Alien vs. Zombies – The Dark Lurking Filmreview

Der australische Horrorfilm „Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ versucht in 96 Minuten eine – womöglich noch nie da gewesene – Handlung unterzubringen, welche, wie so oft bei außergewöhnlichen Filmideen, in einer nahen (oder doch besser gesagt fernen) Zukunft spielt. Regisseur, Drehbuchautor wie auch Cutter Greg Connors hat in „Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ auf neuartige aber trotzdem altbekannte Methoden gesetzt, die den Film im Endeffekt aber nicht besser werden lassen. „Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ ist ein reine Produktion für Fans von trashigen Filmen, die sich gerne von Monstern begeistern lassen. Für all jene, die eine interessante Handlung erwarten, sollten den Film besser nicht in ihre DVD Sammlung aufnehmen.

Es beginnt alles in der Zukunft – auf irgendeinem Planeten – welcher dem Zuseher unbekannt bleibt. Auf einem Raumschiff bricht Panik auf, Notsirenen kommen zum Einsatz und eine Evakuierung wird angeordnet. Irgendetwas ist schief gegangen, die Besatzung wird getötet. Auch der Funkkontakt bricht ab. Der Commander des Schiffes hat nur einen Befehl: das, was für die Morde der Besatzung verantwortlich ist, darf auf keinen Fall das Raumschiff verlassen.

Eine Frau erwacht. Keine Erinnerung, keine Identität – keine Ahnung, wer sie ist und was sie macht. Erinnert an den ersten Teil von „Resident Evil“ und Milla Jovovich alias Alice ersten Auftritt? Womöglich – doch es kommt noch besser. Denn Lena, so ist der Name der verwirrten Frau, trifft auf zwei Soldaten, welche sie töten möchten. Gerade in diesem Moment wird sie aber (womöglich unfreiwillig) von einem Monstrum gerettet, welches die beiden Soldaten tötet. Lena gelingt die Flucht und trifft auf eine Gruppe Überlebender. Neben den Überlebenden gibt es noch Soldaten, welche versuchen die Bestien, welche die Besatzung des Schiffes getötet haben, ebenfalls auszuschalten.

Labyrinthe, monströse Wesen wie auch oftmals (so scheint es) nicht gerade intelligente Soldaten versuchen einen Ausweg aus dem Horror zu finden. Auf ihrer Suche finden sie einen Wissenschaftler, welcher nach einer gewissen Zeit offenbart, was schief gegangen ist. Der interessierte Fernsehzuseher wird dies wohl wissen. Ein Experiment, welches auf Grund mysteriöser Ereignisse scheiterte ist der Grund, weshalb immer mehr Menschen getötet werden. Die Monster Horden warten nur darauf das nächste Opfer zwischen die Finger zu bekommen. Und Lena? Lena versucht die ganze Sache – in typischer Alice Manier – zu überleben.

„Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ ist ein Film, welcher wohl nicht ganz weiß, welchem Genre er angehört. Neben oftmals radikalen Mordszenen und blutigen Opfern gibt es jede Menge Action, die an einen Kriegsfilm erinnert. Der Film, welcher in der ungeschnittenen Fassung einen FSK 16 Button verpasst bekommen hat, überzeugt in der Regel aber nur durch seine Effekte. Tiefsinnige Storys oder charakterliche Weiterentwicklungen blieben sehr wohl auf der Strecke. Zudem hat wohl Gregory Connors zu viel „Resident Evil“ gesehen, denn während dem Film wird man den Gedanken nicht los, eine Hommage an den „Zombie Klassiker“ von Paul W.S. Anderson zu sehen. Auch wenn Connors mit der Liebe zum Detail arbeitet, so überzeugt der Film auf keiner Weise.

Die Dialoge sind platt, die schauspielerischen Leistungen sind zwischen „gibt sich Mühe“ und „schlecht“ einzuordnen und die deutsche Übersetzung „Alien vs. Zombies“ ist wohl eher sehr dürftig. Monster, die mit schleimverzierten Mäulern Menschen fressen wollen, sind und bleiben Monster, aber werden wohl mit großer Wahrscheinlichkeit keine Zombies werden. Auch wenn tatsächlich ein paar Zombies im Film sogar auftauchen.
Tonia Renee, welche die B-Movie Alice Lena verkörpert, überzeugt 96 Minuten genauso wenig wie ihr Partner Bret Kennedy, welcher Michaels verkörpert, dem „Helden“ der Geschichte. Auch die anderen Darsteller sind wenig überzeugend und tragen dazu bei, dass „Alien vs. Zombies – The Dark Lurking“ nur für wahre Action-Horror-Fans, welche wenig Wert auf Handlung und Sinn legen, geeignet ist.

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