Zombie – Dawn of the Dead (1978) Filmreview

1978 entstand mit Dawn Of The Dead ein Film, der ein ganzes Genre auf ewig prägen sollte, zugleich aber noch bis heute kontrovers – vor allem im Hinblick auf Altersfreigabeentscheidungen – diskutiert wird. Trotz, oder möglicherweise gerade wegen der expliziten und verstörenden Gewaltdarstellung eroberte der für eine halbe Million US-Dollar produzierte Horrorfilm in der Folge den Kino- und Videomarkt. Mit der Fortsetzung zu „Die Nacht der lebenden Toten“ stieg Regisseur George A. Romero endgültig zum Meister, respektive Erfinder aller Zombiefilme auf und lieferte einen filmischen Meilenstein ab, der in den folgenden Jahrzehnten unzählige Nachahmer auf den Plan rief. Darüber hinaus wurde auch Dawn Of The Dead selbst diverse Male wieder veröffentlicht, was zu einer Vielzahl an Alternativtiteln führte. So ist der Film unter anderem auch als „Zombie“, „Zombies im Kaufhaus“, „Zombi“ oder „Dawn Of The Living Dead“ bekannt.

„Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück.“

Der Film beginnt unmittelbar mit der eintretenden Apokalypse. Auf der ganzen Welt erwachen verstorbene Menschen wieder zum Leben und wandeln als Untote – als Zombies – unter den Lebenden. In ihrer bestialischen Gier nach menschlichem Fleisch überrennen sie zu Millionen sowohl Wohnblocks als auch Militär- und Polizeiposten und versetzen die Welt damit in Windeseile in einen Ort aus Unheil, Anarchie und Panik. Den vier Protagonisten des Films – die Polizisten Roger und Peter, die Redakteurin Fran und der Hubschrauberpilot Stephen – gelingt in einem Hubschrauber die Flucht aus diesem Hexenkessel. Ihr Weg führt sie schließlich zu einem riesigen Einkaufszentrum und sie beschließen, den Weltuntergang dort auszusitzen. Doch auch dieser Zufluchtsort bleibt nicht von der Zombieepidemie verschont, so dass die vier Protagonisten auch hier um ihr Überleben gegen die lebenden Toten kämpfen müssen.

Mehr als nur ein Gruselfilm
Der Film verdankt seinen Erfolg allerdings nicht ausschließlich der schockierenden, graphischen Darstellung von Gewalt. Vielmehr ist es die Reflexion über den gesellschaftlichen Zustand, die den Film vor allem bei Kritikern so gut wegkommen lässt. Dawn Of The Dead beginnt mit der buchstäblichen Apokalypse, die zu Zeiten des Kalten Krieges im realen Leben scheinbar tagtäglich bevorstand. Darüber hinaus war der Vietnamkrieg zwar schon länger vorbei, aber gewiss nicht vergessen. Der Film zeichnet indes kein nukleares Schreckensszenario, sondern zeigt eben eine Bedrohung durch Untote auf, die nicht mehr fähig sind, eigenständig zu denken. Romero lässt die Zombies gleichwohl – möglicherweise einem inneren Instinkt oder Bedürfnis folgend – auf ein Einkaufszentrum zu pilgern, dass als Symbol für die damalige Wohlstandgesellschaft angesehen werden kann. Ein Drang führt die Zombies in Richtung des Großmarktes, weil sie unbewusst vermuten, dort zu finden, was sie suchen. Währenddessen verschanzen sich vier Überlebende in dem Schlaraffenland, das ihnen alle Güter bietet, die von der Konsumgesellschaft als wichtig deklariert wurden. Und dennoch kann sie all dieser Reichtum in dieser Welt nicht glücklich machen – ja nicht einmal überleben lassen. Romero hält der westlichen Gesellschaft den Spiegel vor und stellt kritisch die Frage, was von ihr über bleibt, wenn ein Kollaps eintritt.

Von Dawn Of The Dead existieren eine Reihe verschiedener Schnittfassungen, die sich im Grunde auf drei offizielle Fassungen herunter brechen lassen. Neben George Romeros originaler Fassung, dem sogenannten Romero-Cut, existiert eine Schnittfassung des italienischen Regisseurs Dario Argento. Diese Fassung wurde bekannt als Euro-Cut oder Argento-Cut. Eine dritte, als Director’s Cut bezeichnete Fassung erschien in den 1990ern. Überdies existiert noch ein Ultimate Final Cut, in dem (beinahe) alles Filmmaterial, was aufzutreiben war, zusammengesetzt wurde. Alle anderen, meist „zensurbedingten“ Schnittfassungen stammen mehr oder weniger von diesen Fassungen ab.

So bleiben dem geneigten Fan viele Möglichkeiten, den im New York Museum Of Modern Art ausgestellten und bis heute in Deutschland beschlagnahmten Film immer wieder neu zu entdecken.

Zombie Apocalypse Filmreview

Trotz einer unglaublich großen Social Media Unterstützung für diesen SyFy Channel Film, wird Zombie Apocalypse dem Hype nicht gerecht. Allerdings ist dieser Film eine enorme Verbesserung im Vergleich zu Filmen wie Sharktopus, Mega Python vs Gatoroid und anderen Titeln, bei den die meisten Menschen sich Wünschen würden sie seien blind. Wir können diesen Film auch als eine Geste des SyFy Channel Managements ansehen, dass sie sich noch immer um echte Genres kümmern, die nicht nur Ringen oder Reality-TV umfassen. Am Ende ist aber Zombie Apocalypse einfach ein hundertprozentiger Durchschnitt und ein etwas langweiliger Zombie-Film.

Obwohl die Handlung ein grundlegendes „von hier, wo es Zombies gibt, nach dort zu gelangen, wo es keine Zombies gibt“ ist, fangt der Film ziemlich überzeugend an. Eine Gruppe von Überlebenden im Süden von California erregt die Aufmerksamkeit einer Zombie Horde und sie alle befinden sich auf dem Weg nach Catalina, wo eine vermeintliche sichere Zone für die Menschen besteht. Zombie Apocalypse hat mich mit frühen Ergüssen von Emotion und der Erkenntnis, dass das Töten eines Zombies immer noch das Töten einer Person ist, hoffen lassen. Tatsächlich war ich sehr interessiert an dem Film, bis sich die einleitende Handlung auf halbem Weg durch den Film ständig wiederholte. Am Ende gab es so viel Handlungsdefizit und so wenig Spannung, dass ich mich gar nicht mehr um den Ausgang des Films gekümmert habe. Die eine absolute Regel bei Zombiefilmen ist, dass das Publikum sich für die Überlebenden interessieren muss, auch wenn sich dieses Interesse darin manifestiert, dass der Zuschauer einen Charakter bis zu dem Punkt hasst, dass er sich seinen Tod herbeiwünscht.

Optisch ist Zombie Apocalypse eine ungewisse Sache, denn das Make-up und die Prothesen der Zombies sind fantastisch, nicht The Walking Dead fantastisch, aber immer noch verdammt gut. Allerdings sind die Spezialeffekte und die Kampfchoreografie schrecklich, denn allgegenwärtige CG Blutspritzer sehen aus wie ein schlechter Abklatsch von einem Tarantino Film. Unzählige Ausschnitte und eigentümliche Kameraeinstellungen lassen ebenfalls eine erwartete Intensität verstummen, die bei Nahkampfszenen erwartet wird. Es ist auch ziemlich klar, dass niemand in der Filmcrew etwas über die Mechanik des Schwertkampfes wusste, denn sonst gäbe es nicht ein nettes Mädchen mit einem Katana, welche Zombies enthauptet, als hätte sie ein Lichtschwert.

Während die Schauspielerei annehmbar ist, bietet Ving Rhames eine Performance, welche ich als recht überzeugend bewerten würde. Ein weiteres Beispiel für das schlechte Drehbuch und zum Verzweifeln der Darsteller ist, dass die US-Regierung eine Serie von EMPs mit nuklearen Explosionen angeordnet hat. Sicher verringert dies einige Kosten des Films, weil es keine funktionierenden Autos gibt (achten Sie nicht auf die noch funktionierenden Boote), aber es macht auch keinen Sinn, denn Bodeneinheiten und das Kriegsrecht sind effizientere Mittel zur Beschränkung der Fortbewegung und begrenzen damit die Ausbreitung des Virus viel effektiver.

NB: Offenbar sind dies spezielle Atomwaffen, die keinen radioaktiven Ausfall erzeugen. Dann gibt es noch das Maschinengewehr, das ewig abfeuern kann, was aber nach fünfzehn Kugeln aussah. Vergessen wir aber nicht die listigen Zombies, denn durch Experimente mit Zombie-Mutationen / Evolution, was ein Handlungspunkt ist, sind die Zombie Horden wirklich gut darin sich in einer großen Zahl an die Menschen heranzuschleichen. Ich habe nicht ein Problem mit der Erforschung von klugen Zombies, aber die Folgerichtigkeit ist Regel nummer eins, wenn das die Art und Weise ist, wie eine Geschichte erzählt wird.

Am Ende zeigen die Mängel von Zombie Apocalypse, dass ein deutlicher Mangel an Übereinstimmung besteht. Ich verstehe, dass dieser Film mit einem geringen Budget erstellt wurde, aber wenn kein Geld für anständige SFX / VFX besteht, dann sollte zumindest sichergestellt werden, dass die Handlung ein wenig anspruchsvoller ist. Dieser Film hätte so viel besser sein können, wenn es nicht ein Amalgam von zahlreichen Zombie-Filmen ware. Der Versuch einen Film zu machen, der gleichzeitig eine Überlebensschuld, Zombie Evolution und ein grundlegendes Überleben erforscht, kann einfach nicht funktionieren. Zombie Apocalypse könnte für SyFy Channel Original Movies ein Schritt in die richtige Richtung sein, aber in seinen besten Momenten ist es ein Schritt, welcher definitiv im Reich der Mittelmäßigkeit landet.

Darsteller: Ving Rhames, Taryn Manning und Leslie-Ann Brandt

Geschrieben von: Brooks Peck und Craig Engler

Regie: Nick Lyon

Quarantäne 1 Filmreview

John Erick Dowdle, der Regisseur von „Quarantäne“, hat mit Drew Dowdle das Drehbuch für das Remake geschrieben. „Quarantäne“ ist ein Remake des im Jahr 2007 erschienen Films „[REC]“ und kam gerade einmal ein Jahr nach dem originalen spanischen Film in die Kinos. „Quarantäne“ gilt somit als „schnellstes“ Remake der Filmgeschichte. Während aber „[REC]“ vor allem in Europa große Erfolge feiert, konnte sich „Quarantäne“ nicht einmal in den USA richtig durchsetzen. Womöglich liegt es an der Tatsache, dass „Quarantäne“ in Wahrheit eine beinahe 1 zu 1 Kopie gegenüber „[REC]“ ist.

Auch im Remake ist Angela Vidal die Hauptperson, welche als Fernsehreporterin mit ihrem Kamermann Scott Percival eine Dokumentation über die Feuerwehr in L. A. dreht. Das Team erlebt einen Notruf, fährt mit den Einsatzkräften mit und findet ein Gebäude vor, welches von der Polizei bereits umstellt wurde. Die Polizei wurde auf Grund von Schreien im Haus verständigt. Als man die Frau im Gebäude beruhigen möchte, wird diese aggressiv und beißt den Polizisten in den Hals. Angela will mit ihrem Kamermann das Gebäude verlassen, doch die Türen wurden bereits verriegelt. Das Gebäude steht ab sofort unter Quarantäne; auch eine Nachrichtensperre wurde verhängt, sodass man nicht erfahren darf, was in dem Gebäude vorgeht.

