Mutants Filmreview

Mutants – Du wirst sie töten müssen!

Der Film von Sunfilm Entertainment wurde im Jahre 2009 produziert und hat die FSK 18. Zunächst einmal worum handelt der Film:
Wie so oft in Horrorfilmen geht eine Infektionskrankheit auf der Welt um – welche fast die Menschheit innerhalb kurzer Zeit in willenlose, kannibalische Kreaturen verwandelt hat. Einige, die sich dem Virus entziehen konnten kämpfen nun um das Überleben in einer Welt in der es eigentlich keine Hoffnung mehr gibt.

So fahren die schwangere Sonia, ihr Freund Marco, ein schwer verletzter Mann sowie eine Soldatin in einem Krankenwagen durch eine verschneite Bergregion in Frankreich. Sie sind auf der Suche nach dem Militärstützpunkt Noe – wo sie sich Hilfe und andere Nicht-Infizierte erhoffen. Die Soldatin begutachtet auf dem Fahrweg die Wunden des Verletzten und erkennt, dass es für Ihn keine Hilfe mehr gibt – sie erschießt ihn schließlich. Bei einem Tankstopp kommt es dann zum Zwischenfall: Ein Infizierter greift die Soldatin an und diese wird getötet – das ist jedoch noch nicht alles. Auch Marco hat etwas davongetragen: Er hat Blut des Infizierten in den Mund bekommen.

Mit dem letzten bisschen Benzin erreichen die Beiden schließlich ein verlassenes medizinisches Gebäude. Dort versucht Sonia ihren Mann zu trösten und ihm Hoffnung zu schenken. Denn auch sie wurde gebissen! Jedoch sind bei ihr noch keine nennenswerten Veränderungen aufgetreten, was die Annahme offen lässt, dass sie möglicherweise einen Impfstoff in sich trägt. Doch Marco geht es zunehmend schlechter – körperlich und psychisch. Er wird oft unkontrolliert aggressiv und bekommt regelrecht animalische Anfälle. Sonia versucht verbissen und mit eisernen Willen einen Funkkontakt zur Militärbasis aufzubauen – doch sie kann einfach nichts Brauchbares durch das Funkgerät vernehmen. Marco geht es immer schlechter, als sie ihn schließlich in Quarantäne stecken muss.

Doch statt den erhofften Soldaten der Militärbasis tauchen auf einmal eine Gruppe zwielichtiger Männer auf. Ihr Anführer heißt Franck – ein psychopathischer und kaltblütiger Räuber. Das Hauptaugenmerk der Gruppe liegt natürlich auf den Krankenwagen, mit dem Sonia und Marco hergekommen sind. Schließlich gelingt es Sonia ein Mitglied der Gruppe dazu zu überreden, dass er sie zu einem Funkgerät bringt. Dort versucht Sonia dem Militär davon zu erzählen, dass sie offensichtlich eine Immunität gegenüber der Krankheit hätte. Doch die beiden werden erneut angegriffen – der Mann der Gruppe stirbt dabei.

Als sich Sonia wieder allein zum vorherigen Fluchtort durchschlägt wird sie – dort angekommen – von Franck geschlagen und gedemütigt. Doch Zeit für Streit bleibt nicht mehr – Infizierte greifen das Gebäude an. Die Lage erscheint aussichtslos als alle Männer der Gruppe nach und nach von den Zombies getötet werden. Doch Sonia gelingt es zusammen mit Marco – der sein Verhalten fast gar nicht mehr kontrollieren kann – zu entkommen. Sie muss ihn schließlich erschießen – ein Martyrium für sie. Als sich Sonia schließlich eine weitere Gruppe Infizierter nähert wird sie schließlich von einem Helikopter gerettet und kann entkommen.

Zu Beginn des Films fühlt sich der Zuschauer ziemlich beklemmt – die Welt kennt keine Zivilisation mehr, die Darsteller sind auf sich allein gestellt, es besteht in keinster Weise Hoffnung und die tödliche und unheimliche Gefahr lauert überall. Grundsätzlich ist die erste Hälfte des Films überzeugender – in der Sonia und ihr Freund sich versuchen zu arrangieren und irgendwie ein Fünkchen Hoffnung auf Hilfe, auch in größter Aussichtslosigkeit, beibehalten möchten. Die Bilder des Films sind zudem im richtigen Maße blutrünstig wie auch hart dargestellt – es wird nichts beschönigt und die Unschönheiten der Infizierten mit Haarausfall, Zahnverlust und Blut statt Urin wird unverfroren dargestellt.

Anfangs ist Mutants optisch noch idyllisch und schön – ja fast schon romantisch. Die verschneiten Berge Frankreichs werden jedoch bald vom körperlichen und seelischen Verfall Marcos ersetzt, den der Zuschauer ausführlich verfolgen darf. Der Zwiespalt von Sonia wird authentisch dargestellt – auf der einen Seite weiß sie, dass ihr Freund nicht zu retten ist und sie ihn bald töten muss. Doch auf der anderen hat sie immer wieder die kleinen Hoffnungsschimmer, dass es womöglich doch eine Heilungschance gibt – die sie eventuell sogar in sich trägt! Dennoch auch dieser Film hat diese Situationen, in welcher der Zuschauer oft denkt – das kann doch nicht sein. Während in den Kampfszenen die verwegenen Räuber, die mitunter schwer bewaffnet sind, zu Kanonenfutter der Zombies werden, gelingt es Sonia immer wieder zu entkommen.

Doch ungetrübt, der Tatsachen die im Grunde genommen jeder Zombiefilm mit sich bringt, ist dieser Film in jedem Fall spannend und authentisch inszeniert. Für einen schaurig dunklen Fernsehabend im Winter ist dieser Film auf jeden Fall geeignet!

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