The Walking Dead Staffel 6 Episode 5 – Hier und jetzt – Now

The Walking Dead Staffel 6 Hier und jetzt - Now„Now“ bzw. „Hier und jetzt“ lautet der Titel der fünften Folge der sechsten „The Walking Dead“-Staffel. Während die „The Walking Dead“-Fans noch Sorge hatten, ob sie erfahren werden, wie es mit Rick und Glenn weitergeht, ruft bereits Rick zu Beginn der Folge „Macht die Tore auf“. Nach der Rückblende in der vierten Folge, als die Zuseher etwas über Morgans Werdegang erfuhren, ist „The Walking Dead“ also wieder in der Gegenwart gelandet. Überraschungen sind garantiert. Doch auch am Ende der Folge wird der Zuseher einige offene Fragen vorfinden, die auch die fünfte Episode nicht beantworten konnten. Und neben der Frage, ob Glenn tatsächlich „The Walking Dead“ verlassen hat bzw. verlassen musste, kommen noch weitere Fragen hinzu, die vorwiegend nur die Hauptcharaktere betreffen.

Alexandria ist schon lange keine sichere Festung mehr

Die Bewohner müssen sich erst einmal wieder in Alexandria sammeln. Der Angriff der Wölfe hat nicht nur für zahlreiche Tote und Verletzte gesorgt, sondern auch eindrucksvoll bewiesen, dass Alexandria alles andere als eine sichere Festung ist. Zu Beginn der Folge hört man Rick rufen – „Macht die Tore auf“ – hinter ihm eine Herde von Zombies. Er schafft es, gelangt nach Alexandria und kann sich selbst ein Bild über die Zustände machen. Und genau hier beginnt „Hier und jetzt“ eine Wendung einzuschlagen, die wohl nur wenige Fans tatsächlich geglaubt hätten: „The Walking Dead“ wird plötzlich sogar romantisch. So verliebt sich Rick, Maggie beichtet Aaron, dass sie von Glenn schwanger ist und auch Denise und Tara kommen sich deutlich näher. Doch alles der Reihe nach – wie hat es Rick überhaupt nach Alexandria geschafft? Schlussendlich war er in einem Wohnwagen gefangen, umgeben von Beißern, die nur drauf und dran waren, den Serienhelden zu fressen (dritte Folge).

Aaron schlägt sich auf Ricks Seite

Nicht nur, dass die Bewohner vom Angriff der Wölfe verstört sind, stehen nun zahlreiche Beißer vor den Toren der Festung. Immer mehr Bewohner sind der Meinung, dass Ricks Plan nicht funktioniert hat. Doch Aaron schlägt sich auf die Seite des Titelhelden, nimmt die Schuld des Wolfs-Angriffs auf sich und unterstützt Rick mit all seinen Kräften. Doch Aaron will auch für Maggie da sein, die sich auf die Suche nach Glenn macht. Sie glaubt nicht, dass Glenn von den Beißern getötet wurde. Auf der Reise durch die Kanalisation, auf der Suche nach Glenn, gesteht Maggie auch Aaron, dass sie schwanger sei. Beide überleben nur knapp einen Angriff von Beißern; am Ende kommen sie ohne Antworten nach Alexandria. Doch auf der Wand, die alle Namen der Verstorbenen anführt, beginnt Maggie den Namen von Glenn wegzuwischen. Sie ist sich sicher, dass er noch am Leben ist.

Im weiteren Verlauf wird auch der Charakter von Jessie näher ins Licht gerückt. So versteht sie immer mehr, warum Rick hart durchgreift und erkennt, dass diese harte Art die einzige Möglichkeit ist, das Endzeit-Drama doch noch zu überleben. Sie blickt in die Realität und versucht auch die anderen Bewohner davon zu überzeugen, dass Rick mit seiner Art und seinem Vorgehen nur das Überleben der Bewohner garantiert.

In „Hier und jetzt“ stellt sich der Zuseher jedoch die Frage, wo Carol und Vater Gabriel sind. Und was ist mit Michonne oder Morgan? Die fünfte Episode scheint – im Hintergrund – neue Überraschungen aufzubauen, die wohl nur dem langjährigen Seher aufgefallen sind. Fragen, die absichtlich gestellt wurden und bewusst darauf verzichtet wurde, schon gleich in derselben Episode die notwendigen Antworten zu liefern.

Eine Neu-Positionierung?

„Hier und jetzt“ versucht die Charaktere in ein anderes Licht zu rücken und mitunter auch dafür zu sorgen, dass sich der Zuseher auch an die neuen Protagonisten gewöhnt. Auch versuchen die Produzenten neue Charaktereigenschaften zu kreieren. So entwickelt Rick Gefühle für Jessie; auch Denise und Tara kommen sich näher. Die Fans werden mit Kussszenen gefüttert. Seltene, aber durchaus nette Abwechslungen, die mitunter auch notwendig sind, wenn permanent irgendwelche Beißer oder Wölfe das Leben der Protagonisten gefährden oder gar beenden. „Hier und jetzt“ scheint zwar nicht die ultimative Wende einzuläuten, gönnt dem Zuseher jedoch eine kleine Verschnaufpause. Schlussendlich gab es in der sechsten Staffel noch keine Minute Ruhe oder Entspannung; bislang ist es wohl die intensivste Staffel, die jemals produziert wurde.

Was ist mit Daryl?

Doch natürlich gibt es auch Schattenseiten. Wie hat es etwa Rick nach Alexandria geschafft? Wird der Zuseher erfahren, wie es Rick geschafft hat oder bleibt dieses Erlebnis ein Geheimnis, weil die Produzenten keine Idee hatten, wie sie Rick aus dieser misslichen Lage befreien sollten? Man kann davon ausgehen, dass die Rückblenden kommen werden und auch der Fan erfährt, wie es Rick aus dem Wohnwagen geschafft hat. Eine weitere Frage, die mitunter auch durch das Promo-Video zur sechsten Folge verstärkt wurde: Was ist mit Daryl und Co.? Die Vorschau zeigt, dass Daryl Probleme hat. Wie ist es dazu gekommen? Und was ist mit Glenn? Fragen über Fragen, die – hoffentlich – in den nächsten Episoden beantwortet werden.

„The Walking Dead“ versucht vor allem in der sechsten Staffel den Zuseher permanent zu verwirren oder auf eine falsche Fährte zu führen. Zeitsprünge, nicht chronologische Abläufe, der Aufbau mehreren Zwischenhandlungen – all das sind Gründe, warum die sechste Staffel als noch intensiver, brutaler und gefährlicher als die vorherigen Staffeln wahrgenommen wird.

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