Juan of the Dead Filmreview

„Juan oft he Dead“ ist eine Horrorkomödie, die in einer spanisch-kubanischen Zusammenarbeit entstanden ist. Die Handlung des Films spielt sich im postkommunistischen Kuba während einer Zombie-Epidemie ab. Juan, gespielt von Alexis Diaz de Villegas, ist das, was man sich unter einem typischen Tagelöhner oder Gauner vorstellt. Den Tag verbringt er meistens damit, nichts zu tun. Doch wenn er sich etwas Geld dazuverdienen möchte, zwingt er seinen Mitbürgern seine Dienste auf, um ihnen etwas Geld abspenstig zu machen. Doch es gibt durchaus auch Momente, in denen er eine gute Tat vollbringt, wenn er beispielsweise seiner alten Nachbarin zur Seite steht. Mitten im Geschehen ist auch Juans Kumpel Lazaro, gespielt von Jorge Molina, der in vielen Momenten sogar noch nutzloser als Juan selbst erscheint.

Um Juan und Lazaro beginnen die Menschen, sich merkwürdig zu verhalten. So gibt es in der Hauptstadt Havanna eine Reihe von Übergriffen, die bald die ganze Stadt bestimmen. Die beiden sind sich schnell einig, dass etwas nicht stimmen kann, doch das Fernsehen vermutet schnell einen Angriff von amerikanischen Dissidenten.

Als klar wird, dass Zombies das echte Problem sind, stellen sich Juan und Lazaro mit ihrer Familie und Freunden der Bedrohung entgegen. Doch schnell kommt die Frage auf, was das Richtige ist: die Ansammlung eines kleinen Vermögens, Kampf oder Flucht? Juan und seine Kumpanen bieten einen kostenpflichtigen Beschützerservice an, doch schnell gibt es kaum Überlebende, die zu beschützen sind. Und dann wäre da noch Juans Tochter Camila, die unbedingt überleben soll, wenn es nach ihrem Vater geht.

Juan of the Dead ist ein spannender Abstecher nach Kuba und bietet eine Abwechslung gegenüber anderen Filmen aus dem Genre. Und das, obwohl Titel und Teile der Handlung an dem großen Vorbild „Shaun of the Dead“ angelehnt sind. Hinzu kommen innovative Todesarten für Zombies, sodass Unterwasserzombies zustande kommen und es auch eine Reihe von Massenkills gibt.

Insbesondere die Szenen, in denen das Team zusammenarbeiten muss, sind unterhaltsam. Die Figuren haben ihre kleinen Macken, sind aber trotzdem oder gerade deswegen sehr sympathisch. Die Figuren passen sehr gut zusammen und bilden zusammen ein Ganzes. Doch trotzdem kann Juan of the Dead nicht mit Shaun of the Dead auf voller Linie mithalten. Da die Effekte teilweise unbeholfen wirken und einige Dialoge platt sind.

Doch durch die Übernahme von bekannten Elementen lebt der Film und das Zombie-Komödien-Genre an sich erst. Dazu gehören auch bekannte Zitate, die in dem Film unterhaltsam genutzt werden. Dadurch, dass die Charaktere trotzdem eigenständig und völlig individuell sind, hat man nicht das Gefühl ein billiges Remake zu sehen. Somit wirken Juan und seine Kumpanen nicht wie lieblose Kopien des Erfolgshits.

Kuba als Handlungsort gibt dem Film die richtige Würze. Während sonst häufig westliche Staaten wie Großbritannien oder die USA im Mittelpunkt stehen, wird hier ein sozialistischer Staat gewählt. Da ist auch vorprogrammiert, dass in einem anderen Teil der Welt auch anders mit einer Zombieplage umgegangen wird. So herrscht zunächst keine große Aufregung auf der Insel, sondern die Bevölkerung geht von einem weiteren Schritt der Revolution aus. Doch als klar wird, wie ernst die Lage ist, versucht jeder seinen eigenen Vorteil aus der Situation zu schlagen.

Der Drehbuchautor und Regisseur des Films, Alejandro Brugues, stammt aus Argentinien, hat aber trotzdem Kuba als Schauplatz gewählt. Der Film wurde auch originalgetreu auf Kuba gedreht und auch die Hauptdarsteller stammen von der Insel. Somit erstaunt der systemkritische Unterton des Films, zumal die Produktionsfirma, die an dem Film mitwirkte, ebenfalls auf Kuba beheimatet ist.

Das Mitwirken der kubanischen Produktionsfirma könnte auch ursächlich dafür sein, dass Kuba und seine Bewohner, trotz beißender Selbstironie, nicht zum Gespött werden. Juan und seine Mitkämpfer bleiben während des ganzen Films sympathisch, obwohl sie oft moralisch fragwürdig handeln.

Doch auch Havanna wird von seiner echten rauen Seite gezeigt. Die Stadt wirkt heruntergekommen und zeigt sich doch von seiner gleichzeitig poetischen Seite. Zu Anfang des Films, noch bevor der erste Zombie auf der Leinwand zu sehen ist, wirkt es als wäre eine Zombie-Apokalypse schon vor Jahren über Havanna hereingebrochen.

Insgesamt ist Juan of the Dead eine gute Zombiekomödie, die ideal für einen gemütlichen Abend auf der Couch ist. Zwar gibt es Inszenierungen, kleinere Schwächen und auch die Spezialeffekte überzeugen nicht immer, doch dies macht der Rest wieder wett. Der Film wird vor allem Genrefans begeistern und ist vermutlich nicht für jeden etwas.

Dead and Breakfast – Hotel Zombie Filmreview

Auf dem Cover der DVD „Dead and Breakfast“ rankt stolz die Aufschrift „Die beste Splattercomedy seit Peter Jacksons Braindead“. Somit werden dem Film zwei positive Eigenschaften auf einmal zugeschrieben, sofern man Braindead und das Splattergenre mag.

Die Handlung spielt bei Filmen solcher Art in den meisten Fällen nur eine untergeordnete Rolle. Dead and Breakfast – Hotel Zombie ist hierbei keine Ausnahme. Einige junge Menschen befinden sich auf dem Weg zu einer Hochzeit in einem kleinen Ort, mitten in der amerikanischen Provinz. Somit gehen sie schnell auf die Suche nach einem geeigneten Nachtlager und landen bei einem merkwürdigen Herren mittleren Alters. Dieser wird von David Carradine verkörpert. Eine dubiose Schatulle kommt ins Spiel und die Zombies brechen los. Von jetzt auf gleich, werden die jungen unbescholtenen Hauptdarsteller mit den Regeln der amerikanischen Gesellschaft konfrontiert: Seih dir selbst im Notfall am nächsten. Im Kampf gegen die Untoten wird dies deutlich, da die Gruppe kaum Teamgeist beweist. Am deutlichsten wird dies, als einer der Männer ausrastet und seiner Freundin den Kopf zertrümmert.

Trotz der grausam anmutenden Szenen hat die DVD bloß ein FSK-16-Siegel. Die enttäuschende Antwort darauf ist, das Dead and Breakfast – Hotel Zombie, eher wie eine Mogelpackung wirkt als ein klassischer Splatterfilm. Kunstblut kommt häufig und in großen Mengen zum Einsatz, doch wenn Blut auf die Wände oder die Darsteller spritzt, ist nicht deutlich, wo die Quelle des Blutes herkommt. Waffen wie Kettensägen verrichten ihre Arbeit ebenfalls außerhalb des Bildausschnittes. Nur wenige Szenen entsprechen wirklich dem klassischen Splattergenre. Nach dem deutlich geworden ist, dass der Film also nicht voll in dieses Genre passt, kann er immer noch in den Bereich Horrorkomödie eingeordnet werden. Eine der humoristischen Einlagen ist beispielsweise, in der einer der Männer versucht zu flüchten, dies jedoch durch seine rutschige Blutlache unmöglich ist. Außerdem sind die Bewohner der amerikanischen Provinz, so wie man sich typische Hinterwäldler vorstellen würde. Der Film wirkt insgesamt durch diese Elemente skurril und auch vereinzelte Einlagen der Untoten reißen nicht viel heraus.