Nachdem die Frau den Polizisten angriff und von Scott, dem Kamermann überwältigt wurde, ist einer der Hausbewohner, der zufälliger Weise Tierarzt ist, davon überzeugt, dass es durchwegs Tollwut sein könnte. Wenig später tritt das Seuchenkommando in das Haus und nimmt vom gebissenen Polizisten Proben. Auch ein Beamter des Seuchenkommandos ist der Meinung, dass es ein Tollwut Erreger sei, welcher durchwegs mutiert sei. So fällt der Verdacht auf den Hund einer im Haus lebenden Familie. Auch das Kind der Familie, Briana, welche scheinbar „krank“ ist und unter einem starken Husten leidet, wird immer aggressiver und beißt schlussendlich ihre Mutter in den Hals und verletzt diese schwer. Das Reporterteam wie der Feuerwehrmann Jake können unterdessen fliehen.

Nach diversen Angriffen auf die Überlebenden wird der Entschluss gefasst zu fliehen. Die Kanalisation sei die einzige Möglichkeit um aus dem Gebäude zu entkommen. Vorher benötigen sie aber den Schlüssel in den Keller, welchen sie im Zimmer des Vermieters des Apartments finden wollen. Durch die Horden von Infizierten, welche auf der Treppe stehen und Angela wie Scott daran hindern in den Keller zu gelangen, fliehen sie auf den Speicher im Dachgeschoss. Doch auf den Speicher findet man keine Zuflucht und Sicherheit sondern deckt ein wahnsinniges Projekt auf – doch wie soll die Öffentlichkeit davon erfahren? Unten lauert der Tod und im Speicher ist man wohl auch nicht sicher, denn Angela hört immer wieder Schritte…

Bereits sieben Monate nach dem spanischen „[REC]“ kam „Quarantäne“ in die Kinos. Obwohl die Handlung scheinbar ident ist und auch Dialoge 1 zu 1 übernommen wurden, so gibt es doch ein paar Unterschiede zu dem originalen Film. So ist in „Quarantäne“ ein Tollwut Virus dafür verantwortlich, dass die Menschen durchdrehen und das Gebäude unter Quarantäne gestellt wird. In „[REC]“ hingegen ist es ein dämonenartiger Virus, der die Menschen zu Bestien mutieren lässt. Im Speicher entdecken Angela und Scott ein Tonband, wobei die Aufnahme äußerst unverständlich und verzerrt ist. In „[REC]“ hingegen ist die Aufnahme einwandfrei zu hören, sodass der Zuseher über das dämonenartige Virus am Ende des Films aufgeklärt wird. Auch enthält der Film „Quarantäne“ ein paar zusätzliche Szenen. Etwa als bei einem Fluchtversuch einer der Überlebenden vom Dach durch einen Scharfschützen getötet wurde. Zudem sind auch mehr Menschen in dem Gebäude, welche evakuiert werden.

Im Juli 2011 kam die Fortsetzung – „Quarantäne 2 – Terminal“ in die Kinos. Auch wenn Vorbild der Film „[REC] 2“ war, sind beide Filme – im Unterschied zu den ersten Teilen – grundverschieden und weisen auch eine komplett andere Handlung auf.

Jennifer Carpenter, bekannt aus „White Chicks“, „Der Exorzismus der Emily Rose“, „Battle in Seattle“ oder „Dexter“, verkörpert Angela Vidal. Steve Harris, der den Kameramann Scott verkörpert, war bereits in den Filmen „The Rock – Fels der Entscheidung“, „Minority Report“, „Haus über Kopf“ oder „Zwölf Runden“ zu sehen.

Dawn of the Dead Filmreview

Dawn of the Dead ist der Debütfilm von Zack Snyder aus dem Jahr 2004. Der Film ist ein Remake des Films Dawn of the Dead von George Andrew Romero von 1978. Der Film handelt von Zombies, die versuchen eine Gruppe Menschen, welche sich in einem Kaufhaus zurückgezogen haben mit dem Zombie Virus zu infizieren. Die Hauptdarsteller sind unter anderem Sarah Polly und Mekhi Phifer.

Der Film zeigt zu Beginn die Krankenschwester Anna und ihren Mann Louis. Sie leben in Wisconsin und leben in einer Vorort Siedlung. Beide verpassen eine Notruf – Nachrichtenmeldung und müssen am nächsten Morgen feststellen, dass die Tochter vom Nachbarn zu einem Zombie mutiert ist, welche Louis in den Hals beißt. Louis kann sich von ihr zwar befreien, doch er mutiert sofort zu einem Zombie und attackiert Anna. Sie kann sich allerdings im letzten Moment durch das Badezimmer Fenster retten. Was hier bereits auffällt, ist, dass, die Zombies nicht wie im Original langsam gehen, sondern dass Sie jagen. Sie laufen, springen und wollen Menschen infizieren. Nachdem Anna geflohen ist, wird sie in einen Unfall verwickelt. Anschließend zeigt der Film Fernsehbilder von fliehenden Menschen Massen, die in schnellen Sequenzen aufeinanderfolgen. Diese ersten Minuten sind geprägt von Dynamik und Spannung.

Nachdem Anna sich von dem Unfall einigermaßen erholt hat, schließt Sie sich einer Gruppe an, welche aus dem Polizisten Keneth, einer schwangeren Frau namens Luda, ihrem Freund Andre und Michael besteht. Die Gruppe trifft auf einen infizierten Sicherheitsmann, der Luda beißt. Allerdings mutiert sie nicht zu einem Zombie. Drei weitere Sicherheitsleute treffen auf die Gruppe und schließen sich den fünf Personen an. Diese rennen schließlich auf das Dach des Einkaufszentrums und sichten Andy, der alleine in einem Waffenladen verharrt. Aber die acht Personen sind nicht die Einzigen, die die Idee hatten in einem Einkaufszentrum Schutz zu suchen. Am nächsten Tag erreicht ein Bus mit sieben weiteren Personen das Einkaufszentrum. Anschließend erfährt der Zuschauer, dass Frank sterben muss. Er wird von einen Zombie gebissen und nach seiner Mutation von Keneth erschossen, damit die Gruppe nicht gefährdet ist.

Im weiteren Verlauf erzählt der Film, wie sich zwischen den „Gefangenen“ soziale Beziehungen entwickeln und einige Figuren werden näher beschrieben. So erlebt der Zuschauer beispielsweise, wie zwischen Anna und Michael Gefühle entwickeln. Allerdings bleiben die Beschreibungen oft oberflächlich und manchmal werden sie dem Zuschauer ohne Kontext präsentiert. Im weiteren Verlauf des Films erlebt der Zuschauer, dass Luna doch infiziert ist und sogar ein Zombie Baby entbindet. Die beiden Personen werden durch die Gruppe getötet, welche anschließend beschließt zu dem Lake Michigan zu fliehen. Um dort anzukommen, erschaffen sie einen Bus, welcher mit Abwehrmaßnahmen ausgestattet ist. Diese umfassen unter anderem Stacheldraht und Schusswaffen. Während ihrer Flucht sterben Menschen, durch einen Kettensägen Unfall oder sie werden von einem Zombie gebissen. Sodass am Ende nur noch die Hauptdarstellerin Anna, der Polizist Keneth, Terry und der Hund Chips am Leben sind. Allerdings haben die Lebenden zu wenig Proviant dabei, um zur Insel zu gelangen und sie müssen sich den Zombies stellen. Der Film endet mit einer Camcorder Szene, in der der Zuschauer sieht, wie Zombies die nicht infizierten Wesen jagen, ohne aufzulösen, was mit den Menschen geschieht. Demnach ist es ein offenes Ende.

Insgesamt ist Dawn of the Dead ein gelungenes Remake von dem Original von George Andrew Romero. Natürlich hat die moderne Version viele Ähnlichkeiten mit dem Original, kann sich aber dennoch deutlich abheben. Das wird am schnellsten deutlich bei den Szenen, wo Zombies zu sehen sind. Sie sind wie schon erwähnt agil und hungrig nach neuen Opfern. Des Weiteren unterscheidet sich die Version von Zack Snyder in den schnellen Sequenzen, welche die Spannung aufrechterhalten, dazu tragen auch ruhigere Szenen, wie die der Restaurierung des Busses bei. Die Musik untermalt zudem die Szenen mit etwas Sarkasmus, welcher sich gut in die Geschichte einfügt.

Night of the Living Dead Filmreview

Die „Nacht der lebenden Toten“ – im englischen Original ‚Night of the living death‘ – ein Film, den man ohne weiteres als Meilenstein des Horrorgenres bezeichnen kann. Dieser Kultklassiker, der gerade für damalige Verhältnisse einige ganz und gar magenumdrehende Momente enthält, wurde sogar in die Filmsammlung des berühmten Museum of Modern Art aufgenommen. Die Handlung, später unzählige Male für andere Filme umgeschrieben, beginnt, wie in Horrorfilmen üblich, ganz harmlos…

Die Geschwister Johnny und Barbara sind auf dem Weg, das Grab ihres Vaters zu besuchen, als sie auf dem Friedhof einem bleichen Mann begegnen. Ehe die beiden wissen, wie ihnen geschieht, greift der unheimliche, andere Besucher sie an und schlägt Johnny zu Boden. Barbara schafft es in Panik zu fliehen, muss jedoch ihren Bruder auf dem Friedhof zurücklassen. Völlig außer sich rast sie mit dem Wagen die menschenleeren Straßen entlang, hat einen Unfall, muss sich also ohne Auto weiterschlagen und erreicht schließlich ein verlassenes Farmhaus. Dort trifft sie auf Ben, der ebenso vor unheimlichen Gestalten auf der Flucht ist, dessen Tank jedoch leer ist. Ben berichtet von mehreren dieser mysteriösen Gestalten, die er auf seinem Weg gesehen hat, als Männer schlagartig auch das Farmhaus attackieren.

Während Barbara langsam den Verstand zu verlieren beginnt, verteidigt Ben das Haus, wobei er einige der Männer tötet. Notdürftig verschanzen sich Barbara und Ben nun im Haus, als sie plötzlich fünf Menschen im Keller des Hauses vorfinden. Dort hatten sich das junge Paar Tom und Judy und das Ehepaar Helen und Harry Cooper mit deren Tochter verbarrikadiert. Das Mädchen wurde von einem der Angreifer gebissen und befindet sich in augenscheinlich sehr schlechtem, äußerst schwachem Zustand. Schnell entbrennt ein Konflikt zwischen Ben, der vom Erdgeschoss aus die Angreifer beobachten und kämpfen möchte, und Harry, dem einzig das Wohl seiner Familie am Herzen hängt und der deshalb weiterhin im Keller und versteckt ausharren möchte. Radio und Fernsehen klären die Gejagten endlich auf – die Angreifer sind Untote, kürzlich Verstorbene, die nur durch die Zerstörung ihres Kopfes endgültig aufgehalten werden können.

