“ (Originaltitel: „The Same Boat“) lautet die 13 Episode der sechsten „The Walking Dead“-Staffel. In den Vordergrund rücken Carol und Maggie sowie auch die Frage, wer tatsächlich die „Guten“ und „Bösen“ sind. Mit „Im selben Boot“ rückt die sechste Staffel dem Finale näher; die Frage, wer Negan ist, wird wohl erst in den finalen Episoden beantwortet werden. Auch in Episode 13 gibt es darauf keine (zufriedenstellende) Antwort.

Ein kurzer Rückblick – Paula und Rick handeln einen Deal aus

Während Rick und Co. am Ende der 12 Episode der Meinung waren, als Sieger den Platz verlassen zu können, werden sie über Walkie-Talkie von Paula kontaktiert. Carol und Maggie sind in der Gewalt der Saviors. Rick und Co., welche selbst eine Geisel der Saviors in ihrer Gewalt haben, einigen sich auf einen Deal. So soll die Geisel gegen Carol und Maggie getauscht werden. Wer sich schon die Hände gerieben hat, eine Rettungsmission zu sehen, wird relativ schnell bemerken: Carol und Maggie sind auf fremde Hilfe nicht angewiesen. Der Fokus der 13. Episode liegt auf den beiden Damen, die noch zu Beginn in der Gewalt der Saviors sind, sich jedoch – auf Grund ihrer Erfahrung und Anwendung einiger Tricks – selbst befreien können. Auch wenn die 13. Episode den Schwerpunkt auf Carol gelegt hat, so ist es doch Maggie, die im Laufe der Episode zur blutrünstigen Kämpferin mutiert und mitunter den größten Teil auf sich genommen hat, damit beide das Gebäude lebend verlassen können. Der Carol-Schwerpunkt befasst sich, wie der Zuseher am Anfang vielleicht glauben mag, nämlich nicht auf ihre Fähigkeit, Maggie aus dem Gebäude zu führen und als Anführerin gegen die Saviors vorzugehen, sondern auf ihre Charakterveränderung. Carol ist gebrochen; Schulgefühle nehmen über Hand.

Die vergangenen Erlebnisse haben Spuren hinterlassen

Carol und Maggie werden – gefesselt und geknebelt – im Inneren des Gebäudes festgehalten. Carol hyperventiliert, präsentiert sich abermals als unschuldige, vom Schicksal gebeutelte Frau, die jedoch nur zwei Dinge verfolgt: Carol will einerseits ihren Rosenkranz erreichen, andererseits braucht sie, obwohl sie nicht raucht, eine Zigarette. Der Rosenkranz und die Zigarette dienen ihr am Ende der Episode als Waffe. Doch es ist nicht Carol, die tatsächlich die eigene Befreiung leitet, sondern Maggie, das das Ruder an sich reißt. Dass sich unter den Saviors eine Schwangere befindet, hält Maggie nicht davon ab, sich mit allen Mitteln gegen die Gefangenschaft zu wehren. Dass auch die Frage, wo Negan sei, mit dem obligatorischen „Wir sind alle Negan“ beantwortet wird, ist keine Überraschung. Dass sich Maggie jedoch mit den Spielchen nicht zufrieden gibt und der älteren Dame daraufhin das Gesicht zertrümmert, zeigt beinahe eine komplett neue Seite der jungen Frau.

Die Saviors sind Geschichte

Maggie und Carol können auch einen Spähtrupp eliminieren, welcher in die „Schlachtgasse“ gelockt und (dank Carols Zigarette) bei lebendigem Leib verbrennt. Carol und Maggie haben sich alleine aus dem Raum befreit, die Saviors – allen voran Paula – getötet und auch einen Spähtrupp eliminiert. Als Maggie die Tür in die Freiheit öffnet, steht bereits die Gruppe von Rick bereit; mit schweren Waffen im Anschlag, freuen sie sich über die altbekannten Gesichter ihrer Freunde, die sich alleine befreien konnten. Es ist geschafft – die Gruppe ist wieder vereint und bereit, das Areal zu verlassen.

Carols Wandlung im Mittelpunkt

Schon während der 12. Episode wurde dem Zuseher bewusst, dass Carol immer größere Schwierigkeiten mit dem Töten bekommt; es wirkt, als würden die Schuldgefühle einen hohen Stellenwert in ihrem Leben eingenommen haben. In der 13. Episode nimmt diese Entwicklung ihren Lauf. Auch wenn Carol im Nahkampf eine Frau tötet, wird sie immer wieder von der Frage eingeholt, wie viele Leute sie schon getötet habe. Vor allem am Ende, als Rick die Savior-Geisel kaltblütig erschießt, als jene nicht verraten möchte, wo Negan ist, zeigt, dass sich Carol wohl bereits die Frage stellt, wer tatsächlich die „Guten“ sind. Sie presst den Rosenkranz so fest in ihrer Hand, dass Blut durch die geschlossene Faust tritt. Gibt es tatsächlich noch einen Unterschied zwischen Ricks Gruppe und jener der Saviors?

Rick und Konsorten – neue Charaktereigenschaften?

Während Rick und Konsorten in den vergangenen Staffeln immer in der „Defensive“ waren und meistens auf Attacken der anderen Gruppierungen reagieren mussten, haben sie sich deutlich in ihrem Verhalten geändert. Ricks Gruppe ist permanent in der Offensive und hat – wie eindrucksvoll in den letzten Folgen der sechsten Staffel unter Beweis gestellt – gezeigt, dass sie auch für Lebensmittel töten. Der Zuseher wird sich, wohl wie Carol am Ende der 13. Episode, die Frage stellen müssen, worin sich die Gruppen unterschieden haben und warum die von Rick angeführte Gruppe tatsächlich noch als die „Guten“ gefeiert werden. Vor allem wird jener Schwerpunkt auch die nächsten Folgen der sechsten Staffel bestimmen. Mitunter wird man gespannt sein können, inwiefern sich Carols Veränderung auf die Gruppe auswirkt und ob mitunter eine Gefahr von ihr ausgeht, wenn sie sich mitunter nicht mehr mit den Idealen und Vorgehensweisen identifizieren kann. Der „The Walking Dead“-Fan kann sich auf ein fulminantes Staffelfinale freuen, das bereits auf die Zielgerade eingebogen ist.

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