Die Bildqualität ist nicht überragend, aber in Ordnung. Insgesamt gibt es mehr Verschmutzungen als bei einem neueren Film zu erwarten wäre. Da die meisten Szenen allerdings sehr dunkel sind, fällt dies kaum auf. Die Bildschärfe des Films befindet sich im Mittelfeld. Das Bild ist nicht gestochen scharf, aber auch nicht unkenntlich. Der Kontrast ist leider der große Schwachpunkt: In den häufig vorkommenden dunklen Szenen werden einige Bildelemente verschluckt. Dies wird teilweise durch die kräftige Farbwiedergabe ausgeglichen.

In den USA bekam der Film nicht so einfach eine so niedrige Freigabe wie in Deutschland. Zunächst sollte Dead and Breakfast – Hotel Zombie ein NC-17 Waiting erhalten. Somit musste der Film extra gekürzt werden, damit für spätere DVD- und Kinoveröffentlichungen ein R-Waiting möglich war. Die ungeschnittene Originalfassung ist allerdings ebenfalls in den USA käuflich zu erwerben. In Großbritannien erhielt der Film eine BBFC 18 Freigabe. Es ist davon auszugehen, dass der Film keine FSK-16-Freigabe bekommen würde, wenn er heute in Deutschland erscheinen würde.

Insgesamt ist Dead and Breakfast – Hotel Zombie empfehlenswert, doch dürfte nur etwas für wirkliche Genrekenner und –liebhaber sein. Wie viele Filme dieser Art bietet er keine echte Handlung, sondern lebt von groben Splatterelementen. Leider fallen diese zugunsten einer guten FSK-Bewertung relativ lasch aus. Trotzdem gehört Dead and Breakfast – Hotel Zombie auf die Liste eines jeden Genrekenners. Der Film ist ideal, um ihn mit Freunden an einem gemütlichen Abend auf dem Sofa mit etwas Popcorn zu schauen. So kann man sich gemeinsam über die abgeschwächten Splatterelemente und Comedyeinlagen, von denen der Film lebt, amüsieren. Das besondere Sahnebonbon, ist die Rolle des bereits verstorbenen David Carrodine. Selbst in einem solchen Film, glänzt er durch sein großes schauspielerisches Talent und wertet den Film auf.

Quarantäne 2 – Terminal Filmreview

Quarantäne 2 enthält viele Komponenten, die offensichtlich von der Geschichte des ersten Films inspiriert sind. Der Film ist so konzipiert, dass die Ereignisse tatsächlich in der selben Nacht, also zur gleichen Zeit wie im ersten Film geschehen. Diesmal aber findet die ganze Aktion in der Luft in einem Flugzeug statt und später im Flughafen-Terminal, wo die Passagiere durch Beamten und das Militär eingeschlossen werden. Die Handlung verfolgt die beiden Freundinnen Jenny und Paula, zwei Stewardessen, die einen langen Nachtflug aus LA mitfliegen.

Während sie in der Luft sind, wird ein Passagier durch einen Hamster Biss infiziert und beginnt wild rum zu laufen. Eine wahrliche Chaossituation folgt und das Flugzeug wird gezwungen, eine Notlandung auf dem nächstgelegenen Flughafen zu machen, wo die Passagiere in “Quarantäne” gestellt werden. Nun müssen sie sich aufeinander verlassen, und gleichzeitig eine Infektion vermeiden, um zu überleben. Genau das gestaltet sich als ziemlich schwierig, denn sie müssen aufpassen, dass sie nicht in Fetzen gerissen werden, von den bereits infizierten Passagieren.

Die Angriffe in engen Räumen und eine sterile Umgebung sind genauso effektiv wie im ersten Teil, und der Einzug in das dunkle industrielle Labyrinth des Terminals dient nur dazu, das Gefühl der Isolation und allgegenwärtigen Gefahr hinzuzufügen. Im Ganzen ist es ein unterhaltsamer Film, der in Sekundenschnelle vorbei zu sein scheint, und wer Quarantäne genossen hat, wird diesen Film definitiv lieben. Die meiste Aktion scheint sich in der ersten Hälfte abzuspielen, und zwar im Inneren des Flugzeugs. Sobald das Virus ausgebrochen ist, läuft ein brutaler und verrückter Passagier im Gang rauf und runter und spuckt dabei Blut und Schaum. Verängstigte Passagiere haben keinen Platz um sich zu verstecken, und zwei entsetzte Stewardessen werden mit einem tödlichen medizinischen Notfall konfrontiert.

Die Handlung
Während eines Flugs von LA nach Nashville wird ein Passagier infiziert und viele glauben zunächst das Er nur krank ist. Er muss von mehreren anderen Passagieren zurückgehalten werden, bevor das Flugzeug eine Notlandung macht. Nach der Landung aber fängt das Grauen erst richtig an. Als sich die erschreckten Passagiere aus dem engen Flugzeug in einen riesigen verlassenen Terminal begeben, fühlen sie zunächst etwas Erleichterung. Doch der Schein trügt und nicht alles ist friedlich, wie es auf den ersten Blick scheint.

Jenny (Mercedes Masöhn) die eine eher unerfahrene Stewardess ist, muss die Verantwortung für die Passagiere übernehmen, als ihrer Partnerin Paula von der infizierten Person gebissen wird. Während der Kapitän und sein Kopilot auf dem Flugzeug bleiben, um den infizierten Mann zurückzuhalten, begibt sich der Rest der Passagiere auf das Flughafengebäude und stellen fest, dass das gesamte Terminal abgeriegelt wurde. Mit Hilfe von Ed (Ignacio Serricchio), einem Gepäckabfertiger, durchqueren sie das Labyrinth des Terminals und begreifen das jeder Ausgang verschlossen und sie in Quarantäne gestellt worden sind. Ed erwähnt, dass es einen unvollendeten Teil des Gebäudes gibt, mit einem Tunnel, der zum alten Terminal führt. Für die Passagiere scheint dass der einzige Ausweg zu sein.

Aber als einige auf das Flugzeug zurückkehren, stellen sie fest, dass der Kapitän, Kopilot und die infizierten Fluggäste alle verschwunden sind. Es beginnt ein verzweifelter Lauf ums Überleben, um den tollwütigen, Blut-verrückten infizierten zu entkommen. Das Virus verbreitet sich schnell und es gibt immer mehr Opfer, die Zeit wird knapp für die wenigen verbliebenen um sich in Sicherheit zu bringen. Jenny ist eine der Letzten überlebenden und fast gelingt ihr die Flucht aus dem Terminal, als sie und noch einer der Passagiere, George, den Tunnel und somit den Ausgang erreichen. Als sie fast am Ausgang sind und das Terminal brennend hinter ihnen ist, wird auch Jenny gebissen und infiziert, was zu einem Kampf zwischen ihr und Georg endet. Dieser schafft es dennoch sich zu befreien, und rennt aus dem brennenden Terminal.

Das Grauen in Quarantäne 2 ist verglichen mit dem ersten Film fast noch schrecklicher, vor allem das Entsetzen der infizierten Opfer, die alle Sinne und Vernunft verloren haben und alles um sich töten. Das Grauen wird in dem abgesperrten und geschlossenen Terminal weiter entfacht, zumal die Passagiere nicht den Grund kennen, warum sie gefangen sind und wer eigentlich für alles verantwortlich ist. Die “Terminale” Aktion umfasst Ereignisse auf dem Flugzeug, einem Gepäck-Bereich, und auch einen Catering-Container, was die Paranoia und Panik bei den Passagieren deutlich erhöht. Alles in allem sind es viele beängstigende Situationen während des ganzen Films.