Daraufhin versuchen Ben und das junge Paar Tom und Judy das einzig verbliebene Auto an einer in der Nähe gelegenen Zapfsäule zu betanken, was jedoch nicht gelingt, schlimmer noch, Tom und Judy sterben bei einer Explosion und Ben, den Harry aus Angst um seine Familie nicht wieder ins Haus lassen will, schafft es nur knapp, sich wieder in Sicherheit zu bringen. Der Konflikt zwischen den beiden verbliebenen Männern eskaliert und es kommt zum Kampf, in dessen Verlauf Ben Harry niederschießt und dieser in den Keller stürzt. Dort wartet bereits seine mittlerweile zum Zombie mutierte Tochter. Helen, Harrys Frau, sieht wie ihre Tochter Harry beißt und starrt wie gebannt auf die Szenerie. Obwohl sie Zeit gehabt hätte, sich in Sicherheit zu bringen, verharrt sie und wird schließlich von ihrer eigenen Tochter umgebracht. Auch Barbara hat kein Glück – ihr zum Zombie gewordener Bruder zerrt sie in die nach Blut gierende Meute…

Nur Ben kann sich behaupten, schießt die untoten Coopers nieder und verbarrikadiert sich allein im Keller. Endlich hört er, wie sich zombiejagende Bürger zum Haus vorkämpfen und rennt zum Fenster. Die Zombiejäger allerdings halten ihn für einen Untoten und schießen ihm eine Kugel in den Kopf…

Soweit zur Handlung, die im Jahr der Entstehung des Films, 1968, auf nicht unbeachtenswerte Weise alles bis dato in Sachen Horrorfilm bekannte in den Schatten stellte: Erstmals wurden Untote als Wesen mit eigenem Willen dargestellt und waren damit der unmittelbare Ursprung des Schreckens, nicht mehr nur die willenlose Marionette irgendeiner fremden Macht. In „Night oft he living dead“ steigen die Toten eigenmächtig aus ihren Gräbern auf, um als Zombies Jagd auf die Lebenden zu machen. Dies revolutionierte das Genre und bleibt bis heute ein Thema.

Den Kultstatus des Filmes kann man noch immer erleben, zum dreißigsten Geburtstag brachte man eine überarbeitete Fassung heraus, außerdem existieren mehr oder weniger bekannte, mehr oder weniger am Original orientierte Remakes, Fortsetzungen und sogar ein Bühnenstück. Interessant im Übrigen die zeitgenössische Rezeption – Kritiker Ende der sechziger Jahre befanden den Film nämlich zu sadistisch, zu blutig und gewaltverherrlichend, außerdem blödsinnig und manch einer sagte sogar den Machern dieses Horrorspektakels das Fehlen sozialer Verantwortung nach…

Mutants Filmreview

Mutants – Du wirst sie töten müssen!

Der Film von Sunfilm Entertainment wurde im Jahre 2009 produziert und hat die FSK 18. Zunächst einmal worum handelt der Film:
Wie so oft in Horrorfilmen geht eine Infektionskrankheit auf der Welt um – welche fast die Menschheit innerhalb kurzer Zeit in willenlose, kannibalische Kreaturen verwandelt hat. Einige, die sich dem Virus entziehen konnten kämpfen nun um das Überleben in einer Welt in der es eigentlich keine Hoffnung mehr gibt.

So fahren die schwangere Sonia, ihr Freund Marco, ein schwer verletzter Mann sowie eine Soldatin in einem Krankenwagen durch eine verschneite Bergregion in Frankreich. Sie sind auf der Suche nach dem Militärstützpunkt Noe – wo sie sich Hilfe und andere Nicht-Infizierte erhoffen. Die Soldatin begutachtet auf dem Fahrweg die Wunden des Verletzten und erkennt, dass es für Ihn keine Hilfe mehr gibt – sie erschießt ihn schließlich. Bei einem Tankstopp kommt es dann zum Zwischenfall: Ein Infizierter greift die Soldatin an und diese wird getötet – das ist jedoch noch nicht alles. Auch Marco hat etwas davongetragen: Er hat Blut des Infizierten in den Mund bekommen.

Mit dem letzten bisschen Benzin erreichen die Beiden schließlich ein verlassenes medizinisches Gebäude. Dort versucht Sonia ihren Mann zu trösten und ihm Hoffnung zu schenken. Denn auch sie wurde gebissen! Jedoch sind bei ihr noch keine nennenswerten Veränderungen aufgetreten, was die Annahme offen lässt, dass sie möglicherweise einen Impfstoff in sich trägt. Doch Marco geht es zunehmend schlechter – körperlich und psychisch. Er wird oft unkontrolliert aggressiv und bekommt regelrecht animalische Anfälle. Sonia versucht verbissen und mit eisernen Willen einen Funkkontakt zur Militärbasis aufzubauen – doch sie kann einfach nichts Brauchbares durch das Funkgerät vernehmen. Marco geht es immer schlechter, als sie ihn schließlich in Quarantäne stecken muss.

Doch statt den erhofften Soldaten der Militärbasis tauchen auf einmal eine Gruppe zwielichtiger Männer auf. Ihr Anführer heißt Franck – ein psychopathischer und kaltblütiger Räuber. Das Hauptaugenmerk der Gruppe liegt natürlich auf den Krankenwagen, mit dem Sonia und Marco hergekommen sind. Schließlich gelingt es Sonia ein Mitglied der Gruppe dazu zu überreden, dass er sie zu einem Funkgerät bringt. Dort versucht Sonia dem Militär davon zu erzählen, dass sie offensichtlich eine Immunität gegenüber der Krankheit hätte. Doch die beiden werden erneut angegriffen – der Mann der Gruppe stirbt dabei.

Als sich Sonia wieder allein zum vorherigen Fluchtort durchschlägt wird sie – dort angekommen – von Franck geschlagen und gedemütigt. Doch Zeit für Streit bleibt nicht mehr – Infizierte greifen das Gebäude an. Die Lage erscheint aussichtslos als alle Männer der Gruppe nach und nach von den Zombies getötet werden. Doch Sonia gelingt es zusammen mit Marco – der sein Verhalten fast gar nicht mehr kontrollieren kann – zu entkommen. Sie muss ihn schließlich erschießen – ein Martyrium für sie. Als sich Sonia schließlich eine weitere Gruppe Infizierter nähert wird sie schließlich von einem Helikopter gerettet und kann entkommen.

Zu Beginn des Films fühlt sich der Zuschauer ziemlich beklemmt – die Welt kennt keine Zivilisation mehr, die Darsteller sind auf sich allein gestellt, es besteht in keinster Weise Hoffnung und die tödliche und unheimliche Gefahr lauert überall. Grundsätzlich ist die erste Hälfte des Films überzeugender – in der Sonia und ihr Freund sich versuchen zu arrangieren und irgendwie ein Fünkchen Hoffnung auf Hilfe, auch in größter Aussichtslosigkeit, beibehalten möchten. Die Bilder des Films sind zudem im richtigen Maße blutrünstig wie auch hart dargestellt – es wird nichts beschönigt und die Unschönheiten der Infizierten mit Haarausfall, Zahnverlust und Blut statt Urin wird unverfroren dargestellt.

Anfangs ist Mutants optisch noch idyllisch und schön – ja fast schon romantisch. Die verschneiten Berge Frankreichs werden jedoch bald vom körperlichen und seelischen Verfall Marcos ersetzt, den der Zuschauer ausführlich verfolgen darf. Der Zwiespalt von Sonia wird authentisch dargestellt – auf der einen Seite weiß sie, dass ihr Freund nicht zu retten ist und sie ihn bald töten muss. Doch auf der anderen hat sie immer wieder die kleinen Hoffnungsschimmer, dass es womöglich doch eine Heilungschance gibt – die sie eventuell sogar in sich trägt! Dennoch auch dieser Film hat diese Situationen, in welcher der Zuschauer oft denkt – das kann doch nicht sein. Während in den Kampfszenen die verwegenen Räuber, die mitunter schwer bewaffnet sind, zu Kanonenfutter der Zombies werden, gelingt es Sonia immer wieder zu entkommen.

Doch ungetrübt, der Tatsachen die im Grunde genommen jeder Zombiefilm mit sich bringt, ist dieser Film in jedem Fall spannend und authentisch inszeniert. Für einen schaurig dunklen Fernsehabend im Winter ist dieser Film auf jeden Fall geeignet!

Night of the Dead Filmreview

Der Film „Night of the Dead“ aus dem Jahr 2006 erinnert stark an „Re-Animator“: Scheintote, Halbtote und Tote bekommen von einem Arzt ein Serum verabreicht, dass die Leichen reanimiert. Doch diese werden nicht wieder zu den Menschen, die sie waren, sondern werden zu fleischrünstigen Monstern. Die von dem Macher Eric Forsberg entwickelte Story ist wenig überzeugend, doch Night of the Dead überzeugt Genrefans durch viel Blut und Splatterelemente.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Arzt Dr. Schreklich. Dieser hat vor einem Jahr seine Tochter und seine Frau bei einem Unfall verloren und hat fortan versucht, beide wieder zum Leben zu erwecken. Dies gelingt ihm auch. Doch da das Serum nicht ganz ausgereift ist, mutieren beide zu Zombies. Aus diesem Grund leben Frau und Tochter des Arztes in seiner Privatklinik hinter verriegelten Türen, wo sie mit menschlichen Innereien und Blut versorgt werden. Als der Neffe des Arztes und seine schwangere Freundin sich in der Klinik aufhalten, erfahren sie von den geheimen Experimenten des Dr. Schreklich. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zombie-Epidemie bereits ausgebrochen.

Der Funke zwischen Film und Zuschauer springt nur zögerlich über. Über 90 % der Handlung spielen sich in der spärlich ausgestatten Klinik ab und keine der Figuren offenbart einen wirklich mitreißenden Charakter. Neben dem, im Zentrum des Geschehens stehenden Dr. Schreklich, gibt es noch einige Krankenschwestern in der Klinik und einen unfähig dargestellten Assistenten, der zu viele Klischees auf einmal bedient. Seine überdurchschnittlich tief dargestellte Stimme wird in der Synchronisation an vereinzelten Stellen mit Hall ausgestattet, was den Charakter völlig überzeichnet. Allerdings hat dieser Umstand fast Potenzial für Satire, somit sorgt der Assistent sicher für einige Lacher.

Weitere Personen im Film, wie der Neffe des Arztes und seine Freundin, sind bis zum Ende des Films unscheinbar und verhindern ein Mitfiebern. Dies ist der Fall, obwohl die schwangere Freundin des Neffen, der Heldenrolle am ehesten nahekommt. Für etwas Spannung sorgt allerdings ein Elternpaar, das ihre schwerverletzte Tochter in die Klinik einliefert. Die Tochter bekommt eine misslungene Bluttransfusion und wird durch das Serum in einen Zombie verwandelt. Somit steigt die Zahl der Zombies, die hinter verschlossenen Türen warten und rechtzeitig zum Showdown in die Freiheit gelangen. Unter den Zombies befinden sich auch Tochter und Frau von Dr. Schreklich.

