The Walking Dead – Staffel 3 – Folge 6 – Auf der Jagd – Hounded

The Walking Dead Staffel 3 HoundedDie 6. Folge der 3. Staffel von „The Walking Dead“ verspricht mit ihrem englischen Originaltitel Hounded, zumindest was die Anfangsszene betrifft, nicht zu viel. Denn bereits zu Beginn der Episode sieht man Merle, der, in Begleitung von drei weiteren Männern aus Woodbury, jagt auf Michonne macht, die in der vergangenen Episode das idyllische Städtchen verlassen hatte, um auf eigene Faust weiterzuziehen. Schnell wird klar, dass Michonne nicht unbedingt auf der Flucht von den Männern ist, sondern sich durchaus zu wehren entschlossen hat. So kreuzt sie, anstatt wegzulaufen, bewusst den Weg der Verfolger und liefert sich mit ihnen einen erbarmungslosen Kampf, in den sich auch einige Beißer einmischen. Dabei werden zwei von Merles Begleitern, so wie die angreifenden Zombies mit dem Katana-Schwert niedergemetzelt und Michonne verschwindet wieder.

Hounded

Merle und der dritte Mann, offensichtlich noch ein Anfänger, streiten sich darüber, ob sie Michonne weiterverfolgen oder dem „Gouverneur“ einfach sagen sollen, dass sie sie erwischt hätten, da sie alleine da draußen ohnehin so gut wie tot sei. Da Merles Begleiter sich weigert, den Gouverneur anzulügen und die Jagd fortsetzen will, verpasst ihm Merle skrupellos einen Kopfschuss, um später zu behaupten, dass auch er bei diesem Angriff durch Michonne und die Beißer umgekommen wäre. Merles psychopathischer Charakter macht durch diese Szene, dem anfänglichen Bild aus der 1. Staffel wieder alle Ehre.

Das Szenario von Hounded wechselt wieder zum Gefängnis und der Atlanta-Gruppe, wo die Handlung an das Ende der letzten Episode anknüpft, wo Rick das Telefon klingeln hört und verwundert dran geht. Man hört, wie ihm eine Frauenstimme antwortet und von einer Gemeinschaft in völliger Sicherheit berichtet, aus der sie kommt. Allerdings will sie Rick nicht verraten, wo sich dieser sichere Ort befindet und vertröstet ihn damit, später erneut anzurufen, nachdem sie mit dem Rest ihrer Gruppe darüber gesprochen hat, ob sie Rick und seinen Leuten trauen könnten. Bei einem Folgeanruf ist nun eine Männerstimme zu hören, die Rick ins Kreuzverhör nimmt und darüber ausfragt, wie viele Menschen er bereits getötet hätte und wie seine Frau eigentlich gestorben sei. Als das Thema auf Lori zusprechen kommt, weigert sich Rick zu antworten, woraufhin die Männerstimme am anderen Ende den Hörer wieder auflegt.

Mit wem spricht Rick?

Nach dem die Spannung um die mysteriösen Anrufer seit Ende der letzten Folge immer weiter aufgebaut wurde, reißt der dritte Anruf den Zuschauer vom Hocker und lässt alle Hoffnungen wieder verblassen. Denn es wird aus dem dritten Gespräch immer deutlicher, dass es sich bei den Anrufern um Ricks Einbildungen handelt, bis er schließlich mit der verstorbenen Lori zu sprechen scheint.

Rick scheint sich nach diesem Telefonat mit sich selbst, allerdings langsam wieder zu besinnen und begibt sich zum Rest der Gruppe, wo ihm auch zum ersten Mal richtig auffällt, dass er nun ein Baby hat, für das er sorgen muss. Nach diesem erkenntnisreichen Schauspiel wechselt die Handlung auch wieder in das kleine Woodbury, wo man zu sehen bekommt, dass Andrea sich schon ganz gut eingelebt hat und auch vieles für den Gouverneur übrig zu haben scheint. Schließlich landen beide sogar im Bett, nach dem Andrea ihm gestanden hatte, die veranstalteten Gladiatorenkämpfe gar nicht so abschreckend zu finden, wie es anfangs den Anschein hatte. Überhaupt scheinen Andrea das neue Leben in Woodbury und die Umgarnungen des Gouverneurs zu gefallen.

Michonne auf der Flucht

Die Szene wechselt zu Michonne, die sich weiterhin auf der Flucht befindet und auf den ein oder anderen Beißer auf ihrem Weg stößt. Dabei gewinnt sie die Erkenntnis, dass die Zombie-Gedärme, die sich bei einem Kampf mit einem Beißer über ihren ganzen Körper verteilt hatten, sie scheinbar unsichtbar für die umherziehenden Zombies machen. Anschließend stößt sie in einer verlassenen Kleinstadt in der Nähe auf Glenn und Maggie, die die Geschäfte nach Vorräten durchsuchen. Michonne bleibt zunächst bedeckt und sieht, wie auch Merle dazu stößt. Da Merle und Glenn sich kennen, gibt Merle sich zunächst freundschaftlich und fragt Glenn nach seinem Bruder.

Glenn vertraut Merle allerdings nicht und richtet die Waffe auf ihn. Glenn verspricht, Daryl bescheid zu geben, wo Merle sich befindet und lehnt es ab ihn mit ins Versteck zu nehmen. Woraufhin Merle sich unter vorgehaltener Waffe Maggie schnappt und Glenn dazu auffordert in den Wagen zu steigen um die beiden, wie sich herausstellt, nach Woodbury zu bringen. Nachdem Merle dem Gouverneur darüber Bericht erstattet hat, geht die Handlung nicht näher darauf ein, was nun geschehen wird und lässt die Spannung für die nächste Episode offen. Die Überschneidung der bislang separat laufenden Handlungsstränge zwischen dem Gefängnis und Woodbury lassen in den kommenden Episoden allerdings einige interessante Wendungen vermuten.

Vieles bleibt offen

Der Handlungsstrang von Hounded wechselt nun wieder zum Gefängnis, wo Daryl beim Durchforsten des Gebäudes in einem kleinen Raum auf die völlig fertige Carol, deren Schicksal nach der letzten Episode offengeblieben war und sogar vermutet wurde, dass sie bereits tot wäre, da Daryl auch ihr ein Grabkreuz auf der Wiese gewidmet hatte. Währenddessen ist Rick zu sehen, der vor den Gefängnistoren auf etwas Merkwürdiges aufmerksam wird. Bei näherer Betrachtung sieht er Michonne, die völlig souverän inmitten der Zombies am Zaun steht. Diese scheinen sich, aufgrund ihres Zombiegeruchs durch die Gedärme nicht an ihr zu stören und beachten sie nicht weiter. An dieser Stelle endet die Episode, nach dem mal wieder vieles offen gelassen wurde, auch wieder.

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