Doghouse (2009) Filmreview

doghouseDer Film “Doghouse” ist eine englische Splatter-Horror-Komödie von Jake West und das Drehbuch ist von Dan Schaffer. Unter den Hauptdarstellern sind bekannte Gesichter zu finden, wie Danny Dyer, der im Film “Severance” spielte und Stephen Graham, der in die Rolle eines gemeinen Obernazi namens Combo in dem Film “This is England”, schlüpfte sowie der Schauspieler Noel Clarke. Doghouse wurde 2009 auf dem Fantasy Filmfest in Deutschland gezeigt, doch konnte er es nicht für den Verleih der deutschen Kinos schaffen. Jake West, der englische Regisseur, ist mit einer Reihe von anderen Filmen schon vorher aufgefallen, wie zum Beispiel “Razorblade Smile” von 1998, mit dem er sich seine bestimmte Fangemeinde aufbauen konnte sowie “Evil Aliens” von 2005 und den weniger bekannten “Pumpkinhead 3”. Bei “Doghouse” fällt auf, dass einige Parallelen zu dem Film “Shaun Of The Dead” eindeutig zu erkennen sind.

Es scheint immer die alte Geschichte zu sein, das Zweierbeziehungen nicht wirklich glücklich machen, sondern die anfänglich große Liebe mit nervigen und zermürbenden Streiterreihen irgendwann ein Ende findet. So ist der gelungene Anfangsteil des Films, der die Audienz mit kurzen, schnell implementierten, emotionsgeladenen Episoden unterhält, um die Hauptakteure des Films vorzustellen, überzeugend genug, um sich für den Film zu interessieren.

So sieht man, wie es den sechs englischen Männern aus London geht und das es zu verstehen ist, dass sie sich mal eine Pause vom monotonen Alltag und von ihren Ehefrauen und Freundinnen gönnen möchten. Dazu überlegen sie sich, an einem abgelegenen Ort Urlaub zu machen und mit Alkohol-Orgien und mit bezahlten Damen der Nacht, wieder zu sich “selbst” zu finden. Doch sollte es einiges anders kommen, als sie sich das vorgestellt hatten. In einem ländlichen, absolut scheinbar verlassenen Kaff waren die Damen der Nacht schon anzutreffen, doch hatten diese eine andere Vorstellung von Fleischeslust, als es den Herren lieb war.

Die Herren des Ortes waren schon tot und in irgendwelchen Kellern am vermodern, wenn sie nicht schon von ihren liebesbedürftigen Zombieweibern verzerrt worden waren. Die Frauen waren durchweg Zombies und wollten sich kannibalistisch an den sechs werten Herren vergehen und mit Zombiemanier sich auf ihr Frischfleisch stürzen. So bekamen sie es mit einer Frisösen-Zombie-Frau, einer überaus korpulenten Zombie-Fleischereifachverkäuferin, einer Zombie-Oma, einer Zombie-Braut und zahlreichen Zombie-Prostituierten zu tun. Denn was niemand weiß ist, dass der einsame Ort Moodley kein Paradies für Männer mehr ist, sondern mit einer neuen biologischen Waffe, einem Virus, verseucht wurde und alle Frauen in männerfressende Zombies mutiert hat.

Und nun müssen sich die armen Herren, die ja schon von zu Hause von ihren weiblichen Kotrahenden geflüchtet sind bis aufs Blut in einem Geschlechterkampf behaubten, der in ein massives Überlebenstraining ausartet. Allerdings sind die Herrschaften waffentechnisch mit Golfbällen, Golfschlägern, Fußbällen, selbst gebauten Flammenwerfern und einem Fernsteuerauto eher schlecht ausgerüstet und somit der Zombieschar auf allen Ebenen deutlich unterlegen und schier ausgeliefert. So müssen sie sich in Boutiquen, in Spielzeugläden und in zig anderen Häusern verstecken und zusehen, das sie Ideen entwickeln einen Weg aus dieser Hölle zu finden.

Unterm Strich ist “Doghouse” ein Film, der ohne Rücksicht unsere sechs Helden nicht allesamt überleben lässt, und erreicht somit eine Ebene der Skrupellosigkeit und Brutalität, die nun mal eher charakteristisch für einen Horrorstreifen ist, als für eine Komödie. Die Lachnummern, wie die Szene mit dem Fußball, wirken eher kitschig als lustig. Ansonsten ist “Doghouse” mit höherer Wahrscheinlichkeit kein Film für Leute mit einem sanften Gemüt, sondern eigentlich für Freunde der Genre des Funsplatter-Films, wo Blut, Schleim, eine Gehackerei und Gemetzelei als belustigendes Entertainment genossen werden kann. Im Grunde kann man sagen, das die Liebhaber eines derben Humors auf ihre Kosten kommen können. Die wirklich lustigen Momente, die einem ein Lächeln entlocken, sind noch die, wenn mit coolen Sprüchen über die ernsthafte Situation spekuliert und philosophiert wird.

Was an dem Film etwas stört, ist, das alle Szenen, die in dem Schreckensort Moodley gefilmt worden sind und mit Aktion zu tun haben im Dunkeln spielen und so die interessanten Szenen samt Kampfszenen nicht bestens zu erkennen sind. Dazu muss man sagen, dass im Allgemeinen der Film in der zweiten Hälfte etwas abflacht, da sich die originellen Ideen etwas ausdünnen. Gut ist, dass das Budget des Films nicht wirklich niedrig angesetzt war und so eine qualitative Optik im Detail nicht zu übersehen ist.

Braindead Filmreview

Der Regisseur Peter Jackson aus Neuseeland hat im Jahr 1992 den Film Braindead veröffentlicht. Er geht in die Richtung Splatter-/Horrorfilm und ist ein Kultfilm für Fans des Genres. Die deutschen Kinos bekamen den Film im Jahr 1993, wobei die Fassung gekürzt war. Leider wurden dabei nur etwa 20.000 Zuschauer in die Kinos gelockt.

In dem Film geht es darum, dass auf Skull Island eine Kreuzung aus Ratte und Affe, sprich eine neue Spezies entdeckt wurde. Die Insel ist in direkter Nähe von Sumatra und gefunden wurden die Tiere im Jahr 1957. In Neuseeland in dem Zoo von Wellington befindet sich dann schon bald dieses Tier. In Wellington wohnt auch Lionel Cosgrove, der sich in Paquita verliebt hat und ein Muttersöhnchen ist. Die Mutter von Lionel ist allerdings sehr eifersüchtig und sie möchte die aufkeimende Beziehung zerstören. Bei dem Ausflug in den Tierpark verfolgt die Mutter das Pärchen und dabei beißt sie der aggressive Rattenaffe. Es dauert nicht lange bis die Mutter stirbt und als Zombie wieder zurückkommt. Die Mutter trägt das Virus unter die Menschen, den sie beißt einen Schäferhund, eine Krankenschwester, Freunde und auch die Nachbarn. Lionel probiert, ob er die Infizierten im Keller gefangen halten kann.

Lionel vertraut sich dann Paquita an, denn der gierige Onkel feiert nur eine wilde Party in dem Haus Cosgrove. Beide haben sich dazu entschieden, die Zombies durch Injektionen mit Gift unschädlich zu machen. Leider handelt es sich nicht um Gift, sondern um ein starkes Aufputschmittel und damit werden die Zombies nur noch aggressiver. Schließlich brechen sie aus und fallen über die Partygäste her. Lionel wird es dann zu bunt, wo auch Paquita ernsthaft bedroht wird. Er hält sich einen alten Rasenmäher vor die Brust, rennt durch die Leute und löst ein Blutbad aus. Seine Mutter mutierte in der Zwischenzeit zu einer monströsen Gestalt und es kommt am Ende zum Kampf der beiden. Die Mutter greift das Paar an, kann jedoch bezwungen werden.