Der Film zeigt nicht nur anstößige Szenen, die passend zum Genre blutig und brutal sind, sondern beinhaltet auch eine kleine Prise Erotik. In einer Szene liefern sich Frau und Tochter des Arztes einen Kampf um einen Napf mit menschlichen Überresten, wobei der Mutter die Brust aus dem Kleid fällt.

Leider ist die relativ unprofessionelle medizinische Ausstattung der Klinik offensichtlich. Auch die Szenen in der der Arzt operiert, zeugen von seinem mangelnden Talent. Hierbei hätte der Macher Eric Forsberg die Schauspieler dazu anhalten können, äußerlich professionell zu handeln. Beispielsweise trägt der Arzt während seiner Eingriffe nicht einmal einen Mundschutz und der Assistent nicht einmal Handschuhe. Skurril sind die Szenen, in denen einzelne Organe ein Eigenleben entwickeln und schreien, und ein infizierter Frosch sich schreiend über den Arzt hermachen möchte.

Die vielen Splattereffekte reißen die negativen Punkte fast vollständig wieder heraus und sollten Fans des Genres erfreuen. Innerhalb der Kulisse befinden sich viel Blut und Gedärme, lebende Körper werden zerschnitten, Schädel zertrümmert, Köpfe abgerissen und blutige Kopfschüsse verteilt. Die Effekte wirken qualitativ hochwertig. Gegen Ende des Filmes wird ein Blaufilter genutzt, um die blutigen Szenen etwas abzudunkeln, was dem eigentlichen Effekt allerdings keinen Abbruch tut.

Leider mangelt es trotzdem an Überraschungen und Abwechslungen. Schon alleine das Set ist zu klein, sodass es für den Zuschauer eintönig wird, da nur drei Räume zu sehen sind. Hinzu kommt, dass sich diese Räume auch noch stark ähneln. Auffällig ist der Auftritt der Tochter des Regisseurs Lola Forsberg. Die erst Sechsjährige performt überzeugend, allerdings stimmt es einen bedenklich, dass ein so junges Kind zwischen so viel Kunstblut und Innereien auftritt.

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[REC] Filmreview

In dem spanischen Horrorfilm der Regisseure Jaume Balagueró und Paco Plaza von 2007 begleitet die Reporterin Angela mit ihrem Kameramann die nächtliche Wache einer Feuerwehrdienststelle. Soweit ist alles ruhig – bis plötzlich aus einem Hochhaus der Notruf einer alten Frau eingeht, und die Mannschaft sich in Bewegung setzt. Auch Angela und ihr Kameramann machen sich auf den Weg, um den Notfall mit ihrer Kamera einfangen zu können und hoffen auf eine gute Story. Doch das, was sie erwartet, ist weitaus mehr und entwickelt sich zu einem Albtraum, als das Haus von außen hermetisch abgeriegelt wird. Denn seine Bewohner haben sich längst in blutrünstige Bestien verwandelt.

Während des gesamten Filmes nimmt der Zuschauer durch den Blick durch die Kamera des Kameramannes Pablo teil, welcher selbst niemals zu sehen ist. So entstehen beim Zuschauer erste Assoziationen mit einer Fernsehdokumentation oder solchen, welche es gerne sein wollen – beispielsweise „Verdachtsfälle“ oder „Mitten im Leben“. Auch die fehlende Filmmusik erinnert zunehmens an eine echte Dokumentation. Die Kamreaführung ist meist unruhig, hektisch, das Bild dunkel und wackelig – als würde tatsächlich jemand selbst laufen und ein selbstgedrehtes Amateur-Video drehen. Allerdings ist der Grad der Amateurhaftigkeit nicht so groß, wie bei etwa Blair Witch Project, wo das Geschrei und Gewackele der Kamera früher oder später zu nerven begann.

Das teilweise sehr dunkle, unklare Bild (denn sowohl Feuerwehrleute als auch der Kameramann haben nur Taschenlampen als Lichtquellen) erhält die Spannung und sorgt zwischendurch für manchen Schockeffekt, da nicht genau voraussehbar ist, was eigentlich geschehen wird. Leider führen genau solche Effekte, bei welchen die Kamera gar zu sehr schwankt, oder das Bild zu lange dunkel ist, auch gerne zur Überreizung und dem ein oder anderen Zuschauer wird es vielleicht zu viel des Guten. Auch bei Blair Witch Project, war diese Art der Kameraführung schnell überreizt und ausgelutscht.

Ein Pluspunkt für die Umsetzung der Regisseure waren die realistischen Reaktionen – denn sie waren ganz und gar echt. Die Regisseure hatten ihren Schauspielern nie vollständige Drehbücher ausgehändigt und informierten sie nicht vollständig darüber, was passieren würde, damit die Überraschung und der Schrecken in ihren Gesichtern auch möglichst echt war. Außerdem suchten sie sich bewusst Schauspieler für den Film aus, welche in ihrem richtigen Leben auch etwas mit der Rolle zu tun hatten, welche sie spielen sollten. Die Darstellerin der Reporterin Angela beispielsweise arbeitete in der Realität ebenfalls als Reporterin, sodass sie bestens darüber informiert war, was sie tun musste, um ihre Figur echt und plastisch aussehen zu lassen. Sie WAR gewissermaßen diese Reporterin, echte Zusammenhänge gesetzt in echte Gebäude und Räume – denn nicht einmal Sets wurden für diesen Dreh erstellt.

Die Darsteller wussten erst zu Beginn der nächsten Szene, wie es weitergehen soll, wenn ein Feuerwehrmann die Treppe herunter fällt oder gar jemand von einer alten, verrückten Lady gebissen wurde. So waren sowohl die Überraschung echt, als auch die Emotionen und Reaktionen, welche so zustande kamen – und nur so zustande kommen konnten. Es ließe sich natürlich auch darüber streiten, ob jemand, der in seinem wirklichen Leben beispielsweise nur eine Sekretärin war, tatschlich in der Lage sein würde, eine Rolle für einen (hoffentlich) erfolgreichen Spiel ausreichend realistisch auszufüllen. Durch fehlende Kenntnis des Schicksals der eigenen Charakter ließ sich das sehr gut ausgleichen.

Abschließend lässt sich also sagen, dass dieser Film trotz des durchaus nicht neuen Themas einer Infektion, welche unschuldige Bürger zu Zombies werden lässt, einige Überraschungen für uns bereit hält. Und unser eigenees Erstaunen wird genauso echt sein, wie jenes der Darsteller, welche sich plötzlich von jetzt auch gleich in einem Sturz oder als Zombie wiederfanden, ohne zuvor noch etwas davon gewusst zu haben. Und gerade als man denkt, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, setzt der Film noch eins obendrauf.

The Vanguard Filmreview

Achtung! The Vanguard ist kein gewöhnlicher Zombie Streifen und auch sein Hauptdarsteller ist ungewöhnlich. Der Hauptdarsteller Matthew Hope ist Filmfreunden bekannt aus dem Action-Film The Veteran, in dem ein Soldat aus dem Afghanistan-Krieg in seine Heimat in die USA zurückgeht und dort einer Geheimdienst-Verschwörung auf die Schliche kommt, bei der auch eine brutale Drogendealergang eine Rolle spielt. In The Vanguard spielt Matthew Hope eine düstere und mehr prophetische Rolle.

Er agiert in Cyborg-Tradition in einer mit Independent-Mitteln gedrehten Endzeit-Story, die trotz eher bescheiden Budgets und wenig technischer Visionen aufgrund der besonderen Story und der darstellerischen Leistungen ihre faszinierenden Momente hat. Ein Film für Männer und vielleicht auch ein Harter Männer-Film für weibliche Fans von B-Pictures mit klaren charakterlichen Abgrenzungen. Unser Hauptdarsteller Matthew Hope ist in jedem Fall ein verdammt guter Charakter, der gegen eine Welt von teuflischen Feinden mit religiöser Inbrunst anzukämpfen hat.

In Tagebuch-artiger Form wird die rund um die Uhr laufende Überlebens-Action unseres düsteren, bärtigen und stets auf der richtigen Seite stehenden Helden ins Bild gesetzt. Die Low Budgetproduktion scheint hier und dort echt durch, aber die einfachen, nicht uneffektiven gestalterischen Vorgaben haben des öfteren auch ihren ganz eigenen Charme zu bieten. Natürlich ist der Drehort ein düsterer Wald, der in der näheren Gegenwart ein Schauplatz von allerhand ekligem Personal geworden ist. Die noch vorhandenen raren Ölvorkommen sind im vergangenen Weltkrieg augenscheinlich vor die Hunde gegangen. Ein Großteil der Bevölkerung wurde durch Hunger und andere Plagen vertrieben oder getötet. Das Land liegt im Chaos. Doch in der grünen Wildnis finden sich Überlebende, die versuchen, sich weiterhin in Würde durchzuschlagen.

Das wird erschwert, als eine Herde von blutdrünstigen Zombies das Gebiet unsicher macht. Die Welt ist in diesem Film ein Ort, voll von Ungerechtigkeit und Gewalt, und doch gibt es jemanden, der der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen möchte. Der Film The Vanguard ist aufgrund dieser Ausgangslage beileibe kein typischer Streifen aus der Masse eher phantasieloser Zombiefilme. In Handlung und Ablauf hat dieser Fílm so einiges zu bieten, was ihn auch von anderen düsteren Zukunftsthrillern unterscheidet, in der die gewohnte Alltagswelt kurz vor dem kollektiven Kollaps steht. Bald stellt sich heraus, dass wegen der bestehenden Überbevölkerung und den bescheidenen Energie Reserven ein perfider Plan der Herrschenden Wirklichkeit zu werden droht. Die auf der Erde lebende Menschheit soll mit einem Medikament beseitigt werden, das vormals humane Wesen zu gnadenlosen, tierischen Existenzen macht, die im Blutrausch vor nichts zurückschrecken. Max, gespielt von Matthew Hope, ist die moralische Instanz.

Ein Fighter und Einsiedler, der das Leben in der unwirtlichen Wildnis des Waldes meistert. Die verwandelten Wesen, die sogenannten Biosyncs, werden von ihm eliminiert wie in einem Shooterspiel, aber bald muss unser Jäger feststellen, dass diese Ekel in der Lage sind, sich schnell zu organisieren, um gemeinsam im Kampf gegen ihn anzutreten. Gerade diese Evolution der Negativ-Figuren macht den Film zu etwas besonderem, gibt ihm eine inhaltliche und philosophische Tiefe, die ihn von anderen Zombie-Streifen unterscheidet. Im Grunde erzählt dieser Streifen eine filmische Warnung vor den drohenden Katastrophen. Wenn eine die Welt beherrschender Großkonzern versucht, die Gefahr der Überbevölkerung der Erde durch die Freisetzung bösartiger Viren zu lösen, die weite Regionen der Welt mit wahnsinnigen Zombies bevölkert.

Und diese nichts besseres zu tun haben, als die noch normal gebliebene Minderheit mit perfiden Mitteln zu bekämpfen. So ist dieses Werk ein Film, der trotz bescheidener filmischer Mittel durchaus atmosphärische Dichte und den gewissen Thrill liefert, ohne dabei seine anspruchsvolle Botschaft aus den Augen zu verlieren. Um die Spannung in dieser Mischung aus Zombiefilm und Öko-Streifen mit nachdrücklicher Aussage nicht zu verlieren, wird hier noch nicht verraten, wie das ganze ausgeht. Nur so viel sei gesagt: Aber für Fans gediegener Action ist hier auf jeden Fall genug Blut im Angebot. Aber das schöne ist, das hier auch die Story eine überzeugende Message bereithält.

