The Walking Dead Staffel 5 Episode 9 – Der hohe Preis fuers Leben (What happened and what`s going on)

The Walking Dead Staffel 5 Der hohe Preis fuers LebenDer hohe Preis fuers Leben – Mit der neunten Folge der fünften Staffel meldete sich “The Walking Dead” nach der üblichen Halbstaffelpause zurück. Atmosphärisch ist die erste Folge der zweiten Halbstaffel vollkommen anders – und nicht weniger gut, aber gewöhnungsbedürftig.

Noahs Heimatort

Wir erinnern uns: In der letzten Folge der ersten Halbstaffel (Folge 8, Staffel 5) wurde Beth das bedauerliche Opfer von Dawn, während Noah sich der Gruppe, die sich inzwischen eine Familie nennt, anschließen darf. Die Gruppe trennt sich und ein Teil von ihr, bestehend aus Rick, Michonne, Glenn und Tyreese fahren gemeinsam mit Noah in einem Wagen zu Noahs Heimatort. Carol ist mit dem Rest der Gruppe zu Fuß unterwegs. Über ein Walkie-Talkie halten sie Kontakt zueinander. Ricks Gruppe lässt den Wagen kurz vor Noahs Heimatort stehen und geht zu Fuß weiter. Noah, der in Sachen Zombieapokalypse sehr unerfahren und naiv ist, versteht diese Vorsichtsmaßnahme nicht. Glenn klettert schließlich vorsichtig am Tor des Ortes hoch, um zu erspähen, wie es dahinter aussieht und schüttelt schließlich leise und traurig den Kopf: Auch Noahs Heimatort wurde durch Zombies verwüstet.

Noah besteht darauf, den Ort zu betreten und so kommt die Gruppe um Rick diesem Wunsch nach. So oder so kann es nicht schaden, sich nach Dingen umzusehen, die man brauchen könnte. Noah bricht psychisch völlig zusammen, als die Gruppe den Zaun überklettert hat und ihm das wahre Ausmaß deutlich wird: Tyreese tröstet ihn, so gut es geht, während Michonne Beißer killt. Sie möchte leben und nicht ständig kämpfen – aus diesem Grund schlägt sie vor, den Ort wieder aufzubauen: Ein Vorschlag, den Rick ablehnt. Der Wald ist in der Nähe und das scheint ihm zu gefährlich. Zerstückelte Leichen in der Nähe vom Wald bestätigen seine Besorgnis.

Tyreese und die Visionen

Tyreese bleibt an Noahs Seite, als dieser sein altes Haus betritt, eine Leiche – wahrscheinlich seine Mutter – liebevoll zudeckt. Das Verhängnis wird klar, als Tyreese sich im Haus umsieht und Bilder von Noah und seinen Brüdern, einem Zwillingspaar, findet. Einen davon findet Tyreese tot im Bett liegend. Kurz darauf wird Noah von einem Zombiekind angegriffen und gebissen – Noahs zweiter, kleiner Bruder. Noah, soeben noch psychisch am Boden, reagiert schnell und sicher: Er tötet den Kleinen mit einem Modellflugzeug. Dann verspricht er Tyreese Hilfe zu holen und rennt davon, während Tyreese von Visionen gequält wird: Ihm erscheinen unterschiedliche Figuren wie Bob, Mika und Lizzie, Beth und den Governor, sogar der Kannibale aus Terminus erscheint ihm. Man sagt, Verstorbene sehen die wichtigsten Augenblicke ihres Lebens an sich vorüberziehen. Bei Tyreese ist das nicht der Fall, stattdessen beurteilen seine Erscheinungen sein Leben und sein Verhalten und wir hören Beth noch einmal singen. Als Mika in seinen Visionen nach seiner Hand greift, schwenkt die Szenerie um und wir sehen Rick und Glenn, die Tyreese festhalten, während Michonne ihm nach Ricks Kommando den Arm, an dem er gebissen wurde, abhackt. Mit letzter Kraft und der Unterstützung seiner Freunde kann Tyreese fliehen, auch wenn es brenzlig für Michonne wird, die fast auch von einem Zombie erwischt wird.

Unerträgliche Verluste

Die Gruppe flieht zum Wagen, Tyreese stirbt allerdings unterwegs im Fieberwahn, bis zum Schluss von Visionen gepeinigt. Seine Visionen sind ein erzählerisches Stilmittel, mit an Verstorbene und vergangene Situationen und Zusammenhänge erinnert werden soll. Als die Gruppe wieder zusammen ist, erhält Tyreese ein Begräbnis: Seine Mütze, die er immer getragen hat, ziert das Kreuz auf seinem Grab. Maggie hat Beth verloren und ist voller Trauer, mit der sie nicht fertig wird. Sasha, die gerade erst Bob verloren hat, muss nun Tyreese betrauern und wird damit ebenfalls nicht fertig. Die Verluste sind unerträglich, nicht nur für die unmittelbar Betroffenen, sondern für die ganze Gruppe, die insgesamt versucht, während des langen Fußmarsches Trost zu spenden.

Fazit

Diese Folge ist bereits vollkommen anders inszeniert, als wir es von „The Walking Dead“ gewöhnt sind, und auch die Atmosphäre ist eine ganz andere. Es wird nicht auf Action verzichtet, aber statt permanenter Action werden erzählerische Stilmittel gewählt, derer man sich bisher nicht bedient hatte. Rick ist immer noch von Washington als Ziel der Gruppe überzeugt – auch wenn Eugene längst zugegeben hat, eigentlich ein ganz kleines Licht und ein Feigling zu sein. Und so bewegt sich die Gruppe nun insgesamt aus Georgia heraus und steuert neue Ziele an. Auch wird deutlich, dass die zu einer Familie zusammengewachsene Gruppe durch dauernde Kämpfe und stetige Verluste in den eigenen Reihen die Kraft ausgegangen ist. Es geht nur noch um das Überleben – und hier wird klar, auch durch ein paar Flashs in die nähere Zukunft, dass ein neues Setting bevorsteht.

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