Eine ungeschnittene Fassung von dem Film hatte Peter Jackson in Deutschland im Jahr 1992 in Nürnberg vorgeführt. Das englische PolyGram Video wurde im Jahr 1993 indiziert und es hatte das erste Wendecover-Motiv. Als Verleih-Video ab 18 Jahren erschien der Film dann im Jahr 1994 und er wurde insgesamt um fünf Minuten gekürzt. Die Fassung wurde im Jahr 1995 auch auf den Index gestellt. Dubiose Extended-Versionen kursierten dann später in Deutschland. In der Bundesrepublik Deutschland ist die Verbreitung von Braindead verboten. Im Jahr 1999 wurde die Laserdisc von Astro bundesweit beschlagnahmt. Im Jahr 2000 wurde das englische PolyGram-Video beschlagnahmt und die gekürzte Fassung von Eurovideo dann im Jahr 2003. Es gibt lediglich eine jugendfreie DVD-Fassung ab dem Alter von 16 Jahren und diese darf legal in Deutschland verkauft werden. Natürlich ist dieser Film allerdings drastisch verkürzt worden.

Die Horror-Parodie ist im Stil der 1950er Jahre und das Budget wird auf drei Millionen US-Dollar geschätzt. Es wurde auf viele Motive von dem Horror-Genre zurückgegriffen und bis zur Absurdität werden diese überstiegen. Es handelt sich bei dem Splatterfilm um in richtig blutiges Rasenmäher-Massaker, wofür 300 Liter Kunstblut Verwendung fanden. In der Filmgeschichte ist dies noch immer einzigartig. An demselben Ort wurden die Skull-Island-Szenen gedreht, wo auch Aragor bei dem Herrn der Ringe dem Pfad der Toten folgten. In dem Film hat Peter Jackson sogar einen Gastauftritt und er spielt von dem Leichenpräparator den schrulligen Assistent.

Bei den Filmkritiken hieß es, dass die Atmosphäre der 50er Jahre stimmungsvoll ist und dass dieses Splatter-Movie in allen Szenen bemüht war, immer wieder eine Ekelgrenze zu überschreiten. Mit kranken Ideen und mit machbarer Tricktechnik wird makabres Vergnügen demonstriert. Es heißt allerdings auch, dass die comichaft dargestellte und absurde Gewalt die Tabugrenzen überschreitet und keinen mehr erschreckt. Nur für eingefleischte Zombiefans sei der Film gute Unterhaltung.

Undead Filmreview

Undead ist auf jeden Fall einfallsreich und die Spierig Brüder haben es geschafft ihn als satirisch, witzig und erschreckend rüberzubringen. Dieser Zombie Film hat eine originelle Story, tolle Charaktere, blendende Spezialeffekte sowie hervorragende Schauspieler, die mit einer gewissen Prise Humor jeden Zuschauer begeistern werden. Die Handlung klingt auf den ersten Blick sehr schlicht, aber wie gesagt es klingt nur so, denn hinter diesem Film steckt viel mehr als nur rumlaufende Zombies. Die kleine Stadt Berkeley wird von einem Meteoriten getroffen, der eine Seuche mit sich bringt, um die Bürger nicht nur zu töten, sondern sie wieder als menschenfressende Zombies wieder aufstehen lässt. Die Story konzentriert sich auf sechs Einheimische, die zusammen einen hektischen Überlebenskampf mit den Untoten führen.

Die Bürger der kleinen Stadt Berkeley werden von einem Meteorregen überfallen, welcher einige der Bewohner in Zombies verwandelt, während zur gleichen Zeit Aliens Menschen und Tieren entführen. Um das Ganze noch schwieriger zu gestalten, wird eine unerklärbare Wand rund um die Stadt erstellt und so verschwindet jede Chance zur Flucht. Zu allem Überfluss überfällt die Stadt ein Regen aus Säure, was die verbleibenden “normalen” Einwohner noch mehr belastet und ihr Überleben fast unmöglich erscheinen lässt.

Die Handlung
Am Anfang wird eine Explosion im Weltraum gezeigt, der Klang ist schockierend und ein feuriges Objekt rast durch den Weltraum in Richtung Erde. Der Film startet mit der Geschichte einer jungen Frau, ihr Name ist Rene (Felicity Mason) und in genau diesem Jahr wird sie beim lokalen Schönheitswettbewerb als Fisch Königin von Berkely erklärt. Da ihre Eltern tot und ihr Leben in Trümmern ist, entscheidet sie sich in die Großstadt zu ziehen, um mit ihrer Großmutter zu leben. Es ist zur gleichen Zeit ein Familientag im Park, die Leute lachen und haben eine wundervolle Zeit, als die Meteoriten durch die Luft und in die Menschenmengen schießen. Im nächsten Moment stehen die Toten wieder auf und begeben sich auf einem mörderischen Amoklauf. Das ist die Eröffnungsszene in Undead, welche jeden Zuschauer gespannt auf den Rest des Films machen wird.

Rene beobachtet das überraschende Blutbad und schafft es mit Hilfe eines geheimnisvollen Fremden und einer Pistole die Flucht zu ergreifen. Sie machen sich auf den Weg zu einem Bauernhof, und es stellt sich heraus, dass der Fremde, der sie gerettet hat, Marian ist (Mungo McKay). Marian hat früher Waffen für seinen Lebensunterhalt verkauft, bis ein neues Gesetz den Besitz von Schusswaffen illegal gemacht hat. Es erweist sich als sehr nützlich, dass er die Waffen immer noch besitzt, und immer mehr Menschen kommen zu dem alten Bauernhaus. Ein Mann sowie ein Mädchen, Wayne (Rob Jenkins) und Sallyanne (Lisa Cunningham) sind unter den Ersten, und bald folgen ihnen zwei Berkely Polizisten Harrison (Dirk Hunter) und seine neue Partnerin Molly (Emma Randall). Diese geflüchteten Menschen tun aber genau dass, was sie in einem Horror und Zombie Film nicht tun sollten, sie begeben sich auf ihrer Flucht in den Keller. Persönliche Differenzen und Machtspiele werden im Laufe des Films im Keller aussortiert. Marian wurden seine Waffen abgenommen, Harrison ist sich sicher das er alles unter Kontrolle hat, Sallyanne offenbart, dass sie schwanger ist und das Baby jederzeit kommen könnte. Rene erweist sich als die Stärkste in der Gruppe, und Molly versucht inneren Frieden zu finden, während die Zombies über ihren Köpfen knurren.

Sie fliehen aus dem Keller nur, um knapp einem Säureregen zu entkommen. Schließlich wird einer nach dem anderen von den Zombies getötet, bis Rene als Einzige übrig bleibt. Beim Versuch den Infizierten Zombies zu entkommen, gerät sie in die Hände von den Aliens, welche eine Wand rund um die Stadt errichtet haben, um die Verbreitung der Zombies zu stoppen. Es stellt sich heraus, dass der Säureregen ein Heilmittel für die infizierten ist, und nach dem die außerirdischen ihre Arbeit getan haben, verlassen sie die Erde ohne zu wissen, dass ein Infizierter überlebt und sich versteckt hat.

Undead ist das Spielfilmdebüt der Spierig Brüder, und die Regie ist erstklassig. Zusammen mit dem Kameramann Andrew Strahorn, bietet dieser Film eine Menge von wirklich erstaunlichen und einzigartigen visuellen Aufnahmen. Zweifellos besitzt dieser Film einige der besten Spezialeffekte, die in einem Independent-Film je geboten wurden.

Aber die Effekte sind nicht da, um den Film zu überschatten oder ihn nur damit auszuzeichnen, denn die Geschichte selbst tut dies auf eine beeindruckende Weise. Selbst das Zombie-Make-up ist beeindruckend, und ein paar wirklich krasse Zombies sind im Film zu sehen.