Abraham Lincoln vs. Zombies Filmreview

C-Movie Mockbuster

USA, 2012: Warum Geschichtswissen dem kommerziellen Erfolg in den Weg stellen? The Asylum — Schöpfer von „Transmorphers“ & Trash, mindestens seit „Titanic 2“ vielen ein Begriff — lassen wieder fürchterlich zulangen, diesmal von Präsident Lincoln höchstpersönlich. USA, 1863, ungefähr Dienstag Nachmittag, und draußen tobt der Amerikanische Bürgerkrieg. Ungerührt geht die Killerparodie neben „Abraham Lincoln: Vampire Hunter“ (Twentieth Century Fox) ungezählten Zombies an den blutigen Kragen. Kurzweilig und erdig kommt dieser Gruselwestern in den ersten Minuten daher, um sich später unter der Regie von Richard Schenkman zäh durch eine Zombie-Legion zu splattern.

Eigentlich sollte sich Mr. Lincoln alias Bill Oberst Jr. auf seinen Kleinkrieg mit den Konföderierten konzentrieren, wenn da nicht einer
tödlicheren Bedrohung zu begegnen wäre: echten Zombies! Sichelschwingend und Moses gleich macht sich HErr Lincoln also mit zwölf soldatischen Jüngern auf und aus lebenden Toten garantiert tote Tote. Wem dieser schwarze Humor nicht subtil genug ist, für den kämpft als einziger Afroamerikaner Soldat Brown an des Präsidenten Seite. Ähnlich schwarz-weiß poltert der Rest des Streifens mit pseudo-authentischem Sepia-Farbstich über die Leinwand: Präsident gut, Zombies richtig böse!

Kein Wunder, werden diese doch von den Konföderierten in einem Fort in South Carolina gezüchtet, was allerdings ein wenig aus dem Ruder läuft oder so ähnlich. Ganz Alpha-Tier, führt Mr. President jedenfalls sein Z-Team gen Süden, wo mittlerweile eine vierstellige Zombie-Zahl seiner harrt — har har! Politische Differenzen dürfen angesichts einer veritablen Leichenplage einmal ignoriert werden, und so verbündet sich Abe mit den konträren Konföderierten und lässt Köpfe rollen. Alles etwas zu brutal? Aber sichel doch!

Ähnlich zerschnitten wie die Toten ist leider auch der Film, dem etwas Liebe in der billigen Postproduktion nicht geschadet hätte. Letztlich
lässt sich dieses Manko mit Hinweis auf das Trash-Genre der Handlung noch entschuldigen. Aus diesem Blickwinkel machen selbst die schlecht sitzenden Uniformen der Konföderierten, ihre plastikähnliche Bewaffnung und die angeklebte Gesichtsbehaarung fast Sinn, so wie die auch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Spezialeffekte, und echter Horror ergreift einen angesichts des laienhaften Zombie-Make-ups.

Passend unpassend ist die Tonbearbeitung geraten, die oft die schlitzende Sichel mit dumpfem Schlaggeräusch synchronisiert. Da
fallen gar nicht übel geratene musikalische Themen merkwürdig angenehm aus dem Rahmen. Trash hin, Cash her, unverzeihlich bleibt die tödliche Langeweile, die sich mangels Plot spätestens nach der ersten halben Stunde breitmacht und selbst Zombies vermehrt zur Fernbedienung greifen lässt. Der originellen Grundidee des Streifens — Knabe ­Abe muss infizierte Mutter metzeln und ­Abraham-Mann kann diese Erfahrung gut verwerten — folgt keine stringente und kompakte Umsetzung. Zombiekopf und schief geklebter Bart sind ab! Da verpufft auch das emotionale Glanzlicht des Drehbuchs, das — huch! — ganz zufällige Treffen Lincolns mit seiner glücklichen Jugendliebe, wirkungslos.

Ein spannenderes Heldenepos hätte der sechzehnte Präsident der Vereinigten Staaten allemal verdient, war doch bereits sein eigenes Ableben per Attentat aufregender als Asylums 90-Minuten-Versuch einer Moritat. Immerhin zwinkert dieser mausetote Streifen Abraham Lincoln zu, wenn ­Booth, der Mörder des Präsidenten, gegen Filmende in Erscheinung tritt. Die geschätzten Billigproduktionskosten von nur 1.500 Dollar je Filmminute lassen sich per Salamitaktik — ein Zombie, noch einer — nicht zu Spannung verdichten. Entsprechend spielt auch der Großteil des Machwerks ausschließlich in der ­Untoten-Festung South Carolinas. Selbst Asylums eingebunkerte „­Nazis At The Center Of The World“ haben wir in umtriebigerer Erinnerung.

Wenigstens wird der historische Kontext des Konflikts nicht völlig vernachlässigt, nur gräulich verzerrt. Einer der auf Lincoln folgenden Präsidenten, nämlich Teddy Roosevelt, spielt als junger Teen eine kleine Rolle im dünnen Geschehen, wenngleich das Original bestenfalls fünf Jahre alt gewesen sein dürfte. Was einen New Yorker Jungen allerdings während eines erbost geführten Bürgerkriegs in die Südstaaten treibt, bleibt des Drehbuchautors Geheimnis.

So zieht sich das lahme Treiben der Handlung über eine Stunde hin, wobei die Toten, ganz realistisch, nicht sonderlich kämpferisch
auftreten und gelegentliche stehend schlafen. Dem Betrachter dieser Szenen geht es recht ähnlich. Wie kommt es also, dass die kampferprobten Recken des Präsidenten nach und nach ableben? Flucht aus der Langeweile? Erstickt am Gähnen? Es bleibt unklar. Jedenfalls endet das Grauen viel zu spät mit eher symbolischen weil unterfinanzierten Explosionen aus dem Heim-Computer.

Fazit ohne Placet: Mäßig gruselige ­Trashistory tröpfelt blutig, billig und ohne viel Eigenironie durch eine lange Weile mit viel zu
seltener Erheiterung oder Pupillenerweiterung — The Asylum bleibt sich treu. Prädikat: besonders schmerzvoll!

Die Horde Filmreview

Die Regisseure Yannick Dahan und Benjamin Rocher haben mit dem französischen Horrorfilm „Die Horde“ einen 97 Minuten langen Zombiefilm gedreht, welcher nicht neu ist, aber für Fans alte Klischees und typische Momente wieder aufleben lässt. So verspricht „Die Horde“ keine neuartigen Kreaturen oder überraschende Handlungen, aber befriedigt alle Zombie Fans – egal ob groß oder klein, egal ob Fans von George A. Romero oder Paul W.S. Anderson. Der 2009 gedrehte Horrorfilm, der auch jede Menge Action verspricht, beginnt wie beinahe jeder Actionkracher. Ein Polizist wird getötet…

Mathias Rivoallan, ein französischer Polizist, wurde in einem Schusswechsel mit einer bekannten Bande aus Kriminellen getötet. Anführer der Bande sind Adewale wie auch Bola, zwei Brüder, die keine Gnade kennen. Die Kollegen des getöteten Polizisten schwören Rache, wobei auch diese Aktion schief geht. Tony wird schwer verletzt, Jimenez schlussendlich von Adewale, auch Ade genannt, hingerichtet. Als das Bruderpaar auch noch Tony hinrichten will, stürmt ein Gefangener in den Raum, der von Bola erst kürzlich erschossen wurde. Wie vom Teufel besessen stürmt er auf die Bande zu – wobei es nur Ade gelingt den Zombie zu besiegen. Während der Flucht auf das Dach des Pariser Hochhauses entdecken die Überlebenden, dass die „Stadt der Liebe“ bereits von den Horden Untoten überrannt ist.

Nun gilt das Motto – Zusammenhalten – sonst wird wohl keiner der Überlebenden das Hochhaus jemals verlassen können. Auch wenn die Gruppe ungleich ist, einigt man sich nach kurzweiligen Diskussionen über das weitere Vorgehen. Aurore und Tony schlagen sich alleine durch das Hochhaus, während Ade, Ouessem, Greco und Bola (der bereits beim Angriff gebissen und somit nach alter Zombie-Regel infiziert wurde) den alten Kriegsveteranen Rene treffen. Nach einem weiteren hektischen Verlauf mit einer Horde Zombies wird auch Tony von einem der Untoten gebissen – doch als die Gruppe wieder zusammenfindet und Tony bereits dermaßen mutiert ist, dass er auch seine Freunde attackiert, wird er von Aurore mit einem Kopfschuss niedergestreckt.

Die Flucht führt die Gruppe zudem in die Tiefgarage. Doch während man denkt in Sicherheit zu sein, wartet in der Tiefgarage Greco, der bereits zum Zombie mutiert wurde und sich gerade in den Bruder Ades verbeißt. Siegt die Vernunft oder wird Ade wieder von seinen Emotionen geleitet?

Die Regisseure des Films „Die Horde“ Yannick Dahan und Benjamin Rocher wollten von Anfang an einen Actionfilm drehen, welcher nur in der Nebenrolle Zombies auftauchen lässt. Dies ist dem Team auch gelungen, wobei die Masse an Zombies pro Minute immer größer wird. Auch wenn beide der Meinung sind, dass sie keineswegs an Romeros Zombies heranwollten, so ist es doch kein Zufall, dass viele Szenen eher an „Dawn of the Dead“ erinnern, als an eigenständige Szenen bei „Die Horde“. Auch „Aussalt – Anschlag bei Nacht“, einem John Carpenter Klassiker, dürfte bei der Inspirierung eine große Rolle gespielt haben. Zwei feindliche Gruppen, eingeschlossen in einem Haus, das erinnert an „Die Horde“, obwohl der Plot leicht dreißig Jahre alt ist und eben bei „Aussalt – Anschlag bei Nacht“ verwendet wurde.

Mit Claude Perron (Aurore) hat das Team eine Nachwuchshoffnung im französischen Film an Board geholt. Perron spielte unter anderem schon in Filmen wie „Bernie“, „Die fabelhafte Welt der Amelie“ und „Cash Truck – Der Tod fährt mit“ mit. Eriq Ebouaney, welcher Ade verkörpert, ist ebenfalls ein bekannter französischer Schauspieler und war bereits in den Filmen „Der siebte Himmel“, „Die purpurnen Flüsse 2“ und „Hitman“ wie „Transporter 3“ zu sehen.

Bei den Kritikern fiel „Die Horde“ regelrecht durch und wurde als „ideenlos“ wie „konzeptlos“ abgestempelt. „Die Horde“ ist ein Film für Actionfans, die sich gerne an Zombies erfreuen; für Zombie Fans ist der Film hingegen eine französische „Neuverfilmung“ von „Dawn of the Dead“ – denn alles, was die Zombies in „Die Horde“ machen, ist den Zombie Fans bereits bekannt.

