The Walking Dead – Staffel 3 – Folge 11 – Judas (I Ain’t a Judas)

The Walking Dead Staffel 3 JudasDie 11. Episode der 3. Staffel von The Walking Dead trägt den Titel Judas (im Original „I Ain’t a Judas“). Gleich zu Beginn der Episode fragt man sich also, wer von den Charakteren mit dieser Betitelung wohl gemeint ist.

Rücktritt?

Ebenfalls vor eine Frage gestellt, ist auch der Rest der Atlanta-Gruppe im Gefängnis, für die es immer noch heißt zu klären, ob sie fliehen oder kämpfen sollen. Und hier setzt auch der erste Handlungsstrang der Episode an, als die Gruppe darüber diskutiert, wie sie nun vorgehen soll. Merle weist sie darauf hin, dass die Auseinandersetzungen mit dem Governor vor den Gefängnistoren nur der Anfang seiner Vergeltungsaktion waren. Für Merle ist der Governor in einer deutlich besseren Position und hat zudem auch mehr Waffen und Männer, sodass er das Gefängnis auch einfach belagern und die Gruppe aushungern lassen könnte. Dass er wiederkommen würde, sei jedenfalls gewiss.

Hershel nutzt die Gelegenheit, um Rick etwas zurechtzuweisen und appelliert an ihn, sich endlich zu besinnen, da er schließlich der Anführer der Gruppe sei. Dieser scheint nämlich weiterhin noch ziemlich benommen und etwas geistesabwesend. Sodass ihm später sogar sein Sohn Carl dazu rät, von der Führung der Gruppe zurückzutreten und das Regeln der Angelegenheiten für eine Weile Hershel und Daryl zu überlassen.

Rekrutierung in Woodbury

Während die Atlanta-Gruppe sich im Gefängnis noch den Kopf darüber zerbricht, wofür sie sich entscheiden soll, bereitet der Governor in Woodburry schon seinen nächsten Schachzug vor. Unter dem Deckmantel des Selbstschutzes lässt er alle Stadtbewohner ab 13 Jahren rekrutieren, um eine kleine Armee aufzustellen. Jeder, der in der Lage ist, ein Gewehr zu halten, solle sich zum Kampftraining melden und bereit machen. Als Andrea von diesem Treiben erfährt, stellt sie den Governor entsetzt zur Rede, welcher ihr dann wie immer einen Bären aufbindet, in dem er behauptet, seine Männer seine vor dem Gefängnis angegriffen worden, als er mit Rick und seinen Leuten verhandeln wollte. Andrea unterbreitet ihm den Vorschlag, selbst zum Gefängnis zu fahren und die Angelegenheit wieder zu entschärfen, der Governor lehnt jedoch strikt ab und sagt ihr, dass sie gleich im Gefängnis bleiben kann, wenn sie sich dahin begeben sollte.

Die Aussätzige

Da die Stadt befestigt wird und niemand ohne Weiteres rein oder raus kann, versucht Andrea den Handlanger des Governors, Milton, dazu zu überreden, ihr dabei zu helfen, unbemerkt aus der Stadt zu verschwinden, um mit Rick über die Angelegenheit reden zu können. Milton lehnt zunächst ab, hilft ihr anschließend aber trotzdem erfolgreich aus der Stadt zu verschwinden. Dies jedoch nicht, weil Milton nun mit Andrea am selben Strang ziehen möchte, sondern weil er den Governor bereits darüber unterrichtet hatte und dieser ihm die Anweisung gab, ihr zum Anschein zu helfen. Beim Rausschleichen aus der Stadt treffen die beiden auf Tyreese und seine Leute, die sich seit dem Rausschmiss aus dem Gefängnis scheinbar im Wald durchgeschlagen haben. Andrea beschließt alleine weiter zu ziehen, nach dem sie einem Beißer Arme und Zähne entfernt und ihn zum eigenen Schutz an die Leine genommen hat, während Milton die Gruppe mit nach Woodburry nimmt.

Im Gefängnis angekommen, wird Andrea zunächst wie eine Aussätzige behandelt, kann gegen Ende jedoch doch noch das Vertrauen der Gruppe zurückgewinnen. Als sie versucht Rick und seine Leute davon zu überzeugen, auf einen Waffenstillstand mit dem Governor hinzuarbeiten, erntet sie nur Unverständnis. Hier erfährt sie erstmals das wahre Ausmaß des durchtriebenen Charakters vom Governor. Für die Gruppe um Rick gibt es von daher nur die Option, den Krieg dadurch zu beenden, dass sie den Governor in einer Nacht und Nebel Aktion ausschalten. Dafür will Rick neben Michonne auch seinen Sohn Carl nach Woodburry mitnehmen. Andrea dagegen lässt man wieder ziehen. Jedoch legt ihr Carol nahe, den Governor zu verführen und anschließend zu töten und das Blutvergießen auf beiden Seiten so zu verhindern.

Judas

In Woodburry angekommen fällt Andrea dem Governor wieder in die Arme und landet mit ihm schließlich auch im Bett. Was in der Schlussszene der Episode zunächst so wirkt, wie das Befolgen von Carols Ratschlag, entpuppt sich in Wahrheit als die Auflösung des Rätsels um den im Titel erwähnten Judas der Episode. Es ist nämlich Andrea, die zwar zunächst das Messer über dem schlafenden Governor zückt, es jedoch nicht zu Ende bringt und damit die Entscheidung zwischen ihm und ihren alten Freunden endgültig fällt.

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