The Walking Dead Staffel 5 Episode 10 – Lebende Tote (Them)

The Walking Dead Staffel 5 Lebende Tote (Them)Lebende Tote – Der Tenor dieser Episode liegt auf der unendlichen Trauer um Beth und Tyreese: Maggie kann nur noch weinen und scheint insgesamt kraftlos, Sasha hat nicht nur Tyreese, sondern auch immer noch Bob zu betrauern und scheint an dieser Trauer zerbrochen zu sein.

Überleben auf dem langen Weg

Das Ziel der Gruppe ist das noch etwa 60 Meilen entfernte Washington. Daryl in dieser Folge in seiner Trauer um Beth zu erleben, tut regelrecht weh: Obwohl Carol immer wieder versucht, ihm gut zuzureden und ihm eine Freundin zu sein, sondert er sich in seiner Trauer ab und ist noch schweigsamer als man es von ihm gewohnt ist.

Da es kein Benzin gibt, muss die Gruppe zu Fuß weiter und hier wird deutlich, wie entkräftete sie alle sind. Seit drei Wochen gibt es keine Unterkunft und kein regelmäßiges Essen. Carl versucht Maggie ein bisschen zu trösten, in dem er ihr eine Spieluhr schenkt, die er gefunden hat. Diese ist leider kaputt, aber die trauernde Maggie freut sich über seine freundliche Geste. Als Gabriel ihr ein Gespräch in seiner Funktion als Priester anbietet, lehnt Maggie dieses ab und reagiert fast schon aggressiv. Ihren Glauben hat sie verloren.

An einer Brücke versucht die Gruppe, die Beißer loszuwerden, von denen sie schon seit geraumer Zeit verfolgt wird. Um Kämpfen aus dem Weg zu gehen, lautet der Plan, die Beißer nach unten in eine Schlucht zu stürzen. Sasha hingegen sucht die Konfrontation und beginnt ein Massaker, an dem sich nun alle anderen auch beteiligen müssen, um zu überleben.

Unbrauchbare Autos, Methaphern und wilde Hunde

Etwas weiter auf ihrem Weg stoßen die Überlebenden auf ein paar liegen gebliebene Autos, von denen keines mehr fahrbereit ist. Maggie öffnet den Kofferraum eines Wagens und findet darin eine gefesselte Beißerin. Sie schließt ihn einfach wieder, und als sie ihn später öffnen will, um die Beißerin zu erlösen, bekommt sie ihn nicht mehr auf. Glenn ist ihr behilflich und tötet die Zombiefrau lautlos.

Auch in solchen Szenen zeigt sich die neue Erzählweise, die mit der zweiten Halbstaffel der fünften Season begann. Die gefesselte Zombiefrau ist eine Metapher zu Maggies Seele. Abraham hingegen findet eine Flasche Alkohol und kippt sich großzügig einen hinter die Binde. Rosita ermahnt ihn deswegen, Eugene schlägt sich auf Abrahams Seite und in diesem Moment taucht ein Rudel wilder Hunde auf. Man hört ein paar Schüsse und sieht die ausgehungerte Gruppe in der nächsten Szene fast schon gierig essen. Nur zwei Menschen aus der Gruppe haben damit offenbar ein Problem: Noah, der von Sasha ermahnt wird, weniger zu denken, sondern einfach zu essen. Und Gabriel, der seinen Priesterkragen bedeutsam ins Feuer wirft und sich dann ebenfalls dem Hundefleisch widmet. Wieder wird mit einer Metapher gearbeitet: Daryl sitzt rauchend an einem Baum, weint und drückt sich schließlich die brennende Zigarette auf dem Handrücken aus.

Ein Freund?

Etwas weiter des Wegs findet die durstige Gruppe ein paar Flaschen Wasser – mitten auf dem Weg abgestellt. Die Nachricht dazu lautet: „Von einem Freund.“ Die Gruppe ist misstrauisch. Eugene versucht davon zu trinken, aber Abraham verhindert es. Kurz darauf beginnt es zu regnen. Die Gruppe kühlt sich dankbar ab, sammelt Wasser in Flaschen und sucht eine Scheune auf, die Daryl auf seiner Tour abseits von den anderen gefunden hat: Ein guter Unterschlupf für diese eine Nacht. Maggie schaltet eine Zombiefrau aus, die sich, wie Carol treffend bemerkt, offenbar selbst gerichtet hatte. Maggie findet eine Bibel – soll sie zum Glauben zurückkehren?

Rick versucht, die Gruppe mit einer Geschichte von seinem Opa, der im zweiten Weltkrieg gekämpft hat, zu ermutigen. Sie sollen die Hoffnung nicht verlieren. Leider versucht nun eine Herde Beißer, die Scheune zu stürmen. Außer Daryl schlafen alle, also ist er zunächst alleine bei seinem Versuch, sich gegen das Scheunentor zu stemmen. Nacheinander werden aber alle anderen wach und helfen ihm. Von draußen hört man nicht nur die Geräusche der Zombies, sondern auch heftigen Donner. Die Blitze, die die Scheune grell mit ihrem Licht durchdringen, sind ein zusätzlicher Gruseleffekt. Das Gute siegt schließlich und die Gruppe bekommt doch noch etwas Schlaf. Am nächsten Morgen überreicht Daryl Maggie ihre Spieldose – er hat sie repariert. Der Blick nach draußen zeigt, dass es der Sturm war, der die Zombieherde erledigt hat. Vor der Scheune liegen jede Menge zerfetzte und von Ästen durchbohrte Beißer.

Nun taucht Aaron auf, der mit Rick sprechen will. Das Wasser war von ihm, gibt er zu – und auch, dass er die Gruppe schon seit geraumer Zeit beobachtet.

Fazit:

Der hier gewählte Erzählstil verleiht der Episode viel Spielraum, um aufzuzeigen, wie schlecht es um den seelischen und körperlichen Zustand der gesamten Gruppe steht – aber auch, wie sehr die Gruppe zusammensteht, um gemeinsam zu überleben.

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