[REC]³ Genesis Filmreview

[•REC]³Genesis ist eine Fortsetzung des spanischen Horrofilms REC, welcher im Jahr 2007 herausgegeben wurde. Es handelt sich bei dem Film primär – wie bereits im ersten Teil – um ein Virus, welches auf einer Hochzeitsfete in Barcelona ausbricht. Das Virus gelangt auf das Terrain, weil der Tierarzt, welcher bereits im ersten Teil (REC) einen Hund verartztete auch auf der Feier anwesend ist. Das Brautpaar Koldo und Clara freut sich auf den wohl schönsten Tag ihres Lebens: – der Tag der Hochzeit. Auf einem imposanten Gelände soll die Hochzeit stattfinden. Anschließend ist beabsichtigt mit Familie und Freunden diesen Tag gebührend zu zelebrieren. Niemand ahnt, was für ein grausames und gefährliches Virus die kommende Hochzeit zerstören wird. Anstatt einer harmonischen, friedlichen Feier wird ein Gemetzel auf dem Anwesen vonstatten gehen.

Handlung / Plot
Die Film wird durch die Vorbereitungen einer Hochzeit inklusiver Zeremonie eingeleitet, welche von einem Kamerateam digital aufgenommen wird. Dieses Team wird vom Bruder der Braut eingestellt. Die Zelebration von Koldo und Clara wird in einem besonderen Hotel vollzogen.

Die Kameramänner observieren den Onkel der Braut, welcher auf der Terasse erbricht. Später stellen sie fest, dass sowohl ein Polizeiwagen, als auch eine Spezialeinheit auf dem Anwesen ist. Im Anschluss daran bricht Hektkik im Hotel aus, da der zuvor genannte Onkel von der oberen Etage auf seine Frau stürzt und diese von ihm bestialisch attackiert wird. Daraufhin eskaliert die Feier und das Virus breitet sich durch weitere Angriffe des Onkels auf andere Gäste aus, was eine Verbreitung des Virus zur Folge hat. Der Bräutigam Koldo erblickt den Kameramann, der mit seiner Kamera das Geschehen weiter filmt und nimmt ihm diese ab und zerstört sie durch Tritte.

Die Braut Clara kann sich in einem Raum in Begleitung des Pfarrers in Sicherheit bringen. Derweil verschanzt sich der Bräutigam Koldo mit seiner Familie zur Sicherheit in der Küche. Im weiteren Verlauf des Films bietet ein Kirchenraum Schutz für die Angehörigen. Koldo befielt den Anwesenden den Bus aufzusuchen während er Ausschau nach Clara hält. Nachdem Koldo den Raum angetroffen hat, in welchem sich Clara und der Pfarrer retten konnten, stößt er auf Verwüstung und Chaos. Die beiden mussten sich vor den Infizierten, die in den Raum eindringen wollten retten, in dem sie aus dem Fenster kletterten.

Das Publikum erfährt in einem kurzen Spot, dass der Film zur gleichen Zeit der anderen beiden Teile spielt. Via Überwachungskamera kann der Bräutigam Koldo beobachten, wie der Großteil der Gäste versucht sich zu retten, jedoch zuvor von Infizierten angefallen werden und daraufhin im Bus gefangen sind.

Nachdem sich Clara und Koldo schließendlich finden entdecken beide, dass das Hotel bereits unter Quarantäne gestellt wurde. Kurze Zeit später wird Clara von einem Infizierten mitten in den Arm gebissen, woraufhin sie Koldo aufträgt ihr den Arm abzutrenenn, damit das Virus sich nicht im gesamten Körper ausbreitet.

Während der Flucht trägt Koldo seine kraftlose / erschöpfte Braut hinaus und trifft dort die Polizei an. Diese fordert von ihm Clara zu Boden zu legen, weil sie infiziert sei. Das Paar küsst sich dann ein aller letztes Mal, was von Clara durch einen Biss unterbrochen wird. Schließlich werden beide von der Polizei erschossen.

Schauspieler / Besetzung
Diego Martín: Koldo
Leticia Dolera: Clara
Àlex Monner: Adrián
Javier Botet: Niña Medeiros
Ismael Martínez: Rafa
Claire Baschet: Natalie

Daten zum Film
Originaltitel: REC 3: Génesis
Deutscher Titel: REC 3: Genesis
Produktionsland: Spanien
Originalsprache: Spanisch
Jahr der Erscheinung: 2012
Länge / Dauer: 85 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18

Filmstab
Regie: Paco Plaza
Drehbuch: Paco Plaza
Luis Berdejo
Produktion: Julio Fernández
Kamera: Pablo Rosso
Musik: Mikel Salas
Schnitt: David Gallart

Publikation
Im Produktionsland Spanien lief der Film am 30. März 2012 in den Kinos an. Auf Blu-ray und DVD erschien er im August. Die Veröffentlichung ist in Deutschland direkt auf Blu-ray und DVD am 12. Okober 2012 geplant.

Survival of the Dead Filmreview

Am 6. Mai 2010 erschien in Deutschland George A. Romeros Horror und Scifi Film „Survival Of The Dead“. Romero versuchte sich erneut als Drehbuchautor und Regisseur an einem Zombiestreifen, doch in diesem Fall hätte er es einfach lassen sollen. Zunächst wird man als Zuschauer bemerken, dass das Setting sich in zweierlei Gebieten abspielt, nämlich Western und Zombies. Romeros Zombie-Versuchungen sind bekannt, doch hier wurde ein absoluter Tiefpunkt erreicht, der sogar – ironischerweise – den Vorgänger „Diary Of The Dead“ in den Schatten stellt.

Zunächst einmal zur Handlung:
„Survival oft The Dead“ knüpft an die Handlung aus „Diary Of The Dead“ an. Der Militärtrupp, der schon in „Diary Of The Dead“ zu sehen war landet auf einer Insel, auf der zwei unterschiedliche Gangs sich gegenseitig bekämpfen und bekriegen. Hierbei stehen sich Cowboys und Fischer gegenüber. Die Cowboys vertreten die Meinung, dass man die lebenden Toten weiterverarbeiten und auf Schweinefleisch konditionieren sollte. Die Fischer hingegen wollen die Plage, so wie es üblich ist, mit einem Kopfschuss loswerden. In diesem Moment kommt ein Konflikt zustande. Die Cowboys fühlen sich in ihrem Stolz verletzt, denn ein Cowboy gehört, auch wenn er tot ist, immer noch dem Clan an und wird nicht einfach erschossen.

Nach weiteren kleinen Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen werden einige Fischer von der Insel verbannt und verbarrikadieren sich in einer kleinen Hütte nahe der Anlegestelle, wo zugleich der bereits bekannte Militärtrupp eintrifft. Der Militärtrupp sieht sich entschlossen auf der Insel ein zugreifen, nachdem sie sich auf einem I-Phone ein Insel-Tourismus-Video der Fischer angesehen haben. Um nicht zu viel zu verraten, treffen logischerweise die Zombies ein, ein überlebender Fischer bringt den Militärtrupp zur Insel und zuletzt findet ein finaler Kampf statt zwischen den Cowboys und den Fischern, wobei die lebenden Toten und der Militärtrupp mit in die Fronten geraten. Wie zu erkennen ist, der Film ist nicht mehr im Mainstream, aber die Handlung ist so absurd, dass sie schon wieder lächerlich wirkt. Gemessen an den Vorgängern ist der Film einfach nur schwach und definitiv nicht zu empfehlen.

Romero versucht durch seine Zombiefilme Kritik an der Gesellschaft auszuüben, indem er den Menschen selbst als das tatsächliche Monster darstellt. Der Film verfügt über keine wahren Protagonisten, welche man als Zuschauer der Gesellschaft auf der Zombie-Insel gegeneinanderstellen könnte. Die kleinen Spielereien aus „Day Of The Dead“ und „Land Of The Dead“, die mit der Intelligenz der Zombies gespielt werden, werden in „Survival Of The Dead“ erneut aufgegriffen und ähneln einer Komödie. Ein Zombie-Postbote hängt mit einer Kette an einem Briefkasten fest und schmeißt einen Brief ein, daraufhin will er weiter wird jedoch von der Kette festgehalten und geht zurück zum Briefkasten, um erneut einen Brief einzuwerfen, diese Szene wird zu einer Dauerschleife und der Vorgang wiederholt sich. Hierbei muss man kritisieren, das Romero seine selbst erschaffene Genre nicht mehr zu schätzen weiß und abschweift, als wenn ihm die Ideen ausgehen. Unterstützung erhält diese Kritik durch weitere Comedy-Momenten, die im Großen und Ganzen okay sind, aber die Ernsthaftigkeit und den Gruselfaktor kaltstellen. Nahezu banal versucht Romero seinen Zuschauern einen Gefallen zu tun, so sieht man im Trailer ein lang ersehntes Wasserzombie, dieses allerdings trägt absolut kein Stück zum Handlungsverlauf bei.Ebenso unsinnig ist der Moment nach einer ernsthaften Szene, bei der einfach mal ein „Muh“ zu hören ist, obwohl weit und breit keine Kuh sichtbar ist.

Insgesamt kann man sagen, dass „Survival Of The Dead“ ein verwirrender, nicht ernst zunehmender Film ist. Man kann die Genre -Zuordnung nur schwer erkennen, die Qualität ist mehr als schäbig, wohl möglich war es gewollt, es könnte aber auch am mangelnden Geld liegen. Die geführten Dialoge sind oftmals sinnlos und dienen als Lückenfüller. Sehr schwache Leistung, vielleicht ist der Film ein Muss für Romero und Zombie Fans, doch für Horrorfreunde absolut nicht zu empfehlen.

Alien vs. Zombies – The Dark Lurking Filmreview

Der australische Horrorfilm „Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ versucht in 96 Minuten eine – womöglich noch nie da gewesene – Handlung unterzubringen, welche, wie so oft bei außergewöhnlichen Filmideen, in einer nahen (oder doch besser gesagt fernen) Zukunft spielt. Regisseur, Drehbuchautor wie auch Cutter Greg Connors hat in „Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ auf neuartige aber trotzdem altbekannte Methoden gesetzt, die den Film im Endeffekt aber nicht besser werden lassen. „Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ ist ein reine Produktion für Fans von trashigen Filmen, die sich gerne von Monstern begeistern lassen. Für all jene, die eine interessante Handlung erwarten, sollten den Film besser nicht in ihre DVD Sammlung aufnehmen.

Es beginnt alles in der Zukunft – auf irgendeinem Planeten – welcher dem Zuseher unbekannt bleibt. Auf einem Raumschiff bricht Panik auf, Notsirenen kommen zum Einsatz und eine Evakuierung wird angeordnet. Irgendetwas ist schief gegangen, die Besatzung wird getötet. Auch der Funkkontakt bricht ab. Der Commander des Schiffes hat nur einen Befehl: das, was für die Morde der Besatzung verantwortlich ist, darf auf keinen Fall das Raumschiff verlassen.

Eine Frau erwacht. Keine Erinnerung, keine Identität – keine Ahnung, wer sie ist und was sie macht. Erinnert an den ersten Teil von „Resident Evil“ und Milla Jovovich alias Alice ersten Auftritt? Womöglich – doch es kommt noch besser. Denn Lena, so ist der Name der verwirrten Frau, trifft auf zwei Soldaten, welche sie töten möchten. Gerade in diesem Moment wird sie aber (womöglich unfreiwillig) von einem Monstrum gerettet, welches die beiden Soldaten tötet. Lena gelingt die Flucht und trifft auf eine Gruppe Überlebender. Neben den Überlebenden gibt es noch Soldaten, welche versuchen die Bestien, welche die Besatzung des Schiffes getötet haben, ebenfalls auszuschalten.

