The Walking Dead Staffel 5 Episode 13 – Forget – Forget

The Walking Dead Staffel 5 Vergessen ForgetForget – Nachdem wir in der letzten Folge „Remember“ erfahren haben, dass Rick Alexandria gerne mit reiner Gewalt übernehmen möchte, ist „Vergessen“, im Orignial „Forget“ nicht mit neuen Erkenntnissen gefüllt, sondern konzentriert sich auf die Gruppendynamik. Die Gruppe tut endlich genau das, was wir von vorherigen Episoden erwartet haben: Sie kundschaften und spionieren die Gegend aus und versuchen gleichzeitig, sich mit der wagen Hoffnung auf ein normales Leben auseinanderzusetzen. Obwohl neue Erkenntnisse und Überraschungen fehlen, ist „Vergessen“ eine sehenswerte und interessante Episode, die sich auf Kooperation und das Zusammenleben konzentriert.

Dass dieses Zusammenleben nicht immer einfach ist, ist am besten an Sasha zu sehen. Die Scharfschützin scheint immer noch stark traumatisiert, die Einsamkeit scheint ihr schwer zu schaffen zu machen. Egal ob sie gefragt wird, nach Wildschweinkeulen zu suchen oder auf der Party angeboten bekommt, dass für sie gekocht wird: Sasha rastet aus und der Zuschauer erhält endlich einen persönlichen Zugang zu ihr – sie ist nicht mehr nur das Mädchen, dessen Bruder und Freund starben.

Rick, Daryl und Carol feilen weiter an ihrem Plan, die Waffen aus Alexandria wieder in ihren Besitz zu bringen. Was vorher nur ein „könnte“ war, ist jetzt schon ein „bald“ – der Plan wird konkreter, allerdings weihen sie immer noch niemanden über ihr Vorhaben ein. Beim Auskundschaften von Alexandria fällt ihnen auf, wie unzureichend die Waffen eigentlich gesichert sind und Carol hat ihren großen Auftritt: Die Waffen werden gestohlen, dabei ein ganzes Magazin auf einen Walker aus dem Gebüsch abgeschossen und nachdem ein Zeuge, Jessies Sohn Sam, auftaucht, der sie beim Stehlen der Waffen gesehen hat, wird Hausfrau Carol auch noch zum Bad Cop und droht überzeugend mit dem Herausreißen seiner Gedärme, sollte er sich wagen, den Mund aufzumachen. Einen solchen Psychoterror an einem Jungen hätten wir ihr kaum zugetraut.

Daryl ist weiterhin sein grummeliges Selbst als er von Aaron auf Hasenjagd begleitet wird. Hier entsteht aber dann ein vorsichtiges Kennenlernen, Aaron lernt, dass Daryl Menschen und Walker nur am Geräusch des Gangs unterscheiden kann und man merkt das beide ein Band verbindet: Das des Outsiders. Wir lernen, dass Daryl schnell und zuverlässig zwischen guten und schlechten Menschen unterscheiden kann, was ihn zu einem exzellenten Kundschafter macht. Daryl selbst taut weiter auf, dank Buttons, dem wilden Pferd, welchem er sich erfolgreich versucht zu nähern, aber eben nur fast: Zunichte gemacht werden seine Annäherungsversuche durch plötzlich auftauchende Walker, die natürlich erst einmal beseitigt werden müssen. Buttons aber kann nicht gerettet werden. Daryl zeigt hier seinen weichen Kern – das von den Walkern verspeiste Pferd trifft ihn sichtlich ins Herz.

Auf der anschließenden Party treffen wir eine fröhliche Rosita und auch kurz Abraham wieder, der seine Vorsicht über den Ort nicht ablegen kann. Deannas Ehemann Reg stößt mit Rick an, dem die Party sichtlich gefällt, auch weil die Atmosphäre der Feier endlich etwas Normalität in den nicht wirklich normalen Alltag bringt. Er flirtet recht offensichtlich mit Jessie, die zwar verheiratet aber der Turtelei nicht abgeneigt ist. Sam nimmt Rick außerdem mit seinem Stempel voll in die Gemeinde auf.

Sasha zeigt auf der Party wieder, wie sehr sie der Tod ihres Bruders und Freundes mitgenommen hat. Sie schafft es nicht, Smalltalk zu führen und die banalen Gedanken der Bewohner scheinen sie ernsthaft zu stressen. Sie hat das große Ganze im Kopf, Kleinigkeiten wie Fragen nach dem Lieblingsessen sind für sie praktisch eine Beleidigung im Angesicht dessen, was eigentlich in der Welt los ist.

Später trifft sich der harte Kern, Carol, Daryl und Rick, wieder und die zuvor gestohlenen Waffen zu verteilen. Daryl verzichtet auf eine Waffe, während sich Rick reichlich bedient und anschließend fragwürdige Blicke in Richtung Jessies Ehemann wirft. Ob er nur wegen eines Flirt so weit geht, der Gemeinde den Arzt zu nehmen? Rick wirkt wackelig und von der vermeintlichen Sicherheit der Gemeinde etwas überwältigt. Wo er sich doch eigentlich besser fühlen müsste, muss er sich durch einen Walker, der nachts an den Zaun klopft daran erinnern, wie das Leben „draußen“ noch vor kurzem für ihn war.

Wenig Action, dafür viel Konversation und Kennenlernen ist der Tenor dieser Folge. Besonders das Trauma von Sasha wird in den Vordergrund gestellt. Carol zeigt eine ganz andere Seite von sich selbst und man darf gespannt sein, wie sich dies und Figuren wie Rick, der zwiegespalten scheint und Daryl, der erstmals einen Einblick in seine Seele zuließ, entwickeln.

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