Zombie – Dawn of the Dead (1978) Filmreview

1978 entstand mit Dawn Of The Dead ein Film, der ein ganzes Genre auf ewig prägen sollte, zugleich aber noch bis heute kontrovers – vor allem im Hinblick auf Altersfreigabeentscheidungen – diskutiert wird. Trotz, oder möglicherweise gerade wegen der expliziten und verstörenden Gewaltdarstellung eroberte der für eine halbe Million US-Dollar produzierte Horrorfilm in der Folge den Kino- und Videomarkt. Mit der Fortsetzung zu „Die Nacht der lebenden Toten“ stieg Regisseur George A. Romero endgültig zum Meister, respektive Erfinder aller Zombiefilme auf und lieferte einen filmischen Meilenstein ab, der in den folgenden Jahrzehnten unzählige Nachahmer auf den Plan rief. Darüber hinaus wurde auch Dawn Of The Dead selbst diverse Male wieder veröffentlicht, was zu einer Vielzahl an Alternativtiteln führte. So ist der Film unter anderem auch als „Zombie“, „Zombies im Kaufhaus“, „Zombi“ oder „Dawn Of The Living Dead“ bekannt.

„Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück.“

Der Film beginnt unmittelbar mit der eintretenden Apokalypse. Auf der ganzen Welt erwachen verstorbene Menschen wieder zum Leben und wandeln als Untote – als Zombies – unter den Lebenden. In ihrer bestialischen Gier nach menschlichem Fleisch überrennen sie zu Millionen sowohl Wohnblocks als auch Militär- und Polizeiposten und versetzen die Welt damit in Windeseile in einen Ort aus Unheil, Anarchie und Panik. Den vier Protagonisten des Films – die Polizisten Roger und Peter, die Redakteurin Fran und der Hubschrauberpilot Stephen – gelingt in einem Hubschrauber die Flucht aus diesem Hexenkessel. Ihr Weg führt sie schließlich zu einem riesigen Einkaufszentrum und sie beschließen, den Weltuntergang dort auszusitzen. Doch auch dieser Zufluchtsort bleibt nicht von der Zombieepidemie verschont, so dass die vier Protagonisten auch hier um ihr Überleben gegen die lebenden Toten kämpfen müssen.

Mehr als nur ein Gruselfilm
Der Film verdankt seinen Erfolg allerdings nicht ausschließlich der schockierenden, graphischen Darstellung von Gewalt. Vielmehr ist es die Reflexion über den gesellschaftlichen Zustand, die den Film vor allem bei Kritikern so gut wegkommen lässt. Dawn Of The Dead beginnt mit der buchstäblichen Apokalypse, die zu Zeiten des Kalten Krieges im realen Leben scheinbar tagtäglich bevorstand. Darüber hinaus war der Vietnamkrieg zwar schon länger vorbei, aber gewiss nicht vergessen. Der Film zeichnet indes kein nukleares Schreckensszenario, sondern zeigt eben eine Bedrohung durch Untote auf, die nicht mehr fähig sind, eigenständig zu denken. Romero lässt die Zombies gleichwohl – möglicherweise einem inneren Instinkt oder Bedürfnis folgend – auf ein Einkaufszentrum zu pilgern, dass als Symbol für die damalige Wohlstandgesellschaft angesehen werden kann. Ein Drang führt die Zombies in Richtung des Großmarktes, weil sie unbewusst vermuten, dort zu finden, was sie suchen. Währenddessen verschanzen sich vier Überlebende in dem Schlaraffenland, das ihnen alle Güter bietet, die von der Konsumgesellschaft als wichtig deklariert wurden. Und dennoch kann sie all dieser Reichtum in dieser Welt nicht glücklich machen – ja nicht einmal überleben lassen. Romero hält der westlichen Gesellschaft den Spiegel vor und stellt kritisch die Frage, was von ihr über bleibt, wenn ein Kollaps eintritt.

Von Dawn Of The Dead existieren eine Reihe verschiedener Schnittfassungen, die sich im Grunde auf drei offizielle Fassungen herunter brechen lassen. Neben George Romeros originaler Fassung, dem sogenannten Romero-Cut, existiert eine Schnittfassung des italienischen Regisseurs Dario Argento. Diese Fassung wurde bekannt als Euro-Cut oder Argento-Cut. Eine dritte, als Director’s Cut bezeichnete Fassung erschien in den 1990ern. Überdies existiert noch ein Ultimate Final Cut, in dem (beinahe) alles Filmmaterial, was aufzutreiben war, zusammengesetzt wurde. Alle anderen, meist „zensurbedingten“ Schnittfassungen stammen mehr oder weniger von diesen Fassungen ab.

So bleiben dem geneigten Fan viele Möglichkeiten, den im New York Museum Of Modern Art ausgestellten und bis heute in Deutschland beschlagnahmten Film immer wieder neu zu entdecken.

Zombie Apocalypse Filmreview

Trotz einer unglaublich großen Social Media Unterstützung für diesen SyFy Channel Film, wird Zombie Apocalypse dem Hype nicht gerecht. Allerdings ist dieser Film eine enorme Verbesserung im Vergleich zu Filmen wie Sharktopus, Mega Python vs Gatoroid und anderen Titeln, bei den die meisten Menschen sich Wünschen würden sie seien blind. Wir können diesen Film auch als eine Geste des SyFy Channel Managements ansehen, dass sie sich noch immer um echte Genres kümmern, die nicht nur Ringen oder Reality-TV umfassen. Am Ende ist aber Zombie Apocalypse einfach ein hundertprozentiger Durchschnitt und ein etwas langweiliger Zombie-Film.

Obwohl die Handlung ein grundlegendes “von hier, wo es Zombies gibt, nach dort zu gelangen, wo es keine Zombies gibt” ist, fangt der Film ziemlich überzeugend an. Eine Gruppe von Überlebenden im Süden von California erregt die Aufmerksamkeit einer Zombie Horde und sie alle befinden sich auf dem Weg nach Catalina, wo eine vermeintliche sichere Zone für die Menschen besteht. Zombie Apocalypse hat mich mit frühen Ergüssen von Emotion und der Erkenntnis, dass das Töten eines Zombies immer noch das Töten einer Person ist, hoffen lassen. Tatsächlich war ich sehr interessiert an dem Film, bis sich die einleitende Handlung auf halbem Weg durch den Film ständig wiederholte. Am Ende gab es so viel Handlungsdefizit und so wenig Spannung, dass ich mich gar nicht mehr um den Ausgang des Films gekümmert habe. Die eine absolute Regel bei Zombiefilmen ist, dass das Publikum sich für die Überlebenden interessieren muss, auch wenn sich dieses Interesse darin manifestiert, dass der Zuschauer einen Charakter bis zu dem Punkt hasst, dass er sich seinen Tod herbeiwünscht.

Optisch ist Zombie Apocalypse eine ungewisse Sache, denn das Make-up und die Prothesen der Zombies sind fantastisch, nicht The Walking Dead fantastisch, aber immer noch verdammt gut. Allerdings sind die Spezialeffekte und die Kampfchoreografie schrecklich, denn allgegenwärtige CG Blutspritzer sehen aus wie ein schlechter Abklatsch von einem Tarantino Film. Unzählige Ausschnitte und eigentümliche Kameraeinstellungen lassen ebenfalls eine erwartete Intensität verstummen, die bei Nahkampfszenen erwartet wird. Es ist auch ziemlich klar, dass niemand in der Filmcrew etwas über die Mechanik des Schwertkampfes wusste, denn sonst gäbe es nicht ein nettes Mädchen mit einem Katana, welche Zombies enthauptet, als hätte sie ein Lichtschwert.