Labyrinthe, monströse Wesen wie auch oftmals (so scheint es) nicht gerade intelligente Soldaten versuchen einen Ausweg aus dem Horror zu finden. Auf ihrer Suche finden sie einen Wissenschaftler, welcher nach einer gewissen Zeit offenbart, was schief gegangen ist. Der interessierte Fernsehzuseher wird dies wohl wissen. Ein Experiment, welches auf Grund mysteriöser Ereignisse scheiterte ist der Grund, weshalb immer mehr Menschen getötet werden. Die Monster Horden warten nur darauf das nächste Opfer zwischen die Finger zu bekommen. Und Lena? Lena versucht die ganze Sache – in typischer Alice Manier – zu überleben.

„Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ ist ein Film, welcher wohl nicht ganz weiß, welchem Genre er angehört. Neben oftmals radikalen Mordszenen und blutigen Opfern gibt es jede Menge Action, die an einen Kriegsfilm erinnert. Der Film, welcher in der ungeschnittenen Fassung einen FSK 16 Button verpasst bekommen hat, überzeugt in der Regel aber nur durch seine Effekte. Tiefsinnige Storys oder charakterliche Weiterentwicklungen blieben sehr wohl auf der Strecke. Zudem hat wohl Gregory Connors zu viel „Resident Evil“ gesehen, denn während dem Film wird man den Gedanken nicht los, eine Hommage an den „Zombie Klassiker“ von Paul W.S. Anderson zu sehen. Auch wenn Connors mit der Liebe zum Detail arbeitet, so überzeugt der Film auf keiner Weise.

Die Dialoge sind platt, die schauspielerischen Leistungen sind zwischen „gibt sich Mühe“ und „schlecht“ einzuordnen und die deutsche Übersetzung „Alien vs. Zombies“ ist wohl eher sehr dürftig. Monster, die mit schleimverzierten Mäulern Menschen fressen wollen, sind und bleiben Monster, aber werden wohl mit großer Wahrscheinlichkeit keine Zombies werden. Auch wenn tatsächlich ein paar Zombies im Film sogar auftauchen.
Tonia Renee, welche die B-Movie Alice Lena verkörpert, überzeugt 96 Minuten genauso wenig wie ihr Partner Bret Kennedy, welcher Michaels verkörpert, dem „Helden“ der Geschichte. Auch die anderen Darsteller sind wenig überzeugend und tragen dazu bei, dass „Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ nur für wahre Action-Horror-Fans, welche wenig Wert auf Handlung und Sinn legen, geeignet ist.

Planet Terror Filmreview

Dakota und William sind ein Ärztepärchen, die eine Nachtschicht zusammen machen. Beide staunen dann nicht schlecht, als viele Patienten auftauchen, die mysteriöse Verletzungen haben. Auch die Go-Go Tänzerin Cherry befindet sich gemeinsam mit dem Ex-Freund Wray unter diesen Verletzten. Beide haben schwere Blessuren und Cherry wurde auf offener Straße bei einem Überfall sogar ein Bein abgerissen. Die Nachtschicht ist ein wahrer Albtraum, denn die Bürger der Stadt haben alle einen verdächtig ausdruckslosen Blick und viele haben entstellte Brandwunden. Zwar haben Wray und Cherry schwere Blessuren, doch sie erholen sich relativ rasch. Durch eine Seuche werden die anderen Verletzten zu blutrünstigen Zombies, die Sickos genannt werden. Wray und Cherry greifen dann gemeinsam mit weiteren Überlegenden zu den Waffen und sie wollen dem Unheil Einhalt gebieten.

Die Hommage an das Grind House wurde als Double Feature in den USA angelegt. Von Robert Rodriguez wird die Hommage international abgeschlossen. Death Proof – Todsicher von Tarantino ist im Gegensatz zu Planet Terror etwas massentauglicher. Der Regisseur von Sin City präsentiert bei Planet Terror während der gesamten Filmlänge und äußerst konsequent das echte Grind House Feeling mit jeder Menge Spaß, harten Schnitten und viel Blut.

Innerhalb von Europa ist Grind House eher Wenigen ein Begriff und aus diesem Grund wurden international zwei Filme aus der geplanten Doppel-Hymne an den Kinokult gemacht. Dem Kinopublikum wurden die beiden Filme ein einer längeren Fassung präsentiert und der Verleih bezeichnet dies marketingwirksam als Dircector´s Cut. Der Film von Robert Rodriguez läuft zuerst in den USA und erst einige Wochen nach Death Proof – Todsicher in Deutschland. Den Fans wird auch hier wieder gezeigt, was in Robert Rodriguez steckt. Ein wahres Horror-Feeling wird mit hohem Aufwand präsentiert und das Ganze mit vielen Slapstick-Einlagen.

Die „Wir retten die Welt-Truppe“ wird in unterschiedlichen Handlungssträngen eingeführt, welche im Laufe des Film einer Horde von Zombies das Handwerk legen soll. Gesehen wird ein verfeindetes Ehe- und Bruderpaar, sowie auch die Babysitter Zwillinge, Cherry Darling und viele weitere Personen, die gegen viele Untote mit vielen Waffen antreten. Es geht um Leben und Tod und bei der sehr blutigen und harten Schlacht fliegen die Körperteile nur so durch die Gegend.

Die bezaubernde Rose McGowand könnte bei den beiden Grind House-Filmen als Verbindungsglied betrachtet werden, die in Planet Terror als Cherry Darling und als Pam in Death Proof – Todsicher als Hauptrolle immer eine gute Figur macht. Allerdings zeigt nicht nur sie, sondern die ganze Cast beste Trash-Laune. Zum Teil ist die Cast namenhaft und in manchen Szenen auf der Leinwand wird deutlich der Spaß präsentiert, der beim Dreh vorhanden gewesen sein muss.

Im Vergleich zu dem echten Horror-Trash von den 60ern und 70ern ist der Film von Rodriguez natürlich technisch viel weiter. Der Regisseur legte dennoch großen Wert auf den authentischen Eindruck. Gezeigt werden zum Teil mit Streifen durchzogene und verwaschene Bilder. Planet Terror hält diese konsequente Vorgehensweise während der gesamten Laufzeit bei und dies ist ein Gegensatz zu Death Proof – Todsicher. Das Publikum im Kino kann damit Blutströme bewundern, die wunderbar choreographiert sind. Für den Trash-Fan bieten diese Blutströme zusammen mit den fliegenden Körperresten und –fetzen ein wahres Feuerwerk.

In Deutschland startete der Grind-House-Film als Zweiter nach Death Proof – Todsicher und er zeigt sich hart und äußert dreckig, dafür allerdings umso konsequenter. Wer die guten alten Trash-Movies liebt, für den stellt Planet Terror mit Sicherheit die perfekte Wahl dar. Abgesehen von den guten Effekten und der Menge Blut gibt es auch noch eine gehörige Portion Spaß mit dazu geliefert. Wohl auch der Verleih bezweifelt allerdings, dass damit der Mainstream erreicht wird. Der Tausch von der Reihenfolge der Filme sollte wohl darauf abzielen, dass man mit dem Tarantino-Film bereits für den Rodriguez-Film die Zielgruppe vorbereitet, damit an der Kinokasse nicht ganz versagt wird.

Am Ende muss gesagt werden, dass Planet Terror der unterhaltsamere und Death Proof der künstlerisch ambitioniertere Film ist. Auf ihre ganz eigene Art und Weise sind beide Filme wunderbar. Robert Rodriguez präsentiert ein sehr unterhaltsames Spektakel, das Fans Freudentränen in die Augen treibt. Es gibt Spaß, überdrehte Action und halbnackte Frauen. Planet Terror ist insgesamt eher Actionfilm, als Zombiefilm. Es gibt herrlich überzogene Schießereien, Explosionen und großkalibrige Waffen.

Zombie 2 – Day of the Dead Filmreview

Als 1985 George Romero’s „Day of the Dead“ in die Kinos kam, spaltete er die Fans. Viele standen dem dritten Teil der Zombie-Reihe kritisch gegenüber, da Elemente wie lernende, sprechende Zombies einfach albern wirkten, während andere ihn als neue Entwicklung im Genre des Zombie-Films ansahen. 2008 brachte der Regisseur Steve Miner unter dem gleichen Titel einen Film heraus, der auf dem Original von 85 basiert und erneut die Zombie-Fans in zwei Lager aufspaltet.

Die Story:
Als in einer kleinen Stadt in Colorado eine Grippe-Welle umgeht, riegelt das Militär alle Straßen nach draußen ab, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen. Allen Kranken wird über Radio geraten, sich zum städtischen Krankenhaus zu begeben: ein fataler Fehler denn im Bruchteil eines Augenblicks wird aus ein paar Hustern und blutigen Nasen eine Handfeste Zombie-Epidemie und das Krankenhaus wird zum Zentrum der Untoten. Lediglich die Soldatin Sarah Bowman (gespielt von Mena Suvari) kann sich mit zwei Kollegen in einem Zimmer verbarrikadieren und plant mit improvisierter Bewaffnung die Flucht aus der Zombie-Hölle. Ihr Ziel: eine verlassene Unterkunft am Stadtrand, die früher vom Militär genutzt wurde und als absolut sicher gilt. Doch gerade, als die kleine Gruppe sich auf den Weg in die Freiheit macht, erreicht sie über Funk ein Hilferuf von Sarahs Bruder Trevor (Michael Welch), der sich mit einigen Überlebenden in einem Radiosender verschanzt hat. Die junge Soldatin steht vor der Wahl: weiterfahren und den wahr gewordenen Alptraum hinter sich lassen oder ihr eigenes Leben und das der Anderen riskieren, um ihren Bruder zu retten. Niemand kann von Gewissheit sagen, welche Entscheidung die richtige ist und ob es wirklich eine Chance gibt, den Wellen von Untoten zu entfliehen.

Ausstattung:
Im Großen und Ganzen sind Bild und Ton in Ordnung und die Effekte sind auch im Vergleich zu anderen Filmen des Genres passabel. Nur gelegentlich wirken die Konturen etwas verschwommen und das Gewackel der Kamera kann den Zuschauer leicht seekrank machen. Der Ton halt besonders im letzten Viertel des Films etwas zu stark und büßt dafür hin und wieder die Bässe ein, was aber kaum stört. Dafür fällt auf, dass die deutsche Synchronisation bei „Day of the Dead“ ausgesprochen gelungen ist, was bei Filmen dieser Art eher selten vorkommt.

Fazit:
„Day of the Dead“ sollte nicht als klassisches Remake des Films von George Romero angesehen werden, sondern eher als Hommage an den gleichnamigen Film von 1985. Steve Miner, der bereits mit Friday der 13. Teil 2 und 3, sowie mit Halloween H20 seine Erfahrungen im Horror-Genre sammeln konnte, hat einige Elemente wie beispielsweise den Militär-Bunker aus dem Original übernommen und andere wie den verrückten Wissenschaftler, der Zombies trainieren will, weggelassen. Der Rest wurde schonungslos aus anderen Filmen abgekupfert und mit ein paar klassischen Klischees gespickt. Deshalb ist der Ursprung der Zombie-Welle auch mal wieder ein experimenteller Virus und es gibt mindestens einen Waffennarren, der am Liebsten allein gegen alle ankämpfen möchte.