Während die Schauspielerei annehmbar ist, bietet Ving Rhames eine Performance, welche ich als recht überzeugend bewerten würde. Ein weiteres Beispiel für das schlechte Drehbuch und zum Verzweifeln der Darsteller ist, dass die US-Regierung eine Serie von EMPs mit nuklearen Explosionen angeordnet hat. Sicher verringert dies einige Kosten des Films, weil es keine funktionierenden Autos gibt (achten Sie nicht auf die noch funktionierenden Boote), aber es macht auch keinen Sinn, denn Bodeneinheiten und das Kriegsrecht sind effizientere Mittel zur Beschränkung der Fortbewegung und begrenzen damit die Ausbreitung des Virus viel effektiver.

NB: Offenbar sind dies spezielle Atomwaffen, die keinen radioaktiven Ausfall erzeugen. Dann gibt es noch das Maschinengewehr, das ewig abfeuern kann, was aber nach fünfzehn Kugeln aussah. Vergessen wir aber nicht die listigen Zombies, denn durch Experimente mit Zombie-Mutationen / Evolution, was ein Handlungspunkt ist, sind die Zombie Horden wirklich gut darin sich in einer großen Zahl an die Menschen heranzuschleichen. Ich habe nicht ein Problem mit der Erforschung von klugen Zombies, aber die Folgerichtigkeit ist Regel nummer eins, wenn das die Art und Weise ist, wie eine Geschichte erzählt wird.

Am Ende zeigen die Mängel von Zombie Apocalypse, dass ein deutlicher Mangel an Übereinstimmung besteht. Ich verstehe, dass dieser Film mit einem geringen Budget erstellt wurde, aber wenn kein Geld für anständige SFX / VFX besteht, dann sollte zumindest sichergestellt werden, dass die Handlung ein wenig anspruchsvoller ist. Dieser Film hätte so viel besser sein können, wenn es nicht ein Amalgam von zahlreichen Zombie-Filmen ware. Der Versuch einen Film zu machen, der gleichzeitig eine Überlebensschuld, Zombie Evolution und ein grundlegendes Überleben erforscht, kann einfach nicht funktionieren. Zombie Apocalypse könnte für SyFy Channel Original Movies ein Schritt in die richtige Richtung sein, aber in seinen besten Momenten ist es ein Schritt, welcher definitiv im Reich der Mittelmäßigkeit landet.

Darsteller: Ving Rhames, Taryn Manning und Leslie-Ann Brandt

Geschrieben von: Brooks Peck und Craig Engler

Regie: Nick Lyon

Quarantäne 1 Filmreview

John Erick Dowdle, der Regisseur von “Quarantäne”, hat mit Drew Dowdle das Drehbuch für das Remake geschrieben. “Quarantäne” ist ein Remake des im Jahr 2007 erschienen Films “[REC]” und kam gerade einmal ein Jahr nach dem originalen spanischen Film in die Kinos. “Quarantäne” gilt somit als “schnellstes” Remake der Filmgeschichte. Während aber “[REC]” vor allem in Europa große Erfolge feiert, konnte sich “Quarantäne” nicht einmal in den USA richtig durchsetzen. Womöglich liegt es an der Tatsache, dass “Quarantäne” in Wahrheit eine beinahe 1 zu 1 Kopie gegenüber “[REC]” ist.

Auch im Remake ist Angela Vidal die Hauptperson, welche als Fernsehreporterin mit ihrem Kamermann Scott Percival eine Dokumentation über die Feuerwehr in L. A. dreht. Das Team erlebt einen Notruf, fährt mit den Einsatzkräften mit und findet ein Gebäude vor, welches von der Polizei bereits umstellt wurde. Die Polizei wurde auf Grund von Schreien im Haus verständigt. Als man die Frau im Gebäude beruhigen möchte, wird diese aggressiv und beißt den Polizisten in den Hals. Angela will mit ihrem Kamermann das Gebäude verlassen, doch die Türen wurden bereits verriegelt. Das Gebäude steht ab sofort unter Quarantäne; auch eine Nachrichtensperre wurde verhängt, sodass man nicht erfahren darf, was in dem Gebäude vorgeht.

Nachdem die Frau den Polizisten angriff und von Scott, dem Kamermann überwältigt wurde, ist einer der Hausbewohner, der zufälliger Weise Tierarzt ist, davon überzeugt, dass es durchwegs Tollwut sein könnte. Wenig später tritt das Seuchenkommando in das Haus und nimmt vom gebissenen Polizisten Proben. Auch ein Beamter des Seuchenkommandos ist der Meinung, dass es ein Tollwut Erreger sei, welcher durchwegs mutiert sei. So fällt der Verdacht auf den Hund einer im Haus lebenden Familie. Auch das Kind der Familie, Briana, welche scheinbar “krank” ist und unter einem starken Husten leidet, wird immer aggressiver und beißt schlussendlich ihre Mutter in den Hals und verletzt diese schwer. Das Reporterteam wie der Feuerwehrmann Jake können unterdessen fliehen.

Nach diversen Angriffen auf die Überlebenden wird der Entschluss gefasst zu fliehen. Die Kanalisation sei die einzige Möglichkeit um aus dem Gebäude zu entkommen. Vorher benötigen sie aber den Schlüssel in den Keller, welchen sie im Zimmer des Vermieters des Apartments finden wollen. Durch die Horden von Infizierten, welche auf der Treppe stehen und Angela wie Scott daran hindern in den Keller zu gelangen, fliehen sie auf den Speicher im Dachgeschoss. Doch auf den Speicher findet man keine Zuflucht und Sicherheit sondern deckt ein wahnsinniges Projekt auf – doch wie soll die Öffentlichkeit davon erfahren? Unten lauert der Tod und im Speicher ist man wohl auch nicht sicher, denn Angela hört immer wieder Schritte…

Bereits sieben Monate nach dem spanischen “[REC]” kam “Quarantäne” in die Kinos. Obwohl die Handlung scheinbar ident ist und auch Dialoge 1 zu 1 übernommen wurden, so gibt es doch ein paar Unterschiede zu dem originalen Film. So ist in “Quarantäne” ein Tollwut Virus dafür verantwortlich, dass die Menschen durchdrehen und das Gebäude unter Quarantäne gestellt wird. In “[REC]” hingegen ist es ein dämonenartiger Virus, der die Menschen zu Bestien mutieren lässt. Im Speicher entdecken Angela und Scott ein Tonband, wobei die Aufnahme äußerst unverständlich und verzerrt ist. In “[REC]” hingegen ist die Aufnahme einwandfrei zu hören, sodass der Zuseher über das dämonenartige Virus am Ende des Films aufgeklärt wird. Auch enthält der Film “Quarantäne” ein paar zusätzliche Szenen. Etwa als bei einem Fluchtversuch einer der Überlebenden vom Dach durch einen Scharfschützen getötet wurde. Zudem sind auch mehr Menschen in dem Gebäude, welche evakuiert werden.

Im Juli 2011 kam die Fortsetzung – “Quarantäne 2 – Terminal” in die Kinos. Auch wenn Vorbild der Film “[REC] 2” war, sind beide Filme – im Unterschied zu den ersten Teilen – grundverschieden und weisen auch eine komplett andere Handlung auf.

Jennifer Carpenter, bekannt aus “White Chicks”, “Der Exorzismus der Emily Rose”, “Battle in Seattle” oder “Dexter”, verkörpert Angela Vidal. Steve Harris, der den Kameramann Scott verkörpert, war bereits in den Filmen “The Rock – Fels der Entscheidung”, “Minority Report”, “Haus über Kopf” oder “Zwölf Runden” zu sehen.