Doch der Film hat nach einem etwas holprigen Start auch seine Höhepunkte, allen voran eine überraschend gute Mena Suvari. Zu Beginn des Films dürften die meisten Zuschauer zwar ein wenig daran zweifeln, ob die aus „American Beauty“ bekannte Schönheit wirklich ihre Berechtigung in dem Film hat, aber je weiter „Day of the Dead“ in seinen 87 Minuten voranschreitet, desto stärker kann Suvari von sich begeistern. Am Ende ist sie mindestens genauso taff wie ihre Kolleginnen aus anderen Filmen. Auch die Nebenrolle des verstorbenen Ving Rhames (der unter anderem aus dem Remake von „Dawn of the Dead“ bekannt sein dürfte), so kurz sie auch ist, ist ein kleines Highlight des Films und verleitet zum Kichern, wenn Rhames als Zombie sein eigenes Auge als Zwischendurch-Snack verputzt.

Es mag zwar bessere Filme als „Day of the Dead“ geben, aber es gibt auch bei Weitem schlechtere. Abgesehen von einigen Schwächen, beispielsweise einem in einen Menschen verliebten Zombie, wirkt der Film frisch und zwischendurch unvermittelt komisch, selbst wenn er gerade mal ernst sein möchte. Dadurch wird die Handlung zwischen den Zombie-Angriffen aufgelockert und bietet so eine passable Unterhaltung, die nicht nur für Genre-Fans geeignet ist.

28 Days later Filmreview

28 Days Later ist ein Horror und Thriller Film unter der Regie von Danny Boyle, und der Meinung vieler ist es einer der Besten Zombie-Filme aller Zeiten. Der Film beginnt mit einer Gruppe von Tieraktivisten, die in ein Labor in Cambridge, England einbrechen, das voll mit Käfigen von Schimpansen gefüllt ist. Diese sind mit einer Art von Virus infiziert, dass als Rage-Virus (Wut- oder Zorn-Virus) bekannt ist. Bei dem Versuch die Schimpansen zu befreien, werden die Aktivisten brutal gebissen und do mit diesem Virus infiziert.

28 Tage nach der ursprünglichen Infektion wacht die Hauptfigur Jim, ein Fahrradkurier der von Cillian Murphy gespielt wird, in einem verlassenen Krankenhaus nach einem Autounfall auf. Nach dem Verlassen des Krankenhauses sieht man ihn, wie er durch die leeren Straßen von London wandert, auf der Suche nach irgendwelchen Anzeichen von Menschen, als er plötzlich von einer Gruppe von infizierten gejagt wird. Zwei Überlebende schaffen es sein Leben zu retten, und von da an beginnt er seine Überlebensreise im postapokalyptischen England.

Mit der Hilfe von einigen anderen Überlebenden, darunter eine Frau und ein Vater sowie seine Tochter im Teenageralter, versuchen sie irgendeine Art von Heilung und Erlösung von dem Virus zu finden. Regisseur Danny Boyle hat es geschafft ein echtes Gefühl von Spannung und Realismus in diesem Film zu integrieren mit einer starken Konzentration auf die Charaktere und auf die Atmosphäre, anstatt nur auf infizierte Zombies. Ein wirklich besonderes Merkmal von 28 Days Later ist die Optik. Dieser Film wurde mit einer digitalen Videotechnik anstelle von Standardmethoden gefilmt. Genau das verleiht dem ganzen File eine etwas düstere und raue Note, anstelle des gänzlichen und perfekten Looks, wie es im Hollywood bekannt und üblich ist.

Der Film fasziniert mit einer wirklich verwüsteten Umgebung, insbesondere in London, wo Jim in Gegenden mit touristischen Attraktionen rumwandert, die völlig verlassen und ruhig zu sein scheinen. Die Musik im Film ist wirklich gut gelungen, sie trägt zu einem sehr angespannten Gefühl im Laufe des Films bei, und die gelegentlich beruhigende, aber zur gleichen Zeit geheimnisvolle Musik zwischen einigen chaotischen Momenten wirkt sehr professionell und ist ein nettes Extra in Film. Das Tempo der Charakterentwicklung ist zumindest in diesem Horror Film sehr vielversprechend. Der Übergang von einem Schreienden und erschrocken Jim (im Stil des Feiglings) der später zu einem harten Killer wird, der alles tun, um sich und seine Freunde am Leben zu halten, ist ziemlich interessant. Der Rest der Besetzung darunter Naomi Harris, Megan Burns und vor allem Brendan Gleeson haben auch ihren persönlichen Beitrag für eine gelungene Charakterbildung beigesteuert.

Die Tatsache, dass sich die infizierten Menschen nicht unbedingt in Zombies verwandeln, sondern vielmehr von einer enormen Wut überfallen werden, die sie dazu führt Menschen zu töten und zerreißen ist zwar nicht super kreativ, aber in diesem Film funktioniert dieses Prinzip einwandfrei. Vielmehr ist es eine angenehme Abwechslung verglichen mit vielen übertriebenen Zombie-Filmen, die in den letzten Jahren die Kinosäle füllten. Das Aufregende in diesem Film ist, dass die infizierten Menschen ziemlich schnell und wild sind, im Gegensatz zu den meisten Zombie- und Horror-Filmen, bei denen wilde Kreaturen eher langsam und bewegungslos dargestellt werden.

28 Days Later hat einen originellen Stil, der sich im typischen Horror- und Zombie-Genre durch seine verschiedenen Merkmale wirklich von den anderen Filmen hervorhebt.

28 Days Later konzentriert sich mehr auf die Charaktere und eine tolle Atmosphäre. Zusammen mit einer großen musikalischen Partitur bringt es einem das Gefühl, dass diese Art von Sachen wirklich passieren können. Ohne Zweifel ist es wirklich eine Perle in diesem Genre der Filme. Wenn Sie einen originellen Horror und Thriller Film suchen, dann ist 28 Days Later eine exzellente Empfehlung. 28 Days Later ist ein großartiger Film über die Gefahren der biologischen Manipulation. Dieser Film befasst sich mit verschiedenen Themen, einschließlich der Stärke des menschlichen Geistes, aber es geht nicht unbedingt nur um Zombies. Während viele Szenen ziemlich vertraut klingen und offensichtlich von früheren Zombie-Filmen inspiriert sind, bringt 28 Days Later dennoch das gesamte Horror- und Zombie-Genre in eine neue Ära. Eine Ära mit neuen realen Ängsten und Gefahren. Dieser Film hat bereits einen Kult-Klassiker-Status und viele Genre Liebhaber sind mehr als begeistert über diese gelungene Verfilmung.

Diary of the Dead Filmreview

Diary of the Dead ist ein spannender Horrorfilm, der aus der USA kommt. George A. Romero war der Regisseur, der den Film 2007 rausgebracht hat. Um kurz zur Handlung zu kommen: Es geht um den jungen Filmstudenten Jason, der mit einem Wohnmobil aufbricht, um in den dunklen Wäldern vno Pensylvania sein Projekt zu drehen. Was alles noch ganz Normal scheint, wird zum Horror, im Radio werden Nachrichten über Zombies berichtet. Man macht sich auf den Heimweg. Alles weitere wird in ein Tagebuch geschrieben, the Diary of Dead.

Ein Unfall blockiert nun die Landstraße und die Autos sind zum Halten gezwungen. Zombie 1 taucht auf, überfällt Mary, die sich versucht zu erschießen. Doch sie überlebt. Alle Krankenschwestern im Krankenhaus sind schon Zombies. Jason muss zurückbleiben, Mary stirbt und beginnt sich in einen Zombie zu verwandeln. Maxwell muss sie töten. Gordo wird auch von einem Zombie gebissen. Die Kameramänner filmen ungezwungen die Situation. Mary und Godo werden vernichtet. Weiter fährt die Gruppe mit dem Wohnmobil und treffen nach einer Panne den Famer Samuel. Er hilft ihnen die Zombies zu vernichten und bietet dann seine Scheune zur Reperatur des Wohnmobils an. In der Scheune sind Zombies und die Flucht mit dem Wohnmobil beginnt.

Samuel wird nun von einem Zombie gebissen und bringt sich um. Das Benzin des Wohnmobils geht aus und sie treffen auf Mitglieder der Bürgerwehr. Man bringt die Gruppe ins Hauptquartier und hier mutiert ein Toter zu einem Zombie. Man versorgt später das Kamerateam, welches sich spöter zu Debras Haus aufmacht. Die Familie ist ebenfalls zu Zombies mutiert. Ein erneuter Kampf beginnt, bis schließlich die Weiterfahrt erfolgt. Die Gruppe kommt bei einem Freund unter. Das Landhaus ist abgelegen und die Zombies sind bis hierher noch nicht vorgedrungen. Jedoch stellt man bald fest, dass die Bewohner tot im Pool rumliegen. Ridley, der Freund jedoch lebt und verwandelt sich in einen Zombie. Tracey kann ihn niederstrecken und fährt allein weg. Natürlich wird alles wieder gefilmt. Ridney tötet Eliot im Bad. Jason wir auch noch gebissen und muss folglich erschossen werden. Er versucht trotz dem Angriff weiter zu filmen, um für die Nachwelt Beweise vorzulegen. Maxwell, Tony und Debra überleben das ganze und drehen den Film für Jason zu Ende.

Der Hintergrund des Films geht auf die Erstaufführung in Toronto, dem Internationalen Filmfestival zurück. Dies war das Highlight 2007. Allgemeiner Filmstart fand jedoch in den USA im Februar 2008 statt. Daraufhin folgte der Film in Großbritannien im März 2008 und kam so nach Europa. 2 Millionen US-Dollar gingen bei dem Filmdreh drauf. 2,9 Millionen nahm man durch den Kinofilm in den USA, in Russland, Agentinien und natürlich in Großbritannien wieder ein. In Deutschland wurde der Film auf dem 22. Fantasy Filmfest in Berlin, Köln, Hamburg, Dortmund, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und natürlich in München gezeigt. Die Musik des Filmes wurde von Frederic Chopin mit einer Interpretation von Chrinie Hye-Su Kim. Im Nachspann hat man das Lied „Any other Way“ von The Captains eingesetzt.

Man drehte den Film vollständig digital und in Panasonic Qualität, mittlerweile kann man ihn auch auf HD sehen im Fernsehen. Die Besonderheit des Films ist, dass im Nachspann der Filmemacher prominente Personen, wie Wes Craven, Simon Pegg und Stephen King erwähnen lässt, die sich geehrt fühlen sollten. Es gibt auch eine kurze Kritik zu dem Film: Manche Leute finden, dass nicht genügend Horror in dem Film vorkommt und kritisieren das Alter des Regisseurs. In dem Film „The Road“, welcher ähnlich ist, gibt es zehnmal mehr Horror als hier, meinten einige Befragte. Auch die Figuren würden dünn und unglaubwürdig rüberkommen. Der Regisseur meine dazu, dass „Diary of the Dead“ kein perfekter Film sei, dies jedoch auch auf keinen Fall sein soll. Man sollte ihn sich anschauen und dann beurteilen, ob der Film dem entspricht, was man sich vorgestellt oder ausgemalt hat.