Dawn of the Dead Filmreview

Dawn of the Dead ist der Debütfilm von Zack Snyder aus dem Jahr 2004. Der Film ist ein Remake des Films Dawn of the Dead von George Andrew Romero von 1978. Der Film handelt von Zombies, die versuchen eine Gruppe Menschen, welche sich in einem Kaufhaus zurückgezogen haben mit dem Zombie Virus zu infizieren. Die Hauptdarsteller sind unter anderem Sarah Polly und Mekhi Phifer.

Der Film zeigt zu Beginn die Krankenschwester Anna und ihren Mann Louis. Sie leben in Wisconsin und leben in einer Vorort Siedlung. Beide verpassen eine Notruf – Nachrichtenmeldung und müssen am nächsten Morgen feststellen, dass die Tochter vom Nachbarn zu einem Zombie mutiert ist, welche Louis in den Hals beißt. Louis kann sich von ihr zwar befreien, doch er mutiert sofort zu einem Zombie und attackiert Anna. Sie kann sich allerdings im letzten Moment durch das Badezimmer Fenster retten. Was hier bereits auffällt, ist, dass, die Zombies nicht wie im Original langsam gehen, sondern dass Sie jagen. Sie laufen, springen und wollen Menschen infizieren. Nachdem Anna geflohen ist, wird sie in einen Unfall verwickelt. Anschließend zeigt der Film Fernsehbilder von fliehenden Menschen Massen, die in schnellen Sequenzen aufeinanderfolgen. Diese ersten Minuten sind geprägt von Dynamik und Spannung.

Nachdem Anna sich von dem Unfall einigermaßen erholt hat, schließt Sie sich einer Gruppe an, welche aus dem Polizisten Keneth, einer schwangeren Frau namens Luda, ihrem Freund Andre und Michael besteht. Die Gruppe trifft auf einen infizierten Sicherheitsmann, der Luda beißt. Allerdings mutiert sie nicht zu einem Zombie. Drei weitere Sicherheitsleute treffen auf die Gruppe und schließen sich den fünf Personen an. Diese rennen schließlich auf das Dach des Einkaufszentrums und sichten Andy, der alleine in einem Waffenladen verharrt. Aber die acht Personen sind nicht die Einzigen, die die Idee hatten in einem Einkaufszentrum Schutz zu suchen. Am nächsten Tag erreicht ein Bus mit sieben weiteren Personen das Einkaufszentrum. Anschließend erfährt der Zuschauer, dass Frank sterben muss. Er wird von einen Zombie gebissen und nach seiner Mutation von Keneth erschossen, damit die Gruppe nicht gefährdet ist.

Im weiteren Verlauf erzählt der Film, wie sich zwischen den “Gefangenen” soziale Beziehungen entwickeln und einige Figuren werden näher beschrieben. So erlebt der Zuschauer beispielsweise, wie zwischen Anna und Michael Gefühle entwickeln. Allerdings bleiben die Beschreibungen oft oberflächlich und manchmal werden sie dem Zuschauer ohne Kontext präsentiert. Im weiteren Verlauf des Films erlebt der Zuschauer, dass Luna doch infiziert ist und sogar ein Zombie Baby entbindet. Die beiden Personen werden durch die Gruppe getötet, welche anschließend beschließt zu dem Lake Michigan zu fliehen. Um dort anzukommen, erschaffen sie einen Bus, welcher mit Abwehrmaßnahmen ausgestattet ist. Diese umfassen unter anderem Stacheldraht und Schusswaffen. Während ihrer Flucht sterben Menschen, durch einen Kettensägen Unfall oder sie werden von einem Zombie gebissen. Sodass am Ende nur noch die Hauptdarstellerin Anna, der Polizist Keneth, Terry und der Hund Chips am Leben sind. Allerdings haben die Lebenden zu wenig Proviant dabei, um zur Insel zu gelangen und sie müssen sich den Zombies stellen. Der Film endet mit einer Camcorder Szene, in der der Zuschauer sieht, wie Zombies die nicht infizierten Wesen jagen, ohne aufzulösen, was mit den Menschen geschieht. Demnach ist es ein offenes Ende.

Insgesamt ist Dawn of the Dead ein gelungenes Remake von dem Original von George Andrew Romero. Natürlich hat die moderne Version viele Ähnlichkeiten mit dem Original, kann sich aber dennoch deutlich abheben. Das wird am schnellsten deutlich bei den Szenen, wo Zombies zu sehen sind. Sie sind wie schon erwähnt agil und hungrig nach neuen Opfern. Des Weiteren unterscheidet sich die Version von Zack Snyder in den schnellen Sequenzen, welche die Spannung aufrechterhalten, dazu tragen auch ruhigere Szenen, wie die der Restaurierung des Busses bei. Die Musik untermalt zudem die Szenen mit etwas Sarkasmus, welcher sich gut in die Geschichte einfügt.

Night of the Living Dead Filmreview

Die „Nacht der lebenden Toten“ – im englischen Original ‚Night of the living death‘ – ein Film, den man ohne weiteres als Meilenstein des Horrorgenres bezeichnen kann. Dieser Kultklassiker, der gerade für damalige Verhältnisse einige ganz und gar magenumdrehende Momente enthält, wurde sogar in die Filmsammlung des berühmten Museum of Modern Art aufgenommen. Die Handlung, später unzählige Male für andere Filme umgeschrieben, beginnt, wie in Horrorfilmen üblich, ganz harmlos…

Die Geschwister Johnny und Barbara sind auf dem Weg, das Grab ihres Vaters zu besuchen, als sie auf dem Friedhof einem bleichen Mann begegnen. Ehe die beiden wissen, wie ihnen geschieht, greift der unheimliche, andere Besucher sie an und schlägt Johnny zu Boden. Barbara schafft es in Panik zu fliehen, muss jedoch ihren Bruder auf dem Friedhof zurücklassen. Völlig außer sich rast sie mit dem Wagen die menschenleeren Straßen entlang, hat einen Unfall, muss sich also ohne Auto weiterschlagen und erreicht schließlich ein verlassenes Farmhaus. Dort trifft sie auf Ben, der ebenso vor unheimlichen Gestalten auf der Flucht ist, dessen Tank jedoch leer ist. Ben berichtet von mehreren dieser mysteriösen Gestalten, die er auf seinem Weg gesehen hat, als Männer schlagartig auch das Farmhaus attackieren.

Während Barbara langsam den Verstand zu verlieren beginnt, verteidigt Ben das Haus, wobei er einige der Männer tötet. Notdürftig verschanzen sich Barbara und Ben nun im Haus, als sie plötzlich fünf Menschen im Keller des Hauses vorfinden. Dort hatten sich das junge Paar Tom und Judy und das Ehepaar Helen und Harry Cooper mit deren Tochter verbarrikadiert. Das Mädchen wurde von einem der Angreifer gebissen und befindet sich in augenscheinlich sehr schlechtem, äußerst schwachem Zustand. Schnell entbrennt ein Konflikt zwischen Ben, der vom Erdgeschoss aus die Angreifer beobachten und kämpfen möchte, und Harry, dem einzig das Wohl seiner Familie am Herzen hängt und der deshalb weiterhin im Keller und versteckt ausharren möchte. Radio und Fernsehen klären die Gejagten endlich auf – die Angreifer sind Untote, kürzlich Verstorbene, die nur durch die Zerstörung ihres Kopfes endgültig aufgehalten werden können.

Daraufhin versuchen Ben und das junge Paar Tom und Judy das einzig verbliebene Auto an einer in der Nähe gelegenen Zapfsäule zu betanken, was jedoch nicht gelingt, schlimmer noch, Tom und Judy sterben bei einer Explosion und Ben, den Harry aus Angst um seine Familie nicht wieder ins Haus lassen will, schafft es nur knapp, sich wieder in Sicherheit zu bringen. Der Konflikt zwischen den beiden verbliebenen Männern eskaliert und es kommt zum Kampf, in dessen Verlauf Ben Harry niederschießt und dieser in den Keller stürzt. Dort wartet bereits seine mittlerweile zum Zombie mutierte Tochter. Helen, Harrys Frau, sieht wie ihre Tochter Harry beißt und starrt wie gebannt auf die Szenerie. Obwohl sie Zeit gehabt hätte, sich in Sicherheit zu bringen, verharrt sie und wird schließlich von ihrer eigenen Tochter umgebracht. Auch Barbara hat kein Glück – ihr zum Zombie gewordener Bruder zerrt sie in die nach Blut gierende Meute…

Nur Ben kann sich behaupten, schießt die untoten Coopers nieder und verbarrikadiert sich allein im Keller. Endlich hört er, wie sich zombiejagende Bürger zum Haus vorkämpfen und rennt zum Fenster. Die Zombiejäger allerdings halten ihn für einen Untoten und schießen ihm eine Kugel in den Kopf…

Soweit zur Handlung, die im Jahr der Entstehung des Films, 1968, auf nicht unbeachtenswerte Weise alles bis dato in Sachen Horrorfilm bekannte in den Schatten stellte: Erstmals wurden Untote als Wesen mit eigenem Willen dargestellt und waren damit der unmittelbare Ursprung des Schreckens, nicht mehr nur die willenlose Marionette irgendeiner fremden Macht. In „Night oft he living dead“ steigen die Toten eigenmächtig aus ihren Gräbern auf, um als Zombies Jagd auf die Lebenden zu machen. Dies revolutionierte das Genre und bleibt bis heute ein Thema.

Den Kultstatus des Filmes kann man noch immer erleben, zum dreißigsten Geburtstag brachte man eine überarbeitete Fassung heraus, außerdem existieren mehr oder weniger bekannte, mehr oder weniger am Original orientierte Remakes, Fortsetzungen und sogar ein Bühnenstück. Interessant im Übrigen die zeitgenössische Rezeption – Kritiker Ende der sechziger Jahre befanden den Film nämlich zu sadistisch, zu blutig und gewaltverherrlichend, außerdem blödsinnig und manch einer sagte sogar den Machern dieses Horrorspektakels das Fehlen sozialer Verantwortung nach…

Mutants Filmreview

Mutants – Du wirst sie töten müssen!

Der Film von Sunfilm Entertainment wurde im Jahre 2009 produziert und hat die FSK 18. Zunächst einmal worum handelt der Film:
Wie so oft in Horrorfilmen geht eine Infektionskrankheit auf der Welt um – welche fast die Menschheit innerhalb kurzer Zeit in willenlose, kannibalische Kreaturen verwandelt hat. Einige, die sich dem Virus entziehen konnten kämpfen nun um das Überleben in einer Welt in der es eigentlich keine Hoffnung mehr gibt.

So fahren die schwangere Sonia, ihr Freund Marco, ein schwer verletzter Mann sowie eine Soldatin in einem Krankenwagen durch eine verschneite Bergregion in Frankreich. Sie sind auf der Suche nach dem Militärstützpunkt Noe – wo sie sich Hilfe und andere Nicht-Infizierte erhoffen. Die Soldatin begutachtet auf dem Fahrweg die Wunden des Verletzten und erkennt, dass es für Ihn keine Hilfe mehr gibt – sie erschießt ihn schließlich. Bei einem Tankstopp kommt es dann zum Zwischenfall: Ein Infizierter greift die Soldatin an und diese wird getötet – das ist jedoch noch nicht alles. Auch Marco hat etwas davongetragen: Er hat Blut des Infizierten in den Mund bekommen.

Mit dem letzten bisschen Benzin erreichen die Beiden schließlich ein verlassenes medizinisches Gebäude. Dort versucht Sonia ihren Mann zu trösten und ihm Hoffnung zu schenken. Denn auch sie wurde gebissen! Jedoch sind bei ihr noch keine nennenswerten Veränderungen aufgetreten, was die Annahme offen lässt, dass sie möglicherweise einen Impfstoff in sich trägt. Doch Marco geht es zunehmend schlechter – körperlich und psychisch. Er wird oft unkontrolliert aggressiv und bekommt regelrecht animalische Anfälle. Sonia versucht verbissen und mit eisernen Willen einen Funkkontakt zur Militärbasis aufzubauen – doch sie kann einfach nichts Brauchbares durch das Funkgerät vernehmen. Marco geht es immer schlechter, als sie ihn schließlich in Quarantäne stecken muss.

Doch statt den erhofften Soldaten der Militärbasis tauchen auf einmal eine Gruppe zwielichtiger Männer auf. Ihr Anführer heißt Franck – ein psychopathischer und kaltblütiger Räuber. Das Hauptaugenmerk der Gruppe liegt natürlich auf den Krankenwagen, mit dem Sonia und Marco hergekommen sind. Schließlich gelingt es Sonia ein Mitglied der Gruppe dazu zu überreden, dass er sie zu einem Funkgerät bringt. Dort versucht Sonia dem Militär davon zu erzählen, dass sie offensichtlich eine Immunität gegenüber der Krankheit hätte. Doch die beiden werden erneut angegriffen – der Mann der Gruppe stirbt dabei.

Als sich Sonia wieder allein zum vorherigen Fluchtort durchschlägt wird sie – dort angekommen – von Franck geschlagen und gedemütigt. Doch Zeit für Streit bleibt nicht mehr – Infizierte greifen das Gebäude an. Die Lage erscheint aussichtslos als alle Männer der Gruppe nach und nach von den Zombies getötet werden. Doch Sonia gelingt es zusammen mit Marco – der sein Verhalten fast gar nicht mehr kontrollieren kann – zu entkommen. Sie muss ihn schließlich erschießen – ein Martyrium für sie. Als sich Sonia schließlich eine weitere Gruppe Infizierter nähert wird sie schließlich von einem Helikopter gerettet und kann entkommen.

Zu Beginn des Films fühlt sich der Zuschauer ziemlich beklemmt – die Welt kennt keine Zivilisation mehr, die Darsteller sind auf sich allein gestellt, es besteht in keinster Weise Hoffnung und die tödliche und unheimliche Gefahr lauert überall. Grundsätzlich ist die erste Hälfte des Films überzeugender – in der Sonia und ihr Freund sich versuchen zu arrangieren und irgendwie ein Fünkchen Hoffnung auf Hilfe, auch in größter Aussichtslosigkeit, beibehalten möchten. Die Bilder des Films sind zudem im richtigen Maße blutrünstig wie auch hart dargestellt – es wird nichts beschönigt und die Unschönheiten der Infizierten mit Haarausfall, Zahnverlust und Blut statt Urin wird unverfroren dargestellt.

Anfangs ist Mutants optisch noch idyllisch und schön – ja fast schon romantisch. Die verschneiten Berge Frankreichs werden jedoch bald vom körperlichen und seelischen Verfall Marcos ersetzt, den der Zuschauer ausführlich verfolgen darf. Der Zwiespalt von Sonia wird authentisch dargestellt – auf der einen Seite weiß sie, dass ihr Freund nicht zu retten ist und sie ihn bald töten muss. Doch auf der anderen hat sie immer wieder die kleinen Hoffnungsschimmer, dass es womöglich doch eine Heilungschance gibt – die sie eventuell sogar in sich trägt! Dennoch auch dieser Film hat diese Situationen, in welcher der Zuschauer oft denkt – das kann doch nicht sein. Während in den Kampfszenen die verwegenen Räuber, die mitunter schwer bewaffnet sind, zu Kanonenfutter der Zombies werden, gelingt es Sonia immer wieder zu entkommen.

Doch ungetrübt, der Tatsachen die im Grunde genommen jeder Zombiefilm mit sich bringt, ist dieser Film in jedem Fall spannend und authentisch inszeniert. Für einen schaurig dunklen Fernsehabend im Winter ist dieser Film auf jeden Fall geeignet!